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Rezept für Haselnuss-Schokokekse ohne Gluten & Zucker

Wer hat nicht die oder den einen oder anderen Diabetiker*in im Familien- und Freundeskreis? Nach neueren Schulungen ist es eigentlich gar nicht mehr gänzlich verboten auch mal Zucker zu essen. Aber manche wollen es aus den einen oder anderen Gründen eben strikt halten. Da helfen dann Zuckeraustauschstoffe.

Backen mit Eurythrit

Backen mit Erythrit

Ich hatte mir letzten Erythrit* besorgt und damit etwas experimentiert. Erythritol oder Erythrit gehört zu den besser verträglichen Zuckeraustauschstoffen, die kaum grässliche Nebenwirkungen im Verdauungstrakt anstellen. Seine Süßkraft liegt gegenüber Zucker bei 50-70%. Handelsname ist unter anderem beispielsweise "Xylit light"* oder "Sukrin"*.

Gebäckstücke (ausprobiert habe ich es bei Hefeschnecken mit Zimtzucker, Scones und belgischen Waffeln) wurden mit hohen Erythritanteil erstaunlich essbar und lecker - ohne diesen fiesen Nachgeschmack, den Süßstoff so gerne hinterlässt. Für ein enges Familienmitglied, das Weihnachtsgebäck aufgrund des Zuckers und der im Mehl enthaltenen Kohlenhydrate (die im Körper ja auch in Zucker aufgespalten werden) komplett verweigert, habe ich diese sehr dunkle, Schokokeksvariante produziert.
Normalerweise wird empfohlen beim Backen nur einen Teil des Zuckers mit Erythrit zu ersetzen. Hier greife ich aber komplett auf diesen Zuckeraustauschstoff zurück. Damit sind die Kekse dann fast gänzlich kohlenhydratfrei, kommen (bis auf die Haselnüsse) ohne Fett aus und sind damit ein sorgenfreier süßer Snack für Diabetiker*innen.

Schokoladenkekse mit Erythrit

Das Ergebnis ist unter den gewählten diätischen Prämissen echt okay und sehr schokoladig-nussig - also gemessen an dem, was man ohne Mehl und echten Zucker halt so produzieren kann. 😉 (Sorry, ich bin von meinen Geschmacksknospen her eben eher im Team "Kohlenhydrate! Butter, Zucker, Mehl - yeah, gimme moooore!!" zu finden.)
Mir persönlich steht der leicht kühle, fast mentholige, schmelzende Geschmack und das Mundgefühl des Erythrit etwas im Weg, die hier für mich wirklich erstaunlich stark zum Vorschein kommen. Beim Testbacken hatte ich auch noch eine Menge Kardamom mit drin, der meiner Ansicht nach auch nicht zu diesem Minzgefühl passt - vielleicht war es auch das. Im Rezept ist diese Zutat deswegen in Klammern gesetzt.
Der Liebste hingegen fand gerade diesen Aspekt wirklich lecker. Dunkle Schokolade und Menthol passt ja eigentlich auch gut. So verschieden sind Geschmäcker.. ich denke aber der zu beschenkenden Person wird es auch gefallen.
Wahrscheinlich werde ich die kleinen Kekse noch zusätzlich in hochprozentige Zartbitterschokolade tauchen, ich glaube das könnte den notwendigen Schliff geben.

Backen mit Eurythrit

Rezept für glutenfreie & zuckerfreie Haselnuss-Schokokekse

(Für circa 30 Stück)

2 Eier (L)
150 g Erythrit*
100 g geriebene Haselnüsse
40 g echtes Kakaopulver
20-40 g (2-4 EL) Wasser (optional)
(Optional: 1/4 TL frisch gemahlener Kardamom*)

Zubereitung

  • Eier und Erythrit mit einem Schneebesen verschlagen, bis die Masse etwas andickt und schaumig ist.
  • Falls man Kardamom mitverarbeiten möchte, den frisch gemahlenen oder im Mörser gestampften Kardamom nun mit dem Kakaopulver vermischen und in die Eimasse einarbeiten.
  • Die gemahlenen Haselnüsse untermischen. Sollte die Masse zu fest sein, kann man jetzt noch nach und nach 20-40 g (2-4 EL) Wasser einrühren.
  • Mit Hilfe von zwei Teelöffeln die Keksmasse in kleinen Klecksen auf ein mit Backpapier bezogenes Blech setzen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 150° (Umluft) für 15 Minuten backen, herausnehmen, auf dem Blech abkühlen und fest werden lassen und abschließend luftdicht in Dosen verpacken.

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Schokoladenkekse zum Ausstechen – geeignet für Prägerollen

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Rezept für einfache Schokoladenkekse - geeignet für Nudelhölzer mit Muster

Schokoladenkeksrezept für das ganze Jahr

Egal ob zu Ostern oder im tiefsten Winter: dieses einfach zu machende Schokoladenkeksrezept verspricht geschmacklich leckere Butterkekse mit einer schönen Kakaonote und einem Hauch Zimt und Honig. Wer noch etwas experimentierfreudiger ist, kann hier beispielsweise statt Zimt auch zu gemahlenem Kardamom, Apfelkuchengewürz oder Kürbiskuchengewürz greifen.
Die Kekse kann man einfach mit Plätzchenausstechern ausstechen oder vorher zusätzlich noch mit speziellen Teigrollen Muster in den Teig prägen. Im Teig ist kein Backtriebmittel enthalten, damit die Prägung nicht herausgedrückt wird. Die Kekse werden so eigentlich auch mürbe genug, wer es etwas lockerer möchte, kann natürlich 1 TL Backpulver ergänzen. Dann sind sie allerdings nicht mehr für Prägerollen geeignet. Ebenso gut für Musterrollen geeignet ist übrigens mein alljahrestaugliches Butterkeksrezept mit etwas Vanille und Meersalz.

Kekse backen mit Kleinkindern

Das hausinterne kleine Kind liebt Butterkekse und Kuchen - und noch viel mehr liebt es, diese mit mir zusammen zu backen. Große Empörung, wenn es nicht auch mit einem Löffel Mehl zum Abwiegen in die Backschüssel geben oder in die Rührschüssel gucken darf. Ganz ernst steht es da auf seinem Hocker an der Arbeitsfläche und führt seine Aufgabe aus, während ich Dinge erkläre und versuche alles im Auge zu behalten.

Das Kind ist zwar noch keine drei Jahre alt, aber Keksteig kneten, Kuchenteig anrühren (und probieren...), Teig ausrollen, Muster prägen und ausstechen sind tatsächlich heiß ersehnte und gewünschte Mama-Kind-Sachen. Von Freunden weiß ich, dass das nicht bei jedem Kleinkind so ist, ich habe mit meinem Foodbloggerbaby einfach Glück. Und da das Kind so toll mitarbeitet, erstaunlicherweise nicht vom Teig nascht und sich auch schon gut die Hände wäscht, geht das auch problemlos mit Rezepten die Ei enthalten. Wir haben einen hohen Eierverbrauch und kaufen zumindest Eier grundsätzlich aus Bio-Freilandhaltung. Ich bilde mir ja ein, dass das den Tieren was bringt und die Qualität sicherer ist... Ich weiß nach all den Ei-Skandalen nicht, ob es wirklich was bringt, aber Sauberkeit beim Arbeiten, Frische und Herkunft/Qualität der Eier, das wären die Faktoren, auf die ich achte, wenn ich mit kleinen Kindern backe.

Rezept für Schokokekse mit Prägemuster_bs

Nudelhölzer mit Prägemuster

Traditionell gibt es ja solche geschnitzten Teigrollen/hölzernen Modeln, diese sind dank Lasergravur im Holz inzwischen mit allerlei Mustern zu bekommen. Unsere Butterkekse backe ich zum Beispiel mit Dinosaurier-Muster* und ich habe schon gravierte Nudelhölzer mit floralen Mustern* verschenkt.
Aber Achtung - nicht jeder Plätzchenteig oder Mürbeteig für Ausstecherkekse ist für diese Nudelhölzer, die ein Muster in den schon ausgerollten Teig prägen, geeignet.

Einfaches Rezept für Kakao-Ausstecherkekse

Rezept für Schokokekse
geeignet für Prägerollen/Teigrollen mit Muster

(für 2 Bleche mit Keksen)

250 g Mehl
125 g Butter (kalt)
100 g Puderzucker (gesiebt)
15 g echten Kakao
1/4 TL Zimt (alternativ: Apfelkuchengewürz oder Kürbiskuchengewürz)
1/8 TL Vanillepulver (alternativ: Mark 1 Vanilleschote)
1 großzügige Prise Meersalz (fein)
1 Ei (M)
20 g flüssiger Honig (ich nutze hier gerne relativ neutral schmeckenden Akazienhonig)

Equipment: Prägerolle mit Muster der Wahl, runde Ausstecher*, Teigrädchen, Nudelholz* zum Ausrollen, Backpapier, Backblech

Zubereitung

  • In einer Schüssel Mehl, Kakaopulver, Vanille, Zimt (oder Alternativgewürze), Salz, Puderzucker (bitte siebt den Puderzucker wirklich, sonst gibt es unangenehme Zuckerklumpen im Teig) gründlich miteinander verrühren.
  • In der Küchenmaschine, mit einem Rührgerät mit Knethaken oder ganz schlicht per Hand, die Mehlmischung nun rasch mit der in kleine Stücke geschnittenen Butter verkneten.
  • Dann das Ei und den Honig zugeben und weiterkneten. Der Teig wird sich erst in kleine mehlige Krümel auflösen, nach einigem Kneten fügt er sich dann aber zu einem homogenen Klumpen zusammen, der von der Konsistenz her ähnlich wie Knetmasse ist. Klappt das auch nach etlichen Minuten nicht, kann man einen TL Eiswasser hinzu geben.
  • Teig zu einer Kugel formen, in die Schale legen, abdecken und im Kühlschrank für mindestens 30 - 60 Minuten ruhen lassen.
  • Den Teig kurz auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Der Keksteig sollte geschmeidig sein, aber mit Mehlierung nicht kleben.
  • Mit einem mehlierten Nudelholz ausrollen 4 - 5 Milimeter dick ausrollen. (Mein Nudelholz der Wahl hierfür ist übrigens aus Marmor.)
  • Damit die Teigrolle mit Prägemuster nicht Kleben bleibt, wird die Oberseite des ausgerollten Teigs jetzt nochmals mit etwas Mehl bestäubt. Einfach etwas Mehl mit einem Löffel auf den Keksteig geben und mit der Hand verteilen.
  • Die Prägerolle muss nun mit etwas Druck über den Teig gerollt werden, so dass sich das Muster gut im Schokoladenkeksteig abzeichnet.
  • Jetzt können die Kekse ausgestochen werden. Ich nutze hierfür gerne, wie oben verlinkte, runde Ausstecher für Scones (die habe ich in 3 verschiedenen Größen), aber auch größere Herzen oder Sterne eignen sich gut.
  • Die ausgestochenen Schokokekse auf ein mit Backpapier bezogenes Blech geben und im vorgeheizten Ofen (Umluft, 160°) auf der mittleren Schiene 10-15 Minuten backen, bis sie anfangen außen leicht zu bräunen.
  • Die stark variierende Backzeit hängt davon ab, wie dick ihr eure Kekse ausgestochen habt. Sind sie recht dünn geworden, reduziert sich die Backzeit. Sind sie doch recht massiv, müssen sie ein wenig länger im Ofen bleiben. Die Bestimmung des Bräunungsgrades  ist bei braunen Keksen ohnehin ein wenig schwierig. Es empfiehlt sich, auf die eigene Nase zu vertrauen (riechen die Kekse fertig?), genau auf den Rand zu achten (ist es da etwas dunkler?) und im Zweifelsfall nach 10 Minuten mal einen Keks zur Probe auf dem Blech zu wenden, um zu sehen, wie die Unterseite ausschaut.
  • Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Schokokekse darauf auskühlen lassen. Danach natürlich direkt probieren und den Rest trocken und geschützt in einer Dose lagern.

Zeit für… die Internationale Grüne Woche in Berlin

Ende letzter Woche lief ja hier die Grüne Woche an. Vom 18. bis zum 27.01.2013 kann man sich in der Messe unter dem Funkturm kulinarisch austoben. Ich wartete eigentlich noch auf meine Akkreditierung, hatte aber nur an diesem Samstag Zeit und so sind wir dann relativ kurzfristig zur Messe gestartet - aber mit der Happy Hour-Karte kostete der Eintritt ab 14.00 Uhr nur noch 9 Euro.
Kleiner Tipp - zumindest am Samstag war so wenig los, dass wir kein Online-Ticket kaufen mussten, sondern direkt verfroren bei der Ticketkasse an die Reihe kamen. Und auf der Website der Grünen Woche gibt es ein nettes Feature. Man kann sich (allerdings relativ unübersichtlich) online alle Anbieter ansehen, die Interessanten abspeichern (wenn man registriert ist) und sich diese Suche dann (mit grobem Übersichtsplan und sortiert nach einzelnen Hallen) ausdrucken. Gut, dass wir von einer Freundin vorher noch den Tipp bekommen und für uns interessante Punkte schon vorher gewählt hatten, sonst wären wir bei der Größe wirklich total überfordert gewesen.

Ich habe zwar nicht wirklich bekommen, was ich kaufen wollte (der nette Mann am Stand von Aserbaidschan wollte mir zwar Granatapfelsaft aufschwatzen, der ersehnte Granatapfelsirup war allerdings nur ein unverkäufliches Muster, das arabische Geschirr bei den Tunesiern war mir zu teuer und Ungarn zeigte sich eher von seiner Paprika- und Honigseite, aber das von mir heiß begehrte pechschwarz eingekochte Pflaumenmus sichtete ich leider nicht. Und Uzbekistan stellte seine Rosenmarmelade - die ich für ne Freundin suchte - auch nur dekorativ aus.). Dafür haben wir direkt erstmal frisch ausgebackenes Langosch geknabbert und einige andere Stände abgeklappert und neue Erfahrungen gesammelt. Mir war beispielsweise total unbekannt, dass frisch gepresstes Olivenöl einen mir derartig unbekannten Geschmack hat: Ölig (klar...), aber erstaunlich blumig, fast rosig, und dann entfalten sich auf der Zunge Bitteraromen und eine überraschende Schärfe blüht regelrecht auf. Ich habe mich beinahe dabei verschluckt.
Viele Stände bieten neben richtigen Gerichten auch Häppchen zum Probieren an. Die ich allerdings stellenweise dezent überteuert fand. Für ein Fetzchen Schinken zahle ich keinen Euro und für ein Plastikschälchen mit ner halben Krabbe und einem Blatt Salat sicherlich keine drei Euro. Gutes Essen kann gerne was kosten, aber das fand ich etwas befremdlich.

Wir haben also sehr viel gesehen und hatten in den vier Stunden, die wir da waren, doch viel zu wenig Zeit. Zwischendurch hatten wir einige wirklich nette Gespräche mit den Leuten an ihren Ständen - wir hatten allerdings auch Glück, dass der Samstag nicht so absolut überlaufen war. Und für die Neugierigen (mich interessieren solche Blicke in den Einkaufskorb auf anderen Foodblogs jedenfalls immer) gibt es jetzt Fotos unserer Einkäufe - samt ein paar Infos.

England

  • Whisky Fudge
  • Walkers Salt & Vinegar Chips
  • Bourbon Cream Biscuits (essbare laktosefreie Schokoladenkekse - Seltenheitswert in Deutschland)

Schweiz

  • Türkischer Honig mit gerösteten Mandeln

Deutschland

  • Vor Ort getrunkenes Glas Weihnachtsbock der Braumanufaktur Forsthaus Templin (schön malzig, schmeckt erstaunlich leicht und süffig, hebt einen aber schon sanft von den Füßen)
  • Eine direkt nach dem Weihnachtsbock von mir vertilgte außen herrlich knusprige und im Innern weiche Bio-Brezel der Hofpfisterei (Ich hatte wirklich nur ein paar Schluck - allerdings auf leeren Magen. Die Brezel war quasi lebensrettend. Die Hofpfisterei hat inzwischen übrigens auch einige Fillialen in Berlin - allerdings keine einzige in der Nähe von Friedrichshain. Also leider keine weiteren köstlichen Hofpfisterei-Brezeln für mich in naher Zukunft...)
  • Pfefferbeißer (noch nicht probiert)
  • Altenburger Zickenkäse (kleiner, sehr aromatischer Camembert und ein Stück Ziegenkäsebrie - gab es wirklich preiswert am Stand)
  • Vakuumgefriergetrocknete Bio-Apfelscheiben und ein Gläschen Bio-Zitronenpulver vom Winklhof. (Die Apfelscheiben schmecken tatsächlich andes als die gedörrten, die ich aus dem Biomarkt kenne. Total fluffig, locker und sehr fruchtig-aromatisch. Wirklich sehr apfelig und empfehlenswert. Auf das Zitronenpulver - hier wurde wirklich die komplette Zitrone gefriergetrocknet und pulverisiert, das Pulver ist also auch säuerlich - bin ich schon sehr gespannt. Eine spontane Foodblogger-Umfrage bei Twitter ergab vorhin tolle Rezeptideen von Zitronenhühnchen und Zitronenbutter für Fischgerichte, bis hin zu  Saucen, Gebäck und Salaten.)
  • Wikana Kekse. Damit ist ja im Osten jedes Kind groß geworden. Für den Liebsten wurden es Wikinger-Doppelkekse, gefüllt mit Zitronencreme (die er hier in den Geschäften nie findet - da muss ich demnächst mal anfragen) und für mich Mint Choco-Sandwichkekse (laktosefreier After Eight-Keks).
  • Berliner Küsse (Hmja. Schaumküsse halt. Laktosefrei. Nett. Seltsamerweise ne Firma mit Sitz in Thüringen?)
  • Vanilleschoten und langer Pfeffer (piper longum) von MadaSpice.
  • Florida-Eis. Hach.  Ich bekam das Eis kurz nach Entdeckung meiner Laktoseintoleranz von einer Bekannten empfohlen. Florida Eis hat seine Heimat in Berlin Spandau (so weit der mittig wohnende Berliner Spandau zu Berlin zählt.. ;)) und zwar schon seit 80 Jahren. Normalerweise werden die 500 g Becher für circa fünf Euro verkauft, hier hätte ich sie für nur drei Euro bekommen. Zu gerne hätte ich da zugegriffen, leider lag der Stand gut eine halbe Stunde von dem Ausgang entfernt, zu dem wir raus mussten. Auf mein klägliches und eissüchtiges Quieken hin (Das Eis ist wirklich toll - der Gatte liebt das Milchspeiseeis. Und die Fruchteissorten sind alle laktose- und glutenfrei. Meine Lieblingssorte ist Mango - wobei ich mich noch nicht durch alle verfügbaren Sorten probiert habe.) boten die drei netten Herren am Stand mir dann an, alles isolierend in Papier zu wickeln. Aber das hätte dann wahrscheinlich dennoch nur Fruchtsuppe gegeben, so dass ich bedauernd ablehnte. Übrigens kann man das Eis zwar im Grunde nur in Berlin bekommen, dank dem Eis-Express - einem 24-Stunden-Eisversand via Post - aber dann doch deutschlandweit.
  • Aseli Schaumzuckertierchen. Auch diese Firma ist alteingesessen in Berlin und setzt auf Tradition und Handwerk. Mich persönlich kann man mit Marshmallows (erst recht nicht in Busenform) jetzt nicht wirklich hinter dem Ofen hervor locken. Aber für den Liebsten gab es noch eine Tüte mit glutäugigen weißen Mäusen, grünen Waldmeisterkrokodilen und anderem Gefleuch. Aseli hat auch wirklich tolle Sachen für Halloween (Totenköpfe, Kürbisse, Gespenster, große Ratten) - ich glaube für die diesjährige Party werde ich dann doch mal direkt beim Werksverkauf vorbei sehen.

Grüne Woche Fazit

Ok.. ich gebe es zu. Dachte ich am Anfang noch, dass ich nicht viel kaufen würde, ist es dann doch eine ziemliche Menge geworden. Allerdings muss ich sagen, dass ich für viele Sachen dort auch nicht (mehr) Zielgruppe war - ganz simpel deswegen, weil ich durch meine kulinarische Passion viele selbst herstelle/koche/backe/mixe/mische/zusammenstelle. Vielleicht fehlte es dem Foodblogger an sich dann etwas am ehrfürchtigen Blick. 😉
Was ich zusätzlich noch sehr schade fand (und bei der IFA zum Beispiel ganz anders erlebte), war der Mangel an Kompetenz im Bereich Social Media. Im Twitter-Account der Grünen Woche werden nur alle paar Stunden automatisiert wirkend die Links zu den tödlich-trockenen Pressemitteilungen in den Äther abgedrückt. Dahinter ist kein realer Mensch greifbar, auf freundliche Mentions mit Steilvorlagen wird absolut nicht reagiert. Das zeigt, dass man dieses lebendige Wechselspiel, das da möglich wäre, überhaupt nicht begriffen hat und sehr viel Potential verschenkt. Sehr schade.
Ähnlich sehe ich das übrigens auch bei den ausstellenden Firmen. Einige Marken sind wirklich sehr modern und mit spannende neuen Produkten und Ideen aufgestellt, dennoch fehlt mir persönlich da diese direkte Möglichkeit zur Kommunikation. Andere Firmen (fiel mir leider gerade im Bereich der Kräuter auf, es gibt aber bestimmt noch andere Beispiele) sind allein optisch schon total zugestaubt und hinken einfach hinterher.

Wir fanden unseren ersten Besuch allerdings toll und werden sicherlich auch versuchen die Grüne Woche im nächsten Jahr wieder heimzusuchen, dann allerdings mit etwas mehr Zeit. Und wir haben es sogar noch geschafft noch kurz in der Halle mit den Tieren vorbei zu huschen. Puschelfußpferde und Schafe angucken.

Schokoladenkekse mit Fleur de Sel nach Pierre Hermé [Sablé au chocolat et fleur de sel]

Via Pinterest stolperte ich letztens bei foto et fornelli über dieses Keksrezept, das dem bekannten französischen Pâtissier Pierre Hermé zugeschrieben wird, der hierzulande wahrscheinlich den meisten durch seine Macaron-Kreationen bekannt ist.

Schokoladenkekse nach Pierre Hermé
[Sablé au chocolat et fleur de sel]

Soweit ich das rekonstruieren konnte, geistert dieses wundervolle Schokoladengebäck schon seit mindestens 2009 durch die fanzösischsprachigen Foodblogs. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass das Rezept aus einer von Pierre Hermés Veröffentlichungen namens "Infiniment"* stammen soll - mangels Buch konnte ich dies allerdings nicht verifizieren. Wer daran Interesse hat, kann allerdings via Vimeo einen Blick auf die Herstellung der Sablé au chocolat mit Hermé persönlich werfen.

Rezept für Schokoladenkekse mit Fleur de Sel

(für 2 Bleche à 20 Kekse)

175 g Mehl
150 g weiche Butter
150 g gute Zartbitterschokolade (mindestens 70%)
120 g Rohrzucker
50 g Puderzucker
30 g echten Kakao
5 g Backpulver
5 g Fleur de Sel
1/2 TL gemahlene Vanilleschote

Zubereitung

  • Die Schokolade mit einem Messer fein hacken.
  • Mehl, Natron und Kakao vermischen und durch ein Sieb streichen, beiseite stellen.
  • Butter, Salz, Zucker, Puderzucker (ebenfalls gesiebt, damit es keine Puderzucker-Klümpchen gibt) und die Vanille miteinander kurz verkneten, dann die gehackte Schokolade einarbeiten.
  • Die Mehlmischung zur Buttermasse hinzugeben und rasch  unterkneten. Das Ergebnis ist eine feucht wirkender, weicher, sandig-krümeliger Schokoladenteig (Mürbeteig).
  • Frischhaltefolie auf der Arbeitsplatte auslegen, Teig darauf geben und Rollen von 3-4 cm Durchmesser formen. Für 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.
  • Teigrollen herausnehmen, ein paar Minuten ruhen lassen (damit der erhärtete Teig beim Schneiden nicht bricht) und dann 1 cm dicke Scheiben abschneiden.
  • Die Teigscheiben mit ein wenig Abstand auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Bei 180° (Umluft)  rund 10 Minuten backen.

Schokoladenkeksfazit

Delikat. Nach dem ersten Biss wird der Mundraum von den Aromen dunkler Schokolade geflutet, erst kurz danach blühen dann kleine Salzkörnchen auf der Zunge auf und verleihen noch zusätzliche geschmackliche Tiefe.
Ein schönes Rezept, das ich inzwischen schon öfters gebacken habe. Wer nach einfachen und dabei wundervollen Schokoladencookies sucht, ist mit diesem Keksrezept bestens bedient. Ich habe nur minimale Änderungen vorgenommen (Backpulver statt reinem Natron, gemahlene Vanilleschote statt flüssiger Essenz) und empfehle für die Kekse wirklich gute, über 70 % Zartbitterschokolade zu verwenden. Bei helleren Sorten werden die Mürbeteigkekse sonst zu süß und die Vielschichtigkeit verliert sich.

Kleine Anmerkung noch: Bei mir waren die Schokoladenkekse nach 10 Minuten fertig, laut Rezept können Sie aber (maximal) 12 Minuten drinnen bleiben. Bei mir hätte das zu kleinen Aschehäufchen geführt, ist wahrscheinlich herdabhängig.

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Die neuesten Favoriten im magischen Kessel: Dinkel-Cranberry-Cookies [laktosefrei]

Ich gebe es zu - ich mag die Cookies des bekannten Sandwich-Dealers "Subway`s" sehr gerne. Die großen runden Teilchen, mit diesem teigklebrigen Innern und den großen Nussstücken (von denen leider nie genug da sind!). Am liebsten hatte ich die "White Macadamia" - wobei ich da auch schon immer leicht angewidert die weiße Schokolade rausgepult habe.
Und ja - "hatte", weil ich seit einigen Monaten weiß, dass ich laktoseintolerant bin. Damit lässt es sich im Grunde ganz gut leben und es gibt ja inzwischen auch sehr viele (fast) laktosefreie Produkte auf dem Markt (Wobei die Süßigkeiten dieser Sparte wirklich zum Würgen sind. Keine Ahnung, wer da in der Produktentwicklung sitzt, wahrscheinlich hält derjenige Schlager-Süßtafel für die Krone der Schöpfung und findet Sägespähne lecker...). Wir haben ja auch schon davor viel selbst gekocht, gebacken und Dinge zusammengerührt (sonst gäbe es ja auch dieses Foodblog wohl kaum), jetzt muss ich halt noch mehr selbst machen und studiere sehr viel intensiver die Zutatenlisten. Durchgelesen habe ich mir die ja eh schon immer.

Rezept für Dinkelcoookies mit Walnüssen und Cranberrys

Laktosefreie Kekse

Was wirklich erstaunlich ist: Mir war wirklich nicht bewusst, wie viel Laktose in Form von Milchpülverchen & Co. einem in den normalen Lebensmitteln begegnen. Teilweise in Produkten, von denen man es wirklich nie erwartet hätte (Was hat das Zeug beispielsweise in Knusperbrot oder After Eight verloren!? In mir entwickelt sich langsam der Verdacht, dass das Hineinrühren von Milchpulverbergen irgendwie monetär geheiligt wird.). Naja, langes Geschreibe, kurzer Sinn. Ich wollte mal wieder leckere Cookies (Mit so vielen Nüsen, wie ich will. Ha!), wollte  sowieso mal ausprobieren mit Dinkelmehl zu backen, sehen ob Kekse mit Margarine wirklich essbar sind, einen Grund haben, um die Tüte mit den Cranberrys (die auf deutsch auch Moosbeeren genannt werden - ist das nicht ein hübscher Name?) aufzumachen und gänzlich laktosefreier Süßkram ist bei mir momentan halt eh gern gesehen.

Keksteig / cookie dough

Blech mit ungebackenem Keksteig

Rezept für Dinkel-Cranberry-Cookies

(Ergibt circa 25 große Cookies)

200 g Dinkelmehl (Type 630)
175 braunen Zucker
150 g Margarine (geschmolzen)
100 g Cranberries (grob gehackt)
100 g Zartbitterschokolade (grob gehackt)
110 g grob gehackte Nüsse nach Wahl (zum Beispiel gesalzene Macadamias - hier sind es jetzt 60 g Walnüsse, 50 g Haselnüsse - nächstes Mal Nussmenge erhöhen auf 175/200 g)
1 Ei
3 EL Reismilch/laktosefreie Milch/Wasser
1 Tüte Backpulver
1/2 TL gemahlene Vanilleschote/Vanillepulver
großzügige Prise Meersalz

 Zubereitung

  • Margarine in der Mikrowelle schmelzen und mit dem Zucker, dem Salz und der Vanille gründlich verrühren.
  • Zuckermasse etwas runterkühlen lassen, erst das Ei und die Reismilch einarbeiten, dann das mit dem Backpulver vermischte Dinkelmehl, die Schokolade, Cranberrys und Nüsse mit einem Löffel untermischen.
  • Die Schale mit dem Teig für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Mit zwei  Esslöffeln großzügige Teighaufen (mit genug Abstand zueinander - bei mir passten neun auf das Backblech) auf das Backblech setzen.  Im vorgeheizten Ofen (Umluft) bei 175° für 8-10 Minuten backen.
  • Auf dem Blech auskühlen lassen.

Frisch gebackene Cookies

Cookie-Fazit

Meine Fresse, sind die gut! In den Außenbezirken herrlich knusprig, im Innern zwar nicht klebrig, aber fluffig. Und geschmacklich gehen fruchtig-süßsäuerliche Cranberrys eine sexy Dreierbeziehung mit Walnussaroma und Zartbitterschokolade ein. Das fein ausgemahlener Dinkelmehl bietet dazu mit seinem leicht nussigen, vollen (aber nicht öko-dinkelbratlingartigem) Aroma die Spielwiese.
Ich hatte ja heftige Bedenken was die Margarine angeht - ich bin einfach absoluter Butter-Junkie und habe solche Cookies früher auch nur mit purer Butter hergestellt. Auch die Reismilch (die ich als Getränk wahrscheinlich nie freiwillig in Betracht ziehen würde) fällt hier nicht negativ auf. Mit ihr hatte ich letztens schon einen zaghaften Eierkuchenversuch hinter mich gebracht, der erstaunlich essbar war. Ich bin also ernsthaft positiv überrascht und hätte nie erwartet, dass es so gut schmeckt und subjektiv wirklich kein Unterschied feststellbar ist. Die Cookies sind garantiert kein diätisches Derivat und müssen sich keinesfalls  neben ihren buttrigen Anverwandten verstecken.

Achtung: Das sind keine Kekse die man auf Vorrat backen sollte. Schmecken frisch gebacken am besten, sind ab dem zweiten Tag trotz Dose nicht mehr knusprig und schmecken am vierten Tag noch ganz lecker. Da ist es sinnvoller den Teig/Teighaufen auf einem Blech einzufrieren, den portioniertenTeig in Gefrierdosen zu verfrachten und dann nach Bedarf schnell frisch zu backen.