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IFA 2014, Blogger/innen-Workshop und was weiße Schokolade mit Kaviar zu schaffen hat…

Anfang des Monats fand ja die IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin statt und die Medien waren wie gewohnt deswegen ganz aus dem Häuschen. Zum Auftakt war ich mit dem Liebsten in diesem Jahr auch mal wieder dort zu finden. Nachdem wir uns ein Weilchen in den weitläufigen Messehallen die Füße wundgelaufen  hatten, Dinge bestaunten und ich den abscheulichsten Milchkaffee meines Lebens getrunken habe (frisch gebrüht in den Maschinen eines unglaublich großen, etablierten deutschen Unternehmens.... ich habe etliche Minuten Lebenszeit darauf verschwendet zu überlegen, wie ich diese Plastetasse voll widerlich-bitter-säuerlicher Brühe unauffällig verschwinden lassen kann.), machten wir uns zum AEG-Messestand (der die halbe Halle einnahm) auf.

IFA 2014 AEGAEG Stand auf der IFAZorra (deren Foodblog Kochtopf gerade den 10. Geburtstag feiert. Happy Birthday!) hatte nämlich zusammen mit dem Koch Christian Mittermeier im Namen von AEG zu einem Workshop eingeladen. Thema: Foodpairing.

Foodpairing

Nunja. Ein schicker Name für etwas, was experimentierfreudige Köchinnen und Köche, die nicht nur vom Blatt ablesen, schon seit Jahrhunderten so betreiben. Aber es ist natürlich eine ziemlich coole Sache, die wissenschaftlich entdeckten, ungewöhnlichen und zusammenpassenden Aromen  via Foodpairing-Tree direkt vor Augen zu haben und so Neues zu entdecken und sich inspirieren zu lassen. Via Gaschromatograph werden Lebensmittel getestet, teilen diese große Teile ihrer Geschmackskomponenten, gelten sie als passende Partner. Das Ganze geht wohl auf den Koch Heston Blumenthal (den ich als ziemlich polarisierend empfinde und dem  ich persönlich wegen seiner Kochmethoden recht zwiespältig gegenüber stehe) zurück, der Kaviar mit weißer Schokolade kombinierte und dann weiterforschen ließ, warum das geschmacklich so gut passte. Der englischsprachige Wikipedia-Artikel dazu ist da ausführlicher.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich auf dem dazugehörigen Foodpairing-Pinterest-Board von AEG die Bilder von ein paar Foodpairing-Trees und auch die Rezepte des Abends ansehen.

Foodpairing Tree Zartbitterschokolade

(Und nur für die Ungläubigen, die bei meinen Double-Chocolate-Espresso-Bacon-Muffins ungläubig die Nase rümpften, guckt bei diesem Foodpairing-Tree mal oben rechts in die Ecke. Ha! ;))

Kochen_IFA_s

Nachdem alle Foodblogger/innen sich gesammelt, kennengelernt und zum Teil freudig wiedergesehen hatten, gab es ein paar Praxistests, Erklärungen und Spaghetti als gute Grundlage für den weiteren Abend. Die vorhandenen hypermodernen Öfen samt Temperaturfühlern, mit denen man via App (?) quasi vom Sofa aus Gargrat des Bratens beobachten kann, wurden beschwärmt (mit meiner Aussage "Mein Herd ist 10 Jahre alt und kann Umluft. Sein Gadget ist beim Backen eine kalte Stelle hinten links." löst ich gefühlt Emotionen von blankem entsetzen bis Verwirrung aus. ;))  Danach ging es dann endlich ans Kochen. An den verschiedenen Kochinseln standen unterschiedliche, nach Foodpairing-Prinzipien abgestimmte Warenkörbe bereit, viele enthielten schon ein Rezept. Auf der Suche nach dem Korb mit der Entenleben tat ich mich mit der ebenfalls danach fahndenden Katha (die übrigens voll den Überblick über die neuesten Entwicklungen im Herdsegment hat) zusammen, nur um dann festzustellen, dass dieser schon vergeben war. Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis sammelten wir noch Sascha ein und wählten dann in spontaner Improvisationslust einen rezeptlosen Warenkorb mit Muscheln (Für Jakobsmuscheln fehlte die Süße....? Jemand meinte, es könnten evtl. Kammmuscheln sein?), Toastbrot, Tomaten und eingelegtem Ingwer. Was dann im Endeffekt auch wirklich spannend war, mit mehreren ein kulinarisches Brainstorming zu machen, nachzudenken, Ideen zu besprechen, wieder zu verwerfen und die Schränke nach passenden Zutaten zu durchwühlen... (*kramraschel* "Oh, Sesamöl! Hey, Sojasauce! Oh... sieh mal hier, Vanilleschoten! Damit könnte man doch...."). Und die Köche (ich glaube der bei uns hieß George - ich habe leider nicht nach dem Namen gefragt.. Falls du das jemals liest: Sorry für den von uns völlig versauten Teppan Yaki Grill!) standen uns ja auch bei Fragen ganz toll zur Seite. Angefangen von "Welches Kraut passt jetzt dazu?" bis hin zu "Aaargh! Wo finde ich hier ein Messer?!".

Foodpairing Fingerfood

Nachdem wir also noch Sesamsaat, Sesamöl, Honig, Vanilleschoten, getrocknete Aprikosen und Oregano aufgetrieben hatten, war unser Ergebnis dann ein wirklich gutes Muschel-Knusperbrot-Gebilde: Muscheln mit Sesam-Honig-Vanille-Panierung auf einer Salsa aus eingelegtem Ingwer & süßen Tomaten, drapiert auf in Sesamöl angeknusperten Brotscheiben. Zum Finish mit etwas frischem Oregano bestreut.

AEG Foodpairing Workshop auf der IFA 2014

Auch die anderen Gerichte - zu unserer Ecke drangen leider nur sehr vereinzelt welche vor - waren allesamt wirklich toll.

Der Workshop war meinem Empfinden nach eine runde und gelungene Sache - auch wenn gegen Ende des Tages die Füße dann irgendwann sehr müde waren (viele von uns waren seit mittags auf der IFA und der Workshop ging von 17.30 bis kurz vor 22.00 Uhr) und stellenweise Mikrofone zum Verstehen wirklich wichtig gewesen wären. Ich muss ganz ehrlich sagen, was ich besonders schön an dem Abend fand, war wie gut - und vor allem sympathisch - das gesamte Team (Köche, wie PR- Bereich) uns Foodblogger/innen eingebunden hat und uns auch immer wieder interessiert und persönlich versuchte einzubeziehen. Das habe ich bei ähnlichen Events auch schon gänzlich anders erlebt. Das zeigte sich dann auch nochmal in dem kleinen Goodie, samt handgeschriebener Nachricht, die sich auf jeweilige Bloginhalte bezog. Nice.
Sehr gut auch, dass von Anfang an eine charakterliche Verwandtschaft zu irgendwas mit Verkaufscharakter ausgeschlossen wurde. Finde ich spannend, wie unterschiedlich Firmen da agieren, dazulernen und mitdenken. Deutschland hat zum Thema Blogger Relations ja noch einiges vor sich auf dem Teller.

Hier findet hier noch weitere Berichte, die schon online sind: Zorra (Kochtopf), AEG (Geschmackssachen), Claudia (Food View Berlin), Stefanie (Schön & Fein), Sascha (Lecker muss es sein) und Katha (Katha kocht).

Neugieriger Blick in die Töpfe Ecuadors

Na gut. Ich habe nicht nur einen Blick darauf geworfen, sondern ein ganzes Menü probieren dürfen.* Vom 22. - 31. Mai war in Berlin Ecuadors kulinarische Woche. Das Handelsbüro der Republik Ecuador hatte mich hierzu eingeladen und neben der Befriedigung der Neugierde, war dies gleichzeitig auch noch eine schöne Möglichkeit, um Frau Küchenlatein (übrigens in einem bezaubernden Kleid anwesend, mein Kleid fand ich übrigens auch bezaubernd) und ein paar andere Leute mal wieder sehen bzw. kennenlernen zu können.

Ecuadorianisches-DinnerZur Einstimmung gab es zunächst eine längere Rede und Begrüßung durch den ecuadorianischen Botschafter Jorge Jurado - wechselnd auf Spanisch und Deutsch. Der Botschafter ging auch auf den Rechtsstreit zur Ölverschmutzung in Ecuador ein, in der Online-Version vom Spiegel gibt es dazu einen sehr ausführlichen Artikel. Nach dieser Ansprache stellte sich der ecuadorianische Koch Guillermo A. Miranda und sein Menü für den Abend vor. Das Essen fand übrigens im (eigentlich peruanischen) Restaurant Serrano in Charlottenburg statt.

Bis jetzt hatte ich mich noch nie näher mit der Küche Ecuadors auseinandergesetzt. Meine einzigen Ideen bestanden relativ unbedarft aus Mais, Kartoffeln und gegrillten Cuy (Meerschweinchen). Letztere werden bei der ländlichen Bevölkerung in Peru und Ecuador seit Jahrhunderten als günstige Nutztiere gehalten - ähnlich wie bei uns Hühner oder anderes Kleinvieh. Ich nehme aber an, dass man die europäischen Gaumen nicht zu sehr verschrecken wollte. 😉 Mit Mais und Kartoffeln lag ich aber immerhin richtig, auch wenn dies nur einen kleinen Ausschnitt der kulinarischen Vielfalt ist, die Ecuador bereit hält. Das kleine Land bietet dank Küstenregionen und verschiedensten Anbauflächen im Landesinneren (Amazonas, Hochland der Anden) eine für mich erstaunliche kulinarische Bandbreite, bestehend aus Meeresfrüchten und Feldfrüchten, die sich in den Zutaten des Menüs widerspiegelte.

Essen-Ecuador(Wie meist, wenn ich unterwegs bin, gibt es nur Fotos via Mobiltelefon. Das ist einfach schneller zur Hand und passt eher in die Handtasche als die große Kamera. Eine tolle Lösung ist das bei etwas düsteren Lichtverhältnissen - wie leider nur zu deutlich sichtbar - aber nicht so...)

Menü ecuadorianisches Dinner

Aperitif: Cocktails, Bällchen aus Maniok, Plätzchen aus Kochbananen oder Empanadas

Vorspeise: Ceviche aus marinierten Garnelen, frischen Tomaten, Limetten (dass das da in meinem Glas ein riesiges Limettensegment und keine Grapefruit war, stellte ich erst fest, nachdem sie in meinem Mund war... ;)) & roten Zwiebeln mit Patacones (Scheiben von frittierten, grünen Kochbananen)

Zwischengang: Sopa de Quinoa. Kräftige Rinderbrühe mit Quinoa. (War so ein bissel Kinderheitserinnerung an Mamas Graupensuppe...)
Kleiner Hinweis, da ich persönlich mit bei der Aussprache von Quinoa immer unsicher war und deswegen nachgefragt habe: Auf Spanisch wird es "Quinoa" gesprochen, in der indigenen Sprache Kichwa wird es "Kinwah" gesprochen.

Hauptgericht: Fritada Quiteña: Gebackenes Schweinefleisch (Bauch, glaube ich - mag ich sonst gar nicht, aber der war genial), Mote (gekochte monströse Maiskörner), Andenkartoffeln und Bollo de Pescado (eine Masse aus Fisch, Erdnüssen und Kochbanane, eingewickelt in ein Bananenblatt und dann gedämpft).

Dessert: Budín de chocolate (Schokoladenkuchen) und Helado de Paila. Letzteres ist traditionelles Fruchtsorbet, das von Hand in einem in Eis gebetteteten Metallkessel gerührt wird.

Das Restaurant war knackig voll, aber es war ein wirklich schöner und interessanter Sommerabend. Für mich war es wirklich spannend die einfache und traditionelle Landesküche Ecuadors in einer angenehme Mischung aus Bodenständigkeit und Moderne  kennenzulernen und sich hindurch zu kosten. Obwohl Berlin so ein wahnsinnig toller Schmelztiegel aller Kulturen ist, sind Produkte/Gerichte aus Lateinamerika hier leider doch eher selten anzutreffen. Trotz manch ungewohnter Dinge (mit Maniok werde ich glaube ich nicht so recht warm), würde ich mich jeder Zeit wieder an einem mit lateinamerikanischen Speisen gedeckten Tisch nieder lassen. Ich habe jedenfalls schöne Neue Dinge gelernt und ich glaub, ich werde mich demnächst mal mit traditionellen lateinamerikanischen Rezepten auseinandersetzen.

*Dieses Posting ist als Werbung gekennzeichnet, da ich Produkte unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich bemühe mich dennoch immer um größtmögliche Objektivität.

Cocktail: White Lady für die Gartenparty (Werbung)

Ich trinke ja nur relativ selten Alkohol. Wein wird bei mir beispielsweise meist nur gnadenlos - und zum Entsetzen mancher Menschen - in diversen Saucen versenkt. Aber unsere Hausbar ist irgendwie dennoch reichlich gefüllt. Der Liebste neigt zu guten schottischen Single Malts und ich bin dann doch mit einem guten Gin Tonic relativ leicht zu begeistern. Und mit Cocktails natürlich.

Cocktail White LadyVor kurzem bekam ich die Anfrage einer Agentur aus Großbritannien, ob ich bereit wäre mir die Webseite eines Kunden anzusehen und vielleicht etwas darüber schreiben würde. Angesehen habe ich sie mir und da mir die Seite gefiel und die Inhalte zum magischen Kessel passten, gibt es jetzt auch einen Artikel zu The Bar DE. Die Webseite präsentiert viele verschiedene Mixrezepte für Cocktails, teils auch mit interessanten Neuinterpretationen klassischer Rezepte. Die Werbung ist, neben der Nennung und optischen Darstellung von Markenprodukten bei den Spirituosen, angenehm unterrepräsentiert - nur stellenweise findet sich ein Button, der zum Kauf selbiger einlädt. Das irritierte mich zunächst ein wenig, bis ich weitergrub und auf den dahinterliegenden großen Konzern namens Diageo stieß, der diverse große und bekannte Marken in seinem Sortiment hat - von exzellenten Single Malts, Weinen, Wodka- und Ginsorten bis hin zu einem (leider) sehr verbreiteten blended Scotch (der ja zumindest für Mixgetränke verwendet werden kann).

Sommercocktail DelilahGemäß meiner persönlichen Präferenz habe ich mich also unter den Cocktails mit Gin umgesehen und mir ein Rezept herausgepickt. Meine Wahl fiel auf  den Cocktail "White Lady", ein klassischer Gin Sour, erfunden um 1920 (wie immer gibt es diverse Menschen, die hier Anspruch erheben) der auch unter den Namen "Delilah" und "Chelsea Sidecar" firmiert. Letztere Bezeichnung verweist darauf, dass es sich hier eigentlich um eine Abwandlung des Brandy-Cocktails "Sidecar" handelt, der um 1907 herum auftaucht, aber wiederum eine Abwandlung des im 19.  Jahrhunderts beliebten Cocktails "Brandy Daisy" ist, der wiederum ebenfalls Ahne für den modernen "Cosmopolitan" sein soll. Ihr seht - die Genealogie von Cocktailrezepten ist im Grunde ein weites Feld für Historiker/innen, das ich hier nur sanft ankratzen kann.

Cocktailrezept Chelsea SidecarUns hat die White Lady- die optisch eher gelblich auftritt, sich unkompliziert mixen lässt und es durchaus in sich hat -  jedenfalls gut gefallen. Erfrischend, spritzig, leicht und dank zugefügtem Zucker nicht zu sauer -  passt hervorragend zum Sommer und trinkt sich fast etwas zu leicht weg. 😉 Die halbe Erdbeere ist mein persönliches Zugeständnis an die Jahreszeit.

Cocktailrezept White Lady

35 ml Gin (bei mir: Bombay Saphire)
25 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
10 ml Triple Sec (Orangenlikör)
10 ml Zuckersirup (Läuterzucker: Zucker und Wasser 1:1 kurz aufkochen, abkühlen lassen)
Erdbeere zum Dekorieren (Optional)

Zubereitung

  • Einen Cocktailshaker mit Eis füllen.
  • Alle abgemessenen Zutaten in den Shaker geben, verschließen und schütteln, bis sich die Flüssigkeit kalt anfühlt.
  • Den Cocktail durch ein Barsieb oder feines Teesieb in ein Glas geben.
  • Geputzte, halbierte Erdbeere hinterher werfen.
  • Servieren.

Cocktail DelilahWerbung/Sponsored Post

Es gibt Fisch, Baby!

Schon im April war ich - zusammen mit anderen Presservertreter/innen und Blogger/innen - bei dem Blogger Event der Deutsche See Fischmanufaktur* auf dem Gelände des Großmarktes hier in Berlin. Interessantes zur Geschichte des Unternehmens konnte man hier erfahren (mir war beispielsweise nicht klar, dass sie sehr stark im gastronomischen Bereich aufgestellt sind und viele Köche in Deutschland beschäftigen/schulen), wie alt dieses deutsche Traditionsunternehmen ist (existiert seit 1939) und welche Neuerungen es bei Verarbeitung und Lagerung der Produkte gibt.

Großmarkt Produktionshalle Deutsche See

Nach dem freundlichen Empfang gab es einen Rundgang durch die Produktionshalle (Ich sah aus wie eine Köchin aus der Schulkantine. Inklusive weißer Haube, blauen Schluppen über den Schuhen und aufplatztender weißer Plastikrobe, die mich - in all meiner göttinnengleichen Herrlichkeit - nicht so ganz fassen wollte. Und den Schmuck musste ich auch komplett rausnehmen. Was natürlich dazu führte, dass ich a) natürlich prompt einen Ohrstecker verlor und ältere Herren auf der Suche danach zuvorkommend vor mir auf dem Fußboden herumrobbten. Und ich b) in der Kühlhalle zwischen lauter toten Meeresbewohnern eine Art bizarren Tanz aufführte, um in diesem bestechenden Outfit ja nicht von dem offiziell bestellten Fotografen abgelichtet zu werden. So. Jetzt wisst ihr alles. Ich kann ja zu meinen Peinlichkeiten stehen. ;))

Das Schönste an dem Abend (neben dem unglaublich vorzüglichen Menü - ich schwärme immer noch von dem absolut genialen ersten Gang) war aber, dass wir mitkochen, anrichten und viel selbst ausprobieren und lernen konnten. Professionell und im Timing gut abgestimmt wurden wir angeleitet und das Kochteam bereitete im Hintergrund alles für den nächsten Gang vor. Ich kröne mich hiermit selbst zur Austern-Queen - denn ich kann die leckeren Teilchen jetzt problemlos und gänzlich ohne zersplitterte Schale im Akkord knacken. Und ich weiß jetzt auch, dass meine heftigen körperlichen Reaktionen bei meinen vorhergehenden Versuchen mit Austern wohl eher an der schlechten Qualität/Lagerung der Ware lagen... Ich hatte schon eine Allergie befürchtet, mich aber aufgrund der hohen Produktqualität bei der Deutschen See nochmals zu einem letzten tapferen Versuch hinreißen lassen.

Menü-Deutsche-See-skUnd ich habe - unter der sehr guten Anleitung von Sebastian Bruns - gelernt, wie man ganze Fische am besten filetiert. Man merkt es - ich fand den Abend wirklich schön und stimmig. Das Event toll, die Betreuung  und die vorgestellte Ware ebenfalls - so sollten Blogger Relations ruhig öfter mal ablaufen. Ich hatte ja schon im Vorfeld Produkte testen dürfen und bei meinem Rezept für gebratene Jakobsmuscheln ausführlich darüber und den neuen Lieferservice in Berlin berichtet. Ich war auch wirklich nicht unglücklich, dass wir Ware - die dekorativ den ganzen Abend lang auf Eis ausgestellt war und nicht mehr in den regulären Verkauf durfte - quasi als Doggybag in Kühltaschen mit nach Hause bekamen. So siedelte sehr köstliches Rindersteak, wundervoller geräucherter Lachs und frisches Thunfischfilet in meinen Kühlschrank über. Am nächsten Abend gab es dann spontan Essen mit lieben Freunden, für das ich vormittags schon Sushi-Reis marinierte und den Thunfisch in geriebenen Ingwer, Zitronenschale & -saft, geröstetem Sesamöl, Harissa und ein paar anderen Gewürzen badete. Geniales Sashimi - das wir wirklich sehr genossen.

Sushi-Sashimi-sk

Natürlich war es auch sehr schön bekannte und unbekannte Gesichert (wieder) zu sehen. Zum Beispiel Jan, Peggy, Smámunir und Frau Bunt. Einige haben auch über den Abend  berichtet - wer will, kann dort also noch ein paar zusätzliche Einzelheiten erfahren.

*Dieses Posting ist als Werbung gekennzeichnet, da ich Produkte unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich bemühe mich dennoch immer um größtmögliche Objektivität.

Orientalisches Frühlingsmenü mit der Metro-Kochherausforderung 2014

Zum dritten Mal durfte ich jetzt bei der Kochherausforderung der Metro dabei sein. Hierbei gilt es, alle Zutaten in einen oder mehreren Gerichten verarbeiten zu müssen. Anfang April haben wir die Waren bei der Metro abgeholt und die frischen Sachen wie den Fisch direkt verarbeitet (und dabei meine Wohnung gleich sanft mitgeräuchert...).  Die letzten Produkte habe ich aber jetzt am Wochenende erst verkochen können. Wie im letzten Jahr, reiche ich die Rezepte im Laufe der nächsten Wochen in einzelnen Artikeln nach.Orientalisches-Frühlingsmenü-sUnd so sah mein Menü aus. Wie schon in den Vorjahren (hier für 2013 und 2012  nachzulesen), habe ich mich für ein orientalisch angehauchtes Menü mit drei Gängen entschieden. Am meisten über die Verwendung gegrübelt habe ich ich bei diesen beiden Sachen: Die Nudeln haben mir wegen ihrer Form etwas Kopfzerbrechen bereitet - bis ich sie dann ganz einfach zerbröselt habe. 😉 Auch die Schokolade habe ich zunächst etwas skeptisch beäugt, in einer Reinkarnation als Karamell-Schokoladensauce, war sie aber toll.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas war im Einkaufskorb:

2 frische Forellen à 500 g
1 Flasche Rheingau Riesling 2012, Weingut Leitz
2 große Artischocken
1 Dose Borlotti-Bohnen (Wachtelbohnen)
1 Packung Calamarata-Nudeln "Garofalo"
1 Packung Jamón Ibérico
1 Packung Tortas de Aceite (spanisches Knusperbrot mit Rosmarin)
1 Packung Earl Grey Tee
2 Tafeln Lindt-Schokolade "Salted Caramel"

Das Menü

Vorspeise-Frühlingsmenü-sVorspeise: Arabischer Brotsalat (Fattoush)  mit in Weißwein gebeizter und in Earl Grey Tee im Kochtopf geräucherter Forelle
--> Verwendet: Forellen, Rosmarinbrot, Weißwein, Earl Grey

Hauptgericht-arabisches-Frühlingsmenü-sHauptspeise: Orientalische Butternudeln mit Hülsenfrüchten (Rishta bi Adds) mit Schinkenröschen vom Ibérico und gefüllter Artischocke.
--> Verwendet: Nudeln, Wachtelbohnen, Ibérico Schinken, Artischocken

Die gefüllte Artischocke werde ich allerdings ganz gemein unterschlagen. Zum einen konnte ich - wegen erst beim Aufschneiden sichtbaren Bewohnern - nur eine Artischocke verwenden, zum anderen fand ich mein Rezept zwar ganz okay, aber einfach nicht so brillant und lecker, dass es blogwürdig wäre. 😉

Dessert-arabisches-Frühlingsmenü-skDessert: Arabischer Milchpudding (Mahallebi) mit Kardamom, Pistazien und Karamell-Schokoladensauce

Für die Schokoladensauce: 50 g Salzkaramellschokolade im Wasserbad schmelzen, 30 g Sahne unterrühren und noch warm zum kühlen Pudding servieren.

Es war wie immer eine Herausforderung - es zeigt ja schon der Name, unter welchem Stern der Event steht. Wie immer wurde dem Warenkorb entgegengefiebert, Rezepte gewälzt, nachgedacht, Gerichte auf dem Papier ent- und verworfen, ausprobiert, gezittert, geflucht und sich gefreut.

Aber (war klar, dass das jetzt kommt, oder? ;)) die Zutaten haben mich persönlich diesmal ein klein wenig enttäuscht. Zum einen fand ich den Gemüseanteil - gerade im Frühling! - zu gering. Zwei Artischocken und Dosenbohnen, während um uns herum alles sprießt. Zum anderen gab es bei den vorherigen Events immer Lebensmittel, die für mich total neu waren und die ich freudig entdecken konnte. Kulinarische Offenbarungen, die mich wirklich überrascht und jeweils ein neues Türchen für mich aufgestoßen haben. Produkte, die ich dann auch so gut finde, dass ich sie auch wieder kaufe. Zum Beispiel das köstliche Arganöl, das tolle Pesto der Metro-Eigenmarke, das herzzerreißend geile Iberico-Fleisch oder das Label-Rouge-Huhn, das als geniales Butter-Zitronenhühnchen hier verewigt wurde. Dieses Gefühl hatte ich diesmal leider gar nicht. Messmer-Tee bekomme ich im Supermarkt gegenüber. Die Dosenbohnen oder Artischocken auch. Selbst Forellen bekommt man inzwischen sogar als Frischware beim Discounter. Die Schokolade, vor der ich eigentlich ein wenig gezittert hatte, weil man durch sie doch arg begrenzt auf Süßes war, überraschte mich geschmacklich ein wenig (Hey... das erste Mal seit Jahren, dass ich Lindt-Schokolade als essbar empfinde). Der Schinken war natürlich auch sehr gut. Auch die spanischen Cräcker waren lecker, die würde ich mir vielleicht nochmal als Knabberkram holen, wenn sie mir zufällig über den Weg laufen. Aber obwohl alles natürlich hochwertig war, war  irgendwie war kein Produkt dabei, dass mich wirklich geflasht und positiv überrascht hat. Also wenn ich einen Wunsch äußern dürfte, dann den, dass bei der nächsten Kochherausforderung - egal ob ich dabei sein werde oder nicht - allen Teilnehmer/innen wieder so ausgefallen-geniale Artikel nahe gebracht werden, die man sich vielleicht sonst nicht regulär in den Einkaufskorb legen würde.

*Dieses Posting ist als Werbung gekennzeichnet, da ich Produkte unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich bemühe mich in meinen Artikeln dennoch  immer um Objektivität.