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Das passt einfach: Cranberry Sauce

Egal ob nun zu Lamm, Weihnachtsgans, Ente, Wild, Backcamembert, etwas purem Käse oder zu ner simplen Butterstulle - die fruchtig-säuerliche Cranberry-Sauce passt einfach. Wer  bei mir mit liest, dem wird ja sowieso schon aufgefallen sein, dass ich eine Schwäche für fruchtige Komponenten bei  herzhaften Gerichten  habe. Seht sie einfach als Alternative zur käuflich erworbenen (und oft geschmacklich mehr als gruseligen) Preiselbeersauce.

Kochen & Backen mit Kranichbeeren / Moosbeeren / Cranberrys

Und ich habe einfach einen Faible für die oft zu unrecht - weil sie beispielsweise in Müslis als Ersatzstoffe für die auf der Packung beworbenen "höherwertigeren" Früchte genommen werden -  oft als billig verschrieenen Früchte, die hierzulande eigentlich Moosbeeren oder Kranichbeeren heißen. Ich habe eigentlich immer eine Tüte getrockneter Cranberrys als Basic im Haus, die auch sehr gerne ins Backwerk wandern. Zum Beispiel bei meinen Dinkel-Cranberry-Cookies, meinen Kleinen Hafermonstern oder bei den Chocolate Cherry Brownies (die ich dringendst mal wieder backen müsste...).

Ab der Vorweihnachtszeit findet man frische Cranberrys seit über zehn Jahren auch immer  öfter bei uns in etwas höherpreisigen Supermärkten. Momentan ist noch Saison - und für die, die Geschmack an der säuerlichen Moosbeere finden, lohnt sich der Kauf. Denn da sie im Grunde wie Kompott oder Marmelade eingekocht werden, halten sie sich natürlich auch dementsprechend im Glas in der Vorratskammer oder geöffnet im Kühlschrank. Und das Rezept ist einfach herrlich simpel und lässt viel Spielraum für kulinarische Experimente je nach Tageslaune. So mag ichs. 🙂

Rezept für Cranberry Sauce

250 g Cranberrys
150 g Wasser
125 g Zucker
50g Portwein/Rotwein

Optional: Orangensaft statt Wasser, frisch geriebene Orangenschale, Zimt, Piment, Vanilleschote, Ingwer (frisch, getrocknet oder kandiert), frische Apfel- oder Birnenstückchen

Zubereitung

  • Wasser, Portwein und Zucker zusammen in einen kleinen Topf geben und erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  • Die abgespülten (und nochmal kurz nach schlechten Früchten durchsortieren) Cranberrys dazu geben.
  • Bei mittlerer Hitze 10 bis 20  Minuten kochen lassen, bis die Beeren alle geplatzt sind.
  • Ich mag es nicht ganz so stückig, deswegen lasse ich die Sauce ein wenig länger kochen, zerdrücke die Kranichbeeren noch ein wenig mit einer Gabel, damit sie mehr zerfallen. Wer es noch "smoother" mag, kann die Beeren auch durch die Flotte Lotte drehen oder pürieren. Die Sauce dickt nach dem Erkalten noch etwas an, da Cranberrys viel Pektin enthalten.
  • Die Cranberry Sauce wie frisch gekochte Marmelade noch heiß in ausgekochte Gläser füllen, verschließen und umgedreht auf ein feuchtes Tuch stellen. Für einen sofortigen Verbrauch oder einige Tage später ist das natürlich nicht notwenig.

 

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Statt Müsliriegel: Kleine Hafermonster

Darf ich vorstellen? Meine kleinen Hafermonster. Bis zu den Weihnachtsplätzchen ist es ja noch ein klitzekleines Weilchen hin, da passen diese Haferkekse perfekt in die entstandene herbstliche Keksversorgungslücke.

Selbstgebackene Haferkekse

Als ich im unwissenden und pubertären Drang versuchte knusprige Haferkekse herzustellen, produzierte ich meist im Grunde eines: gebackenen Haferschleim. Das war zwar.... essbar. Irgendwie. Aber nicht das, was ich eigentlich backen wollte. In den Anfängen des Internets (ja, so lange ist meine Pubertät her), stolperte ich irgendwann über ein simples Löffelrezept für Haferkekse und erfuhr das Geheimnis von guten und knusprigen Haferkeksen: Fett!

Das aus dem Netz abgeschriebene Rezept (Quellenangabe = nicht mehr rekonstruierbar) habe ich über die letzten rund 15 Jahre modifziert und nach und nach mit all den Dingen versehen, die ich gerne in meinen Keksen sehe (Moosbeeren, Schokolade, Mandeln, Kokos). Daher nenne ich sie auch meine kleinen Hafermonster, weil die kleinen Teilchen es doch schon ziemlich in sich haben.

(Sorry für die Qualität der Fotos - die habe ich vor über zwei Jahren, im Urlaub bei einer lieben Freundin, noch mit meiner alten Pocketkamera geschossen.)

Rezept für knusprige Haferkekse "Kleine Hafer-Monster"

275 g kernige Haferflocken (keine  Schmelzflocken)
150 g Kokosraspel
130 g Zucker
125 g Butter
100 g getrocknete Cranberrys (Kranichbeeren/Moosberen)
100 g gehobelte Mandeln
50 g Zartbitterschokolade
30 g Mehl
3 Eier (M)
1/4 TL Vanillepulver / Mark einer Vanilleschote
1 Tütchen Backpulver

Zubereitung
(für circa 2 Bleche)

  • Die Butter in einem großen Topf schmelzen und nebenbei die Cranberrys grob hacken.
  • Haferflocken, Kokosraspeln, gehobelte Mandeln und die gehackten Cranberrys miteinander vermischen und in der geschmolzenen Butter etwas anrösten. Die Haferflocken dürfen hier ruhig leicht anknuspern und sollen die Butter richtig aufnehmen. Hierdurch werden die Haferflocken später vor den feuchten Zutaten geschützt, so dass die Haferkekse nicht matschig werden.
  • Die Schokolade hacken und bei leichter Hitze unter die leicht angerösteten Zutaten für die Haferkekse mischen - die Schokolade soll hierbei richtig wegschmelzen. Den Topf vom Feuer nehmen und die gesamte Masse ein wenig abkühlen lassen.
  •  Vanille, Zucker, Mehl und Backpulver miteinander vermischen und unter die Haferflockenmasse rühren.
  • Die Eier dazu geben - darauf achten, dass der Haferkeksteig auch wirklich kühl genug ist, damit sie nicht direkt denaturieren - und gründlich einarbeiten. Der Teig für die Haferkekse sollte eine feste, klebrige Masse sein und kein flüssiger Teig.
  • Nun formt man mit den Händen walnussgroße Kugeln aus dem Haferteig und gibt sie - mit etwas Abstand - auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Vorausschauende Menschen stellen sich hierbei zusätzlich eine Schüssel mit kaltem Wasser dazu. Befeuchtet man zwischendurch seine Hände, klebt der Teig kaum auf der Haut.
  • Die kleinen Hafermonster im vorgeheizten Backofen bei 175-180° (Umluft) circa 10-15 Min. backen. Bitte aufpassen, zumindest bei meinem etwas speziellen Ofen verbrennen sich die Haferkekse leicht die Füßchen.

Hafermonster-Fazit

Was soll ich sagen? Ich backe die Teilchen nicht ohne Grund so gerne und habe Freunde, die bei den Hafercookies stellenweise Suchtverhalten an den Tag legen. Diese Haferkekse sind unheimlich lecker, kompakt, sättigend und nicht zu süß und eignen sich daher auch hervorragend als Ersatz für gekaufte Müsliriegel und sind kleine Mahlzeit und Nascherei in einem. Falls jemand wandert oder mit den Kindern unterwegs ist, ist das auch ne gute Alternative zu gekauften Produkten. Wer zu faul zum Rollen ist, der kann die Kekse auch einfach mit zwei Löffeln abstechen und aufs Blech geben. Sind dann halt mehr so keine Hafergebirge.

Ich schätze ja Rezepte, die leicht zugänglich und ebenso leicht variabel sind. Genau so ist es mit meinem herzallerliebsten Haferkeksrezept. Man kann sich hier ganz nach persönlichen Vorlieben oder dem Inhalt der Vorratskammer richten. Statt Cranberrys kann man jedes kleingeschnittene Trockenobst nutzen, das  man eben mag. Oder man tauscht die Mandeln gegen Haselnüsse aus. Ein Teelöffelchen Zimt oder andere Gewürze am Teig schaden sicherlich auch nicht.