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Basisrezept für eine einfache vegane/vegetarische Nudelsauce

Durch einen gemeinsamen Kochabend via Videocall diese Woche, kam ich spontan auf die Idee, dass ihr hier vielleicht auch Interesse an diesem simplen aber guten und variablen Rezept für eine gemüselastige Tomatensauce habt.

Rezept für eine einfache, gute Basis-Nudelsaucr (vegetarisch/vegan)

Eine Tomatensauce - viele Varianten

Ich schmeiße meine Nudelsauce eigentlich immer so pi-mal-Daumen zusammen, habe mir für unsere kleine Kochgruppe aber letztens mal die Mühe gemacht, das was ich da immer so in den magischen Kessel schmeiße, mal schriftlich festzuhalten. Natürlich ist das keine super hohe Kochkunst und viele von euch kochen ihre Tomatensaucen für Pasta wahrscheinlich ähnlich. Aber dennoch - für manche ist es vielleicht interessant (und wenn nicht für die, dann ist das hier für meinen Mann spannend, der kocht nämlich meine Rezepte vom Foodblog nach - ich scherze schon immer, dass die dann "Kai-proofed" sind 😅).

Die Tomatensauce lässt sich super variieren: Ihr mögt keine Auberginen? Gut, dann nehmt halt Pilze! Die sind auch doof? Dann halt Möhren. Oder Zucchini, kleine Brokkoli-Stückchen, Paprika, TK-Erbsen oder TK-Blattspinat - ihr seht schon, ihr könnte da wirklich kreativ sein. (Wobei ich persönlich ja finde, dass Auberginen sehr an Essbarkeit gewinnen, wenn man sie nackig macht und so lange brät, bis sie cremig-weich sind.)
Ich mag auch gerne ein wenig Rotwein in meiner Sauce, das gibt mehr Tiefe, kann aber auch einfach weggelassen werden, dann nehmt zum Ablöschen einfach 100 g Wasser. Ein Schuss Sahne oder Hafersahne am Ende rundet alles ein wenig ab - ist aber auch kein Muss. Ich würde aber wirklich empfehlen, etwas Zucker oder Honig in den Topf zu werfen. Hierbei muss man aber wirklich abschmecken, denn je nach verwendeten Tomatenkonserven kann 1 TL Zucker schon grenzwertig sein, weil die Sauce von Natur aus schon so süß genug schmeckt - bei anderen Gelegenheiten musste ich schon 3 mal nachsüßen, weil die Säure der Tomatenprodukte so intensiv war. Wenn gar kein Gemüse da ist, dann nutzt halt nur die aufgezählten Tomatenprodukte. Und falls man mal keine Lust auf Nudeln hat: Zu Reis kann man die Tomaten-Gemüsesauce ja auch essen... 😄 Aber nun ab zum Rezept!

 

Rezept für Spaghetti mit veganer - vegetarischer Nudelsauce

 

Grundrezept für eine einfache, vegane/vegetarische Nudelsauce mit Gemüse

(4 Portionen)

1 Dose gehackte Tomaten (400 g - alternativ gleiche Menge frische Tomaten gehackt)
1 Paket passierte Tomaten (500 g)
1 große Aubergine (alternativ: 1 große Zucchini/ 1-2 Paprika / 250 g Pilze / 250 g Möhren/ 250 frische grüne Bohnen / 250 g Dosen oder TK-Gemüse wie Erbsen, Bohnen, Blattspinat oder Kichererbsen)
1 Paprika (alternativ: siehe oben)
100-200 ml Wasser
100 ml trockener Rotwein (optional)
1 große Zwiebel
1-2 Zehen Knoblauch
100 g Sahne (optional,  Alternativen: vegane Varianten wie Hafer- oder Sojasahne)
neutrales Öl zum Braten

1/2 TL Madras Curry*
1/2 TL Ceylon Zimt*
1/4 TL Paprika (edelsüß)
1/8 TL getrockneter (wilder) Thymian* (alternativ: etwas weniger Rosmarin)
schwarzer Peffer nach Belieben
Salz nach Belieben (kommt auch auf die Gemüseauswahl an)
1-2 TL Zucker (alternativ: Honig, brauner Zucker, Kandis, Süßstoff, Agavendicksaft - was auch immer ihr mögt und da habt)

500 g Nudeln nach Vorliebe, Käse zum Bestreuen nach Vorliebe

Zubereitung

  • Zwiebel schälen und hacken, in einer großen tiefen Pfanne oder einem Topf mit Öl bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie anfangen zu bräunen.
  • Während die Zwiebel vor sich hin brät, die Aubergine (oder Zucchini/Paprika/Pilze - Erbsen oder Blattspinat bitte erst später in die Sauce geben) schälen, in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Zwiebeln kräftig anbraten. (Maillard-Reaktion for the win!) Der Aubergine ruhig ein wenig Zeit geben, sie sollte gegart und weich sein.
  • Die geputzte und kleingewürfelte Paprika (oder das Alternativgemüse) dazu geben und mit anbraten.
  • Kurz vor dem Ablöschen mit Flüssigkeit, den geschälten, feingehackten Knoblauch für 1-2 Minuten zum bratenden Gemüse geben.
  • Mit Rotwein (oder Wasser) ablöschen. (Jetzt Dosengemüse, TK-Erbsen oder Spinat hinzu geben.)
  • Die gehackten und die passierten Tomaten hinzufügen. Falls die Sauce euch jetzt noch etwas zu dick erscheint, könnt ihr noch mit etwas Wasser verdünnen. Gewürze und Zucker hinzu geben. Gut umrühren, aufkochen lassen und dann mit Deckel (sonst müsste ihr mit dem Tomatensaucenvulkan in der Küche kämpfen) auf kleiner Flamme für 15-20 Minuten köcheln lassen, damit sich alles gut geschmacklich zusammenfügt. Ab und an umrühren, auch Tomatensaucen können anbrennen.
  • Währenddessen die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
  • Falls gewünscht, am Ende der Saucenkochzeit, etwas Sahne hinzu geben, abschmecken. Die abgegossenen Nudeln in den Topf mit der Sauce geben, gut untermischen und servieren. Guten Appetit! 😋

 

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Italienisch genießen [Werbung]

Eigentlich sollte dieser Beitrag den Titel "Italienisch kochen mit Freunden" bekommen. Denn alle paar Wochen treffen wir uns mit lieben Freund*innen hier in meiner Küche und kochen gemeinsam vegetarisch. So haben wir uns nach und nach den verschiedensten Länderküchen und Kochtechniken via Festmahl genähert. Unvergessen auch das große Spargel(f)ressen mit selbstgemachter Hollandaise. 😉

italienischer Mozarella-Salat Caprese

Italienische Lebenmitte online kaufen

Und für diese Kochgruppe ging ich Anfang des Jahres eine nette kleine Kooperation mit Andronaco ein, die nicht nur reale Supermärkte besitzen, sondern auch einen Online-Shop für italienische Lebensmittel.

Wir planten ein schönes Menü - mit Risotto, reichlich Antipasti, verschiedenste Sorten Pasta, Bruschetta, diversen (Tomaten-)Saucen und Pasten, Gewürzmischungen, italienische Kekse, Torrone und Tramezzini, die wir gemeinsam vertilgen wollten. Wundervolles Olivenöl, Balsamico, Erdbeersaft, Pistazienlikör, Kräuterbitter und Fragolino Rosso (ein nach Erdbeeren duftender Perlwein) wanderten in mein virtuelles Einkaufskörbchen und strandeten in zwei riesigen Paketen an meiner Wohnungstür. Jedes Objekt fein verwahrt in stabiler Pappe und recyceltem Füllmaterial.

Doch dann wurde ich erst ziemlich krank und dann kam - wir wissen es alle - Corona. Dank Covid-19 gibt es also erstmal weder Kindergarten- noch Freundesbesuche und coole Kochabende. 😩
Die Situation wurde immer schlimmer, der Lockdown kam, Kisten standen weiter hier herum, bis ich mich dann mit etwas schwerem Herzen entschloss sie auszuräumen und dann halt uns allein nach und nach mit dem Inhalt zu beglücken. Wir hatten also zumindest keinen Mangel an Nudeln. 😉

 

Italienische Leckereien

Und hier kommt dann ein kleiner Blick auf die leckeren Dingen, die im Laufe der letzten Wochen auf unseren Tellern landeten. Die Fotos von den schwarzen Sepiaspaghetti mit Kirschtomatensauce sind leider verschollen - ich kann nur versichern, dass sie vorzüglich waren. 😉

 

Tramezzini-Sandwich mit Antipasti

Sandwiches aus Tramezzini-Brot. Hier eines mit Thunfischcreme, Mozzarella und Salat. Davor zu sehen Cipolle Borettane (Zwiebelchen), eingelegt in einem Aceto-Balsamico-Sud und Oliven mit Parmesanfüllung.

 

Frisch aus dem Ofen: Bruschetta mit Tomatensauce und überbackenem Käsea

Bruschetta-Brot mit Bruschetta-Creme und Käse überbacken. Das war unsere knusprig gebackene Beilage zu einer Paprikacremesuppe.

 

italienischer Mozarella-Salat Caprese

Ganz klassisch: Caprese mit hervorragendem Olivenöl, Balsamico, Tomaten, etwas frisch gemahlenem Pfeffer und Meersalz. Allerdings minus Basilikum. Im Hintergrund modelt eine mit Antipasti und Salami gefüllte Platte.

 

Getöpferte Kuchenplatte auf bestickter Tischdecke mit italienischem Gebäck: Kekse mit Nougatcremefüllung, Torrone und Schokokekse

Italienische Süßigkeiten - Torrone und Kekse - , die zum Kaffeetrinken weggeknuspert wurden.

Jetzt gibt es ja allerorten Lockerungen, ich hoffe das kommt alles nicht verfrüht und dass wir bald alle wieder gemeinsam an einem Tisch sitzen und lachen, essen und trinken können - ohne Angst zu haben. Ich stoße dann mit einem Gläschen Pistazienlikör mit euch an. Passt auf euch auf! Stay safe.

Eure Shermin

Frühlingszwiebelpesto mit Bacon & gerösteten Walnüssen

Der Liebste kocht Nudeln und ich zupfe meditativ Petersilienblättchen ab, während ich mir noch ein Stückchen Walnuss klaue und zufrieden knabbernd das liebevoll neben mir gemurmelte "Walnussjunky!" (sehr) großzügig ignoriere.

selbstgemachtes Pesto aus Frühlingszwiebeln, gerösteten Walnüssenund Bacon

#dishstorm - Sturm im Pestogläschen

Diese kochende Idylle tippe ich deswegen hier nieder, weil ich Pesto zubereite. Und zwar deswegen, weil es vor ein paar Tagen einen Sturm im Pestogläschen gab, als ein großer Nudelsaucenhersteller auf ziemlich plumpe und unhöfliche Weise Bloggern Links bei FB reindrückte. Die Form der Gegenreaktion war recht kreativ und kann beim Stern nachgelesen werden, aus dem #dishstorm entstand dann auch gleich noch ein Blogevent zur Sammlung von Pestorezepten - ganz ohne seltsame Zusätze, wie bei dem Fertigzeug ja oft zu finden.

 

Zutaten für selbstgemachtes Pesto

Eine hervorragende Idee (lies: Arschtritt), um ein seit 3 Jahren in der Schublade lauerndes Pestorezept endlich hervorzuzerren, nochmal aufzupolieren und das frisch-zitronige und ganz sanft petersilige Ergebnis genüsslich zu verspeisen. Es ist genug Grün dran, um sich auch im Februar schon gedanklich einen Hauch Frühling um die Nase wehen zu lassen, dank Walnüssen und Schinkenstückchen aber bodenständig genug für fröstelnde Momente. Die Walnüsse und den Bacon mische ich nicht unter, sondern brösel sie elegant über die Nudeln mit Pesto und genieße diesen Zen-Moment der kulinarischen Schönheit, bevor ich dann natürlich doch alles untermenge - aber das kann jeder ja machen wie er möchte.
Und natürlich die perfekte Gelegenheit, um meinerseits beim Vertilgen des kleinen Pasta-und-Pesto-Bergs dem darin schwelgenden Herzmenschen ein liebevoll-süffisantes "Pastajunky!" zukommen zu lassen. 😉

 

Frühlingszwiebelpesto mit Walnüssen und Bacon

Küchentipp: Ich habe immer frische geriebene Zitronenzesten von Bio-Zitronen, deren Saft ich anderweitig genutzt habe, in einem kleinen Gläschen im Tiefkühler. Sehr praktisch und schnell zur Hand.

Rezept für selbstgemachtes Pesto aus Frühlingszwiebeln

Rezept für Frühlingszwiebelpesto

(ausreichend für 250g ungekochte Spaghetti - also 2 ausgehungerte, verfressene Personen)

100 g Frühlingszwiebeln (samt Grün, geputzt)
30 g geriebener Parmesan
10 g glattblättrige Petersilie (Blätter abgezupft)
3 EL Olivenöl
Saft 1/2 Zitrone (ca. 20 ml)
1 TL Kräutersalz
2 Knoblauchzehen
1/2 TL  Zitronenzesten (frisch)

70 g Walnüsse (ohne Schale)
100 g Baconwürfel
250 g Spaghetti

Zubereitung

  • Die geputzten Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, in einem Sieb platzieren und für ein paar Sekunden mit brüllend heißem Leitungswasser (unseres wird so heiß, alternativ kochendes Wasser) überspülen, direkt danach kalt abspülen. Die Zwiebeln sollen nicht garen, sondern nur etwas ihren "Biss" verlieren, damit beim Essen niemand weint.
  • Die Frühlingszwiebelringe (tolles Wort :)) in ein Gefäß geben, geputzte Knoblauchzehen, Petersilie, Salz, Olivenöl, Zitronensaft und Zitronenschale hinzugeben und gründlich mit einem Pürierstab bearbeiten. Danach mit einem Löffel den Parmesan unterziehen und abschmecken.
  • Den Bacon in einer Pfanne auslassen und knusprig braten, herausnehmen und beiseite Stellen.
  • Die Walnüsse mit einem Messer grob hacken und im restlichen Baconfett unter stetigem Rühren etwas anrösten, in eine Schale geben und beiseite stellen.
  • Die Nudeln gar kochen, abtropfen, in eine große Schale geben, das Pesto darüber geben und mit Baconwürfelchen und gerösteten Walnüssen bestreuen. Servieren. Kurz vorm Essen unterheben.

 

Pestostorm

Rezept für wahnsinnig leckere Spaghetti mit Steinpilzen, roten Zwiebeln und Schwein – sanft ertränkt in Rotwein

Achtung! Hüftgold-Warnung!

steinpilzspaghetti

Sieht so vielleicht nicht gerade rasend schön aus, ist aber gerade eines meiner Lieblingsgerichte und zum Drin wälzen lecker.  Wie schon einleitend deutlich gemacht, gebe ich ich hier eine kleine Hüftgoldwarnung raus. Das Rezept ist für ca. 4 Personen ausgelegt. Gab es am gestrigen Abend bei uns zu essen.

Benötigte Zutaten fürs Nudelgericht

500 g Spaghetti (Tagliatelle hätte ich gerne dafür genommen, hab sie aber nicht bekommen)

500 g Schweinefilet

150 g Steinpilze (Ich bekenne: frische gehen über mein Budget.  Mit einem Pilz lässt sich keine Steinpilz-Sauce machen. Ich habe letztens TK-Steinpilze bei Netto entdeckt (300 g für 3,30 Euro) und war von dem Aroma doch angenehm überrascht.)

4 große rote Zwiebeln

1 - 2 Knoblauchzehen (je nach Intensität und persönlichem Geschmack)

1 Glas trockener Rotwein

1/2 Becher Cremefine (ja, das Zeug ist mein persönliches Alibi 😉 - alternativ: Sahne)

2 Kugeln Mozzarella

Rosmarin, frischer gemörserter Pfeffer, Paprikapulver, Salz

Olivenöl

Zubereitung der Steinpilzsauce:

  • Das Fleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden und in einer tiefen Pfanne scharf in etwas Olivenöl anbraten.
  • Die Zwiebeln schälen und längs achteln, die großen Zwiebelstücke zusammen mit dem Fleisch anbraten.
  • Erst den Knoblauch und dann kurz danach die  Pilze dazu geben. Mit dem Rotwein ablöschen und durchgaren.
  • Würzen und evtl. noch etwas Wasser hinzufügen, damit genug Flüssigkeit vorhanden ist und alles von Sauce umgeben ist. Das Cremefine unterrühren.
  • Die Nudeln währenddessen wie gewohnt kochen und den Mozarella in kleine Würfelchen schneiden.
  • Die Sauce auf niedrigste Stufe stellen, kurz bevor die Nudeln fertig sind, den Mozarella in die Sauce geben und durchziehen lassen.
  • Die abgegossenen Nudeln in die Pfanne geben und sofort unter die Sauce mit dem Käse heben.  Schnell servieren, bevor der Mozarella abkühlt und zu Gummi mutiert.

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