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Osterrrezept: Wachteleier im Brot

Ich weiß, wir haben gerade alle anderes im Kopf - aber Ostern steht ja in einem Monat dennoch an. Ich hoffe, dass wir dann wieder im Kreis lieber Menschen sein und diese Tage genießen können. Viele kennen wahrscheinlich den Klassiker "Ei im Toast", wo mit einem Glas ein Kreis ausgestochen wird und dann ein Hühnerei im ausgestochenen Toastbrot gebraten wird. Hier zeige ich euch ein paar Tricks, wie das auch mit den sehr viel kleineren Wachteleiern funktioniert.

Für den Ostertisch: Rezept für gebratenes Wachtel-Spiegelei im gebratenen Brot

Spiegelei aus Wachteleiern zum Osterfrühstück

Natürlich ist das nicht nur ein schönes Rezept fürs Osterfrühstück oder den Osterbrunch, sondern auch rund ums Jahr. In der Woche essen wir nur abends gemeinsam als Familie. Mein Mann und ich frühstücken und lunchen allein, das Kind bekommt vom Frühstück übers Mittagsessen bis zur Vesper alles in der Kita. Deswegen ist mir das gemeinsame und ausufernde, schöne Familienfrühstück am Wochenende wichtig. Samstags, wenn noch Erledigungen oder Workshops anstehen, gibt es die Light-Version mit Brötchen, Obst, Gemüse und normalen Dingen als Belag. Sonntags gibt es dann Frühstückseier, Lachs und es ist auch mal Zeit für frische, selbstgebackene Brötchen, Pancakes oder eben Eier die im Brot gebraten werden. Mein kleines Kind liebt die Teilchen jedenfalls. Und wer nicht extra österliche Keksausstecher* kaufen möchte, kann ganz einfach ein Herz-oder Sternchenausstecher aus der Weihnachtskollektion nutzen.

Ein weiteres wunderbares Rezept mit Wachteleiern für das Osterfrühstück sind übrigens die gebackenen Kartoffeln mit Wachteleiern, die sich sehr schön vorbereiten lassen.

Osterfrühstück / Familienfrühstück: Spiegeleier aus Wacheleiern, gebacken im Brotloch

Osterbrunch: Rezept für Wachtelei im Toastbrot

Wie man Wachteleier richtig verarbeitet

Ich lese und höre oft, dass man Wachteleier so schlecht öffnen kann. Das liegt unter anderem an der geringen Größe, der Dicke der Schale/der Eihaut und dass man die Eier deswegen nicht einfach wie gewohnt aufschlagen kann. Deswegen nutze ich immer solch ein scharfes Messer mit Wellenschliff*: Ich halte das Wachtelei in der einen Hand, hacke leicht mit dem Messer in der Eimitte in die Eierschale und säge dann die Schale ungefähr auf 1/3 des Umfangs auf. Dann lege ich das Messer weg und kann das restliche Ei problemlos mit den Fingern aufbrechen. Um akkurater arbeiten und ohne Zeitdruck beim Braten arbeiten zu können, lasse ich das Wachtelei zudem erstmal in eine kleine Schale gleiten. So steht es zur Nutzung bereit wenn das Brot weit genug gebraten ist - und ich kann es gezielter in das geröstete Brot gießen als wenn ich es direkt aus der Schale löse und in die Pfanne plumpsen lasse.

Rezept für Spiegeleibrot - mit Wachteleiern

Osterrezept: Ei im Toastbrot / Ei im Loch

 

Brunch-Rezept für Wachteleier im Brot

Wachteleier (Je Person 2-3 Eier)
Roggenbrot
Butter
Meersalz oder Kräutersalz wie z.B. Orangensalz (hier verwendet), ZitronensalzBacon-Chipotle-Salz oder Bärlauchsalz

Equipment: (Oster-)Keksausstecher* (achtet beim Brotkauf darauf, dass die Ausstecher jeweils in eine halbe Scheibe Brot passen), scharfes Messer mit Wellenschliff*, Bratpfanne, Besteck zum Wenden

Zubereitung

  • Brot in Scheiben schneiden und diese halbieren. Darauf achten, dass die Ausstecher wirklich in eine halbe Scheibe passen.
  • Ausstecher platzieren und in der halbierten Brotscheibe ausstechen. Das ausgestochene Brot nicht wegwerfen, es wird zeitgleich in der Pfanne gebraten und später mit serviert.
  • In einer flachen Pfanne auf mittlerer Hitze Butter schmelzen. Eine ausgestochene Brotscheibe plus ausgetochenem Brotrest in die Pfanne geben und braten.
  • Währenddessen wie oben beschrieben ein Wachtelei öffnen und in eine Schale gleiten lassen.
  • Mit zwei Gabeln das Brot wenden sobald es knusprig-braun ist und direkt das Wachtelei in das ausgestochene Loch geben.
  • Das Wachtelei mit dem Brot braten, bis das Eiweiß gestockt ist, dann aus der Pfanne nehmen und nach und nach den Rest wie beschrieben aufbraten.

Wie macht man Ei im gebratenen (Toast-)Brot? Hier mit Wachteleiern

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Neu eingezogen: Sprossengarten

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Jepp. Seit neuestem wohnt ein Sprossengarten Marke Biosnacky® (ich glaube die produzieren in der Schweiz...?) bei uns auf dem Küchenfensterbrett. Ja, ja - lacht nur. Hätte ich vor einigen Jahren vielleicht auch noch getan. Es ist halt ein wenig klischeehaft besetzt, denn unweigerlich drängen sich 80ties Bilder von korksandalentragenden, langhaarigen Wesen in groben, ausgeleierten Strickpullis auf, die relativ geschmacksneutrale, aber unheimlich gesunde Dinkelbratlinge und Tofu verzehren, literweise Hanftee schlürfen, tiefsinnige Diskussionen führen, sich gebatikte Babywindeln um den ranken Hals winden und ab und an an ihren klietschigen Sprossengläsern in Drahtgestellen rütteln.

Ja. Das ist nicht nett und war jetzt eine volle Breitseite Klischee und ein recht staubiger Exkurs in die Welt der Vorurteile. Aber das ist nun mal für viele die Assoziation - meist begleitet von einem ungläubigen Kichern-, wenn man tapfer verkündet "Ach übrigens, ich ziehe jetzt Sprossen! Für aufs Brot und so...".  Hier kann ich mich selbst leider nicht mal ausschließen, ich arbeite aber tapfer an mir. 😉
Denn jeder der, fernab von belächelten Klischeevorstellungen, sein Gehirn zu nutzen weiß, weiß um den Nutzen von Offenheit und Ausprobieren von neuen Dingen. Ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln und seiner eigenen Ernährung greift ja bei dem deutschen Durchschnittsbürger in den letzten Jahren langsam um sich.  Wer mich dennoch in seine gedankliche Ökokiste stopfen will: Nur zu. Auch ich besitze handgestrickte Sachen, gebe inzwischen sogar Spinnkurse, esse Dinge aus Dinkel und renne bei der Erwähnung von Tofu nicht kreischend weg und klammere mich zitternd an mein Chanel-Täschchen. Allerdings streichle ich ich aber auch verliebt meine Lieblingspumps und die Wahrscheinlichkeit für gebatikte Babywindeln tendiert bei mir eher gen  Null.

Selber Sprossen ziehen im Sprossengarten

Aber zurück zu den Sprossen: Ich wohne hier in Berlin ja in direkter Nachbarschaft zu einem Bio-Supermarkt. Im Laufe des letzten Jahres hatten wir dort - trotz EHEC-Hysterie - öfters frische Sprossen gekauft und Gerichte und belegte Brote damit verfeinert. Meine persönlichen Favoriten sind ja Daikon-Sprossen (da muss ich noch eine Quelle für die Keimsaat auftun).  Irgendwann entdeckte ich auf einem oberen Regalbrett eine große Schachtel mit einem plexigläsernen Türmchen mit einer Kuppel. Ein Mini-Sprossen-Gewächshaus fürs Küchenfensterbrett. Ein Küchengadget! (Ich liebe gute und sinnvolle Gadgets!) Nachdem ich das Teilchen einige Wochen umschlichen hatte, wanderte es irgendwann via Belohnungskauf  zusammen mit Radieschensamen in den Einkaufskorb und verschönert seitdem unser Küchenfensterbrett. Auf dem Foto sieht man noch die ersten selbstgezogenen Sprossen: In der untersten Schale sind Mungobohnen (pur = bäh, in der Asiapfanne, gepaart mit Koskosnussmilch, Curry und Udonnudeln = köstlich), dazwischen wohnt nichts und ganz oben haben die Radieschensprossen sich ausgebreitet.

Handhabung des Sprossengartens

Ich hatte natürlich im Vorfeld ein wenig Preise verglichen, da ich eigentlich gehofft hatte ihn günstiger zu ergattern. Der Sprossengarten* ist bei Amazon oder Ebay auf den ersten Blick günstiger, zählt man die Versandkosten hinzu, kommt man aber ungefähr auf den Ladenpreis von ungefähr ~ 24 Euro. Das von mir gekaufte Set kam inklusive Vlies zum Heranziehen der Sprossen und einem Tütchen Mungobohnensamen.

Der Garten ist aus stabilem Plexiglas gefertigt, unten hat er eine Auffangschale für abtropfendes Wasser, darüber liegen drei wie ein Sieb gearbeitete Ebenen zum Heranziehen, oben wird er durch eine Kuppel geschlossen. Diese hat zusätzlich an der höchsten Stelle eine Öffnung zur Belüftung, durch die man auch die Keimlinge bewässern kann. Das bietet sich aber eher für schon größere Pflänzchen an. Ich spüle die einzelnen Ebenen meist lieber zweimal am Tag durch und empfinde das als effektiver. So hat man auch zu extreme Staunässe eher im Griff. Bei den frisch eingestreuten Samen, und ihrer Tendenz hinfort gespült zu werden, lasse ich auch nur etwas Wasser darauf tropfen - eine Sprühflasche wäre da eventuell praktischer.

Laut Anleitung kann man grobe Keimsaat auch direkt ohne Vlies in den Schalen ziehen, funktioniert wirklich ganz gut. Inzwischen nutze ich allerdings Vlieseinlagen, da die schon relativ großen Radieschensamen dennoch gerne in den Bohrungen stecken bleiben und das weder für Ernte noch Säuberung praktisch ist.  Irgendwo im Netz hatte ich auch gelesen, dass man Küchenkrepp als Wachstumsunterlage nutzen kann und habe es ebenfalls getestet, mit dem Ergebnis das nie wieder zu tun. Lieber zahle ich die 3 Euro für eine Packung Vlies. Das Küchenpapier zerfasert durch die dauernde Feuchtigkeit, die feinen Wurzeln lassen sich gar nicht ablösen und man steht am Ende fluchend mit diversen sprossenbewachsenen und vor sich hintriefenden Papierfetzen in einer immer größer werdenden Pfütze und kann nur via Schere versuchen das ersehnte Gut zumindest partiell zu retten.

Frische Sprossen aufs Brot

Nach ein wenig Herumprobieren komme ich mit dem dreistufigen Sprossengarten wirklich gut zurecht, inzwischen wird er zusätzlich auch noch von Rucola besiedelt und es ist Teil meines morgendlichen Frühstückszubereitungsrituals geworden, die Ebenen zwischen Teekochen und Brotschneiden rasch durchzuspülen oder abzuernten. Die frischen und selbstgezogenen Sprossen geben einer langweiligen Wurststulle – gerade in der grauen Winterzeit – nen leckeren und vitaminreichen Kick. Eine gute und langfristig wahrscheinlich auch günstige Altvernative zur eingeschweißten Gewächshausgurke und anderem Gemüse, dass oft halbreif geerntet und vor dem Kauf noch ewig lange und vitaminmordend im Supermarkt herumliegt.

Nachtrag: Nachdem mir am Wochenende völlig unvorbereitet eine ganze Lage Rucola weggegammelt ist, gibt es hier noch einen empfehlenswerten Link zur richtigen Hygiene bei der Sprossenaufzucht.


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