Prag

Lebenszeichen: Auf Reisen & frisch frittiertes Langos

Nein, ich bin nicht in Ungarn oder auf einem Mittelaltermarkt gelandet, sondern besuche derzeit eine liebe Freundin in der Nähe von Stuttgart. Deswegen (und weil sich vor und nach  Reisen Arbeit ja generell häuft – eben weil man weg will, oder ist…) also auch immernoch die hier vorherrschende Ruhe im Blog. ;-)

Da ich langsam schon ein schlechtes Gewissen habe – diverse Blogeinträge lauern aus Zeitmangel halbfertig im Hintergrund, darunter auch der Bericht über unseren Besuch im Schneeweiß in Berlin – lasse ich zumindest mal ein kleines Lebenszeichen und den Link zu einem leckeren Rezept von mir da.

Denn natürlich fallen wir auch hier in die Küche ein und geben uns hemmungslos den lukullischen Genüssen unserer Kochkünste hin. Nachdem meine Freundin mich gestern Abend mit einem perfekt gebratenen Rumpsteak samt leckerer Begleitung erfreute, war ich heute Abend am Herd und habe Langos gemacht. Anbei ein (leider etwas dunkles & unscharfes) Bild unseres Abendessens.

Wer dem Link folgt findet ein bissel was zur Geschichte des frittierten Brotes und natürlich vor allem das Rezept für Langos. Bei uns gab es dazu Saure Sahne, geriebenen Käse, Zimtzucker, Powidl und als Vitamin-Alibi einen leckeren Tomatensalat.

Für mich ist Langos schon immer untrennbar mit Ferien verbunden – mit meinen Eltern war ich früher oft am Balaton in Ungarn. Und am Strand gab es als Fastfood frisch ausgebackenes, fettiges und duftiges Langos – noch heiß bestrichen mit Saurer Sahne/Schmand und bestreut mit Käse.  Als wir letztes Jahr in Prag waren, ist es mir natürlich wieder begegnet. Ihr kennt das garantiert – bestimme Gerüche, Geschmacksnoten oder ein Duft und schon stellt sich ein bestimmtes Gefühl ein, tippt einem freundlich auf die Schulter und erinnert einen an vergangene Sommer. ;-)

Liebe Grüße & vergesst mich nicht völlig (backt einfach eine Runde Langos)

Shermin

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Kleine Urlaubsrückmeldung

Hallo Ihr vielen Lieben!

Sorry, dass es hier in den letzten Tagen so extrem ruhig war. Ich war ja schon in Prag selbst etwas angekränkelt, seit unserer Rückkehr letzen Freitag liege ich allerdings irgendwie vollkommen mit einem nicht näher bekannten Infekt darnieder. Meine Ärztin rät zur Erholung – das versuche ich zähneknrischend umzusetzen. ;-)

Ich wollte mich nur schonmal unbedingt für eure zahlreichen Kommentare und Beteiligungen bedanken – ich hoffe ich schaffe es in den nächsten Tagen endlich einen abschließenden Prag-Bericht mit schönen Bildern im Zauberkessel  zu posten.

Liebe Grüße,

Shermin

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Prag II. – im Obstgarten der goldenen Stadt

Nur ein kurzes, fotografisches Lebenszeichen, bevor wir uns gen Hradschin aufmachen. Gestern haben wir erstmal die deutsche Botschaft von außen besichtigt – ein interessantes Gefühl – zumal gerade am Jahrestag herum. Danach hat mich mein Gemahl auf den Petrin getrieben. Eine wunderschöne Aussicht – nachzulesen auch direkt bei Kai.

Hier ein paar Schnappschüsse davon.

Petrin_Praha

Ich lag da mitten zwischen Birnenbäumen auf der Wiese, blinzelte traumverloren in den Himmel – wenn ich meinen engelsgleichen Kopf nach links drehte, ergab sich dieses Bild:

Obstgarten_Petrin

Der Blick zur rechten Seite zeigte dies (ist hier irgendwas nicht malerisch und einfach… toll? ;-) )

Petrin_Prag

Und das war ein Blick seitlich hinab. Hach… schee…

Petrin_Prague

Und damit auch die kulinarische Seite nicht zu kurz kommt: ich habe gestern meine Kindheitserinnerungen mit tschechischem Pflaumenmus (teerartige, göttliche Konsistenz) und mit Palatschinken aufleben lassen. *mjam*

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Prag I. – gefangen in der Touristenklitsche

Wir sind ja heute gen Prag gereist. Mein geliebter Gemahl hat unsere ersten Stunden hier schon in seinem Blog “Kai`s Kram” zusammengefasst. Wir werden das wohl im Wechsel halten und live von unserer Erholung & Erlebnissen berichten.

Apartement ist wirkich schön und ruhig gelegen, unser Vermieter war so nett uns am Bahnhof einzusammeln und herzukutschen und entpuppte sich als netter Schweizer mit vielen Tipps.  Bei der Einfahrt ins Viertel (wir sind quasi direkt unterhalb des Burgbergs in der Altstadt bei den ganzen Botschaften einquartiert) wurde unser Auto erstmal nach versteckten Autobomben abgesucht. Interessantes  Gefühl.

Zum Abendessen empfahl uns der Vermieter ein günstiges Lokal direkt in der Nähe, das auch von Einheimischeen frequentiert wird. Leider so stark, dass es da keine Platz mehr gab (beim Betreten gab es auch den interessanten Effekt, den ich gerne als “Der Fremde betritt den Saloon und wird von der autochtonen Bevölkerung  stumm niedergestarrt” bezeichne…) und wir uns dann in den touristisch stärker bevölkerten Gegenden umsehen mussten. Obwohl wir die Augen offen hielten, sind wir natürlich – ausgehungert und vollkommen entkräftet wie wir waren – total in die Touristenfalle gelatscht. Ok, Unmengen haben wir jetzt nicht gezahlt, aber ich stehe wirklich darauf, wenn mich die Bedienung auch..äh.. bedient? Oder mir das korrekte Getränk bringt. Ohne mich dabei süffisant wie das letzte doofe Weißbrot zu behandeln. Oder – ganz innovativ – mich vielleicht fragt ob ich die Leere in dem einen Glas evtl. sogar durch weitere lebensspendende Flüssigkeit ersetzen will. Die Locations war nett und das Essen war noch Ok, aber ziemlich salzig (vielleicht steigert das den Pivo-Umsatz? Das war immerhin gut) und das Fleisch zadderig. Die Bedienung verfolgte das Servier- Schemata : *Klatsch* *Teller hinwerf* Friss deinen Knorpel gefälligst klaglos, du blöder Touri!” Naja Touristenklitsche halt – selbst eingebrockt. Das nächste Mahl gibts dann halt woanders. Den Namen habe ich mir nicht gemerkt (oder verdrängt?) – ich recherchiere den aber noch in den nächsten Tagen und reiche das nach.

Der Clou waren übrigens die – zugegeben sehr sauberen – Toiletten, die aber keine Schlüssel besaßen. Ungute Erinnerungen an zugige Uniklos, an deren defekte Türklinken frau sich hektisch klammerte erwachten spontan….

Zum abendlichen Abschluss noch ein Bild, das Kai vor ner Minute aus unserem Fenster geschossen hat.

Mond_Prag

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