Asia-Küche

Japan, China, Thailand…. unzählige Länder – und so voller kulinarischer Erlebnisse

Neuauflage: Pakoras mit Seeteufel, Banane & Zwiebel

Seeteufell_bsNur ein rascher Schnappschuss - wie es scheint, komme ich von den Kichererbsen derzeit nicht los. Gestern gab es schon wieder Pakoras in unserer Küche, der Dip bestand aus frischem Joghurt mit geraspelten Gurken. Diesmal waren die Pakoras mit Bananen, geviertelten Zwiebeln und Seeteufel-Filet gefüllt, da der geliebte Gatte da zwei TK Packungen von erjagt hatte. Seeteufel - wie konnte mir dieser Fisch bis jetzt entgehen?

Beträufelt mit etwas Zitrone und der Joghurtsauce bescherte mir die saftigen Seeteufel-Stückchen wahre Geschmacksorgasmen auf der Zunge. Die Zwiebel schälte sich mal wieder aus ihrer Ummantelung und die Banane schmeckte für sich auch unheimlich gut, harmonierte aber nicht ganz mit der Fischsorte (Banane mit Tilapia-Filet überzeugte da irgendwie mehr).

Den Ausbackteig habe ich wie bei meinem ersten Versuch zusammengerührt, und die verschiedenen Dinge dann wieder in Sonnenblumenöl frittiert. Der Teig war mehr als ausreichend für 450 g Fisch, 3 grüngelbe Bananen und 4 Zwiebeln. Was mich etwas wundert war, dass die Konsistenz diesmal eine andere war. Der Teig war diesmal fast ein wenig pfannkuchenartig und fluffte durch das Ei ein wenig auf, was beim vorigen Versuch nicht der Fall war. Geschmacklich war es allerdings kein Unterschied.

Indisches im Kessel: Pyaz und Ghobi Pakoras

Ich hab ja seit den französischen Panisse das Kichererbsenmehl für mich entdeckt. Letztens nun wurde ich von dem Hunger nach indischen Pakoras überfallen. Zum Rezept raussuchen bin ich nicht gekommen. Hab es frei Hand zusammengerührt, geschmeckt hat es  jedenfalls superlecker und aus meiner Erinnerung heraus ist es geschmacklich auch nahe am Original. Ich hab jetzt eben nochmal nachgegoogelt, es gibt zig verschiedene Rezepte. So daneben lag ich nicht, es gibt halt verschiedene Varianten mit oder ohne Eier und zusätzlichem Weizenmehl. Pakoras passen als Snack, als Vor- oder als Hauptspeise.

Pakoras - ein Universum an frittiertem Gemüse

Pyaz und Ghobi Pakora: diese indische Spezialität bedeutet übersetzt nix anderes als frittierte Zwiebelringe und Blumenkohlröschen im Ausbackteig. Natürlich sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Traditionell gibt es auch Paneer Pakora (mit diesem Käsezeugs), Palak Pakora (ganze Spinatblätter) oder Aloo Pakora (Kartoffel - vorgekocht). Werden ganze kleine Zwiebeln durch den Teig gezogen und "deep fried", dann nennen sie sich Baji oder Bhujia. Wikipedia und andere Quellen verkünden mir außerdem, dass so ziemlich alles was einem in die Finger gerät frittiert wird (Warum erinnert mich das gerade sehr an die Schotten und ihre Frühstückskultur?! Oh, halt! Die Idee kommt scheinbar nicht nur mir,  lese gerade was von Haggis-Pakoras in schottischen Frittierstuben *bleichguck*.): Fleisch, Bananen, Auberginen, Tomaten, Chilis usw. Ich schätze Fisch macht sich in dem Ausbackteig auch hervorragend.

Dipsaucen zu den indischen Leckerbissen

Als Dip kann man verschiedene Saucen reichen: fruchtige Chutneys (Tomate, Mango, Tamarinde - nur als Beispiel), schlichtes Ketchup (eine BBQ-Sauce tut es ketzerhafterweise auch  😉 ) oder wandlungsfähige Joghurt-Dips mit Minze und/oder hineingeriebener Gurke.

Rezept für Pakoras mit Blumenkohl und Zwiebeln

Zutaten für die Pakoras

1 Blumenkohl
2 Gemüsezwiebeln
200 g geröstetes Kichererbsenmehl
300 ml Wasser
3 Eier
1 1/2 TL Madras-Curry
3/4 TL Salz
1 TL frisch gemahlener bunter Pfeffer
neutrales Öl zum Ausbacken

Zutaten für den Joghurt-Dip:

300 g Joghurt
ein guter Schuss Milch
eine Handvoll frische Minze
1 EL Tahin
1 TL Salz
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
1/3 Tl gemahlene Koriandersaat
1/3 TL edelsüßen Paprika

Zubereitung der indischen Leckerbissen

  • Den Blumenkohl säubern, in Röschen unterteilen und in Salzwasser bissfest garen. Hier ist es wirklich extrem wichtig keinen Blumenkohl-Matsch zu kochen! Es gilt: eher einen Tick zu wenig Garzeit als Zuviel.
  • Die Gemüsezwiebeln putzen und in ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Mit den Fingern vorsichtig in der Mitte der Scheiben drücken, so dass man viele große Zwiebelringe erhält.
  • In einer Schale das Kichererbsemehl, die Eier, das Wasser und die Gewürze mit einem Schneebesen zu einem Ausbackteig zusammenrühren. Evtl. muss später nochmals etwas Wasser nachgegeben werden, das Kichererbsenmehl quillt noch etwas auf und der Teig ist sonst nicht flüssig genug.
  • In einer tiefen Pfanne das Öl erhitzen. Mit zwei Gabeln jeweils ein Röschen Blumenkohl oder einen Zwiebelring aufnehmen, in den Teig tunken, vorsichtig in das Öl gleiten lassen und goldbraun frittieren.
  • Ich bin nicht hinter das Mysterium gekommen warum der Teig an manchen Zwiebelringen besser klebt als an anderen, an der Feuchtigkeit lag es glaube ich nicht. Zwischenzeitlich habe ich die Zwiebelringe probeweise mit Weizenmehl bestäubt, aber ähnliche Ergebnisse erhalten wie ohne Mehl.
  • Die frittierten Gemüseteilchen mit einem Schaumlöffel herausfischen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  • Für den Dip den Joghurt mit etwas Milch cremig rühren. Die Minze waschen, mit Küchenkrepp trocken tupfen, die Blätter abzupfen,  fein hacken und mit allen anderen Zutaten und dem Joghurt vermischen.

Pakora-Fazit

Ein geniales vegetarisches Gericht. Das kochen wir gerne wieder, dann vielleicht auch mit anderen Füllungen. Als Alternative zu meinem geliebtem Tempura ist der Teig aus Kichererbsenmehl auch supergut was für Fans der kohlenhydratarmen Küche und für Diabetiker. Das Kichererbsenmehl wird ja nicht voll auf die BE angerechnet. Manche rechnen hier gar nichts an, manche nur die Hälfte der Kohlenhydrate, da die Hülsenfrüchte den Blutzuckerspiegel sehr verzögert ansteigen lassen. Die Reste schmeckten aufgewärmt am nächsten Tag zwar nicht mehr knusprig, aber auch noch gut.

Blog-Event XLVII Löffelfood: Asia-Fischsuppe

Blog-Event XLVII - Löffel-Food (Abgabeschluss 15. Juli)

Kurz vor knapp melde ich mich bei diesem Blogevent auch noch zu Wort. Eigentlich dachte ich ja, dass ich es nicht mehr schaffe, aber nun hat es sich doch noch ergeben, mit leckeren asiarisch-inspirierten Fischklößchen in Kokosnuss-Suppe, die perfekt auf einen Löffel passen.  Quasi die asiatische Antwort auf Königsberger Klopse. 😉

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Rezept für Asia-Fischsuppe

400 g TK Seelachsfilet

200 g TK Krabben

400 ml Kokosnussmilch

1 Ei

15 g Mehl

3 Frühlingszwiebeln

2 Zehen Knoblauch

1 Stückchen Ingwer

1 Limette

1 TL Zucker/etwas Süßstoff

1/2 TL Instanthühnerbrühe

1 L Wasser

5 Spice Powder, edelsüßer Paprika, frischer Pfeffer, Salz, Madras-Curry, Chilisauce

3 Zweige frischen Dill

Zubereitung asiatische Fischuppe

  • Wasser, Kokosnussmilch, 2 1/2 TL  Salz, je 1/2 TL Paprika, 5 Spice Powder und Hühnerbrüheninstantindustriezeugs (ja, ja... ich gehe mich ja schon schämen..),  Limettensaft, ultrafeingehackten Ingwer & Knoblauch,  Zucker und einen Spritzer Chilisauce in einen Topf geben und aufkochen.
  • Seelachs auftauen, mit einem Zauberstab oder Küchenmaschine pürieren.
  • Fischfarce mit dem Mehl, dem Ei, 1 TL Salz, dem gewaschenen und feingezupften Dill und 1/2 TL Madras Curry, Peffer und edelsüßem Paprikapulver vermischen und etwas ruhen lassen.
  • Die Flamme unter der Suppe niedrig herunterdrehen, so dass sie nur noch leicht simmert.
  • Die Krabben hinzugeben.
  • Die Fischmasse ist relativ feucht, lässt sich aber mit den Händen gut zu kleinen Bällchen formen. Diese mit einem Schaumlöffel vorsichtig in die Kokosnuss-Suppe geben und langsam garen.
  • Die Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schneiden, in die Fischsuppe geben und noch einige Minuten mit gar ziehen lassen. Abschmecken und evtl. nachwürzen.

Suppen-Fazit

Also die Suppe an sich,  mit der leichten Säure der Limette und einer sanften Schärfe war echt lecker. Die Kößchen sind nicht auseinandergefallen beim Garen, haben aber eine sehr starke fluffige Konsistenz (eine etwas kompaktere Textur wäre schöner) und schmecken irgendwie zu intensiv nach Seelachs. Ja, ich weiß, ich bin verwirrend. Aber ich hätte gerne anderen Fisch gekauft - wenn welcher im Laden vorrätig gewesen wäre. Das nächste Mal also dann mit einem anderen Meeresgetier. Frisches Lemongras kann ich mir an der Suppe auch sehr gut vorstellen, ebenso wie frischen Koriander - den ich an dieser Stelle auslasse, da der für mich wie Kernseife schmeckt.

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Sushi selbstgemacht

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Da ich gerade via Twitter (und bisher hungrig und ohne Frühstück)  auf Bilder von leckerem Sushi gestoßen bin, erinnert mich das an einen Artikel, über das Kochen von Sushi-Reis, den ich mal für Suite101 geschrieben habe (Edit: Das Grundrezept für Sushi-Reis ist inzwischen hier ins Blog gezogen und der Link deswegen editiert) und euch nicht vorenthalten will.  Uns treibt nämlich auch die Leidenschaft nach Sushi und gutem Sushi-Reis um und wir probieren uns immer wieder am selber rollen der japanischen Köstlichkeiten. Eine Freundin hatte uns damals darauf gebracht, sonst wären wir wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, dass man Sushi selbstmachen kann. Das klappt mit den Matten und einigen Kniffen  und Tricks inzwischen auch ganz gut.  Seit kurzem haben wir sogar einen guten Fisch-Dealer hier in unserer Ecke von Berlin. Dem wollten wir demnächst mal auf den Zahn fühlen und gucken ob sie tollen frischen Lachs oder Thunfisch für Sake- oder Tekka Maki in Sushi-Qualität da haben. Mh... ich glaube ich weiß, was es am Wochenende zu essen geben wird.... 😉

Rezept für Basmatireis mit fruchtiger Erdnuss-Sauce

Bei uns gab es heue Abend wieder was asiatisch inspiriertes. Basmatireis mit Schwein, ertränkt in Erdnusssauce mit frischen Mangostücken und Bananen.

Regelmäßig für mein Foodblog zu schreiben ist für mich sehr interessant - hier wird mir mal vor Augen gehalten welche Schwerpunkte ich kochtechnisch setze. Das ist mir sonst gar nicht so bewusst. Ich wunder mich nur immer, dass das Glas mit meinem Lieblings-Curry schon wieder fast leer ist.

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Rezept für Erdnuss-Sauce mit Mango & Banane

Zutaten (für ca. 4 Personen)

500g Schweinefleisch (Vegetarier lassen das einfach weg)

0,75 ml Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe

4-5 dick gehäufte EL Erdnusscreme mit Erdnussstückchen

1 große rote Zwiebel

1 Mango

3 Bananen

1/2 Limette

1 EL Sojasauce

etwas neutrales Öl

Frisch gestoßener Pfeffer, 1 EL edelsüßer Paprika, Chili nach Geschmack, 1/2 TL 5-Spice-Powder

Zubereitung

Das Fleisch klein schneiden und in einer tiefen Pfanne zusammen mit der kleingeschnittenen Zwiebel kräftig anbraten. Die Erdnussbutter hinzugeben, mit der Brühe ablöschen. Rühren bis sich die Erdnusscreme aufgelöst hat. Die Gewürze hinzu geben, mit Limettensaft und etwas Sojasauce abschmecken und aufkochen lassen. Weiteres salzen ist nicht nötig, die Hühnerbrühe und die Sojasauce bringen genug Salz mit. Die Mango und die Bananen schälen und in grobe Stücke schneiden.

Wenn der Reis fast gar ist, die Sauce runterschalten und die Fruchtstücke hineingeben. Nur kurz darin ziehen lassen, sonst zerfallen sie.

Zusammen mit dem Reis auf einen Teller schaufeln und genießen.  😉

Etwas Knoblauch schadet dem Gericht sicher nicht, da ich Morgen aber noch einen Pressetermin habe, war ich mal so nett und habe meine Umwelt damit verschont.

Eure Shermin

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