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Fleischtheke des Grauens

Da das Thema meines heutigen Beitrags viel eher in den magischen Kessel als in mein Blog passt, habe ich mal mein Gastautorenrecht in Anspruch genommen, um über meine wunderbaren Erfahrungen mit der Kaisers-Fleischtheke zu berichten.

Im Gegensatz zu meiner Frau war ich ja nie ein übermäßiger Freund von Kaisers, speziell nicht dem hier bei uns im Ringcenter. Zu eng, zu klein und nie da was ich brauche. Aber gut, er verkauft Frischfleisch, das nicht eingeschweißt ist. Bei dem Mangel an richtigen Fleischern hier ein echter Vorteil. Eigentlich.

Und eigentlich wirbt Kaisers ja auch mit lustigen Sprüchen über "meine Fachfleischerei". Das beinhaltet aber auch die Schattenseite des Ganzen: Die Fleischwarenfachverkäuferin. Seit ich versuche bei Kaisers Fleisch zu kaufen weiß ich, dass alle dummen Witze über die Spezies wahr sind. Jedenfalls bei Kaisers.

Problem 1: Ich, der bösartige Kunde, erwarte doch tatsächlich 3 Stunden vor dem Feierabend noch, das extra meinetwegen ein neues Stück Fleisch angeschnitten wird. So etwas wird von der FWFVfH* natürlich rundweg abgelehnt. Wo kämen wir denn da hin. Soll er doch gleich morgens kommen, der Kunde der.

Problem 2: Ich habe die Frechheit, nicht die ganzen 136g von der sauteuren Wurst haben zu wollen. Ich will nur 100g. Unglaublich! Geht gar nicht. Man kann ja keine 36g Wurst verkaufen. Also entweder 136G oder gar nix!

Problem 3: Ich hätte gerne vernünftig geschnittene - und vor allem noch nicht völlig ausgetrocknete - Steaks und nicht das vergammelt aussehende Zeug aus der Auslage, das da wahrscheinlich schon seit 10 Stunden vor sich hin trocknet und das zu allem übel in 5mm-Scheiben geschnitten wurde. Wer zum Teufel schneidet Steaks so dünn? Antwort: Die FWFVfH* natürlich. Und die ist erbost. Das ist  nicht vergammelt! Das ist das Eiweiß! Und vertrocknet ist da auch nichts! Und ich Idiot glaub ihr das. Der Kram war natürlich schon fast Dörrfleisch und verwandelte sich auf der heißen Pfanne innerhalb von 10 Sekunden in Schuhsohlen.

Fazit: Eh ich relativ teures Gammelfleisch bei Kaisers kaufe geh ich in Zukunft lieber zum Bio-Markt, wo man mich freundlich und mit Respekt behandelt und mir richtig frisches Fleisch verkauft.

*Fleischwarenfachverkäuferin from Hell

Sonntagsbraten – watt mach ick falsch?

Das Leckere da war unser Essen am vergangenen Sonntag.

Sonntagsbraten_bs

Als ich noch bei  meinen lieben Eltern wohnte gab es etwas in der Art praktisch jeden Sonntag. Trotz (oder gerade?) wegen seiner arabischen Herkunft besteht mein Papa bis heute auf einem traditionellen, meist deutschem Essen. Das muss schon etwas besonderer sein als die Gerichte, die er sonst jeden Tag gekocht bekommt. Weil, das muss ja ein richtiges "Sonntagsessen" sein, ne?

Seitdem ich mit meinem Mann zusammen wohne sparen wir uns meist den exzessiven Aufwand und das stundenlange in der Küche Rumstehen an einem speziellen Tag. Und ja, wir sind manchmal sogar so wahnsinnig progressiv und rufen des heiligen Sonntags das China-Taxi an. (Nein, dafür schäme ich mich entgegen meiner Erziehung nicht. So.) Kochen kann ja jeden Tag besonders sein.

Aber manchal bekomme ich so sonntags-essenstechnische Anwandlungen. Letztens halt auch. Mich verlangte nach klassischem Rinderbraten. Ich hab die anderthalb Kilo brav rundherum angebraten, liebevoll mit Gemüse angeschmurgelt, sanft in Rotwein getränkt und regelmäßig mit Flüssigkeit benetzt. Die Sauce war denn auch göttlich-aromatisch und zum drin-wälzen-lecker. Das Fleisch war zart und lecker - aaaber etwas, einen kleinen Hauch zu trocken. Also ihr Lieben... was mache ich falsch? Ich hab den Braten die ganze Zeit im Topf gegart, mangels kleinem Bräter nicht im Ofen. Daran wird es doch wohl nicht gelegen haben?

Für Tipps, Tricks und Anregungen bin ich offen. Lasst mich an eurer lukullischen Weisheit teilhaben.

Liebe Grüße

Shermin