Im Trend: Laktose- & glutenfreie Produkte

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Wer im magischen Kessel mitliest, hat sicherlich schon mitbekommen, dass sich hier in den letzten Monaten langsam ein paar laktosefreie Rezepte ansammeln. Da ich oft für Freunde mit verschiedenen Nahrungsmittelintoleranzen bzw. Freunde mit frei gewählter Fleischabstinenz koche und backe, bin ich schon länger für Alternativen sensibilisierter. Der Grund für die Häufung liegt aber darin, dass ich mich selbst seit letztem Jahr zu dieser Bevölkerungsgruppe zählen darf. Ich bin ganz froh, dass ich darum inzwischen weiß und auch darum, dass ich – in Berlin lebend – überall Zugang zu Alternativen habe. Der Biosupermarkt um die Ecke führt zwar keine laktosefreie Milch, dafür aber alles Mögliche (und Unmögliche) von Soja- über Mandel- bis hin zu Reis- und Hafermilch. Der Supermarkt ums Eck war so nett auf Nachfrage die Auswahl an laktosefreien Produkte zu erweitern und der nächste Discounter führt seit Neuestem auch laktosefreie Milch. Ich habe also “Glück”. In anderen Teilen Deutschlands mag es vielleicht nicht so rosig aussehen und man bekommt spezielle Nahrungsmittel für “Ernährungssensible” nur im Reformhaus.

Die Zahl von Menschen mit verschiedensten Nahrungsmittelintoleranzen und -allergien steigt. Soweit ich es als Laie verstanden habe, werden Nahrungsmittelallergien oft auch erst durch die starken Allergene von Erdnüssen und Soja, die in vielen industriell verarbeiteten Produkten zum Einsatz kommen, ausgelöst. Der Bedarf nach speziell zugeschnittenen und gut erkennbar als solche gelabelten Lebensmitteln, bei denen man nicht erst die winzigkleine Zutatenliste entziffern muss, um dann später doch entnervt festzustellen, dass jemand in der Produktentwicklung so nett war Laktose in die heiß ersehnten Kekse zu rühren, ist also da.
Inzwischen kriegen aber immer mehr Firmen spitz, dass bei den Nahrungsmittelallergikern ein immens großer, fast noch unerschlossener, Markt brach liegt. So jetzt auch REWE, die im April eine neue Produktlinie namens “REWE frei von” eingeführt haben. Das Sortiment startet mit circa 30 verschiedenen laktosefreien oder glutenfreien Produkten, soll aber im Laufe der Zeit auf gut 50 ausgeweitet werden.

Ich habe die Produkte selbst leider noch nicht probieren können (in meiner Nähe gibt es keinen solchen Markt) aber leider vermisse ich – neben der natürlich vorhandenen, obligatorischen laktosefreien Milch,  der Milchschokolade und dem laktosefreien Milchspeiseeis – die Butter in der Angebotspalette. Wäre schön, wenn es da bald noch eine Erweiterung in dieser Hinsicht gibt. Momentan bekomme ich sie halt nur von der etablierten Marke Minus-L – und die verlangen als Einkaufspreis für ein Stückchen Butter im Miniaturformat einen Arm und ein Bein.

Wie deutlich auf der Webseite von “REWE frei von” zu sehen ist, überwiegen die glutenfreien Produkte. Da ich weiß, dass man bei normalen Einkaufsmöglichkeiten eher schwer an glutenfreies Gebäck (vom Brötchen bis hin zum selbst belegbaren Pizzaboden), Brot oder Backmischungen heran kommt und auch Menschen mit Zöliakie im Freundeskreis habe, finde ich dieses breite Angebot echt gut. Leider ist die genaue inhaltliche Zusammensetzung auf der Webseite nicht einsehbar. Im Übrigen: Über laktosefreie Backmischungen oder explizit laktosefreies Brot wäre sicherlich nicht nur ich erfreut (Ich schreibe dies nach dem gescheiterten Versuch bei fünf verschiedenen Bäckern laktosefreies Kastenweißbrot zu ergattern – überall war Süßmolke zugesetzt.). Insofern bin ich sehr erfreut über den sich abzeichnenden Trend und bin gespannt, wie sich diese Reihe in Zukunft weiterentwickelt.

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