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Entenbraten mit Honigglasur und Aprikosen-Mandel-Chili-Füllung

Die syrische Lieblingsnachbarin weilt ja derzeit (angesichts der derzeitigen Stimmung begleitet von unser aller guten Gedanken und Wünsche) in Syrien bei ihrer Familie. Da sie dieses Jahr zu Weihnachten nicht da ist, hatten wir im November statt Martinsgansessen dann ein herrliches Entenbratenabschiedsfressen. Obwohl nur beim Discounter erstanden, war die Ente wirklich genial. Zur Vorbereitung des Entenbratens (auftauen, Kiele entfernen usw.), Garzeit, dem Kochen der Sauce und den Beilagen (wir haben es da ganz klassisch gehalten) verweise ich einfach auf ein schon älteres simples Grundrezept für Entenbraten und selbstgemachten Apfelrotkohl von mir.  Das kochtechnische Grundgerüst ist gleich, hier findet sich lediglich eine andere Füllung und Glasur.

Entenbraten mit Honig-Zimt-Glasur

Füllung für den Entenbraten

100 g Kastenweißbrot (gewürfelt)
100 ml Sahne
100 g getrocknete Aprikosen (in schmale Streifen geschnitten)
50 g Mandelstifte
1 Ei
2 TL frische grobe Petersilie (gehackt)
1  1/2 TL Kräutersalz
1/2 TL Beifuß
1/2 TL Ceylon-Zimt
Chili & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach persönlicher Präferenz

Zubereitung der Füllung

  • Mandeln, Weißbrot und Aprikosen in eine Schüssel geben und vermischen.
  • Gewürze, Ei und Sahne verquirlen und unter die trockenen Zutaten heben.
  • Kurz Brot, Mandeln und Aprikosen die Flüssigkeit aufnehmen lassen und dann die vorbereitete Ente damit füllen.
  • Ente verschließen, Flügel unterschieben und die Beine mit Küchengarn dressieren.

Honigglasur

Kaltes Wasser
1-2 EL Honig
Salz
Ceylon-Zimt

Wirklich supersimpel: Statt mit reinem Salzwasser, den Entenbraten 15 Minuten vor Ende der Garzeit mit dem Honigwasser bestreichen und die Temperatur (Grill) hoch drehen.

Entenbraten-Fazit

Geil. Entenbraten war noch nie so lecker. Die fruchtige Füllung und die sanfte Honigglasur waren quasi experimentell - schön, dass beides geklappt hat.  Passt bestimmt auch zum Festtagsbraten. Für die Skeptiker: Keine Bange, der Zimt treibt sich brav im Hintergrund herum und ist nicht zu dominant (ein Hauch Vanille würde sich bestimmt auch wunderbar machen...). Die Honigglasur hat der Ente eine superknusprige Haut mit genialem Geschmack beschert. Hier ist die Gefahr, dass die Glasur wegen dem Zuckergehalt schnell verbrennt natürlich größer, deswegen nach dem Glasieren unbedingt ein Auge darauf behalten.

Übrigens: Ich gehöre bekennend nicht zu den Bürzelheraus- und Flügelabschneidern, wenn ich auch immer versuche die Bürzeldrüse weitgehend auszudrücken. Ich esse das Ding zwar nicht, aber irgendjemand am Tisch ist immer ganz wild auf den Geflügerhintern. Und im Gegensatz zum urdeutschen Gatten ("Ihhhh... Knochen!") gehöre ich außerdem zur Spezies der genießerischen Knochen-Abknabberer. (Hey... ich kann mich immerhin mit meinem kurdischen Erbgut rausreden... und irgendwie muss das arme Vieh, das da verspeist wird auch geehrt werden. ;-))

Pünktlich zum 11.11. – Post aus dem Rheinland

- Oder auch: auf Mama ist Verlass. 🙂

Kaum lästert man fröhlich bei Twitter über den rheinischen Karneval und all den Unbill der damit einher geht (Möhnen, die fröhlich schunkelnd, wild Bütze verteilend, versehen mit verschmierter Schminke und diversen Alkoholika harpyiengleich Rathäuser entern und kreischend Phallussymbole in Form von hässlichen Krawatten zu Fall bringen.... - Ja los. Steinigt mich. Und ich mag auch keine Funkemariechen und Tätätätä - schon als Kind nicht. Und um voraus zu greifen: Nein, das war nicht der heimliche Neid des kleinen pummeligen Mädchens auf die irre grinsenden Blondinen in den kurzen Röckchen. Ich finde die unheimlich. Genauso wie Clowns. Oder Cheerleader.), schon bekommt man Post.

Und auch wenn ich den heidnischen & kulturellen Ursprung des Karnevals/Faschings durchaus kenne, schätze und als sinnvoll erachte (irgendwo tief in mir drin ist ja angeblich eine Traditionalistin vergraben..), dass da sind leider keine in einen Briefumschlag gequetschten Funkemariechen oder gebackenen Karnevalsorden, sondern leckere Weckmänner oder auch Stutenkerle. Einen für mich, den Gatten und die syrische Lieblingsnachbarin.

Der 11.11. - Martinstag

Denn grundsätzlich ist der 11.11. für mich in den letzten Jahren eher mit dem Martinstag verbunden. In Berlin ist er glaube ich weniger bekannt. Im Ruhrpott wurden von den Schulen Laternenumzüge organisiert, zu denen jedes Kind einen Weckmann bekam und an deren Ende immer ein armer Feuerwehrmann in römischem Pseudo-Rüstzeug auf seinem Gaul um ein beaufsichtigtes Feuer herum gallopierte, mit seinem Schwert den Reißverschluss in seinem roten Mantel aufteilte und eine Hälfte davon dem fröstelnden Bettler aka Jesus schenkte. Jedenfalls immer sehr eindrucksvoll. Und danach zog man mit dem Rest der Kinderschar plündernd, nach Bonbons schreiend und Martinslieder singend durch die Nachbarschaft. Wie bei meinem geliebten Halloween also. 😉

Obwohl es ein katholischer Heiliger ist, findet das Ganze als Brauchtum (zumindest in meiner Erinnerung in Duisburg) irgendwie immer überkonfessionell statt. Wer möchte den kleinen evangelischen, muslimischen oder sonstwie konfessionellen Kindern schon mitteilen, dass sie keine Süßigkeiten einsammeln dürfen, obwohl sie brav in der Schule Laternen gebastelt und die richtigen Lieder gelernt haben.

St. Martin, Martinsgans & Weckmann

Und was hat Hefegebäck nun mit St. Martin zu tun? Als traditionelles Martinsessen gibt es ja eigentlich einen Gänsebraten als Martinsgans. Weil die Gänse ja den heiligen Martin verraten haben sollen, als der sich vor der Bevölkerung, die ihn zum Bischof ernennen wollte, versteckte. Aufessen als Strafe quasi. 😉
Aber so ne Gans ist ja irgendwie recht unhandlich... konnte sich auch nicht jeder leisten und Gebildbrote wurden früher traditionell zu bestimmten Feiertagen gebacken. Ein weiteres Überbleibstel davon sind zum Beispiel Osterbrot in verschiedenen Formen oder ganz simpel: der Christstollen. Der Weckmann oder Stutenkerl soll im Übrigen St. Martin darstellen. Die eingebackenen Gipspfeifen, die das Backwerk innig umklammert hält, deuten übrigens nicht auf frühchristlichen Tabakkonsum hin, sondern stehen sinnbildlich für den Bischofsstab. (Liebe Kinder lest jetzt mal weg und nicht nachmachen: Für alle die sich fragen, ob die Gipspfeifen wirklich durchstochen und nutzbar sind: ja. So ziemlich jedes Kind kommt mal auf den dusseligen Gedanken da Herbstblätter oder andere Abscheulichkeiten drin zu rauchen. Aber darüber legen wir sanft den Schleier des Vergessens.....)

So - und ich werde mich jetzt daran machen, meinem Weckmann aus Duisburg genussvoll den Kopf abzubeißen. 😉

Gesammeltes Weihnachtsfutter & kulinarische Geschenke

Es sind ja nur noch wenige Tage bis zum Höhepunkt des weihnachtlichen Chaos - Zeit mal gesammelt meine Rezepte zusammenzutragen, die sich in den Weiten des Netz verstecken. Darunter sind auch einige kulinarische Geschenke aus der Küche, die ich schon oft zu Weihnachten verschenkt habe. Viel Spaß beim Lesen und Kramen. Zur weihnachtlichen Einstimmung gibt es ein Bildchen unseres Herrenhuther Todessterns Weihnachtssterns.

Stern

Rezept für selbstgebackenen Weihnachtsstollen. Mein ureigenes, modifiziertes Rezept - den backe ich schon das dritte Jahr in Folge und die Mini-Stollen werden dann zu Weihnachten verschenkt. Ich liebe das Zeug - dabei konnte ich Stollen bis zu meinem ersten Backversuch nicht ausstehen. Der Unterschied zwischen selbstgebackenem und dem gekauften Müll Zeug ist wirklich gravierend.

Christstollen

Schlicht das weltbeste und geilste Vanillekipferl-Rezept der Welt. Ich habe ja schon so einiges an Vanillekipferln in meinem Leben geknabbert und nie was vergleichbares zwischen meinen Zähnchen gehabt. Nach diesem Familienrezept backe ich schon seit Jahrzehnten jedes Jahr meine Kipferl. Dieses Jahr allerdings noch nicht - bin voll spät dran, der Gatte jammert auch schon.

Leckerer Goo-Honigkuchen - vor kurzem erst im magischen Kessel verbloggt. 😉

Honigkuchen

Mein Rezept für schottisch-beschwippsten Bratapfel.

Hinter diesem Link befindet sich ein einfaches Rezept für Mürbekekse. Perfekt um zum Beispiel mit (großen und kleinen ;-)) Kindern Plätzchen auszustechen und mit gaaaaanz viel Zuckerguss zu verschönern.

keks

Und Voilá - hier gibt es zum einen ein Rezept für Entenbraten und Mamas Apfel-Rotkohl und ein Rezept für weihnachtlichen Gänsebraten - samt Mandelfüllung

Für Leckermäuler die gerne mal selbstgemachten Glühwein schlürfen oder mal ein mittelalterlich angelehntes Rezept für Hypocras ausprobieren hab ich natürlich auch was.

Kulinarische & nichtkulinarische Geschenkideen aus der Küche

Also ...äh... *hüstel* ich hoffe es lesen nicht zu viele Freunde mit. Die leckeren kandierten Sesam-Honig-Nüsse finde ich nämlich verschenkenswert.

Das selbstgemachte Kräutersalz und den Aromazucker gab es zum Beispiel letztes Jahr als Weihnachtsgeschenke.

Für den selbst angesetzter Weihnachtslikör ist es jetzt vielleicht ein wenig zu spät - aber der schmeckt ja mit den ganzen Trockenfrüchten auch im nächsten Jahr noch. Wer sich an selbstgemachten Fruchtlikören probieren will, kann ja dieses ganzjährige Rezept nutzen. Bei dem letzten Link ist auch ein Rezept für Karamell-Likör dabei, der auch kurz vor Knapp noch als schnelles kulinarisches Geschenk hergestellt werden kann.

Selbstgemachter Honig-Rosmarin-Senf ist nicht nur lecker sondern auch ein hübsches Mitbringsel. Vor allem kann man toll damit kochen, guter Senf ist ja nicht nur zu Grillsaison interessant.

Und wer mal was nicht essbares in der Küche zusammenrühren will, kann sich ja mit diesem Rezept für Massagebars an fester selbstgemachter Bodybutter probieren.

Wer übrigens mit suuuuperschrecklichen Geschenken gesegnet ist, für den empfiehlt sich vielleicht eine ziemlich lustige Runde Schrottpokern. Wir betreiben das traditionell zu Halloween - aber eine spontane Besitzneuveteilung von Oma Ernas selbstgestrickten Schlüpfern und anderen tollen Weihnachtsgeschenken passt natürlich auch hervorragend zur Sylvesterparty. 😉

Holländisches Fastfood auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin

Meine Liebsten niederländischen Fastfood-Verkäufer von De Kroketje, die mit ihrem mobilen Wagen immer durch Berlin touren und die ich für Suite101.de auch schon interviewt habe, haben mich letztens angeschrieben und verlauten lassen, dass sie mit ihren Poffertjes, Vleeskroket, Loempia, Kipcorn und holländischen Fritten auch einen Berliner Weihnachtsmarkt unsicher machen.

Wer also genug von süßen Lebkuchen und gebrannten Mandeln hat und von dem unstillbaren Hunger nach diesen fettigen Leckerein umgetrieben wird, der findet den Wagen noch bis zum 30.12.09 auf dem Kultur-Weihnachtsmarkt in der Wilmersdorfer Straße - in der Nähe der Norisbank.

Festessen – Rezept für Gänsebraten

*Dieser Beitrag enthält Werbung in Form von Afiliate-Links zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Beteiligung.

Eine gebratene Gans - das ist quasi der Klassiker für ein traditionelles Weihnachtmenu zu den Feiertagen. In der Weihnachtszeit gibt es viele kulinarische Leckerein – selbstgebackene Weihnachtsplätzchen, duftige Vanillekipferl oder heißer selbstgemachter Glühwein bereichern die dunkle Jahreszeit. Köstlicher selbstgemachter Gänsebraten gelangt aber nicht nur zu Weihnachten auf den Mittagstisch und bereichert die traditionellen Festtafeln, sondern auch schon zu St. Martin.

Rezept für Gänsebraten

St. Martin und die Martinsgans

Am 11. November ist der Martinstag – viele werden ihn noch aus der Kinderzeit kennen, in vielen Schulen wird er mit Sankt-Martinsumzügen, selbstgebastelten Laternen und Lampions und dem traditionellem Martinssingen begangen, an dem Kinder an den Haustüren Süßigkeiten einsammeln. Der Festtag selbst ist dem katholischen Heiligen Martin von Tours geweiht. Der Legende zufolge war er ein sehr bescheidener Mann, als das Volk ihn zum Bischof machen wollte, versteckte er sich in einem Gänsestall. Die Gänse – nicht umsonst der Wachhund des kleinen Mannes genannt und früher der griechischen Göttin Hera geweiht – schnatterten aber so laut, dass sie sein Versteck verrieten.

Martinsgans-Essen

Obwohl es ein katholischer Feiertag ist, treffen sich in vielen – auch in evangelischen – Bereichen Deutschlands auch heutzutage noch um den 11. November herum Familien oder Freundeskreise zum traditionellen Martinsgans- oder Martinigans-Essen. Jeder trägt bei diesen Essen einen Teil zu den Speisen des Festessens bei.

Weihnachtsgans im Bräter

Rezept für Gänsebraten

Neben knusprigem Entenbraten kommt zur Weihnachtszeit als Familienfestessen oft dieser leckere Vogel auf den Tisch. Man sollte auf eine gute Herkunft des Gänsebratens achten. Da das Fleisch sehr fettreich ist, wird dem Gericht Beifuß zur besseren Fettverdauung beigefügt – eine andere Alternative ist ein Magenschnaps als Digestif nach dem Gänseschmaus.

Zutaten für den gefüllten Gänsebraten
(Garzeit circa 3,5 Stunden, ich rechne - grob über den Daumen gepeilt - pro 500 g Geflügel immer 30 Minuten zusätzliche Garzeit)

1 tiefgefrorene oder frische küchenfertige Gans (ca. 3 Kg)
2 Boskop-Äpfel
500 g Rindergehacktes
200 g Champignons
100 g Mandelstifte
1 kleine Zwiebel
feines Meersalz
½ TL frisch gestoßener schwarzer Pfeffer
1 TL Beifuß
½ TL edelsüßes Paprikapulver
etwas neutrales Öl
Sahne zum Abschmecken
250 ml Rotwein (trocken)
Wasser

Equipment: Gänsebräter*, Zahnstocher, Küchengarn*, Pinzette, Küchenpapier, Apfelausstecher*

Zubereitung des Gänsebratens

  • Bei einer frischen Gans kann direkt mit der Zubereitung begonnen werden. Bei einer tiefgefrorenen Gans wird diese zunächst aus der Packung befreit und über Nacht im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur aufgetaut. Da Geflügelfleisch sehr anfällig für Salmonellen ist und nicht mit seinem eigenen Tauwasser in Berührung kommen darf, nimmt man hierfür eine große Schüssel, legt umgekehrt einen Teller hinein und gibt hierauf die gefrorene Gans. Nach dem Auftauen den Beutel mit den Innerein aus der Gans nehmen.
  • Die frische Gans direkt abtupfen, die aufgetaute Gans unter fließendem kalten Wasser vorsichtig (darauf achten, dass kein Spritzwasser die Umgebung verunreinigt) abwaschen und mit Küchenkrepp trockentupfen. Falls noch Federkiele vorhanden sind, diese mit einer Pinzette aus der Haut ziehen. Die Bürzeldrüse ausdrücken oder einfach heraustrennen. Das Flomen (Fettknubbel)  im Bauchinnenraum mit einem herauslösen. (Kann direkt in einem Töpfchen ausgelassen werden und dann mit dem gesammelten Gänseschmalz vereint werden.)
  • Die Gans nun auf dem Rücken liegend in einen passenden Gänsebräter geben und mit den Händen Innen und Außen mit Salz einreiben, mit einer Gabel unter den Flügeln und den Keulen die Haut einstechen, damit überschüssiges Fett ablaufen kann. Die dem Gefügel oft beigelegten Innerein und den Hals neben den Gänsebraten in den Bräter legen.
  • Für die Füllung die Pilze putzen, grob schnibbeln und zusammen mit der feingehackten in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten, bis sie durchgegart sind.  Abkühlen lassen. Mit 1 ½ TL Meersalz, 1 TL Beifuß, ½ TL Pfeffer und ½ TL edelsüßem Paprikapulver würzen, mit den Mandelstiften und dem rohen Rindergehacktem vermengen.
  • Die Boskopäpfel waschen und mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse entfernen.
  • Die Haut am Hals der Ente nach unten auf die Brust klappen und mit einem Zahnstocher feststecken.
  • Für die Füllung nun abwechselnd mit den Händen je etwas von der Füllung und jeweils einen ganzen Apfel in die Gans füllen.
  • Zum unkomplizierten Verschließen der Gans quer Zahnstocher durch die Öffnung im Bauch stechen. Ein langes Stück Küchengarn nehmen und kreuzweise von oben nach unten die Öffnung zuschnüren. Nach vollendeter Garzeit des Gänsebratens, braucht man nur noch die Holzstäbchen herausziehen und das Garn abheben.
  • Wer möchte, kann die Gans jetzt auch noch dressieren, also mit etwas Küchengarn ihre Beine an den Knöcheln zusammenbinden, damit sie später nicht so unschön abstehen.
  • Den Braten nun im vorgeheizten Ofen bei 180° (Umluft) auf unterster Schiene und ohne Deckel in den Ofen geben.
  • Nach einer Stunde Garzeit die Gans herausheben, auf dem umgedrehten Deckel des Bräters parken und mit einer Kelle oder einem Löffel den ausgelassenen Gänseschmalz Fett abschöpfen, die Gans zurück in den Bräter geben und mit etwas heißem Wasser angießen. Eventuell muss man diesen Vorgang wiederholen, ab und an die Gans mit etwas Bratensaft begießen.
  • Um bei seinem Gänsebraten knusprige Haut zu bekommen, muss man fünfzehn Minuten vor Ende der Garzeit die Gans mit kaltem Salzwasser bepinseln und die restliche Zeit bei über 200° fertig garen.
  • Für eine leckere Sauce die fertig gebratene Gans herausnehmen, auf eine Platte geben und im Ofen warmhalten. Überschüssiges Fett abschöpfen oder so ein praktisches Fett-Trenn-Kännchen* verwenden, den Bräter auf die Herdplatte setzen und den Bratensatz mit etwas Wasser und dem Rotwein loskochen, mit etwas Sahne und eventuell nochmals etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Wie füllt man eine Weihnachtsgans?

Beilagen zur gebratenen Gans: Klöße & Rotkohl

Thüringer Klöße (hier greife ich gerne zu Kloßteig-Halbfertigprodukten*, die nur noch mit buttrigem Knusperbrot gefüllt, geformt und gekocht werden müssen) und frisches, selbstgemachtes Rotkraut mit Äpfeln, wie früher bei Mama, sind die traditionellen Beilagen für gebratene Gans. Aber auch anderes Gemüse wie geschmorte Pilze mit frischer Petersilie, mit gerösteten Semmelbröseln bestreute(r) Rosenkohl oder Schwarzwurzeln, Blumenkohl, Wirsing- oder Grünkohl wird gerne hierzu gereicht. Salzkartoffeln, Semmelknödel oder Serviettenknödel sind eine ebenso gute Alternative zu Klößen. Wer gerne noch eine fruchtige Komponente hätte, kann noch eine selbstgekochte Cranberry-Sauce mit Portwein dazu reichen. Kranichbeeren sind inzwischen auch in Deutschland zur Weihnachtszeit gut in Supermärkten erhältlich.