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Halloween-Rezept: Essbare Spinnweben

Eine Halloweensüßigkeit, die essbar ist und auch gleichzeitig dekorativ aussieht? Dass das geht habe ich ja schon in zahlreichen Rezepten bewiesen. Hier kommen jetzt sogar nur zwei Grundzutaten  zum Einsatz: Schokolade und Salzstangen!

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ihr habt doch nicht etwa gedacht, dass ich kein neues Rezept zu Halloween habe? Zugegeben - in den letzten Jahren komme ich nicht mehr dazu so viel auszuprobieren - aber ich muss meine vor Jahren verliehen bekommene Krone als Halloween-Queen ja dennoch etwas verteidigen. 😉

Gruselessen für Halloween: Spinnweben zum Wegknabbern

Die grundlegende Idee für diese "Pretzel Spider Web"-Teilchen habe ich mir mal wieder im Mutterland des Halloween auf US-amerikanischen Blogs abgeguckt. Die Grundstoffe mit denen da gearbeitet wird sind nur ein wenig anders als bei uns. Und ja, die Kombination aus salzig/süß schmeckt tatsächlich.
Die essbaren Spinnweben kann man schön variieren. Ich zeige euch hier eine Grundanleitung und ihr könnt gucken, wie ihr sie adaptiert - vielleicht durch dunkle Schokolade statt spinnwebweißer oder durch Gummiwürmer und Gummispinnen, die ihr in die noch weiche Schokolade drückt. Ich verziere meine Spinnweben nach dem Anziehen der weißen Schokolade mit einer kleinen Zartbitterschokoladenspinne. Aber ich habe da auch schon Versionen aus Gummidropsen (für den Körper) und schwarze Lakritzschnüren (für die Beine - in Rot oder Giftgrün kann ich mir das auch hervorragend vorstellen!) gesehen. Zusätzlich können die Spinnweben auch noch noch mit bunten Zuckerstreuseln verziert werden.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ein weiterer Pluspunkt für dieses Gruselessen ist, dass die Spinnweben gut ein paar Tage im Voraus zubereitet und dann trocken und flach verwahrt, und mit je einer Schicht Küchenpapier dazwischen, in einer Dose bis zu ihrem Einsatz schlafen können. Aber Vorsicht! Die Schokolade zwischen den Salzstangen ist fragil und bricht natürlich leicht. Dem könnt ihr entgehen, indem ihr dickere/mehr Spinnennetzschichten weißer Schokolade auftragt. Und auch indem ihr kleinere Spinnennetze macht. Also statt aus 1/2 Salzstange pro Spinnennetzspeiche nur 1/4 Salzstange. Das ergibt kleinere, stabilere Netze und ist für Kinder auch nicht so eine riesige Portion, wie die großen Salzstangenspinnennetze. Ich überlege, ob ich die kleinere Version so für die Halloween-Feier im Kindergarten mache. Die müssten den Transport im Fahrrad bei guter Polsterung hoffentlich überleben.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ein kleiner Hinweis: Es kann sein, dass die Schokolade an der Oberfläche etwas weißliche Wölkchen bildet. Sie ist dann nicht schlecht und schmeckt noch genau so, zeigt nur, dass sie eventuell nicht richtig beim Schmelzen temperiert wurde, so dass sich die Kristalle zeigen. Googelt einfach nach dem richtigen Temperieren von Schokolade, wenn euch das optisch sehr stört. (Oder verbucht es als Halloween-Effekt. Oder kippt einfach Zuckerstreusel drüber. ;))

 

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

 

Rezepte & selbstgemachte Deko für Halloween

Ich erwähnte ja eingangs schon - Halloween liegt mir persönlich am Herzen und ich habe im Laufe der Jahre einiges dazu zusammengetragen. Hier findet ihr eine Übersichtsseite mit all meinen Halloween-Rezepten und -Bastelanleitungen - unter anderem mit so tollen Tutorials für Blutkerzen (super simpel zu machen) oder einen Hexenkessel aus Pappmaché (schon recht aufwändig) und Rezepten wie Toxic Cupcakes, Friedhofspudding oder süße Knochen aus Baiser. Und auch andere Leute machen sehr nette Sachen: bei Katha von Katha kocht! findet ihr auch viele schaurig köstliche Rezepte - zum Beispiel giftgrünen Gin Tonic als Halloween-Cocktail. Und hier geht es entlang zu zahlreichen coolen weiteren Halloween-Bastelanleitungen. Ich nehme mir jedes Jahr vor, solche gruseligen Glas- und Flaschenetiketten endlich selbst zu designen (und schaffe es dann doch nicht.. ) und die Halloween-Buchcover zum Ausdrucken, die einen Stino-Bücherstapel schnell in perfekte Deko für die heimische Halloween-Party verwandeln, sind ebenfalls sehr nice.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Rezept für essbare Spinnweben

(für circa 10-14 große Spinnweben aus Salzstangen)

Salzstangen
200 g weiße Kuvertüre oder Schokolade
50 g Zartbitterkuvertüre oder Schokolade
Optional: Zuckerperlen, Gummidrops, Gummispinnen oder Lakritzschnüre

Equipment: Backpapier, scharfes Messer, Gefrierbeutel, Schere

Zubereitung

  • Die weiße Schokolade vorsichtig schmelzen. (Ich gebe schmelze dazu 2/3 in kleinen Intervallen in der Mikrowelle und gebe danach den Rest zum langsamen Schmelzen hinzu.)
  • Die weiße Schokolade in einen Zipfel eines Gefrierbeutels füllen (ich nehme dafür immer ein Glas zu Hilfe - wie auf den Fotos zu sehen) und zudrehen.
  • 10-12 Salzstangen flach auf einem Holzbrettchen hinlegen, mit einer Hand flach festhalten und mit einem scharfen Messer (hier hat ein scharfes Messerchen mit Sägeschliff bei mir am besten funktioniert) in der Länge halbieren (große Spinnweben) oder sogar vierteln (kleine Spinnweben). Vorsicht! Die Salzstangen springen beim Zerteilen gerne etwas vom Brett.
  • Mit einer Schere ein kleines Stück der Spitze des zum  Spritzbeutel umfunktionieren Gefrierbeutels abschneiden. Einen großen Klecks weiße Schokolade auf das Backpapier spritzen.
  • Nacheinander die Salzstangen als Speichen des Netzes in die Schokolade drücken. Das ist quasi das Fundament  für das Netz. Wenn ihr die Salzstangen nur halbier habt, achtet drauf, dass die Schnittkante in der Schokolade liegt, das sieht dann hübscher aus.
  • Wenn alle Spinnennetzspeichen platziert sind, gibt es noch einen großen Klecks weiße Schokolade auf den Mittelpunkt, damit sie verdeckt sind und stabilen Halt haben.
  • Jetzt "malt" ihr mit der Schokolade das Spinnennetz, indem ihr mit dem Spritzbeutel vom Mittelpunkt ausgehend eine Spirale bis zum Ende der Salzstangen zieht. Je weniger Schoki ihr hier verwendet, desto fragiler die Netze. Ihr könnt also ruhig mehr weiße Schokolade benutzen und mehrfach drüber gehen.
  • Wenn ihr Zuckerperlen verwenden wollt, dann könnt ihr jetzt, so lange die Schokolade noch flüssig ist, vorsichtig welche darüber streuen.

Tipp: Falls ihr aus Versehen Schokolade verwischt, repariert den Bereich mit neuer Schokolade und kippt Zuckerperlen drüber, so sieht den Fehler nachher niemand mehr. (Für euch getestet! 😉 )

  • Die weiße Schokolade in Ruhe anziehen lassen, währenddessen die dunkle Schokolade schmelzen und ebenfalls wie oben beschrieben in einen Gefrierbeutel füllen.
  • Mit der Zartbitterschokolade nun kleine Spinnen (Achtung, die Viecher haben 8 Beinchen, nicht nur 6!) auf den erhärteten Mittelpunkt aus weißer Schokolade spritzen. Wer sich das nicht zutraut: Alternativ kann man die Spinne mit einem in die Schokolade getauchten Schaschlikspieß oder Zahnstocher aufmalen. Oder man kauft Gummispinnen und befestigt diese mit einem Klecks Schokolade auf der Unterseite.
  • Fertig. Die Schokolade gut aushärten lassen und danach vorsichtig vom Backpapier lösen.

Tipp: Falls noch Schokolade übrig sein sollte, könnt ihr auch noch ein paar kleine Salzbrezeln damit verzieren. Geht ganz fix und sieht toll aus.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Kuchenbällchen: Rezept für Cake Pops – kindergartentauglich!

Pop Cakes. Cake Pops. Cakes Balls. Kuchendingsies. Leckere Teilchen. Poffertjes. (Nein, das definitiv nicht.) Waffeln! - alles schon gehört, wenn ich mit diesen runden, kleinen Kuchenbällchen anrücke und die kleinen Teigbälle - Stück für Stück - in den Mündern der Anwesenden verschwinden. Sie sind aber auch verdammt lecker, diese .. diese... Dingsies!

Cake Pops - Kuchenbällchen aus dem Waffeleisen

Im Gegensatz zu den bekannteren Cake Balls (hier lang geht es zu einem Rezept von mir für Cake Balls auf Fiberspace.de), die aus zerbröseltem, schon gebackenem Kuchenteig und Frischkäse gefertigt werden und mehr wie köstliche, schokoladenüberzogene Kuchenknetmasse schmecken (das meine ich wirklich als Kompliment!), werden diese Kuchenstückchen in einer Art Waffeleisen gebacken. Der Gedanke an Waffelbällchen ist also gar nicht mal soo weit weg, auch wenn der Teig elastischer ist und deutlich weniger Fett enthält als klassische Waffelrezepte - ich verwende nämlich einen abgewandelten Muffinteig, der sich recht schnell und simpel von Hand zusammenrühren und natürlich auch sehr gut abwandeln lässt.

Und wer sich jetzt aufregt, weil ich für mein Kind mit Haushaltzucker backe - das Ganze funktioniert bestimmt auch mit kleingematschten Bananen, Fruchtzucker, Agavendicksaft, Kokosblütentrallala oder was es der neueste heiße Scheiß als Zuckeralternative ist. (Ich erspare euch an dieser Stelle einen Rant zum Thema (angeblich) zuckerfreie Rezepte für Kinder und atme mit einem leicht irren Lächeln tief durch.) Durch die Beschichtung löst sich der Teig jedenfalls hervorragend. Ich habe darin auch schon glutenfreie, vegane Cake Balls aus einem Buchweizenteig gebacken. Und ja, gesüßt mit Apfelmus.  Ging super. 😉

Cake Balls für Halloween

Cake Balls: Kindergartentauglich, da perfekt für Kinderhände

Das Gerät hatte ich vor Urzeiten mal von einer lieben Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen, etwas misstrauisch beäugt, ein paar Mal ausprobiert und dann in den Schrank gepackt.  Erst jetzt, mit einem kleinen hungrigen Kind an meiner Seite, lerne ich dieses Geschenk richtig zu schätzen. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Kuchenportionen, die genau in eine kleine Kinderhand passen
  • Das Kind kann selbstständig essen, ohne das Erwachsene da immer zwischenfunken und rumfummeln
  • Kein massives Rumgekrümel und Rumgematsche durch abfallenden Kuchenteig (Ich sag nur: Manche Kekse, ey. Sobald die mit Kindersabber in Berührung kommen, verwandeln sie sich eine Schleimspur, die später betonhart in sämtlichem Material eintrocknet, in das sie liebevoll einmassiert wurden. Bäh.)
  • Keine geschmolzene Schokolade, die mit kleinen klebrigen Kinderpfötchen auf dem neuen Sofa verteilt wird
  • Kindergartenerprobt. Mehrfach mitgehabt und auch erwachsene Menschen mit den Cake Pops erfreut
  • Schmecken pur halt superlecker
  • Grundrezept, das nach Bedarf aufgepimpt werden kann (Orangenschale/Kakao/Schokostücke/Fruchtkomponenten/Zimt/Wasauchimmerihrgerneesst im Teig)
  • Können auch noch mit einem Stiel versehen und mit Schokolade oder Zuckerguss überzogen und verziert werden und sind so wunderbar für Hochzeiten, Partys oder den Kindergeburtstag.

Kontra: Öhm.. gibt's da welche? Ahja.. ist halt keine Buttercremetorte. Aber man könnte.. - also wenn ich jetzt so darüber nachdenke... Mit genug Buttercreme und etwas architektonischem Verständnis kann man hieraus bestimmt auch eine geile Torte bauen. 😉

Rezept für Cake Pops [Grundrezept]

300 g Mehl
175 g Zucker
2,5 TL Backpulver
1/8 TL gemahlene Vanilleschote (alternativ: ausgekratztes Mark einer Schote)
150 g Joghurt
100 g Milch
65 g Sonnenblumenöl
3 Eier (M)

Tipp: Da ich letztens wirklich sehr kleine M-Eier hatte: Falls der Teig zu fest ist, einfach einen Schluck Milch mehr dazu geben.

Equipment: Pop-Cake-Maker*, Spritztülle (oder Gefrierbeutel), Schere
Optional: Cake-Pop-Stiele*, Puderzucker, Zitronensaft, Lebensmittelfarben* oder Schokolade oder Candymelts*, Zuckerperlen, Cake-Pop-Ständer*

Zubereitung

  • In einer Backschale alle trockenen Zutaten miteinander vermengen.
  • Alle feuchten Zutaten verquirlen.
  • Nun mit einem großen Löffel die Eiermischung mit der Mehlmischunge verrühren. Das geht von Hand recht fix.
  • Das Cake Pop-Eisen anschalten.
  • Einen Gefrierbeutel mit einer geschlossenen Spitze nach unten in ein großes Glas geben. Den Beutel über den Glasrand krempeln und mit etwas Teig befüllen.
  • Verschließen (einfach zudrehen, oder mit einem Clip), die gefüllte Spitze des Gefrierbeutels mit einer Schere vorsichtig abschneiden (nicht zu groß werden dabei) und dann die Mulden des Cake Pop-Automaten rasch nach einander mit Teig befüllen. Der Teig sollte dabei fast ganz bis zum Rand reichen, damit die Kuchenbällchen wirklich richtig rund werden. Fülle ich die Backmulden komplett, quilt bei mir beim Backen zu viel Teig raus. Ich habe euch da mal ein kleines Video zu gemacht:
  • Gerät verschließen und die Kuchenbällchen gemäß der Anleitung eures Gerätes ausbacken.
  • Wenn die Bällchen goldbraun sind, können sie entnommen werden. Ich nehmen dazu eine spitze Gabel, halte die Schüssel an das Gerät und bugsiere sie ganz leicht mit einer Mischung aus zupfen und rollen dort hinein.
    (Auch dazu habe ich euch ein cineastischer Vollkommenheit ein Video gedreht. In den Nebenrollen: Hungriges Kind und hungriger Mann:)

Tipp: Zur Sicherheit, dass wirklich alles durchgebacken ist und der Teig nicht mehr im Kern der Bällchen flüssig ist, breche ich pro Lage einen Cake Ball auf. Die müssen dann selbstverständlich sofort gegessen werden. Kann man ja so nicht liegen lassen.. 😉

Sweet Table für die Halloween-Party: Cake Balls

Cake Pops für Halloween & Kindergeburtstage

Eigentlich ist die Überschrift etwas irreführend, denn die Cake Balls schmecken ja nicht nur Kindern gut, sondern haben auch für Erwachsene suchtförderndes Potential. Und wer gerne und gut Kuchen dekoriert weiß, dass es mehr als nur Halloween und Kinderpartys gibt. Obwohl auch Erwachsene gerne mal eine Piratenparty schmeißen. Mit Cake Pop-Stielen versehen und durch Zuckerguss, Candy Melts oder Schokolade gezogen, kann man sich hier mit bunten Streuseln und anderen Dekogeschichten richtig austoben - von spooky bis elegant und stilvoll. Ich habe inzwischen schon einige Bilder von Hochzeiten gesehen, wo es auf dem Sweet Table dann äußerst schnieke Cake Pops gab. Und da ich euch ja jedes Jahr ein Halloween-Rezept schulde, ist das hiermit dann auch erledigt. die Fotos sind im Artikel ja nicht zu übersehen. 😉 Mit richtig dick angerührtem Zuckerguss und den oben verlinkten Lebensmittelfarben habe ich diese Cake-Pop-Kürbisse hergestellt. Die stehen so auch alleine, so dass ich den Ständer dafür immer noch jungfräulich im Schrank stehen habe.

Sweet Table für die Halloween-Party: Cake Balls

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Selbstgemachte Halloweensüßigkeit: Zuckersüße Baiserknochen

Mein Halloween-Faible tobt sich gerade gedanklich weiter aus. Nach der Räucherforellenmousse in Form eines Zombiegehirns gibt's jetzt noch was Süßes zum (Ab)Knabbern.

Baiserknochen: selbstgemachte Halloweensüßigkeit

Und wie so oft frage ich mich, warum ich nicht schon in früheren Jahren auf die Idee gekommen bin, übriggebliebenes Eiweiß (ich friere das ja immer in einem Glas ein) relativ simpel in etwas Zuckriges fürs Gruselbuffet zu transformieren. Ich glaube auf einem Halloween-Sweet Table von Martha Stewart ist mir die Idee zum ersten Mal über den Weg gelaufen.

selbstgemachte Süßigkeit für Halloween: Essbare GruselknochenGruselfood fürs Dessertbuffet zu Halloween oder Kindergeburtstag: gebackene Knochen aus Baiser

Gruselknochen für's Halloweenbuffet

Die Knochen aus Baisermasse lassen sich wirklich erstaunlich simpel herstellen. Ich bin wahrlich keine Tortendeko-Queen oder große Könnerin mit der Spritztülle, aber spätestens nach dem zweiten etwas unvolllkommen aufs Blech gespritzten Baiserknochen hat frau den Dreh raus und Spaß an der Sache.  Vielleicht könnte man das auch zusammen mit älteren Kids machen.

Die federleichten Baiserknochen werden dann im Ofen mehr getrocknet als gebacken und lassen sich gut einige Tage im Voraus vor einer Halloweenparty herstellen, so dass man an dem Tag keinen großen Stress hat. Als essbare Tischdeko oder Highlight auf dem Desserbuffet (man könnte damit vielleicht in Schokoladenbrunnen oder ins Schokoladenfondue dippen) sind die Knochen aber auch passend für andere Mottopartys und Kindergeburtstage - von Piraten bis hin zu Hexen oder Monstern. Apropos Halloweendeko - Ich hätte da noch ganz frisch zwei DIY-Tutorials zu dem Thema im Ärmel: Zum einen das für selbstgemachte Blutkerzen (ich find die Dinger so cool, ich erwische mich jedes Mal mental bei nem leicht grenzdebilen Grinsen, wenn ich die bei mir stehen sehe) und eines für mit Glas-/Porzellanfarben bemalte Halloween-Kelche.

Baiser auf dem Blech - vor dem Backen

Mit diesem Rezept kann man natürlich nicht nur Baiserknochen für Halloween zaubern, sondern auch alle möglichen anderen Formen. Zum Beispiel kleine Baisernester, die man kurz vor dem Servieren mit einer Creme füllt. Die aufs Blech gespritzten Baisers verändern ihre Größe und Form während des Backens (eher Trockenvorgangs) kaum, sollen weiß bleiben und lassen sich gut in Dosen lagern. Die Konsistenz ist allerdings nicht so steinhart, wie die bei gekochter Baisermasse vom Konditor und man muss bei der Lagerung darauf achten, dass sie keine Feuchtigkeit ziehen können.

Wie bäckt man essbare Knochen für Halloween oder eine Piratenparty

Halloweenrezept für Baiserknochen

4 Eiweiß (M)
200 g Zucker
2-3 TL Zitronensaft

Zubereitung

  • Eiweiß mit dem Zitronensaft mischen und auf hoher Stufe in der Küchenmaschine oder mit einem Handmixer sehr steif aufschlagen.

Vorsicht: Eiweiß kann auch überschlagen werden.

  • Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen. Die Baisermasse sollte relativ fester Schaum sein, glänzen und Spitzen ziehen, wenn man einen Löffel eintaucht und wieder raus zieht.
  • Die Baisermasse einen Gefrierbeutel füllen. Dafür am besten den Beutel mit einer geschlossenen Ecke in einen Becher stecken, düberstehendes Material nach außen umklappen, Masse einfüllen, Luft vorsichtig rausdrücken, so dass man eine Art dreieckige Tüte hat. (Ich hoffe die Beschreibung ist einigermaßen verständlich. Auf den Bildern ist das Endergebnis zu sehen.)
  • Das offene Ende zudrehen und mit einem Gefrierclip sicher verschließen.
  • Die untere Ecke vorsichtig mit einer Schere anschneiden, so dass man die Masse wie bei einem Spritzbeutel herausdrücken kann. Nicht direkt zu viel abschneiden. Mehr geht nachher immer.
  • Auf ein mit Backpapier bezogenes Blech kleine Knochen spritzen. Das geht auch mit ungeübten Händen ganz gut und nach ein paar Stückchen hat man den Trick raus: Zwei Knubbel nebeneinander, daran ein längeres Stück für den Knochen und dann wieder zwei dicke Knubbel. Herausragende Spitzen und Unebenheiten habe ich nachträglich noch mit dem Stiel eines Teelöffels etwas geglättet.
  • Ich habe in meinem Ofen direkt beide Bleche  gebacken (die Baisermasse kann nicht unendlich ungebacken rumliegen). Ein Blech im oberen Drittel, eines im unteren. Im vorgeheizten Backofen (Umluft) bei 100°, mit einem schmalen Holzlöffel in der Öffnung, damit die Feuchtigkeit abziehen kann, für mindestens  1  3/4 Stunden backen/trocknen. Im offenen Backofen auskühlen lassen und trocken in fest schließenden Dosen lagern.

Schokoladige Monster & Krabbeltiere: Creepy Crawlers für Halloween

In drei Tagen ist offiziell Halloween. Unsere alljährliche Halloweenparty - das diesjährige Motto war ja dank dem Geburtstag des Liebsten "42" und es bestand Handtuchpflicht - mit vielen guten Freunden, Gesprächen, diversen Lachkrämpfen, meiner irdischen Lightversion des Pangalaktischen Donnergurglers und natürlich dem traditionellen Schrottpokern ist am Samstag schon gelaufen. Es war wie immer ein tolles Fest und wir sind erst so gegen sechs Uhr ins Bettchen gekippt. Für Kurzentschlossene und Leute die superpünktlich zum Fest feiern, gibt es jetzt noch eine schnelle Anleitung für essbare und niedliche Halloween-Deko aus Schokolade. Der Gatte hat sie in einem Anfall von verbaler Kreativität "Creepy Crawlers" getauft.

Neben den reichhaltigen Köstlichkeiten des Buffets (unter anderem Trifle, Puddinggehirn, Kürbis-Orangen-Kompott, gebackener Ogerkopf, blauer Kartoffelsalat, Kürbissuppe, Macarons mit Schokoladen- und Kürbis-Ganache) gab es dieses Jahr wieder Torfmullkuchen nach meinem Familienrezept - verziert mit schnell zu machender Krabbeltierdeko aus Schokolade. Letztes Jahr gab es die Chocolate Cherry Brownies mit Schokokussgespenstern und kleinen Grabsteinen. Die Anleitung wollte ich eigentlich schon längst verbloggt haben, leider sind die Fotos hierzu auf dem Rechner verschollen, deswegen wurde das bisher nichts.

Halloweenrezept für Schokoladengetier / Creepy Crawlers

100 g Zartbitterkuvertüre
Bunte Zuckerperlen* oder Reisperlen für die Augen
Gefrierbeutel
Backpapier
Schere
Schaschlikspieß
Pinzette

Zubereitung

  • Die Schokolade im Wasserbad oder vorsichtig in einem Schälchen in der Mikrowelle schmelzen.
  • Den Gefrierbeutel größtenteils umkrempeln, so dass man quasi eine Ecke des Beutels als Spritztüte für die Schokolade benutzen kann.
  • Mit einem Löffel die Schokolade einfüllen, den Beutel zudrehen und zuknoten.
  • Backpapier auf ein kleines Tablett oder ein Brettchen legen und bei der Spritztüte vorsichtig ein kleine Loch in die Spitze schneiden.
  • Mit sanftem Druck die Schokoladentierchen malen. Das können kleine Spinnen, Tausendfüßler, Käfer, Schokoladenmonster oder andere Fantasietierchen sein.
  • Die Augen in die noch weiche Schokolade setzen. Ich finde das geht am besten mit einer Pinzette, funktioniert natürlich aber auch mit den bloßen Fingern.
  • Den Schaschlikspieß mit dem spitzen Ende in etwas Schokolade tauchen und jedem Auge mit einem kleinen Tupfer eine Pupille verpassen.
  • Das Tablett mit den Schokotierchen für eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben, so dass sie aushärten können, und dann - rasch, bevor sie bei zu warmer Raumtemperatur wieder weich werden können - ablösen und auf die gewählte Süßspeise setzen.

Halloween-Schokomonster-Fazit

Die Idee für die Creepy Crawlers ist mir bei "Cute food for kids" über den Weg gelaufen. Die Schokoladenmonster bevölkerten zu Halloween bei mir ein ganzes Blech bepuderzuckerten Schokoladenkuchen. Die kleinen Critter haben einen ziemlich hohen Niedlichkeitsfaktor und kamen ziemlich gut an. Ein weiterer Vorteil: Sie sind mit einer Prise Kreativität wirklich relativ simpel selber zu machen und sehen natürlich nicht nur auf Schokoladenkuchen, sondern auch auf Torten, Pudding, Brotbelag oder einfach als essbare Deko zwischen den einzelnen Gerichten auf dem Halloween-Buffet ziemlich cool aus. Wer es mag, kann hier natürlich auch mit weißer Schokolade arbeiten.

Und hier noch ein paar bildliche Eindrücke von der Halloweenfeier. Ich liebe diese Puddingform* einfach, einer der besten Halloween-Käufe, den ich je getätigt habe. 🙂

Den Ogerkopf habe ich in Reminiszenz an Douglas Adams und wegen dem von mir kunstvoll herausmodellierten deprimierten Blick diesmal übrigens Marvin getauft.

Beibt mir nur noch zu sagen: Happy Halloween! 🙂

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