Diabetes-Rezepte

Dessert-Rezept für Diabetiker: Geniales Windbeutel mit Erdbeer-Creme

Letztens stolperte ich über dieses leckere Rezept bei Chili und Giabatta und fand die Idee für äußerst nachkochenswert.  Von einer befreundeten Bäckermeisterin bekam ich auch noch ein tolles Rezept und Tipps für einen guten Brandteig (oder fachlich korrekter: ein Rezept für Brandmasse 😉 ). Den Teig und auch die Creme habe ich verändert und passend für Diabetiker umgearbeitet.

So sah dann das Ergebnis der gefüllten Windbeutel und Eclairs aus und war sowas von unendlich lecker:

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Das Rezept für die diabetiker-kompatiblen Gebäckstücke mit der fantastischen Erdbeercreme findet sich diesmal bei Suite101.de
Ich habe ja zum ersten Mal Brandteig gemacht und war erstaunt wie gut das alles funktionierte. Beim Rühren des Teigs ist mir zwischenzeitlich allerdings fast der Arm abgefallen, aber wie mir Ulrike vom Küchenlatein schrieb, als ich via twitter vor mich hin jammerte: "Ohne Schweiß kein Preis" 😉
Ich hatte von der Schwadengabe beim Backen des Bandteigs gelesen, letztendlich habe ich beides probiert. Den Großteil habe ich mit Schwade gebacken, vier Teilchen ohne. Erstere wurden saftig und elastisch, letztere eher hart und trocken. Ahja, und einen neuen Spritzbeutel benötige ich. Die Plastikteilchen mit denen ich bisher rumwurschtelte waren dem Ganzen nicht so wirklich gewachsen und gaben mittendrin auf.

Distel hatte mir noch von Brandteigschwänen vorgeschwärmt, musste ich natürlich auch gleich mal ausprobieren und bin total entzückt. Welch Wonne den leckeren Viechern in den Hintern zu beißen und am Flügel zu nagen. Da würden selbste Vegetarier zugreifen. Das Rezept wird es auf jeden Fall noch öfters bei uns geben.

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Muffin-Rezept für Diabetiker: Mandarinen-Kokos-Muffins

Mal wieder experimentelles: Heute habe ich mal was Zuckerfreies in den Zauberkessel geworfen und ein Muffin-Rezept für Diabetes-Bedürfnisse abgewandelt.

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Backen für Diabetiker

Gesüßt habe ich die Muffins mit Cologran Flüssigsüßstoff, der angeblich backstabil ist. Fruktose lehne ich ab - wer mit Fruchtzucker bäckt, kann auch direkt richtigen Haushaltszucker verwenden. Das ist Augenwischerei, die mich bei vielen Diabetiker-Produkten sowieso immer ärgert. Und Streusüße führt in den meisten Fällen zu extreeem beschleunigter Verdauung, deswegen ein Versuch mit der flüssigen Variante, die in meiner Familie auch öfters bei Süßspeisen eingesetzt wird (zum Beispiel zum Süßen von Pudding und anderen Desserts)

Nährwert & BE der Muffins:

Ich habe aus dem Teig ca. 18 Muffins herausgekommen. Den Nährwert habe ich grob überschlagen und komme dabei auf ca. 0,9 BE pro Muffin. Am Besten isst man zu den Muffins jeweils noch einen guten Klecks mit Süßstoff gesüßte Sahne - das darin enthaltene Fett hat einen großen Einfluss darauf, dass die Kohlenhydrate langsamer aufgenommen und in Zucker umgewandelt werden. Der Blutzuckerspiegel steigt also langsamer und hat keine extremen Spitzen. Nach modernen Standpunkten ist es Diabetikern ja sogar erlaubt (bis zu 50 g glaube ich) Zucker pro Tag zu sich zu nehmen. Nur der versteckt sich halt auch überall - nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in anderen Lebensmitteln wie Obst, Brot, Saucen, Fertigprodukten, Getränken, Aufstrichen usw.

Rezept fürDiabetiker-Muffins

250 g Mehl

2 1/2 TL Cologran Flüssigsüßstoff (Ersatz für 150 g Zucker)

1 1/2 TL Backpulver

1 MS Salz

200 g Joghurt

50 ml Milch

2 Eier

50 ml neutrales Pflanzenöl

3 EL Kokosraspel

einige Spritzer Orangenöl

1 Glas Diabetiker-Mandarin-Orangen (Abtropfgewicht ca. 200 g)

Papierförmchen & Muffinblech natürlich

Zubereitung Muffins

  • Das Mehl in eine Backschüssel geben und mit Backpulver, Salz, Kokosraspeln vermischen.
  • Eier, Joghurt, Milch, Öl, Orangenöl und Süßstoff hinzugeben und mit einem Mixer gründlich verquirlen.
  • Die Papierhülsen in die Backmulden des Muffinblechs legen. Oder das Muffinblech fetten und ausmehlen.
  • Die Förmchen zu ca. 2/3 mit dem Teig füllen.
  • Je zwei Mandarinenschnitze auf den Teig legen, leicht andrücken.
  • Muffins im Umluftofen bei 175° ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Muffin-Fazit: Nunja.... ich will nichts beschönigen: es sind halt Diabetiker-Muffins. Das kein Zucker drinne ist, merkt man schon. Alles in allem sind sie aber eigentlich recht lecker. Die Kokosraspel passen gut in den Teig, Die Früchte machen das Ganze äh... fruchtig. Gemessen an anderen Diabetiker-Produkten kann man die Muffins wahrscheinlich geradezu delikat nennen. Ich habe allerdings auch schon Gebäckstücke mit Zucker vorgesetzt bekommen, bei denen ich diese Muffins bei weitem geschmacklich vorziehen würde 😉

Der Teig würde evtl. einen Tick mehr Süßstoff vertragen. Es gleicht sich aber bei mir aus, da die eingelegten Mandarinen eine wirklich widerliche extreme Süße besitzen. Egal, Sahne drauf, fertig. *Kaffee kochen geht*