Asia-Küche

Japan, China, Thailand…. unzählige Länder – und so voller kulinarischer Erlebnisse

Indisches Möhrchen-Curry

Für meinen Mann bin ich seit dem Essen heute Abend definitiv zur "dunklen Seite" übergelaufen. Der Grund? Es gab Möhrchen. Gekocht. Eigentlich für uns beide (seit frühester Kindheit) ein kulinarischer Horror. Die einzig denkbare Steigerung davon: Möhreneintopf. Allein beim Gedanken daran wellen sich meine Magenwände.

Aber. ... Aber es gibt da natürlich eine Ausnahme, sonst wäre der Beitrag an dieser Stelle ja schnell zu Ende. In unserer Redaktion wird bei den gemeinsamen Mittagessen in letzter Zeit öfters mal gekocht, mittels des Kaminofens auf dem man wunderbar Schmorgerichte zubereiten kann. Hier begegnete ich letztens Karotten und anderem vegetarischem Getier in einer völlig neuen Form als der urdeutschen: bissfest, scharf gewürzt und mit Kokosnussmilch.

Und so begab es sich heute, dass wir in getrennten Töpfen rührten. Für meinen Liebsten gab es Brokkoli und Blumenkohl, für mich meine persönliche Freestyle -Möhrchen-Variante mit indischem Touch und als Beilage Salzkartoffeln.  Ich bin jetzt nicht gerade mit wehenden Fahnen zu den gekochten-Möhrchen-Fanatikern übergelaufen, aber so sind die verhassten Wurzeln für mich zum ersten Mal in einer essbaren gekochten Form und ziemlich lecker. Bestimmt auch mit anderem Gemüse (Zucchini, Paprika, Kichererbsen, Auberginen?) sehr lecker.

Rezept für exotische Möhrchen:

1 Bund Möhren

1 große Zwiebel

1 Knoblauchzehe

250 ml Kokosnussmilch

Butter/neutrales Öl

1 TL Curry

Salz,  frisch gestoßener Pfeffer, 1 Spritzer superscharfe Asia-Chili-Sauce

Zubereitung der Curry-Karotten:

Zwiebel grob hacken und in einem kleinen Topf mit etwas Butter/Öl anbraten. Die Möhren gründlich waschen, die Enden versäubern und in dicke Scheiben schneiden. Zu den angeschmorten Zwiebeln dazu gebben. Die Knoblauchzehe häuten, feinhacken und natürlich auch in den Topf werfen. Alles schön verrühren, damit nix anbrennt und jetzt die Kokosnusmilch, Gewürze (kräftig salzen) und evtl.  noch ein halbes Glas Wasser hinzugeben. Einige Minuten vor sich hin brodeln lassen, darauf achten, dass die Möhren nicht zu Matsch zerkochen sondern richtig bissfest bleiben. Dazu gibt es dann Kartöffelchen. 🙂

Hier noch ein Bild des Ganzen. Nicht wirklich ansprechend - aber ich schätze gekochte Möhren sind nun auch nicht unbedingt die besten Food-Fotoobjekte.

mohrchen

Blog-Event “food & glas”: Mango-Chutney an Tilapia-Filet und Bananen in Tempura

Chaosqueen hat im Kochblog "1 x umrühren bitte" zu einem Blog-Event aufgerufen und da ich jetzt endlich ein eigenes Foodblog besitze folge ich  natürlich bereitwillig und hab mich beeilt mir was Leckeres auszudenken.

Heute hatte ich die Erleuchtung, bis zuletzt war ich mir absolut nicht sicher ob es klappt.  "Mango-Chutney an Tilapia-Filet und Bananen in Tempura" -  beides unerprobte Kopfgeburten. Trotz meiner Skepsis ist das Chutney allerdings absolut geil (man entschuldige mir an dieser Stelle dieses Wort, aber es ist einfach nur treffend)  im Geschmack geworden.  Wunderbar süßsauerscharfaromatisch, mir hat sich entzückt die Kopfhaut gekräuselt. Den Fisch kannte ich noch gar nicht,  der Aufdruck auf der TK-Packung sah aber eingiermaßen fest und Asia-Backfisch-geeignet aus. Die Packung verkündete die Herkunft aus Vietnam - fand ich jetzt doppelt passent. Wikipedia erklärt mir jetzt nachträglich, dass wir da scheinbar Buntbarsch gegessen haben.

Ich hab die Bananen und Fischstücke in fertigem Tempura und neutralem Öl ausgebacken. Tempura habe ich zum ersten Mal probiert. Die Stücke sanken leider gerne zu Boden und klebten erstmal ne Runde dort im siedenden Öl fest.  Etwas nervend und wirklich goldbraun ist auch nix geworden (Gibte s da vielleicht einen absoluten Tempura-Trick, der mir noch völlig unbekannt ist? Weiß jemand Rat?). Gescmacklich war es allerdings wirklich superlecker. Außen knusprig und innen perfekt gegarter, saftiger Fisch.  Die Bananen hatten richtig Biss und das Zusammenspiel aus dem fruchtig-scharfen Chutney, frittiertem Tilapia und Banane war perfekt. Wirklich. Echt.

Zutaten für selbstgekoches Mango-Chutney

2 kleine Mangos

1 kleines Glas Blutorangensaft

3 EL Honig

1 Knoblauchzehe

1 1/2 TL Curry Madras

1 gehäufer TL selbstgemacher Honig-Rosmarin-Senf

Chili, Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung des Chutneys

  • Mangos schälen, in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Saft in einen kleinen Topf geben.
  • Knoblauch schälen, fein hacken und - ebenso wie den Honig, Senf und Gewürze - zu den Früchten geben.
  • Alles unter rühren kochen, bis der Saft einreduziert und die Fruchtstücke gar sind.
  • In eine Schale füllen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Fisch & Banane in Tempura

250 g Tilapia-Filet

3 kleine feste gelb-grüne Bananen

Instant-Tempura-Mehl

Zubereitung

Ich gestehe es, beim Tempura habe ich zu Fertigzeugs gegriffen. Aber auch nur, weil ich in der Kürze der Zeit (5 Minuten vorm Einkaufen) auf die Schnelle kein überzeugendes Rezept gefunden habe. Das Tempuramehl nach Packungsanweisung mit Eiswasser anrühren. Den aufgetauten Fisch und die (natürlich geschälte ;-)) Banane in mundgerechte Stücke schneiden, in den Teig tauchen und in Öl frittieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zusammen mit dem Chutney als Dip - zum Beispiel als Asia-Fingerfood im Glas - servieren. :

chutney

Ja ich weiß, das Bild ist net wirklich toll geworden. Dafür hat mein Gemahl sein eigens für ihn von meinen zarten Händen graviertes Whisky-Glas als Model gespendet. 😉 Eigentlich mag ich Fotografien mit Blitz gar nicht, aber das Chutney sah im normalen Küchenlicht so gräulich totgekocht aus. Dafür wirken die Tempura-Teilchen da aber besser. Hier nochmal die andere Bildversion:

chutney2

Edit 21.03.09:  Ich hab jetzt nochmal etwas an dem Bild rumgeschraubt, so dass es nicht mehr ganz so grauenerregend aussieht und der Realität näher kommt. Hier also die 3. Bildvariante:

chutney2_bearb

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