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Halloween: Toxic Cupcakes (Gefüllte Schokoladencupcakes mit Cream Cheese Icing)

Ich bin ja nun nicht gerade die genialste Törtchen-Deko-Heldin unter dem Berliner Himmel... (eigentlich so gar nicht... )

Halloweenrezept Toxic Cupcakes - SchokoladenCupcakes, gefüllt mit grünem Schleim (Grundrezept Schokocupcakes mit Puddingfüllung und Frischkäsefrosting)Aber nachdem ich dieses hübsche und köstliche Halloweenrezept für Cucpcakes entwickelt, mehrfach testgebacken und meiner bekloppten Spritztülle das Cream-Cheese-Icing abgerungen hatte, rückte ich mein virtuelles Krönchen als Halloween-Queen zurecht und hatte quasi meinen Halloween-Kampfnamen gefunden. Darf ich damit meinen offiziellen Krönungsnamen vorstellen?
Bitte sehr: Toxic Cupcake, die I. (Nein, die bunten Bilder dazu im Kopf gehören euch ganz alleine... ;))

Schokoladencupcake mit Cream Cheese Frosting und PuddingfüllungLebensmittelfarbe - alles schön bunt!

Für diese wunderbaren Schokoladencupcakes mit einer Füllung aus eingefärbtem Orangenpudding - übrigens würde jede andere Füllung auch wunderbare funktionieren, zum Beispiel mit Kirschen - bin ich tief - sehr tief - in die Farbkiste gefallen und habe mir (dezent entnervt von früheren Käufen) die richtig bösen, intensiven Lebensmittelfarbtöpfchen von Wilton (6er Set Gelfarben im Regenbogenmix)* zugelegt. Jepp, das sind die mit den Azofarbstoffen, in diesem Falle glaube ich Azorubin. Es sollte also jeder selbst abwägen, ob er sowas einsetzen und vielleicht seinen Kindern servieren möchte. Allerdings kann hier, im Gegensatz zu anderen Produkten, mit denen ich bisher herumprobiert habe, sparsamst und tröpfchenweise dosiert werden. Ich war wirklich fasziniert wie farbintensiv, ergiebig und simpel die Farben anzuwenden waren. Ihr seht, die böse (Chemie-)Seite hat mich zu Halloween vollkommen in der Gewalt.

Halloweenrezept: Schokoladencupcakes, gefüllt mit toxisch-grünem Schleim #HalloweenRezept für gefüllte Schokoladencupcakes mit Frischkäse-Icing

Wer nicht zu den Farben greifen oder die Cupcakes schlicht außerhalb der Saison machen will, kann die Füllung natürlich variieren. Ich fülle den gebackenen Schokoladenteig hier mit einem relativ säuerlich-fruchtigen Pudding aus Orangensaft und gemahlener Vanille. Das passt beim Reinbeißen als toxischer Schleim hervorragend zu dem süßen Teig und dem süßen Icing. Eine Füllung aus eingelegten Kirschen - zu Pudding eingekocht - kann ich mir aber ebenso hervorragend vorstellen wie zum Beispiel einen simplen Vanillepudding. Und auch die Frischkäsecreme muss ja nicht eingefärbt sein, sondern kann natürlich bleiben. Oder man kann sie mit einem Teelöffelchen echtem Kakao auf eine unschädlichere Art einfärben..

Grundrezept Schokoladenmuffins / Schokoladencupcakes - gut, um später gefüllt zu werden.Ich habe mich zum ersten Mal an gefüllte Cupcakes herangetraut und war überrascht, wie relativ simpel diese herzustellen sind: Aufsäbeln, etwas aushöhlen, füllen, Deckel drauf, Schnittkante unter Cremezeug verstecken, auffuttern. 😉 Im Nachfolgenden findet ihr wie immer eine fotografische Step-by-Step-Anleitung begleitend zum Rezept für die mit grünem, toxischen Schleim gefüllten Schokoladencupcakes mit Frischkäse-Butter-Icing. Aber jetzt: Ran an die Rührschüssel!

Wie füllt man Cupcakes? / How to make filled Halloween-CupcakesHalloween-Rezept: Toxic Cupcakes
(12 Stück)

Teig:
250 g Mehl
175 g Zucker
50 g echter Kakao
1 1/2 TL Natron
1 Prise Salz
2 Eier (L)
200 g Saure Sahne
50 g Milch
100 g neutrales Öl

Füllung:
500 ml Orangensaft (100% Frucht)
30 g Stärke
30 g Zucker
1/8 TL gemahlene Vanille (alternativ: 1/2 ausgekratzte Vanilleschote)
Lebensmittelfarbe (Optional. Hier: Blau mit einem Hauch Grün)

Frosting:
300 g Frischkäse
100 g Butter (weich)
100 g Puderzucker
Lebensmittelfarbe (Optional. Hier: Frosting halbiert und je gefärbt mit Grün und Violett)
Zuckerperlen* zum Verzieren (optional)

Equipment: Zahnstocher (um die Farbe tropfenweise einzuarbeiten), 12er Muffinblech, Muffin-Papierhülsen*, Spritztülle*

Zubereitung

  • Für den Teig in einer Backschüssel alle trockenen Zutaten miteinander vermengen. In einer zweiten Schüssel alle feuchten Zutaten gründlich verrühren.
  • Nun die feuchte Mischung zu der trockenen geben und schnell und gründlich unterarbeiten. Das geht mit einem Löffel wunderbar schnell.
  • Das Muffinblech mit den Muffinhülsen bestücken und großzügig zu 2/3 mit dem Teig füllen.
  • Bei 175° (Umluft) für 20-25 Minuten backen. An die Stäbchenprobe denken. Vorsicht, dass der Kuchenteig nicht zu trocken wird. Die kleinen Kuchen abkühlen lassen.
  • Für den Pudding ein paar Esslöffel des O-Safts abnehmen und damit die Stärke anrühren.
  • Den restlichen Orangensaft zusammen mit der Vanille und dem Zucker (dieser muss sich lösen) aufkochen.
  • Den Saft vom Herd nehmen, die Stärke untermischen und dann nochmals für 2 Minuten bei geringer Temperatur und unter ständigem Rühren aufkochen lassen.
  • Den Orangenpudding abkühlen lassen und mit der Lebensmittelfarbe nach Gebrauchsanweisung (bei den verwendeten Gelfarben tröpfchenweise via Zahnstocher) zu einem toxisch-grün-leuchtenden Schleim einfärben. Dank dem gelben Orangensaft, habe ich hier zu Blau und einem Tupfer Grün zur Abrundung gegriffen.
  • Für das Frosting: Mit einer Küchenmaschine oder - wegen der geringen Menge - von Hand mit einem Schneebesen die weiche Butter aufschlagen und den Puderzucker einarbeiten.
  • Erst danach den Frischkäse untermischen. Die Frosting-Masse nach Wunsch aufteilen, mit Lebensmittelfarbe einfärben und in Spritzbeutel zur späteren Benutzung füllen.
  • Das Füllen & Verzieren der Cupcakes: Bei den abgekühlten Kuchen jeweils oben flach einen Deckel abschneiden, mit einem Teelöffel den Muffin etwas aushöhlen (nicht durchgehend bis zum Boden, Reste an hungrig lauernde Familienmitglieder und Freund verfüttern) und bis zum Rand der Öffnung mit dem Pudding füllen, das funktioniert mit einem Teelöffel prima. Deckel aufsetzen und das Icing mit einer Spritztülle auftragen. (Ihr könnt das sicher schöner als ich.)
  • Verschlossen in einer Dose im Kühlschrank halten sich die kleinen Schokoladenküchlein auch wunderbar bis zum nächsten Tag und könnten so entspannt am Vortag hergestellt werden, bevor man sie kleinen und großen Hexen, Zombies und Zauberwesen bei einer Halloweenparty zum Fraß vorwirft.

Edit: An dieser Stelle findet sich jetzt eine stets aktuelle Übersicht über all meine Halloween-Rezepte und Halloween-Bastelideen.

Banner-halUnd da mich Tanja von Rock & Owl lieberweise darauf aufmerksam gemacht hat, nehme ich mit meinen Toxic Cupcakes noch ganz schnell an ihrem coolen Halloween-Event teil. 😀 Spread the love.. äh.. the creep! 😉

 

 

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Rezept für Pumpkin Pie mit Walnüssen

Es herbstelt eindeutig und was bedeutet das? Genau: Halloween steht ins Haus.  Treue Leser wissen ja um meine Manie ..ähm... kleine, geradezu zurückhaltende Liebelei mit dieser weltliche Form von Samhain... 😉 Ich mag es halt einfach, mich hier spielerisch kochtechnisch auszutoben. In absehbarer Zeit gibt es deswegen dann auch nochmal eine aktualisierte Linkliste von mir. Auch in diesem Jahr sind noch einige Rezepte und Dekoideen hinzu gekommen, bzw. müssen noch in angemessener elektronischer Form aufbereitet werden.

Aber eines habe ich in all den Jahren mit Kürbissuppen, Hexenhüten, selbstgemachten Halloween-Süßigkeiten und Blutbowlen noch nie getan: einen Pumpkin Pie gebacken. Gestern war es dann endlich so weit. Inspiriert von einem Rezeptezettelchen, der schon vor längerer Zeit an einem erbeuteten Hokkaido flatterte, habe ich mich dann noch ein wenig im Netz umgetan, fand aber nirgendwo so ganz das Passende und warf dann letztendlich die Dinge in die magische Backschüssel, die traditionell angeblich hinein gehören oder mir richtig und lecker erschienen.

Rezept für Pumpkin Pie mit Walnüssen
[Kleiner Exkurs: Vielleicht mag mir an dieser Stelle mal einer erklären, warum auf amerikanischen Rezepteseiten - dem Mutterland des Pumpkin Pie - nur fertige Pie Crust und canned pumpkin verwendet wird? Ihbah.  Selbst auf einer BBC-Seite wurde Fertigteig verwendet. Die beste Freundin schlug telefonisch schon vor, den Kürbis doch mal kurz durch ne Blechdose zu ziehen, damit der authentische Geschmack gewährleistet wird. So schwer isses doch nicht Kürbis in einen Topf zu werfen und zu kochen?

Nachtrag: Ähem... nehme alles zurück, sage nie wieder all zu laut was über ekliges Dosenkürbismatschmus und gelobe brav zu sein. Selbst supersimplen Kürbis kann man nämlich nachhaltig versauen, wenn man ihn total tüddelig auf dem Herd vergisst und ihn im Topf bis zum Stadium der Holzkohle karamellisieren lässt... 😉 Der zweite Versuch Kürbspürree herzustellen (diesmal ohne Vergessen) hat dann aber so simpel geklappt wie vorgestellt. ]

Rezept für ultramagischen Pumpkin Pie

Für den Mürbeteig

250 g Mehl
125 g Butter
50 Zucker
1 kleines Ei
Prise Meersalz

Für die Füllung

400 g Hokkaido-Kürbis (gewaschen, gewürfelt gewogen)
100 ml Orangensaft
100 g brauner Zucker
100 g Walnüsse
2 Eier
2 gehäufte TL Speisestärke
1 TL Zimt
1/2 TL Vanillepulver
1 cm Ingwer
2 Körner Piment
1 Nelke
2 Msp Macis

Zubereitung Kürbiskuchen

  • Alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel miteinander verkneten, eine Kugel formen und abgedeckt für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.
  • Den Ingwer putzen, in sehr feine Streifen schneiden und zusammen mit den Kürbiswürfeln und dem Orangensaft in einen Topf geben.
  • Den Kürbis ca. 15 Minuten lang weich garen, währenddessen die Walnüsse fein bis grob hacken und zusammen mit allen anderen trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen.
  • Wenn der Kürbis weich genug ist, etwas abkühlen lassen,  fein pürieren, mit den trockenen Zutaten und den zwei Eiern (wenn die Kürbisfüllung schon kühl genug ist) vermengen.
  • Eine Tarteform (wahlweise auch Springform) buttern, darin den Mürbeteig ausrollen und einen Rand formen.
  • Kürbispürree einfüllen, glatt streichen und auf mittlerer Schiene bei 180° (Umluft) für ungefähr 30 Minuten backen. Der Pumpkin Pie ist fertig, wenn der Mürbeteig goldbraun und die Füllung gestockt ist.

 Kürbiskuchen für den Herbst

Pumkin-Pie-Fazit

Allspice aka Piment musste als traditionelles Gewürz mit hinein - ich war ja wirklich skeptisch, ich gestehs. Mit den Nelken war ich würztechnisch auch sehr geizig, dafür ist die Vanille vielleicht sogar ein wenig zu großzügig dosiert gewesen. Andererseits - gibt es wirklich ein Zuviel an Vanille?

Ich hatte Kürbis bis dato noch niemals in einer süßen Variante gegessen, nur immer fruchtig-herzhaft. Schon als ich das Pürree zusammen mit den Gewürzen anrührte und davon naschte war ich bezaubert. Ich wage sogar zu behaupten, dass die ungebackene Füllung noch einen Tick besser schmeckte. Der Kürbiskuchen überzeugte mich aber insgesamt absolut. Ich habe keine Ahnung, ob ein Pumpkin Pie so schmecken soll wie in meiner Variante oder nicht, ich bin jedenfalls hin und weg von dem leckeren Teilchen, das es sicherlich nicht zum letzten Mal gab. Da sich alle Zutaten (Teig und pürierter Kürbis) gut einen Tag vorher vorbereiten lassen, nehme ich den Pumpkin Pie hiermit offiziell in meine mentale Rezeptliste für das jährliche Halloween-Buffet auf.

Frisch gebackener Kürbiskuchen / Pumpkin Pie