Diabetes-Rezepte

Kleines Intermezzo mit Beluga-Linsen, Lachs und Pfirsichen

Ohne großes Chi Chi (Schi Schi? Schischi? Ich hoffe man versteh mich…) ein Blogeintrag, der nur deswegen seinen Weg hierher findet, weil das Bild dann doch so hübsch aussah. Es begab sich, dass ich letztens mal wieder einen Anfall von Linsen hatte. Im Bioladen sahen die so hübsch und verheißungsvoll im Regal aus. Außerdem mag ich schwarze Sachen. Die Linsen hüpften also quasi in meinen Einkaufskorb. Nachdem ich sie die letzten Wochen im Küchenregal umrundete, schritt ich dann letzte Woche endlich zur Tat.

Das Rezept ist von / findet sich bei Foodfreak/Datenhamster, ich habe es nur leicht abgewandelt, Beluga-Linsen statt LePuy und da es mir abends an Orangenschale und frischem Saft mangelte, wanderte (geschälter) frischer Pfirsich und ein Schluck Ananassaft in das Lachstatar.

Linsen-Salat & Lachs-Fazit

Hach.. Linsen und ich. Ich fürchte wir werden nur schwer warm miteinander. Der Gatte mochte den Linsensalat (aber der liebt ja auch Linsen in allen Varianten), mir waren sie – trotz langen kochens ohne Salz – zu hart und zu körnig. Ich glaube die Linsen und ich – das hapert nicht so sehr am Geschmack sondern irgendwie immer eher an der Konsistenz. Ich weiß genau, dass die Dinger lecker sein können, ich muss nur noch herausfinden, wie genau. ;-)

Der Lachstatar hingegen fand ich einfach genial. Der Liebste beäugte mich zwar mehr skeptisch (inklusive einem tapfer vor einer hungrigen, mit einem großen Küchenmesser versehenen Frau zaghaft hervorgebrachten “Bist du ..äh.. dir… mh.. da ganz sicher, dass das passt?!”), als ich zwei aromatische Pfirsiche hineinschnibbelte und den Ananassaft mit der seeehr großzügigen Hand voll Basilikum paarte. Er ließ sich dann aber doch von dem köstlichen Ergebnis überzeugen.

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Rezept für Lachs-Piccata

Manchmal gibt es ja so Gerichte, die in Wellen durch die verschiedenen Foogblogs geistern…  Letztens stolperte ich bei FoodFreak über die lukullisch nicht so erfüllende Kocherfahrung mit Chicoree-Piccata und wurde von spontaner Gier nach Lachs-Piccata befallen.  Gesagt, getan – letzten Sonntag lag der leckere Fisch in Parmesan-Ei-Umhüllung auf unseren Tellern.

Rezept für Lachs-Piccata

400 g TK-Lachsfilet
4 Eier (Größe S)
100 g Parmesan
1/2 Zitrone
Mehl
Kräutersalz
frisch gestoßener Pfeffer

Zubereitung Lachs-Piccata

  • Lachs aus seiner Verpackung befreien und langsam bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
  • Unter fließendem kalten Wasser abspülen, mit Küchenkrepp abtupfen, die Lachsfilets quer und dann nochmals längs halbieren.
  • Lachs in eine Schüssel geben und mir dem Zitronensaft benetzen.
  • In der Zwischenzeit in einer Schale Mehl, Gewürzsalz und Pfeffer miteinander vermischen, in einer zweiten Schale die Eier mit dem Parmesan verquirlen.
  • Die Stücke des marinierten Lachs wie ein Wiener Schnitzelchen erst durch das Mehl ziehen und danach durch die Ei-Parmesan-Mischung.
  • Etwas abtropfen lassen und dann bei mittlerer Hitze in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz von beiden Seiten in wenigen Minuten (der Lachs sollte ja nicht knochentrocken, sondern noch blätterig und saftig sein) goldbraun braten.

Fisch-Piccata-Fazit

Sehr lecker. Ich hatte ja zunächst befürchtet, dass der Lachs, da so dünn geschnitten, austrocknet beim Braten, aber so langsam scheine ich bei Fisch den Dreh raus zu kriegen. Die Lachs-Piccata war eine nette Abwechslung – vor allem, wenn man ein relativ kohlenhydratfreies Abendessen oder Mittagessen will – also ernährungstechnisch  auch wieder gut geeignet bei Diabetes. Bei uns gab es dazu Romana-Salat mit Honig-Senf-Dressing und als Beilage Salzkartoffeln. Wobei letztere wirklich optional und im Grunde unnötig sind. Bei uns blieb der Großteil unangerührt, dafür verschwand der gebratene Lachs und der frische Salat blitzschnell.

Koch-Desaster

Obwohl sehr lecker, gehört das Gericht dennoch auch mit in die Sparte der Kochdesaster, allerdings nur weil meine geliebte Porzellanplatte von einem unerwartet frühen und hitzigen Tod betroffen wurde. Der Gatte hatt sie – zum Stapeln der fertigen Lachsstücke mit Küchenpapier belegt auf eine vermeintlich kühle (aber scheinbar noch angeschaltete) Platte des im hinteren Bereich des Ceranfelds gestellt – dort wo kurz zuvor noch die Karoffeln kochten. Ich wurde erst mit einem klitzekleinen Panikanfall aufmerksam, als das Küchenpapier anfing sich zu schwärzen und Rauch sich vor meiner Nase emporkräuselte… Als ich die Platte dann hektisch mit einem Kochlöffel zur Seite schob, gab sie sich mit einem schockierten “Plirrrr” der übermäßigen Temperaturschwankung hin und wurde jäh aus ihrem vielgenutzten Leben gerissen. R.I.P., liebe Sushi-Platte – ruhe sanft, Friede deinen Scherben…

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Rezept für Fenchelcremesuppe

Ich bin derzeit ja etwas auf dem Fenchel-Trip – hat man ja vielleicht schon bei der Gemüsepfanne gesehen, die das Rezept für Mandelpolenta letztens begleitete. ;-) Ich hatte vorher – bis auf frischen Salat mit Walnüssen und Äpfeln – nie wirklich Berühungspunkte mit diesem Gemüse und bin ganz begeistert von der vielseitigen Verwendbarkeit (von Rohkost, Gemüsepfanne und Nudelsauce bis hin zu Aufläufen oder Suppen) – seit einigen Monaten lagert bei mir jedenfalls immer eine Fenchelknolle im Gemüsefach und wartet dort brav auf die spontane Verwendung.
Gestern Abend packten mich Gelüste auf Fenchelcremesuppe, da ich kein Rezept fand, was mir 100 % zusagte, habe ich einfach mal Dinge in den magischen Kessel geworfen und war gespannt, was dabei raus kam.  Ich war gestern allerdings scheinbar nicht die Einzige mit einem Fenchel-Anfall. Auf meine Frage bei Twitter nach Fenchelsuppen-Rezepten kam von der lieben Foodina ein Link zu einem nagelneuen Blogbeitrag samt Rezept für eine ziemlich genial klingende Fenchel-Essenz.

Rezept für Fenchelsuppe

1 1/2 – 2 Knollen Fenchel
2 große Zwiebeln
2 große Kartoffeln
1 Knoblauchzehe
1 1/2 l Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe
150 ml Sahne
100 g magere Schinkenwürfelchen
Olivenöl
Meersalz
frisch gestoßener bunter Pfeffer
1/4 TL Madras Curry
Green Pepper Sauce

Zubereitung der Fenchelcremesuppe

  • Zwiebeln & Knoblauch schälen, grob hacken und in etwas Olivenöl anbraten.
  • Fenchel putzen, in grobe Stücke schneiden, waschen und zu den Zwiebeln geben. Das Fenchelkraut abschneiden, waschen, mit Küchenkrepp abtupfen und beiseite legen.
  • Gemüse kurz anrösten lassen und dann mit der Brühe aufgießen. Salz und Pfeffer dazu geben.
  • Die Kartoffeln schälen, in feine Stückchen schneiden und zur Suppe geben.
  • Alles circa 20 Minuten lang bei mittlerer Hitze gar kochen, dann den Topf vom Feuer nehmen und die Fenchelsuppe mit einem Zauberstab fein pürieren.
  • Die Schinkenwürfelchen in einer Pfanne knusprig rösten und dann in die Fenchelcremesuppe geben.
  • Die Suppe nochmals kurz erhitzen. Die Sahne untermischen, mit Curry und einige Spritzer Green Pepper Sauce hinzu geben, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Nach dem Servieren die Suppe in den Tellern mit dem kleingeschnittenen Fenchelgrün bestreuen.

Fenchelsuppen-Fazit

Ich war ja wirklich skeptisch, bin jetzt aber bekehrt, gelobe Besserung und das öftere Kochen von Fenchelsuppe. Der Geschmack war fenchelig, ohne zu dominant zu sein und die Suppe war angenehm leicht – bestimmt nicht nur im Winter sehr lecker, sondern auch zu sommerlichen Temperaturen genießbar. Das Rezept ist auch für Diabetiker gut geeignet, kommt es doch mit minimalen Kohlenhydraten aus – einfach die Kartoffeln abwiegen, die Sahne dunkel im Hinterkopf behalten und die BE ausrechnen. Ich schätze auf die ganze Suppe gerechnet waren das maximal 3-4 BE.

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Thunfischfrikadellen mit Ziegenfrischkäse und Sesampanade

Irgendwo hatte ich  mal ein Rezept dazu gelesen und etwas Ähnliches vor Jahren auch schon mal gemacht – Thunfischfrikadellen beziehungsweise Thunfischbratlinge. Absolut lecker, schnell gemacht und die Zutaten hat man eh meist in der Vorratskammer rumstehen.

Das Foto ist jetzt nur ein rascher Schnappschuss und ja, auch bei uns im Küchenschrank geistert noch irgendwo dieses furchtbare achteckige schwarze 80ties Arcopal-Geschirr herum. Der Gemahl liebt es heiß und innig. Runterschmeißen hilft nix, bleibt ja ganz. :-(

Rezept für Thunfischfrikadellen

2 Dosen Thunfisch Naturell
2 Eier
4 EL Ziegenfrischkäse
2 EL Kichererbsenmehl
1 große rote Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
1/2 TL Salz
Pfeffer & edelsüßer Paprika nach Geschmack
Sesamsaat zum drin wälzen
Sonnenblumenöl zum Ausbraten

Zubereitung Thunfisch-Bratlinge

  • Thunfischdosen öffnen, Wasser abgießen. Fisch in ein feines Sieb geben, etwas zerdrücken, so dass weitere Flüssigkeit abfließt.
  • Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und in eine Schüssel geben. Mit dem abgetropften Thunfisch, Gewürzen, Eiern und eventuell etwas Kichererbsenmehl zur Bindung vermengen.
  • Die Masse ist etwas Feucht, aber mit den Fingern lassen sich Bällchen formen. Den Sesam in eine Schale geben und die Bällchen darin rollen zum Panieren.
  • In der Pfanne das Öl erhitzen, Fischbällchen hineingeben und etwas flach drücken. Von beiden Seiten goldbraun-knusprig braten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Thunfisch-Frikadellen-Fazit

Mjam. Echt absolut lecker und saftig. Meine Befürchtung war ja, dass sie zu trocken werden. Aber schön knusprig gebraten schmecken die Teilchen warm hervorragend, bei uns gab es dazu ein paar Pommes Frites und einen Salat mit Honig-Senf-Dressing. Die Reste der Fischfrikadellen lassen sich auch noch perfekt am nächsten Tag kalt aufknabbern. Den Ziegenfrischkäse schmeckt man eigentlich nicht groß heraus, Alternativen wären normaler Frischkäse oder Quark.

Natürlich ist sind die Fischbratlinge auch ein geniales Hauptgericht für Low Carb-Anhänger, fischessende Vegetarier oder für Diabetiker, denen purer Fisch oder mageres Hühnerbrustfilet langsam zum Hals raus hängt.

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Blog-Event LVII. Essen für Unterwegs: Es gibt Falafeln, Baby!

Nein, diesmal bin ich nicht so spät dran, weil ich getrödelt habe, sondern weil ich bei diesem leckeren Blogevent ursprünglich eigentlich gar nicht mitmachen wollte.

Blog-Event LVII - Essen für unterwegs (Einsendeschluss 15. Juni 2010)
Da war ich aber eben dabei mit dem Liebsten in der Küche das Abendessen zuzubereiten und dachte mir:  “Mnhjam.. Falafeln! Hoffentlich bleiben welche übrig, dann kann ich die morgen Mittag kalt schnabulieren, das schmeckt mir ja eigentlich fast noch besser.” Klingt doch eigentlich nach dem perfekten Bestandteil für ein Kochtopf-Picknick. Oder etwa nicht?

Und sehen sie nicht einfach zum Anbeißen aus? Frisch frittiert vorhin auf unserem Teller, jetzt schon in meinem Magen. ;-)

Tja. Und deswegen husche ich noch mal schnell rein und kleb mich an das Blogevent “Essen für unterwegs” dran. Die selbstgemachten Falafeln sind nämlich a) kalt sehr lecker zu essen b) begeisterten schon öfters das Herz meiner vegetarischen und fleischfressenden Freunde und c) können auch unterwegs wie kleine Kichererbsen-Bouletten geknabbert werden. (d) Wer Diabetiker bekocht, wird Kichererbsen wegen dem geringen Kohlenhydratgehalt sowieso lieben. )

Bei Suite101 habe ich mein Rezept für Falafeln als Artikel eingestellt. Ich hoffe das verstößt nicht gegen die Blogevent-Gesetze. Verblogt habe ich dieses Kichererbsen-Rezept damit bisher ja eigentlich noch nicht.

Und da wir eben zu hungrig waren um noch schöne Bilder zu machen, an dieser Stelle mal noch ein hübscheres Falafel-Bild. Allerdings von einer Fuhre früherer frisch frittierter Kichererbsenbällchen in arabischem Fladenbrot mit Joghurtsauce und Salat. (Sehen aber wirklich genauso aus. Ehrlich. ;-) )

Kichererbsen-Falafel-Tipp

Diesmal gab es eine klitzekleine Abwandlung im Rezept – da kein Instant-Bulgur im Haus war, habe ich den Teig nur mit Mehl versehen.
Ich verwende meist Kichererbsen aus der Dose (Nach einem spätpubertären Falafel-Horror, bei dem ich Nachts dauernd die vor sich hin quellenden Kichererbsen umtopfen musste und die Dinger nach zusätzlichem stundenlangem Kochen immer noch nicht weich genug waren, ich aber am Ende auf einem unglaublichen Falafel-Berg saß und meine Gäste zwingen musste die Teile tütenweise mit Heim zu nehmen, gehe ich da auf Nummer sicher…). Ich habe bei den Dosen-Kichererbsen einen ziemlichen Qualitätsunterschied festgestellt. Dieser äußert sich nicht wirklich geschmacklich, sondern darin, dass der Kichererbsenteig bei der einen Masse beim Frittieren total auseinanderbröselt und bei der anderen Sorte Kichererbsen perfekt zusammenhält. Wenn dieser Kichererbsen-Supergau wirklich eintritt und die Falafeln beim Frittieren zerfallen,  kann man hier mit der  zusätzlichen Gabe von mehr Weizenmehl Abhilfe schaffen oder im äußersten Notfall auch noch ein Ei zur Bindung einarbeiten.

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