Mit arabischen Mandelpasteten in den Baklava-Himmel: Mandelfinger [Assabih bi Loz]

Entschuldigt bitte, dass ich mich in den letzten beiden Wochen etwas rar gemacht habe. Das Leben hat halt recht nachhaltig nach mir gerufen. Aber als kleine zuckersüße Entschuldigung  gibt es jetzt ein Rezept für eine köstliche und buttrig-nussige orientalische Süßigkeit.

Baklava-bsDieses delikat-blättrige Gebäck, das ein Element meines Desserts bei der Metro-Kochherausforderung bildet, habe ich aus dem von mir sehr geschätzten Kochbuch “The New Book of Middle Eastern Food”* von Claudia Roden. Und es ist mal ein Rezept, an dem ich wirklich nichts verändert habe – kommt ja selten genug vor. Claudia Roden gibt in ihrem Buch an, dass die arabischen Mandelröllchen aus Yufkateig kalt und mit Puderzucker bestreut genossen werden sollen.  Und ja, so sind sie wirklich toll und lassen sich in einer verschlossenen Dose auch hervorragend lagern. Aber suchtgefährdend tödlich sind sie wirklich, wenn man sie direkt noch warm aus dem Ofen probiert. Und vielleicht ist dann noch ein wenig der aus Zucker und Mandeln bestehenden Füllung herausgequollen und während des Backens karamellisiert… hach! Unglaublich süß. Unglaublich lecker. Der absolute Baklava-Himmel! Nicht vergleichbar mit diesem ekligen Fertigzeug, das man in in Deutschland an jeder Ecke bekommt und das nur nach Zuckerwasser, Mehl und Fett schmeckt. Hier lohnt sich auch die relativ aufwändige Herstellung des Formens der kleinen Pasteten.

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Mandelpasteten – eine typisch orientalische Süßigkeit

Dieses typische arabische Gebäck, das von den Zutaten her so wunderbar simpel und wandelbar ist (so liebe ich es ja), mache ich bestimmt bald wieder. Zum Beispiel mit gehackten Walnüssen, Pistazien, Haselnüssen, Datteln, Zimt, Orangenschale, frisch gestoßenem Kardamom… Aaaahh! So viele Ideen und irgendwie immer zu wenig Zeit, um alles auszuprobieren. Wer mag, kann die kleinen Mandelpasteten auch in Sirup tränken. Bei mir wurden sie für die Optik noch mit ein paar gehackten Pistazien versehen.

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Diese süßen Pasteten mit Mandelfüllung wurden übrigens so ähnlich auch schon im Mittelalter zubereitet, damals firmierten sie allerdings unter dem Namen Lauzinaj. Wer Geld hatte, sich auf dem Souk im mittelalterlichen Baghdad herum trieb und etwas Feines naschen wollte, wird bei einem Händler wohl wahrscheinlich diese klassische orientalische Köstlichkeit gekauft und genossen haben. Bei meiner Recherche bin ich zufällig über einen ausführlichen Abschnitt hierzu (spannend auch die Verwandtschaft zum Dessert Kunafeh) in dem Buch “The Oxford Symposium on Food and Cookery” gestoßen. Besonders genial: das im Print sehr teure Buch ist bei GoogleBooks frei downloadbar.

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Tipps zum Rezept und zur Arbeit mit Yufka-Teig

Achtung: Mir ist ein wenig der Löffel ausgerutscht, so dass etwas zu viel Orangenblütenwasser in der Füllung landete. Ich mag den Geschmack, aber da das Orangenblütenwasser so intensiv ist und manche da etwas empfindlicher sind, sollte man hier wirklich unbedingt aufpassen.

Und noch ein wichtiger Tipp: Der Teig trocknet sehr schnell aus und wird dann unbenutzbar. Holt ihn wirklich erst kurz vor der Zubereitung aus der Kühlung und schneidet ihn dann erst zu. Zwischen den einzelnen Arbeitsgängen lege ich ein (wirklich nur ganz sanft, sonst wird der Teig matschig) angefeuchtetes Tuch darüber, um ein Austrocknen zu verhindern.
Achtet auch darauf, wirklich hauchdünnen Teig zu kaufen. Es gibt verschiedene Firmen, die eher massivere Teigplatten verkaufen, die man gut für Zigarrenbörek nehmen kann, die hierfür allerdings definitiv nicht geeignet sind.

Rezept für Mandelfinger
(ergibt 30 Stück)

gemahlene Mandeln
feiner Zucker (Damit ist kein Puderzucker gemeint, sondern Zucker mit kleineren Kristallen. Im Notfall geht sicherlich auch normaler Haushaltszucker)
250 g (5 Platten à 60 x 40 cm) dünner Filoteig (wird auch als Strudelteig oder Yufkateig verkauft)
3 EL Orangenblütenwasser
Reichlich Butter zum Bestreichen des Teigs
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  • In einer Schale die gemahlenen Mandeln mit dem feinen Zucker und dem Orangenblütenwasser verrühren oder verkneten.
  • Die Teigplatten zuschneiden. Meine hatten die Größe von 60 x 40 cm, ich habe sie mit einem scharfen Messer in der Länge auf 10 x 40 cm gesechstelt.
  • Die oberste Teigplatte großzügig mit geschmolzener Butter einpinseln.
  • Mit den Händen einen gehäuften Teelöffel der Mandelfüllung zu einer kleinen Wurst formen, auf den Teig setzen und anfangen einzurollen.
  • Ungefähr bei der Hälfte die beiden Seiten – wie auf den Bildern zu sehen – einklappen und fertig aufrollen.
  • Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Darauf achten, dass das offene Teigende unten zu liegen kommt.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 160° (Umluft) für circa 30 Minuten goldbraun backen.
  • Abkühlen lassen, mit einem kleinen Sieb Puderzucker darüber streuen und in gut verschlossenen Dosen lagern.

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Montags- ähm… Dienstagskrümel

Nata sammelt die Krümel vom Wochenende auf und stellt ein paar Fragen zu Koch- und Kaufverhalten. Ich gestehe, ich mache in der Regel keine Wochen-Essenspläne. Dazu ändert sich meine Esslust am selbigen Tag einfach zu oft. Manchmal gelingt es mir aber wiederum. Ich bin also eine Gemischtkäuferin und fülle die Lücke zwischen Langzeitplanung und Spontankäufen aus.  Wir machen uns eher am Wochenanfang so grobe Pläne, was wir im Laufe der nächsten Tage essen wollen.
Was mich dabei freut? Wenn ich noch etwas sparsam weiterverwerten oder meine sorgsam gehorteten und gehüteten Vorräte in den Speiseplan einbauen kann.

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1. Der Geschmack vom Wochenende?

Da an diesem Wochenende wieder Spinntreffen bei mir war und wir da immer ein gemeinsames Buffet erstellen, hatte das Wochenende den Geschmack von Gries-Halva mit gerösteten Mandeln, selbstgemachtem Bienenstich, eimerweise Obstsalat (zwei Leute brachten jeweils halbe Gebirge davon mit), Nudelsalat, kusprigem Brot und einem riesigen Topf voll englischer Spinatcremesuppe.

2. Und die Reste?

Die Spinatcremesuppe hat uns auch am Sonntag begleitet – zusammen mit etwas Brot und Weinbergschnecken als Vorspeise. Der Rest wanderte ins Tiefkühlfach und ging an die syrische Lieblingsnachbarin. Die anderen Lebensmittelreste wurden aufgefressen/verteilt/waren nicht zu retten. Brot siehe unten.

3. Was kannst Du weiter verwenden?

Vom Roggenbrot ist noch ein ordentliches Stück übrig, das wird gerade zum Teil gefrühstückt. Ein anderer Teil davon wird aber wahrscheinlich in Scheiben geschnitten, aus denen ich mit einem Glas ein Loch austanze. Dann wird das Brot mit Butter etwas in der Pfanne aufgebraten, bevor ein Ei in die Aussparung hineinwandert. Oder ich mache direkt Arme Ritter. Auf jeden Fall gibt es noch frisches Gemüse oder einen Salat dazu.

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4. Was muss entsorgt werden?  

Ich habe immer leere Gläser zum Mitgeben von Goodiebags da, aber es war auch danach noch so viel Obstsalat übrig, dass wir den Rest leider entsorgen mussten. Tat mir in der Seele weh, aber ging wirklich nicht anders.

5. Wonach schmeckt die nächste Woche?

Die  nächste/diese Woche schmeckt definitiv nach gebratenen Auberginen, Joghurt, Scotch Eggs, (hoffentlich bald) reifen Avocados, Ranch Dressing und – wie sollte es anders – Erdbeeren. Oh. Und Schokolade natürlich. Wie konnte ich die vergessen?!

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Was gegen den trüben Sommer: Eierlikör mit Whisky

Tja. Wir haben den letzten Junitag und normalerweise wäre ein Cocktailrezept  zum Löschen der Gluthitze auf der  Zunge für die  Jahreszeit wohl angemessener… Aber dieses Jahr haben wir apartes Herbstwetter, die Leute kramen nach einer kurzen Wärmephase ihre Stricktrümpfe und Schals wieder raus, man wird von der Lust auf warme und kräftige Eintöpfe, statt von der auf zarte und leichte Sommerküche, beseelt  und meine Tomaten krepeln bei den Temperaturen mehr als nur etwas kränklich vor sich hin… Einzig die Nacktschnecken treiben voller Freude und Wollust ihr fruchtbares Unwesen und sitzen dank Feuchtigkeit überall. Sogar in meinem Kasten mit der ausgesäten Rauke. Grrrr.
Definitives Eierlikörwetter also.

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Ich kann mit den niedrigeren Temperaturen im Gegensatz zu meinen geliebten Pflanzen zwar wirklich gut leben, aber um allen mit etwas Bodenständigem ein wenig das Jammern über das Wetter auszutreiben, grabe ich jetzt mal mein Eierlikörrezept aus. Der schmeckt quasi wie trinkbarer Vanillepudding und hilft bestimmt etwas gegen trübe Laune und gegen trüben Sommer. Und bald soll es ja auch wieder etwas wärmer werden.

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Der flüssige Vanillepudding mit Alkohol göttliche Eierlikör mit Whisky, überzeugte übrigens selbst Menschen, die bisher bei dem spießigen Stichwort “Eierlikör” nur angewidert die Nase rümpften. Der Whisky sorgt dafür, dass der Geschmack runder und nicht so extrem scharf ist. Natürlich sollte man hierfür nicht zu einem Bruichladdich Octomore oder einem Ardbeg Lord of the Isles greifen. ;) Für den Whisky-Snob an sich ist dieses Rezept eine hervorragende Gelegenheit, um  nicht wirklich edle Whiskys in einen äußerst genialen Tropfen zu verwandeln. Das Rezept habe ich an dem überall im Netz kreisenden Rezept für DDR-Eierlikör angelehnt.

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Unser Freundeskreis trinkt eigentlich relativ wenig bis gar keinen Alkohol, zu meinem Geburtstag hatte ich dieses Jahr allerdings 2,5 Liter von dem Likör gemacht und die waren dann auch fast alle.  Den Rest gab es als Sauce zu den Apfelpasteten und der Gatte hatte sich auch noch einen DDR-Revival-Schwedeneisbecher gebastelt.  Stilecht servierten wir den Eierlikör dann natürlich auch Schokoladenbecher (das scheint so ein Ost-West-Ding zu sein. Im Westen Deutschlands gab es schokolierte Waffelbecher, im Osten Schokobecher) oder wahlweise in den extra schnell noch ersteigerten Likörschalen. Die Schalenform erwies sich als äußerst wichtig für den Eierlikörliebhaber an sich, denn nur hier kommt man mit der Zunge auch noch wirklich an den letzten Rest heran. ;)

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Der Likör hält sich im Kühlschrank (so ihn denn niemand findet und vernichtet) einige Wochen. Vorsicht: Kühlt er ab, dickt er stark ein. Wer das nicht mag, gibt etwas mehr Alkohol oder Sahne dazu oder lässt schlicht etwas Platz in den Flaschen zum Flüssigschütteln.

Küchentipp: Übriggebliebenes Eiweiß lässt sich hervorragend einfrieren, wieder auftauen und ganz normal verwenden. Zum Beispiel für eine tolle Pavlova oder eine Baiserhaube auf dem Kuchen. Nach Jahren, in denen ich immer, immer, immer das im Kühlschrank gelagerte Eiweiß vergaß bis es nicht mehr verwendet werden konnte, habe ich inzwischen immer ein Glas dafür im Tiefkühlschrank.

Rezept für selbstgemachten Eierlikör

8  Eier
250 g Puderzucker
400 ml Sahne (Ich verwende laktosefreie H-Sahne)
1/2 TL gemahlene Vanilleschote
250 ml milden Whisky (z.B. Dimple, Chivas Regal)

Zubereitung

  • Eier trennen. Eiweiß wird nicht weiter benötigt und kann z.B. eingefroren werden.
  • In einer Schale das Eigelb mit Puderzucker, Vanille und Sahne verrühren.
  • Die Schale auf einen Topf mit heißem Wasser setzen (vorher prüfen, ob das passt!).
  • Die Eimasse im Wasserband die ganze Zeit mit einem Schneebesen rühren, bis sie anfängt einzudicken. Auf die Schüsselränder achten, die Masse darf hierbei auch keinesfalls kochen!
  • Gegen Ende den Whisky untermischen. (Nachträgliche Beobachtung: Es kann sein, dass der Eierlikör erst nach der Gabe von Alkohol richtig in der Konsistenz anzieht.)
  • Eierlikör auf Flaschen ziehen, etwas Platz lassen, da er beim Abkühlen noch andickt.
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Burger-Overload im Hard Rock Cafe

Was treibt die Shermin eigentlich, wenn sie mal nicht selbst kocht? Ja, ich gebe es zu, auch ich gehe mal auswärts essen und ja, mit (guten) Burgern und (ebenfalls guten) Cocktails kann man mich durchaus locken. Deswegen fand ich mich dann vor einer Woche in illustrer und relativ kleiner Runde bei einem Burger Workshop im Hard Rock Cafe am Ku’damm wieder. Ich glaube fast, dass ich so ziemlich die einzige klassische Foodbloggerin vor Ort war?

Ohja… meine Güte. Wir hatten einen total harten Job. Bei brüllender Hitze in einem klimatisierten Restaurant sitzen, sich Cocktails reichen lassen, die Zusammensetzung der hauseigenen angefertigten Saucen erklären lassen und Burger essen. Totale Strafe. ;) Es wurden zwar nur Platten mit “kleinen” (die ich als normal bezeichnen würde…) Burgern gereicht und nachgefüllt, aber wir saßen nur zu viert am Tisch und haben sie dann lieber aufgeteilt, um nicht vorzeitig aufgeben zu müssen. Das Rindfleisch kommt aus Irland, und die restlichen Zutaten nach Möglichkeit aus Deutschland, allerdings nicht regional, da wohl sonst keine gleichbleibende Qualität/gleicher Geschmack in allen Restaurants gewährleistet wäre.. Ich habe leider nicht daran gedacht, danach zu fragen, woher das Hühnerfleisch bezogen wird.

Anschließend gab es noch etwas Kreativarbeit, wir sollten jeder einen Hamburger kreieren, die Gewinner sollen sich dann auch für ein paar Tage auf der Speisekarte wiederfinden. Mein Burger, den ich auf den Namen “Bollywood Summer” (Guacomole mit Cumin, Baconstückchen, Hühnerbrust, Cheddar, frische Spinatblätter, Orangenfilets, und Erdnusssauce) taufte, schaffte es leider nicht.

Schon bei Ankunft war ein großes Buffet aufgebaut, wo man sich fürs Burgerbasteln im Baukastenprinzip mit den einzelnen im Restaurant verwendeten Zutaten eindecken konnte. Fand ich ziemlich gut, so konnte man sich mit kleinen Löffelchen wirklich durch die Komponenten probieren und sie pur verkosten. Einige trafen dabei so gar nicht meinen Geschmack, anderes – wie zum Beispiel die tollen selbstgemachten Zwiebelringe und auch die Fleischpattys, der Legendary Burger war deswegen mein Favorit – war lecker. Der zum Dessert gereichte Currywurstburger (die Wurst wird in der Küche selbst hergestellt) war nett – die Wurst erinnerte allerdings eher an eine Thüringer Rostbratwurst und die Sauce war für meinen Geschmack zu mild und süßlich. Ich bin ja kein absoluter Schärfe-Freak, aber bei ner guten Sauce für die Curry muss süß-nicht-zu-scharf-säuerlich eine innige Verbindung eingehen und dafür sorgen, dass man  beim Kauen von kleinen Hitzewallungen attackiert wird. ;)

Alles in allem ein schöner, gut vom PR-Team organisierter und entspannter Abend mit netten Menschen. Gerne wieder. Bei Stulle & Brot gibt es ebenfalls einen Bericht zum Burgerabend.

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Knapp vor Schluss: Französischer Spargel-Crumble

Bevor das offizielle Ende der Spargelsaison Ende Juni erreicht ist, gibt es noch ein schnelles Rezept für Spargel aus dem Ofen – mit Steuseln drüber. Salzig natürlich. Die frankophile Susanne Magentratzerl hatte den Spargel-Crumble (warum will ich nur immer Rhabarber schreiben?!) vor ein paar Tagen verbloggt und berichtet, dass in Frankreich solche Gemüse-Gratins mit Streuseln sehr viel verbreiteter sind als hier in Deutschland.

Eine wunderbare Idee, die ich mir direkt geklaut und nach meinem Geschmack modifiziert habe. Bei mir gab es gehobelte statt geriebener Mandeln – für etwas knusprigen Crunch. Keine Schalotten, etwas weniger Butter (keine Bange – fettarm wird es trotz allem nicht ;)) und statt den genannten Käsesorten gab es bei mir französischen Ziegengouda und Ziegenfrischkäse. Passt perfekt zum wunderbar gegarten, sanft buttrigem Spargel und ist in diesem Jahr mein absolutes Lieblingsgericht. So schön einfach und so gut.

Da die Streusel auf dem Spargel auch Mehl enthalten, braucht es für mich da auch keine weitere kohlenhydrathaltige Beilage mehr dazu. Fleisch oder Fisch war bisher für uns die passende Ergänzung. Wenn man genug vom Crumble macht, geht er sicherlich auch allein als vollwertige vegetarische Mahlzeit durch. Köstlich genug ist er dafür allemal. Und wenn die Saison vorbei ist? Ich kann mir die Ziegenkäse-Streusel auch hervorragend als goldbraun-gebackene Krönung auf anderen Gemüsesorten vorstellen.

Rezept für frz. Spargel-Crumble

600 – 1000 g weißen Spargel
120 g Ziegenfrischkäse
70 g Mehl
60 g geriebener Ziegenkäsegouda
40 g weiche Butter
40 g gehobelte Mandeln
etwas Butter für die Form
Meersalz
nach Gusto: frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Spargel gründlich schälen, Enden abbrechen und in 4 cm lange Stücke schneiden.
  • In kochendes Salzwasser geben und 5 Minunten lang kochen.
  • Währenddessen alle anderen Zutaten in einer Schüssel mit den Händen verkneten.
  • Eine Auflaufform ausbuttern, den Spargel abgießen (Kochwasser eventuell für eine Spargelsuppe aufheben), gut abtropfen lassen und in die Form geben.
  • Den Ziegenkäse-Streuselteig gleichmäßig in gezupften Stückchen auf dem Spargel verteilen.
  • Im vorgeheizten Ofen (200° Umluft) auf mittlerer Schiene für gut 20 Minuten backen, bis die Käse-Streusel goldbraun sind.

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