Fruchtiges

Einfach zum Anbeißen: Schokoladenerdbeeren

Bevor die Erdbeersaison endgültig vorbei ist, sollte ich mich mal schnell zwingen das Posting endlich zu veröffentlichen. Ich hätte schwören können, dass mir die schokolierten Erdbeeren in einem Schokoladenkochbuch vor Jahren schon mal als “Wiener Erdbeeren” über den Weg gelaufen sind. Der Name scheint im Netz aber relativ unbekannt zu sein… Naja, vielleicht irre ich mich ja auch. Es ist jedenfalls ein absolut leckerer (ich stehe ja sowieso auf die Verbindung von Schokolade und Früchten), süßer und fruchtiger Knabberkram für den Sommer. Und das schlechte Gewissen ist beim Verzehr dann auch nicht sooo groß. Das bissel Zartbitterschokolade fällt bei den ganzen gesunden Erdbeeren ja kaum ins Gewicht.

Rezept für Schoko-Erdbeeren

500-750 g frische, möglichst aromatische und große Erdbeeren
125 g Zartbitterschokolade oder Zartbitterkuvertüre

Zubereitung der Schokoladenerdbeeren

  • Erdbeeren waschen, abtupfen, im Kühlschrank vorkühlen.
  • Schokolade im Wasserbad schmelzen.  Erdbeeren eintauchen/mit einem Löffel schokolieren.
  • Erdbeeren auf einen mit Backpapier belegten Teller geben. Die Schokolade zieht durch die Kühle der Früchte zwar schon etwas an, trotzdem ist es sinnvoll (gerade bei den sommerlichen Temperaturen), die Schokoladenerdbeeren im Kühlschrank komplett aushärten zu lassen.

Schoko-Erdbeeren-Fazit

Braucht man nicht viel zu zu sagen außer: Mjam.
Ok. Gut. Eine Kleinigkeit noch – wer es besonders hübsch machen will, kann die Erdbeeren auch noch zusätzlich mit weißer Schokolade verzieren. Oder etwas Vanillemark in die Schokolade rühren.. oder.. ach… esst sie einfach so. ;-)

Edit: Habe das Schokoladenkochbuch eben unter einem Stapel schwergewichtiger Kochbücher hervorgezerrt. Nach einem Blick auf das großformatige aber relativ schlanke Buch musste ich jetzt doch etwas grinsen – es ist tatsächlich eine Zusammenfassung von den Anne Wilson-Rezeptbüchlein. Und die Erdbeeren (in weiße und dunkle Schokolade getaucht) heißen hier “Erdbeeren >>Wien<<” – bin also noch nicht völlig vergreist. Ha!

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Schneller & saftiger Rhabarberkuchen (Gâteau moelleux à la rhubarbe)

Ja, schon wieder ein Backrezept. Ich bekenne mich schuldig. Aber Daniela von l’art de vivre hat’s getan. Feinschmeckerle ebenso. Und an allem Schuld ist sowieso Bolli. ;-)
Ich befinde mich also beim Backen dieser Französin in bester Gesellschaft. Allerdings habe ich nur eine 2/3-Variante des Kuchens gebacken, da a) ich in Zeitmangel war, b) nur noch 400 g Rhabarber eingefroren hatte und c) meine Tarteform eh zu niedrig für mehr Teig gewesen wäre.



Rezept für Rhabarberkuchen

400 g Rhabarber
150 g Mehl
110 g Zucker
75 g weiche Butter
2 Eier
2 TL Backpulver
Vanille nach Geschmack
ein Hauch Ceylon-Zimt
3 TL brauner Zucker zum Bestreuen

Zubereitung

  • Eier und Zucker in einer Rührschüssel miteinander verrühren.
  • Den Rest der Zutaten hinterher werfen und alles zu einem glatten Teig verrühren, zuletzt den in kleine Stücke geschnittenen (in meinem Falle aufgetauten) Rhabarber unterheben.
  • Die Tarteform ausbuttern, Teig hineinfüllen, mit zwei Teelöffeln braunem Zucker bestreuen und bei 180° für 30-40 (bei meinem etwas obskuren Ofen waren es 35) Minuten backen.
  • Etwas auskühlen lassen und dann frisch verputzen.

Rhabarbertarte-Fazit

Mjam. Ganz lockerer Teig, sehr saftiger Kuchen. Und vor allem:  Suuuperschnell zu machen und wie Bolli schon schrieb, perfekt geeignet für verschiedenste Variationen. Ich habe den Kuchenteig einfach ganz schnell mit dem Schneebesen zusammengerührt, das ging insgesamt in fünf Minuten. Dank dem darüber gestreuten Zucker hat der Rhabarberkuchen  eine leicht karamellisierte Note und ist ein wenig knusprig.

P.S.: Ich krame gerade in meinem eigenen Blog nach dem Rezept und sehe, dass ich den Rhabarberkuchen vor ziemlich genau einem Jahr (wir haben gerade Mai 2012) hier verewigt habe. Normalerweise editiere ich ja ungerne in bestehende Artikel hinein. Im Rückblick auf ein Jahr mit diesem Kuchen (und weil Rückfragen kamen, die sonst irgendwo in der Kommentarfunktion des Blogs untergehen) noch zwei Informationen.:

Die hier verwendete Tarteform hat einen Durcmesser von circa 27 cm.
Der Kuchen lässt sich auch perfekt als Blechkuchen backen. Dazu einfach die dreifache Menge verwenden. Es empfiehlt sich wegen der Menge an Früchten dann aber, den Rhabarber ganz leicht zu zuckern und eine halbe Stunde stehen zu lassen, damit er etwas Wasser ziehen kann und sich dann leichter unter den Teig arbeiten lässt.

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Resteverwertung: Black Banana Cake

Verträumt stand ich letztens morgens in meiner Küche. Mein Blick streifte verschlafen die drei sehr, sehr, seeehr reifen Bananen in der Obstschale. Wahrscheinlich hätte ich das Schicksal dieser armen Früchte schon längst vergessen und hätte sie am nächsten Tag ebenso verschlafen dem Mülleimer übergeben, wenn ich nicht kurz darauf im Kochtopf über dieses Rezept für Bananen-Schokoladen-Kuchen gestolpert wäre. Perfekt, um dem Leben der armen Dinger noch einen Sinn zu geben und sie zu etwas leckerem zu transformieren. Denn ich mag eigentlich reife Bananen überhaupt nicht gerne und ärgere mich jedes Mal aufs Neue, wenn sie dann wieder liegen bleiben, vergammeln und am Ende in die Tonne wandern. Mein ökologisches Ich (irgendwo habe ich sowas tatsächlich) zuckt dann jedes mal schuldbewusst zusammen. Als ich das Rezept las, musste ich den Kuchen unbedingt, jetzt, sofort, gleich haben. Also nutzte ich meine Mittagspause zum Backen (Homeoffice kann Vorteile haben… ;-)).

Rezept für Black Banana Cake

175 g weiche Butter
75 g selbstgemachten Vanillezucker (oder: weißer Zucker, kombiniert mit einem Päckchen Vanillezucker)
75 g brauner Zucker
75 g gemahlene Mandeln (Original: geröstete Haselnüsse, fein gemahlen)
2 Eier Größe
175 g Mehl
1 TL Backpulver
3 reife Bananen (ca. 250 g)
175 g Zartbitter oder Milchschokolade, gehackt
1 EL brauner Zucker

Zubereitung des Bananenkuchens

  • Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.
  • In einer Rührschüssel Butter cremig schlagen und mit dem Zucker aufschlagen.
  • Die Eier jeweils einzeln dazu geben und immer erst komplett einarbeiten.
  • Mehl, Backpulver und Mandeln vermischen und nach und nach unter die Eiermasse mixen.
  • Die Schokolade hacken, die Bananen in kleine Würfelchen schneiden und mit einem Löffel unter den Kuchenteig heben.
  • Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hinein geben und einen Esslöffel braunen Zucker darüber verteilen, damit die Kruste schön knusprig wird.
  • Bei 175° im vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens backen. Garprobe machen, evtl. mit Alufolie abdecken, wenn der Kuchen zu schnell bräunt.

Bananenkuchen-Fazit

Schokoladig. Bananig. Saftig. Toll. Und echt gut zur Resteverwertung. Neben den Bananen sind noch geriebene Mandeln und weihnachtliche Schokoladenreste verbraucht worden. Mit Haselnüssen und/oder Walnussstückchen drinnen schmeckt der Kuchen bestimmt noch besser und aromatischer, die Mandeln hat man im gebackenen Zustand kaum wahr genommen. Ich bin ja sonst nicht so der Fan von rohem Kuchenteig aber: der sehr feste und kompakte Teig ist ungebacken einfach köstlich und fast noch leckerer als der eigentliche Kuchen.

 

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Nicht nur was zu Weihnachten: Mandelsplitter mit Cranberrys

Es ist schon etwas länger her, dass ich dieses leckere Konfekt produziert habe, verbloggen will ich es aber dennoch noch. Ich hatte sowas vor Jahren schon mal öfters gemacht zum Verschenken, die leckeren Schokodinger gerieten aber in Vergessenheit. Erneut auf die Idee gebracht, hat mich aber Sus vom CorumBlog während der Weihnachtszeit.

Copyright by Distelfliege

Das Zeug ist aber auch viel zu köstlich, um nur zu Weihnachten gemacht zu werden. Schmeckt auch suchtgefährend gut  im Frühjahr oder im Herbst – naaaaja… im Hochsommer würde es wahrscheinlich hemmungslos wegschmelzen. Obwohl die Schokoteilchen sowieso keine all zu großen Überlebenschancen haben. Ich habe die Mandelsplitter zum Knabbern auf einem Treffen meiner Spinngruppe gemacht und sie hatten quasi die Lebensdauer eines Schneekristalls in der Sahara… ;-)

Die entfernt an Choco Crossies erinnernden (nur sehr viel leckerer, lockerer und vor allem laktosefrei) Mandelsplitter sind geradezu ein klassisches Geschenk aus der Küche. In letzter Zeit habe ich die Cornflakes auch weggelassen und stattdessen einfach gepufften Mais verwendet (gibt es im Bioladen), das hat den weiteren Vorteil, dass diese schokoladige Süßkeit dann auch glutenfrei ist.

Rezept für selbstgemachte Mandelsplitter

150g Zartbitterkuvertüre
100g Mandelsplitter
50g getrocknete Cranberrys
50g Cornflakes/gepuffte Reiskörner
Msp Zimt
Msp Vanillepulver (gemahlene Vanilleschote) oder etwas Mark einer Vanilleschote
Msp Kardamom

Zubereitung des Mandelkonfekts

  • Die Cornflakes in einen Gefrierbeutel geben, fest verschließen oder zuhalten, mit einem Nudelholz etwas darauf schlagen und die Cornflakes so in kleine Stückchen zerbröseln und in eine Schale geben.
  • Die Mandelstifte in einer Bratpfanne ohne Fett und unter ständigem Rühren goldbraun rösten und zu den zerkleinerten Cornflakes geben.
  • Die getrockneten Cranberrys mit einem Messer grob hacken und zu den restlichen Zutaten geben und unterheben.
  • Bei mäßiger Temperatur wird nun die Zartbitterkuvertüre im Wasserbad geschmolzen und Vanille, Kardamompulver und Zimtpulver untergerührt.
  • Die mit den Gewürzen versehene flüssige Schokolade nun unter die Mischung aus Cornflakes, Mandeln und Cranberries heben, bis alles gleichmäßig von Schokolade ummantelt ist.
  • Mit zwei Teelöffeln immer etwas der Mandelmasse abstechen und als Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett oder Blech geben.
  • Sobald die Schokolade ausgehärtet ist (einige Minuten im Kühlschrank sind hier ganz dienlich), kann das schokoladige Mandelkonfekt vernascht oder in Dosen und Geschenktütchen verpackt werden.

Rezeptideen für selbstgemachte Mandelsplitter

Bei diesem Rezept kann man wild experimentieren – gelingen tut es fast immer. Als leckere Varianten kann man auch weiße Schokolade oder Vollmilchschokolade verwenden, etwas löslichen, pulverisierten Instant-Kaffee zum Aromatisieren mit in die flüssige Schokolade mischen, einen Hauch Chili hinzu geben oder die anderen Ingredienzien verändern. Statt Cranberrys kann man auch andere Trockenfrüchte verwenden. Zum Beispiel getrocknete Aprikosen, Erdbeeren, Ananas, Mangos oder einfach Rosinen.

Die Mandelstifte müssen auch nicht unbedingt geröstet werden, sondern können direkt verwendet werden oder  zum Teil auch mit anderen Nussorten, wie zum Beispiel Haselnuss, Walnuss oder gar Kokosraspeln, in der Menge ersetzt werden.

 

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Kampf der Hitze! Erfrischend leichter Sommer-Cocktail: Scarlet Punch

Es ist warm. Das angekündigte Gewitter zog gerade ungewitterig vorbei. Nur ein paar lausige Blitze konnte ich in der Ferne erahnen. Zeit für einen Cocktail. Zeit für ein stärkendes Tonikum!

Der Gatte präferierte nen simplen Gin Tonic. Mir fiel beim Durchstöbern des Kühlschranks noch ein Glas mit Kirschsaft in die Finger. Zeit für einen neuen Cocktail. Ich taufe ihn hiermit Scarlet Punch. Simpel, lecker, fruchtig, leicht, kühl – mit nur wenig Alkohol und einem winzigen Hauch Tiefe durch das bittere Tonic. Geradezu perfekt für überhitzte Sommerabende ohne einen Windhauch, an denen man im eigenen Saft vor sich hin schmort. Irgendwie muss ich dabei an Rüschenkleider, Südstaatenverandas und große geeiste Krüge voller rotem Punsch denken. Ahja und an Fächer, mit denen man sich lethargisch etwas Sauerstoff zuwedelt. Die sind essentiell. Hitze und so.

Rezept für Sommer-Cocktail Scarlet Punch

3-4 Eiswürfel
6 cl Tonic Water
5 cl Kirschsaft
1 cl Gin

Zubereitung des Cocktails

  • Eiswürfel in ein schmales Glas geben. Tonic, Kirschsaft und Gin hineingeben. Mit einem Strohhalm verrühren.
  • Kleid zurecht zupfen, auf die imaginäre Veranda begeben und damenhaft den Cocktail schlürfen.

Sommer-Cocktail-Fazit

Eigentlich ist das Rezept ja fast zu simpel, um es zu verbloggen. Aber ich fand es lecker (der Gatte nicht) & würde den Drink bei der Wärme wahrscheinlich sofort wieder aus meinem hitzegeschädigtem Gedächtnis streichen. Außerdem fand ich den Rotton so hübsch, dass er fotografierens- & bloggenswert war. ;-)

Und gerade noch rechtzeitig bemerkt – der Gärtner-Blog hat diesen Monat einen Garten-Koch-Event mit Kirschen als Hauptdarstellern. Klebe mich mit meinem aufgepepptem Gin-Tonic mal ganz frech dran. ;-)
Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

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