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Rezept für Bananeneis am Stiel

Hachja, es sind kleinen Spießer-Freuden, die den Alltag bereichern. Wie zum Beispiel ein konsequent von altem Gefriergut befreites Tiefkühlfach, das jetzt Platz für Eiskreationen bietet.

Bananeneis am Stiel / Banana Paletas

Eine meiner Lieblingseissorten (neben den diversen geilen Schokoladeneissorten, die inzwischen alle aus dem Programm genommen wurden. Grrrr!) bei Ben&Jerry's war ja immer das Chunky Monkey - das hier etwas entfernt Pate stand. Ich meine - Bananen, Walnüsse und dunkle Schokolade sind halt einfach ein Dream-Team das immer passt. Seit über zwei Jahren dümpelt das Eisrezept jetzt schon in meinem Rezeptbuch herum und darf jetzt endlich online gehen. Heraus kommt ein erstaunlich frisch und leicht schmeckendes Eis. Liegt vielleicht an dem Zitronensaft und den Milchprodukten.

Bananeneis am Stiel

Selbstgemachtes Bananeneis ohne Ei

Ich mache mein Eis ja grundstäzlich ohne rohe Eier, mit den paar Eiskristallen kann ich beim Eis am Stiel ganz gut leben. Ich nutze diese Eis-am-Stiel-Form*, sie kann nicht in die Spülmaschine, lässt sich aber direkt nach dem Herauslösen erstaunlich gut auswaschen. Das Fassungsvermögen beträgt circa 550 ml. Da ich immer mehr Eismasse habe, kommt der Rest in eine Tupperdose und wird während des Gefriervorgangs einmal in der Stunde umgerührt (und schön die Eiskristalle vom Rand kratzen), damit das Eis nicht zu einem gefrorenen Brocken mit Monstereiskristallen wird.
Das ist auch der Tipp für die, die keine Eisformen haben: Friert die Masse komplett in einer großen Dose ein und rührt sie regelmäßig um, damit die Eiskristalle nicht zu groß werden. Alternativ kann man als Livehack kleine Joghurtbecher mit der Eismasse befüllen und Stäbchen oder Löffelchen als Stiele reinstecken.

Bananen Eiscreme

Bananeneis am Stiel

Paletas, Ice Pops, Popsicle oder ganz altmodisch: Eis am Stiel

Egal mit welchen Lehnwörtern man die leckeren Dinger am Holzstiel nun bedenkt: Sie sind super simpel zu machen. Im Grunde reicht es, ein paar Früchte mit etwas Zucker und etwas Sahne zu pürieren und einzufüllen, sieht man hier an meinem Rezept für Erdbeereis am Stiel. Wer es noch simpler mag, füllt einfach einen süßen Smoothie oder Orangensaft in die Form.

Und für dieses Bananeneis mit Schmand, Joghurt und Walnüssen habe ich zwar den Pürierstab gezückt, wer aber starke Handgelenke und ne große Gabel hat, kann die Bananen auch so zu Brei manschen und dann den Rest der Zutaten gründlich einarbeiten.
Ich mag die zusätzliche Schokolade und die Nüsse aus dem Eis sehr gerne, für den Liebsten soll das Bananeneis aber bitte ohne sowas sein.. Geschmäcker sind eben verschieden. 😉

Rezept für Bananeneis

Rezept für Bananeneis am Stiel

450 g reife Bananen (geschält)
150 g Joghurt (mindestens 3,5 % Fett)
100 g Schmand
40 g Walnusskerne (grob gehackt)
1,5 TL Zitronensaft
20 g Honig (mild, hier: Akazienhonig)
1/8 TL Zimt

Optional als "Überzug": 50 g Zartbitterschokolade oder Kuvertüre, Handvoll gehackte Walnüsse

Equipment: Schüssel, Eisformen* und Holzstäbchen* dafür, Löffel, Pürierstab oder eine Gabel und genug Schmackes in den Armen, Backpapier, Gefrierdose

Zubereitung

  • Die Bananen grob gestückelt in eine Schüssel geben, Zitronensaft, Zimt, Schmand und Joghurt dazu geben und fein pürieren, bis sich ein homogener, flüssiger Breit bildet.
  • Wer nur mit einer Gabel arbeitet: Zuerst die Banenen sehr fein zerdrücken, bis Homogener Banenbrrei bildet und dann die anderen Zutaten einarbeiten.
  • Den Honig gründlich unterrühren, abschmecken. Eventuell noch etwas mit zusätzlichem Honig nachsüßen - je nachdem wie die Bananen waren. Meine Erfahrung nach muss man minimal übersüßen, da die Kälte etwas von der Süße nimmt.
  • Die Eismasse gemäß Herstellerangabe in die Eisformen einfüllen, oben etwas Platz lassen, die Masse dehnt sich ja beim Gefrieren etwas aus.
  • Im Tiefkühlfach über Nacht durchfrieren lassen. Am nächsten Tag die Form mit etwas heißem Wasser übergießen, die Paletas auslösen, in eine Gefrierdose geben und zurück in das Tiefkühlfach geben. (So ist die Eisform direkt wieder frei für die nächste Eiskreation.)
  • Wenn ein Überzug gewünscht ist: Walnusskerne grob hacken. Schokolade schmelzen, die ausgelösten Paletas auf dem Backpapier auslegen.
  • Die Walnussstücke dekorativ darüber bröseln, dann mit einem Löffel die geschmolzene Zartbitterschokolade lose darüber verteilen. Die Walnüsse sollten mit der darübergegebenen Schokolade am Eis fixiert sein, sonst fallen sie wieder ab.
  • Fertig. Sofort ein Eis probieren und den Rest zurück in die Gefrierdose scheuchen. 🙂 Und dran denken: Das Eis recht bald verbrauchen.

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Äußerst leckere Resteverwertung: Bananenpudding

Bananen - irgendwie das klassische Obst für Resteverwertung. Wir waren letztens für ein paar Tage verreist und als ich dann wieder in meiner Küche stand, fiel mein Blick auf 4 ziemlich schwarzfleckige und weiche Bananen. Bäh. Einfach in den Müll verfrachten ging aber auch nicht. Denn so sehr wie ich überreife Bananen verabscheue, hasse ich auch die Verschwendung von Lebensmitteln.  Das heißt jetzt nicht, dass ich Käse mit selbstgezüchtetem Pelzbesatz verzehre. Aber Nahrungsmittel, die de facto noch "gut" sind einfach wegzuhauen, weil sie mir so nicht schmecken? Nope. Ich liebe Luxuskram, aber this is not my kind of Luxus. Mein Schuldbewusstsein ist ja schon groß genug, wenn mir zufällig was vergammelt, einfach weil ich es übersehen oder vergessen habe. Und außerdem - sowas fördert ja auch die kulinarische Kreativität.

Nach kurzem Überlegen und der Feststellung, dass ich diesmal keinen Black Banana Cake backen mochte und es auch zu viele Bananen für den veganen Schoko-Bananen-Aufstrich waren, ist dieses klassischen Obst für die Resteverwertung zu wirklich köstlich-cremigem Bananenpudding transformiert worden und qualifiziert sich damit gleichfalls auch noch hervorragend für das Blog-Event "Gebt mir den Rest" von Hamburg kocht!. Ich hatte so die Gelegenheit meine Puddingförmchen aus ihrem Winterschlaf zu holen (natürlich kann man den leckeren Bananenpudding auch ganz einfach in Schälchen füllen und direkt daraus löffeln) und Ihr habt ein leckeres Puddingrezept mehr. Guter Deal, nicht? 😉

Kleiner Hinweis noch - die Bananen waren so süß, dass ich keinen zusätzlichen Zucker hinzufügen musste. Aber da Banane ja nicht immer gleich Banane ist, gilt: Abschmecken und eventuell nachsüßen.

Rezept für Bananenpudding

350 g geschälte, vollreife Bananen (das waren bei mir ~ 4 Stück)
350 g Milch
50 g Maisstärke
1/8 TL gemahlene Vanilleschote
1 Prise Meersalz

Zubereitung

  • Die Bananen in einer Schüssel mit einer Gabel zu einem feinen Brei zerdrücken oder ganz simpel mit dem Pürierstab pürieren.
  • Maisstärke mit ~75 ml der abgemessenen Milch anrühren.
  • Alle restlichen Zutaten in einen Topf geben und aufkochen.
  • Topf vom Herd nehmen und die in die Milch eingerührte Speisestärke mit einem Schneebesen in die Bananenmasse einarbeiten.
  • Bananenpudding unter Rühren zwei Minuten lang köcheln lassen.
  • Wenn der Pudding später gestürzt werden soll, dann jetzt in kalt ausgespülte Formen gießen und nach dem Abkühlen kalt stellen. Ansonsten einfach in eine Schüssel kippen, Löffel rein tauchen und glücklich sein.

Oh - nicht vergessen. Serviert wird der Bananenpudding natürlich mit selbstgekochter Schokoladensauce.

Für den schnellen Süßhunger: Selbstgemachter Schoko-Bananen-Aufstrich

Ich liebe Schokolade und bin bekennender Schokoholic. In Maßen muss Süßes jedenfalls einfach sein. Im Laufe der Jahre haben sich meine Bedürfnisse hier allerdings auch gewandelt. Früher stand bei uns immer ein Glas Nutella im herum, später dann die laktosefreie Variante namens Samba aus dem Bio-Markt. Inzwischen ist der Platz für den Schokoaufstrich seit fast einem Jahr leer. (Huch. Ist mir wirklich vorher nicht so aufgefallen...)

Schneller, süßer & veganer Brotaufstrich

Das Rezept ist so schön simpel, dass ich es schon fast etwas verschämt hier einstelle. Der Schoko-Bananen-Aufstrich ist natürlich nicht vergleichbar mit (guter - da gibt es ja wirklich extreme Geschmacks- und Qualititätsunterschiede) gekaufter Nuss- und Schokoladencreme, sondern eben einfach anders. Aber doch ziemlich lecker und schnell gemacht, wenn man zum Frühstück gerne einen süßen Schokoladenaufstrich zur Hand hat. Achso - und vegan ist er zufällig auch noch.
Der weitere Vorteil: der Fettanteil ist geringer, kein zusätzlicher Zucker ist nötig, die Selbstdisziplin ist nicht mit einem großen Glas Schokoladencreme konfrontiert, das hinterhältig im Küchenregal lauert. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich selbst hervorragend erzählen kann, dass es ja im Grunde nur etwas Obst mit etwas Kakaopulver ist (hey... immerhin wächst diese göttliche Substanz auf Bäumen). Allerdings muss man den süßen selbstgerührten Brotaufstrich auch am selben Tag aufbrauchen, da er - trotz Kühlschranklagerung im verschlossenen Glas - doch geschmacklich und von der Konsistenz her nach kurzer Zeit echt unschön wird.

Verwertung alter Bananen

Außerdem ist die selbstgemachte Schoko-Bananen-Creme - neben dem Black Banana Cake - eine hervorragende Möglichkeit, um vollreife Bananen zu verwerten, die man zu lange in der Obstschale vergessen hat. Die mag ich nämlich überhaupt nicht, da  sie mir viel zu mehlig und zu süß sind.

Rezept für Schoko-Bananen-Creme

1 große vollreife Banane
1 1/4 - 1 1/2 TL echter Kakao
1/8 TL gemahlene Vanilleschote (optional)

Zubereitung

  • Banane schälen, mit den Fingern in grobe Stücke zerbrechen und mit einer Gabel in einer flachen Schale fein zerdrücken.
  • Kakaopulver und etwas gemahlene Vanilleschote hinzufügen und gründlich miteinander vermischen.
  • In ein Servierschälchen füllen, noch fünf Minuten ziehen lassen und dann auf einem knusprigen Stück Brot vernaschen.

Resteverwertung: Black Banana Cake

Wer kennt es nicht? Kaum gekauft, einmal kurz weggeguckt oder die Bananen zu nah an die Äpfel gelegt (die lassen anderes Obst durch das ihnen entströmende Reifungsgas Ethylen nämlich schneller reifen) und schwupps! Schon hat man überreife Bananen da liegen. Echt jetzt. 😉

Resteverwertung für überreife Bananen

Verträumt stand ich letztens morgens in meiner Küche. Mein Blick streifte verschlafen die drei sehr, sehr, seeehr reifen Bananen in der Obstschale. Wahrscheinlich hätte ich das Schicksal dieser armen Früchte schon längst vergessen und hätte sie am nächsten Tag ebenso verschlafen dem Mülleimer übergeben, wenn ich nicht kurz darauf im Blog Kochtopf über dieses Rezept für Bananen-Schokoladen-Kuchen  nach Nigel Slater estolpert wäre. Perfekt, um dem Leben der armen Dinger noch einen Sinn zu geben und sie zu etwas leckerem zu transformieren. Denn ich mag eigentlich reife Bananen überhaupt nicht gerne und ärgere mich jedes Mal aufs Neue, wenn sie dann wieder liegen bleiben, vergammeln und am Ende in die Tonne wandern. Mein ökologisches Ich (irgendwo habe ich sowas tatsächlich) zuckt dann jedes mal schuldbewusst zusammen. Als ich das Rezept las, musste ich den Kuchen unbedingt, jetzt, sofort, gleich haben. Also nutzte ich meine Mittagspause zum Backen (Homeoffice kann Vorteile haben... ;-)).

Rezept für Black Banana Cake - Resteverwertung für alte Bananen

Rezept für Black Banana Cake

175 g weiche Butter
75 g selbstgemachten Vanillezucker (oder: weißer Zucker und etwas Vanillepulver)
75 g brauner Zucker
75 g gemahlene Mandeln (Original: geröstete Haselnüsse, fein gemahlen)
2 Eier (M oder L)
175 g Mehl
1 TL Backpulver
3 reife Bananen (ca. 250 g)
175 g Zartbitterschokolade, grob gehackt (Alternativ: Milchschokolade)
1 EL brauner Zucker

Zubereitung des Bananenkuchens

  • Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.
  • In einer Rührschüssel Butter cremig schlagen und mit dem Zucker aufschlagen.
  • Die Eier jeweils einzeln dazu geben und immer erst komplett einarbeiten.
  • Mehl, Backpulver und Mandeln vermischen und nach und nach unter die Eiermasse mixen.
  • Die Schokolade hacken, die Bananen in kleine Würfelchen schneiden und mit einem Löffel unter den Kuchenteig heben.
  • Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hinein geben und einen Esslöffel braunen Zucker darüber verteilen, damit die Kruste schön knusprig wird.
  • Bei 175° im vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens backen. Garprobe machen, evtl. mit Alufolie abdecken, wenn der Kuchen zu schnell bräunt.

Rezept für Bananenkuchen - Resteverwertung für alte Bananen

Bananenkuchen-Fazit

Schokoladig. Bananig. Saftig. Toll. Und echt gut zur Resteverwertung. Neben den Bananen sind noch geriebene Mandeln und weihnachtliche Schokoladenreste verbraucht worden. Mit Haselnüssen und/oder Walnussstückchen drinnen schmeckt der Kuchen bestimmt noch besser und aromatischer, die Mandeln hat man im gebackenen Zustand kaum wahr genommen. Ich bin ja sonst nicht so der Fan von rohem Kuchenteig aber: der sehr feste und kompakte Teig ist ungebacken einfach köstlich und fast noch leckerer als der eigentliche Kuchen.

Black-Banana-Cake

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