Patisson-Salat-bs

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Yum-…bittewhat?  Eigentlich ist es ganz simpel, nur ein bissel Denglisch. yumtamtam – der Name eines neuen Kochchannels auf Youtube – setzt sich aus dem englischen “yummy” (= lecker) und “Tamtam” zusammen und bedeutet eigentlich: Leckeres Futter – aber eben ganz ohne großes Tamtam und riesigen Wirbel.

Yumtamtam
Kochkanäle gibt es ja inzwischen einige auf Youtube, mitsamt einigen ziemlich coolen kulinarischen Skurilitäten (wer da etwas abtauchen möchte, dem sei zum Beispiel auch noch der Black Metal Vegan Chef ans dunkle Herzchen gelegt, der seine Rezepte ins Mikro growlt – oder der Vegan Zombie, der mit veganen Rezepten gegen die Zombiekalypse anbrutzelt. Dazu gibt’s übrigens auch ein Kochbuch.)  Dass solche Online-Shows der herkömmlichen TV-Landschaft mit den ewig gleichen am Herd herumstehenden old white Dudes, problemlos den Rang ablaufen, geht inzwischen einigen Medienmacher/innen auf.

Vor ein paar Wochen wurde jetzt also yumtamtam gelauncht. Dahinter steht Edeka, so weit ersichtlich halten sie sich mit Product Placement aber wirklich wohltuend zurück. Im Vordergrund stehen die drei Moderator/innen Felicitas Then (Fernsehköchin & Foodbloggerin), Melissa Lee (japanlastige Berliner Designerin & Youtuberin – ick sach nur Kawaii, Sushi-Kuschelkissen & rosa Einhörnchen) und Felix Denzer (bärtiger Student, der ganz nebenbei unter dem Namen “Fewjar” zusammen mit seinem Bruder ziemlich nette Musik macht).

Kochkanal YumtamtamYumtamtam

Um es mal so altbacken zu sagen: Das Zielpublikum liegt eher im jüngeren Segment. Gezeigt wird hier, dass man bei akutem Hunger eben nicht zum ollen Käsebrot, Lieferdienst oder zur gelbroten Tüte mit seltsamen Zusatzstoffen greifen muss, sondern selbst zum Kochlöffel greifen kann. Die Rezepte  sind schnell, lecker, cool aber angenehm bodenständig und nicht total abgedreht. Nebenbei gibt es auch Folgen mit Wissenswertem/Lifehacks/Challenges/Experimenten zu Lebensmitteln, Tipps zur Resteverwertung und den einen oder anderen intelligenten Spruch. Die Kameraführung sorgt bei mir zwar stellenweise zu sanfter Seekrankheit und die erste Folge ist zum Einstieg arg gescriptet und kostet ein klitzekleines Bissel von der Glaubwürdigkeit & Authentizität, die gewollt sind, aber ich verbuche das mal unter Kinderkrankheiten, die sich auswachsen werden. Ich denke, die Show  hat wegen ihrer Vielseitigkeit, den durchaus sympathischen Moderator/innen und ihrer Art echtes Potential und versucht auch die Nutzer/innen aktiv einzubinden. Mal sehen, wie sich das alles entwickeln wird. Ich phantasiere derweil dann mal von einem netten Eiscreme-Sandwich – gut, dass es heute in Berlin nicht ganz so warm ist. 😉

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