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Rezept für Honiglebkuchen – geeignet für Pfefferkuchenhäuser

Ja, ich weiß. Wir haben Januar. Das Jahr hat gerade erst begonnen und ich veröffentliche ein Rezept für Honiglebkuchen? Hab ich einen ander Waf.. äh.. am Lebkuchen?

 

Rezept für selbstgebackene Honiglebkuchen - auch geeignet für Pfefferkuchenhäuser

 

Lebkuchen für das ganze Jahr

Die Antwort ist "Nö!". 😄 Ich bin in den letzten Jahren job- und kindbedingt immer so spät dran, dass ich immer erst kurz vor knapp Neues ausprobiere (Lies: kurz vor Weihnachten). Da fehlt es dann an der Zeit, um die Beiträge umzusetzen. Jetzt habe ich aber Bilder, das Backen noch frisch im Kopf und die Zeit zum Schreiben. Also gibt es eben jetzt Lebkuchen.
(Die brav vorausplanende/n Foodblogger*innen bereiten sowas meist sowieso schon im Sommer vor, um im Herbst dann mit den neuen Winterrezepten in den Startlöchern zu stehen. Ich ziehe das Backen halt nur um eine winzige Kleinigkeit vor. 😅 )

 

Selbstgebackene Pfefferkuchen mit Zuckerguss, Zuckerperlen und kleinen Delfinen aus ZuckerDunkeltürkises, handgetöpfertes Keramiktablett, darauf ein Blumenförmig ausgestochener Lebkuchen mit Zuckerguss, Zuckerperlen und kleinen Delfinen aus Zucker

 

Außerdem mögen reich geschmückte Lebkuchenhäuschen und Pfefferkuchen zwar  traditionelles Weihnachtsgebäck sein - sie gehören zu den sogenannten "Braunen Lebkuchen", die sich durch eine besonders lange Halt- und Lagerbarkeit hervor tun - in unterschiedlichsten Variationen und Härtegraden sind sie allerdings ein ebenso traditionelles Ganzjahresgebäck, was nur ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Überbleibsel hiervon sehen wir heutzutage noch auf Jahrmärkten oder beispielsweise auch dem Oktoberfest, wo man bunt bezuckerte Lebkuchenherzen oder andere Pfefferkuchengebilde erwerben kann. Oder denkt mal an Rheinischen Sauerbraten - mit Lebkuchen als Saucenzutat oder an schwedische und britische Pfefferkuchenvarianten wie Ingwerplätzchen/Gingersnaps, die dort auch traditionell während des Jahres und nicht nur zu Weihnachten weggeknuspert werden. Und last but not least: Seht doch einfach auf diese herzallerliebsten und total unweihnachtlichen Delfin-Zuckerstreusel*, die für den dank Pandemie ausgefallenen Kindergeburtstag im letztens Jahr erworben wurden und endlich Verwendung fanden.
Ich bin also zwar antizyklisch zur Weihnachtsbäckerei unterwegs, aber keineswegs grundlegend falsch. 😁

 

PfefferkuchenSelbstgebackene Lebkuchen

 

Honiglebkuchen mit Backpulver - geeignet für Lebkuchenhäuser

Aber erst einmal habe ich gesucht. Und gesucht. Und noch mehr gesucht. Denn ich wollte keine Pfefferkuchen mit Hirschhornsalztralala oder Pottaschegedöns backen. Beides habe ich schon in früheren Jahren genutzt und beides schmeckt man meines Erachtens zu sehr heraus, bzw. gefiel mir nicht. Ich wollte Backpulver! Irgendwann verfiel ich dann endlich auf den Gedanken in meinem liebsten Backbuch "Backen mit Lust und Liebe"*, das als Kind quasi meine Backbibel war, nachzusehen und wurde nicht enttäuscht. Das Lustige war, dass - als ich dann das Tütchen mit dem Lebkuchengewürz zur Hand nahm - auf der Rückseite fast das gleiche Rezept (nur mit Roggen- statt Weizenmehl) aufgedruckt war.

Falls ihr hiermit ein Lebkuchenhaus backen wollt, verdoppelt sicherheitshalber die Teigmenge, so habt ihr genug Teile, um bequem alle Elemente fürs Haus auszuschneiden oder auszustechen - samt Backup-Wänden. Aus dem überzähligen Teig erhaltet ihr dann zusätzlich noch ein bis zwei Bleche voller kleiner Lebkuchen zum Verzieren - in Geschenkbeuteln machen sie sich äußerst hübsch!

Aber Achtung! Die Lebkuchen nach diesem Rezept gehen beim Backen auf - müssen also mit Platz aufs Blech gelegt werden -  und werden nach dem Abkühlen hart. Wir mochten das sehr, ich nehme an, dass sich dies daraus ergibt, dass hier kein Fett zugegeben wird und der Honig karamellisiert.
Ich habe übrigens nicht selbst eine Vorlage erstellt und dementsprechend zugeschnitten, wie meine Mama damals, sondern mir recht günstig so ein Ausstechset für ein Pfefferkuchenhaus* bestellt - was auch sehr gut funktioniert hat. Die einzelnen Lebkuchen zum späteren Verzieren habe ich mit einem solchen Plätzchenausstecher* ausgestochen. Aber natürlich funktioniert hier einfach all das, was ihr schön findet und praktikabel findet. Meine überzähligen Hausplatten habe ich nach dem Abkühlen übrigens in 2 cm breite Streifen geschnitten und zum Kaffee genossen - obwohl nicht zwei mal gebacken, erinnerte mich das Gebäck durch Optik und Haptik etwas an Cantuccini.

 

Selbstgemachtes Pfefferkuchenhaus aus Honiglebkuchen

 

Rezept für Honiglebkuchen

400 g Mehl
125 g Honig
125 g Zucker
2 Eier
2,5 TL Backpulver (1 Tütchen)
2 EL Lebkuchengewürz*

Zur Verzierung: Puderzucker, Zitronensaft, Zuckerperlen*

Zubereitung

  • Den Honig in einem kleinen Topf bei geringer Hitze flüssig werden lassen. Den Zucker einrühren und die Masse abkühlen lassen.

 

  • Ist die Honigmasse kühl genug, nach und nach die Eier einarbeiten.

 

  • Mehl, Backpulver und Lebkuchengewürz in einer Schlüssel miteinander vermischen.

 

  • Nach und nach die Mehlmischung in die Honigmasse einrühren/einkneten. Das geht mit einer Küchenmaschine oder einem Handrührgerät sehr gut. Notfalls auch mit einem Löffel - die Masse ist sehr klebrig. (Und ich persönlich war an diesem Punkt sehr skeptisch, wie dieser Teig je zu Lebkuchen werden soll. 😅)

 

  • Den fertigen Teig bei Zimmertemperatur eine Stunde lang ruhen lassen. Er geht dadurch ganz leicht auf und verliert die massive Klebrigkeit, so dass er ausrollbar ist.

 

  • Den Teig kurz mit bemehlten Händen duchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 0,5 cm dick ausrollen und große Plätzchen ausstechen.

 

  • Die ausgestochenen Honiglebkuchen mit gutem Abstand aufs Blech legen - sie gehen beim Backen noch auf.

 

  • Bei 175 °C (Umluft, mittlere Schiene) für 10-12 Minuten backen. Größere Elemente für ein Lebkuchenhaus 1-2 Minuten länger.

 

  • Nach dem Herausnehmen aus dem Ofen auf dem Blech auskühlen lassen. Die Lebkuchen werden nach dem Abkühlen hart.

 

  • 100 g Puderzucker in eine kleine Schüssel geben, mit etwas Zitronensaft (mit ein paar Tropfen beginnen und langsam steigern, der Puderzucker fällt stark zusammen) zu einem dicken Zuckerguss anrühren.

 

  • Zuckerguss nun mit einem Löffel, Pinsel oder Spritzbeutel auftragen (Ich habe diesmal zum ersten Mal zum Auftragen so eine Saucenflasche* genutzt und war mit dem Handling sehr zufrieden.) und über einer Schüssel mit einem Löffel die Zuckerperlen darüber riesen lassen. So kann man Herunterfallende auffangen und weiter nutzen.

 

  • Zuckerguss erhärten lassen und die Honiglebkuchen dann in festschließenden Dosen verwahren.

 

Honiglebkuchen, dekoriert mit Zuckerguss und Zuckerperlen

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Rezept für (meine) weltbeste(n) Vanillekipferl

An Vanillekipferln scheiden sich ja bekanntlich die Geister.  Mit Eigelb. Komplett ohne Ei. Gewälzt in Zucker. Oder Puderzucker. Mit Mandeln. Nur mit Haselnüssen... Ihr seht was ich meine: Kriege können entstehen, Freundschaften zerbrechen und ganze Völker sich an der Zubereitungsart dieses mürb-buttrigen Weihnachtsgebäcks entzweien (das ich übrigens ganz ketzerisch als Vanilletaler auch mal außerhalb der Saison backe...).

Rezept für weltbeste Vanillekipferl #weihnachtskekseWie das immer so ist, ist jeder davon überzeugt, im Besitz des einzig wahren Rezepts zu sein. Ich vertrete ja die Theorie des Leben-und-Leben-lassen und knabbere großmütig auch Vanillekipferl, die nach einem anderen Rezepte-Dogma entstanden sind. 😉 Und heute teile ich meine persönliche Wahrheit.. äh... mein weltbestes Vanillekipferlrezept mit euch. (Mit Eigelb. Nur mit Mandeln. Gewälzt in Vanillezucker. Ha!)

Rezept für (meine) weltbeste(n) Vanillekipferl #kekse #magischerKesselEssbare Weihnachtsgeschenke & Christbaumschmuck zum Knabbern

Mein persönlicher Tipp: Aus dem Teig für die Vanillekipferl lassen sich nicht nur Kipferl formen, sondern - wie schon erwähnt  - auch Taler (ich mache kleine Kugeln, setze sie aufs Blech und drücke sie dann vorsichtig flach). Diese sind nicht so bruchanfällig wie die Kipferl und lassen sich schön verpackt dann auch wunderbar als gebackenes Weihnachtsgeschenk aus der Küche verschicken. (Hier lang geht es zu meiner Übersicht über Geschenke aus der Küche)
Wer seinen Tannenbaum ganz klassisch mit essbarem Baumschmuck versehen will, für den ist der Kipferlteig ebenfalls geeignet. Mit etwas Übung lässt sich der geschmeidige, weiche Teig in die Form von Ringen, Herzen und sogar Brezeln bringen, die man fertiggebacken dann mit schönem Geschenkband an den Weihnachtsbaum binden kann (dann aber den Vanillezucker vorher gut abschütteln!). Und wer selbst nicht formen will, kann sich ja so ein Vanillekipferlblech* holen - allerdings habe ich die bisher nur aus der sicheren Ferne beäugt.

Eine Prise Küchenmagie beim Backen von VanillekipferlnRezept für buttrig-mürbe Vanillekipferl #magischerKesselÜbriggebliebens Eiweiß & Weihnachtsplätzchen

Und was passiert mit dem übrigen Eiweiß? Das gebe ich in ein Glas und friere es für die spätere Verwendung ein (Baisermasse funktioniert damit beispielsweise tadellos) oder verwende es für Kokosmakronen, Zimtsterne und anderes Weihnachtsgebäck. Überhaupt andere Weihnachtskekse - ich empfehle an dieser Stelle noch mein Grundrezept für Mürbeteigplätzchen (damit kann man sogar Kirchenfensterkekse machen) und meine Rezepte für Engelsaugen, Honig-Anis-Printen, Berliner Brot, Früchtebrot oder Christstollen.

Nachtrag: Dieses (inzwischen leicht abgewandelte) Rezept stammt ursprünglich aus Roland Gööcks "Backen mit Lust und Liebe"* (baugleich mit "Roland Gööcks großes Backbuch"*) - ein Backbuch aus den 1970ern, mit dem ich Backen gelernt und in dem ich als Kind gerne geschmökert habe. Mehr Infos auch in den Kommentaren.

Wie bäckt man (die weltbesten ;)) Vanillekipferl? #PlätzchenrezeptRezept für Vanillekipferl

60-75 Stück (circa 2,5 Bleche)

300 g Mehl
250 g Butter
125 g Zucker
125 g geriebene Mandeln
3 Eigelb (M)
1/8 TL gemahlene Vanilleschote* / Mark 1/2 Vanilleschote / 1 Tütchen Vanillezucker
Vanillezucker zum darin wälzen (also für die Kipferl, nicht für euch ;))

Zubereitung

  • Der Teig kann problemlos auch in einer Küchenmaschine gemacht werden, aber ich knete ihn lieber von Hand. Zum einen bemerke ich beim Kneten, ob sich alles richtig verbindet, zum anderen hat er am Ende eine bessere Konsistenz. Aber das ist meine persönliche Macke. 😉
  • Mehl auf die Arbeeitsfläche geben, in der Mitte eine Vertiefung machen (so Vulkankegel-mäßig) und Zucker, gemahlene Vanille oder Vanillezucker und das Eigelb hineingeben.
  • Mit einem Finger das Eigelb mit dem Zucker und etwas von dem Mehl zu einem dicken, breiigen Vorteig verrühren.
  • Nun die gestückelte Butter und die Mandeln darauf geben und mit den Händen nach und nach zu einem glatten, festen und gleichmäßigen Teig verkneten.
  • Den Teig für die Vanillekipferl 30-40 Minuten ruhen lassen. (Zeit für etwas Küchenmagie: Ich zeichne immer ein Herz in diesen wunderbar goldenen, buttrigen Teig.)
  • Teig nochmals kurz durchkneten und aus dem Teig kleine Kipferl (oder Taler, Herzen, Brezeln...) formen und auf mit Backpapier bezogene Bleche geben. Bitte auf Abstand achten, die Kipferl laufen noch etwas auseinander.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 175° (Umluft) für 10-12 Minuten backen bis sie gelb bis goldbraun (das sind die leckersten) sind.
  • Blech aus dem Ofen nehmen und die Vanillekipferl noch heiß mit dem Vanillezucker bestreuen. Auskühlen lassen - dadurch werden sie stabiler - und erst dann vom Blech nehmen und in Keksdosen lagern.

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Einfacher Plätzchenteig [Grundrezept Mürbeteig]

Ja, ja, ja... ich weiß. Ihr habt euch seit Anfang Dezember an Plätzchen quasi schon überfressen. Trotzdem bekommt ihr jetzt noch ein Grundrezeptklassiker von mir aufs Auge gedrückt.

Selbstgebackene Weihnachtskekse - Grundrezept

Nehmt euch doch alle ein Becherchen alkoholfreien Glühpunsch, lehnt euch zurück und bewundert bitte angemessen meine tollen Entchen mit den Zuckerperlenschnäbeln. Und diese komischen bunten echsenartigen Dinger sollen Dino-Plätzchen* sein. (Jaaahaaa! Die traditionellen Weihnachtsdinos. Wer kennt die nicht?! Den noch vieel traditionelleren Fledermausausstecher hatte ich zu dem Zeitpunkt leider verlegt.)

Klassisches Grundrezept: Mürbeteig

Mürbeteig (oder auch Hackteig, da die Butter früher auch mit einem großen Messer in den Teig eingearbeitet wurde, damit sie nicht warm wird) ist einer der klassischen Grundteige. Mürbeteig funktioniert nach dem Prinzip 3:2:1 (Mehl:Butter:Zucker), ist supersimpel und rasch herstellbar, die Grundzutaten hat man eigentlich fast immer im Haus und er ist vor allem eines: sehr variabel. Egal ob als süßes Weihnachtplätzchen, schottisches Shortbread oder auch mal herzhaft - er hat einen buttrigen Schmelz beim Naschen und ist wunderbar knusprig-mürbe. Mürbteig halt.

Cathedral Cookie mit Bonbons

Backen mit Kindern

Plätzchenteig dieser Art lässt sich übrigens auch hervorragend vorbereiten, im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Und fast jede/r von uns wird als Kind seine ersten Plätzchenbackerlebnisse zur Weihnachtszeit mit solch einem Mürbeteig gehabt haben, der sich portioniert aus der Kühlung entnehmen, gut  ausrollen, mit zahllosen Plätzchenausstechern malträtieren und anschließend mit Zuckerguss und Kuvertüre einbunten lässt. (Okay, okay, blicken wir der gebackenen Realität ins Auge: Meist steht dann ein Elternteil am Ende in der Küche und glasiert entnervt und todmüde den Kram zu Ende, während die Lendenfrüchte oder entliehene Alibi-Kids schon zu was Interessanterem übergegangen sind.)

Butterkeksrezept für das ganze Jahr

Diese Butterkekse sind wunderbar variabel, weswegen dieses Grundrezept für Butterkekse keineswegs an die Weihnachtszeit gefesselt ist und das ganze Jahr über gebacken werden kann. Da ich auch gerne mal Kekse mit komplizierteren Ausstechern backe oder mal Schrift mit Keksprägestempeln in den Teig einpräge, verwende bei diesem Plätzchenteig kein Backpulver, damit die Kekse nicht zu sehr aufgehen, ihre Form  oder das eingeprägte Muster verlieren. So ist der Keksteig nämlich auch ganz wunderbar für und auch meine Gingerdead Men* oder Voodoo Cursed Cookies* verwendbar  Wer die Plätzchen etwas gelockerter möchte, kann zu seinem Teig noch 1 TL Backpulver hinzugeben.

Weihnachtskekse selber backen: Einfaches Rezept

Rezept für Weihnachtsplätzchen aus Mürbeteig

(für 3 - 4 Bleche)

500 g Mehl
250 g Butter
125 g Zucker
1 Ei
1 Tütchen Vanillezucker mit Bourbonvanille / Mark 1 Vanilleschote /etwas gemahlene Vanilleschote
Optional:  1 TL getrocknete (oder frisch geriebene) Orangenschale oder Zitronenschale

 

Zubereitung

  • Das abgewogene Mehl auf die Arbeitsfläche oder ein Backbrett geben, eine kleine Mulde hineindrücken und Zucker, Orangenzesten, das Ei und den Vanillezucker dazu geben und in der Mulde miteinander verrühren.
  • Dann die kalte, in Stücke geschnittene Butter darauf geben und rasch einkneten. Alternativ kann man natürlich alles schnell in einer Küchenmaschine miteinander verkneten lassen.
  • Teig zu einer Kugel formen, luftdicht verpacken (in einer Plastikdose oder in Frischhaltefolie) und für eine Stunde in den Kühlschrank geben.
  • Den Teig danach auf der gut gemehlten Arbeitsfläche ausrollen (das schwarze Ding auf dem Foto ist übrigens mein Teigroller aus Marmor*, den ich nicht mehr hergeben würde, endlich kein lästiges, sperriges Nudelholz mehr) und mit Ausstechern* die Plätzchen ausstechen. Teig der nicht genutzt wird, zwischendurch in die Kühlung legen.
  • Die ausgestochenen Weihnachtskekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Bei 175° (Umluft) circa 10 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis die Weihnachtsplätzchen gold bis goldbraun sind.
  • Abkühlen lassen und die Plätzchen dann verzieren.

Backtipp: Wer Plätzchen aus einem Mandel- oder Nussteig möchte, kann einfach 100g des Mehls durch die gleiche Menge gemahlener Mandeln oder Haselnüsse ersetzen.Kirchenfensterkekse / Cathedral Cookies

Kirchenfensterkekse

Ich erwähnte ja bereits, dass die Plätzchen so wunderbar variabel sind, nicht? Vor kurzem stolperte ich bei Janke auf Kirchenfensterkekse. (Ihre sind sehr viel hübscher als meine.) Und da ich das sowieso schon lange mal ausprobieren wollte, habe ich kurzerhand ein paar Fruchtbonbonüberbleibsel von Halloween in eine Klarsichttüte gestopft, sie mit dem Hammer Bekanntschaft schließen lassen und in ausgestochene Löcher in der Mitte der Butterplätzchen reingebröselt. Mit der Backzeit kam es bei mir wunderbar hin. Allein das Mundgefühl ist sehr speziell und bizarr (Kauen oder lutschen?). Eventuell muss ich beim nächsten Versuch weniger Bonbonkrümel verwenden. Aber Optisch - total cool.

Weihnachtskeks Dinosaurier

Plätzchen verzieren: Zuckerguss, Zuckerperlen & Co.

Diese ausgestochenen Weihnachtskekse laden natürlich geradezu zum Verzieren ein. Mit Lebensmittelfarbe, Puderzucker, Nougat, Schokolade und Zuckerperlen* kriegt man hier wunderschöne Sachen zustande. Mir selbst fehlt für so tolle Keksverzierungen im Grunde die Geduld, aber in Versuchung sowas hübsch Buntes zu produzieren komme ich doch immer wieder. Und dieses Jahr hatte ich da sogar tatsächlich Spaß dran.

Basis-Zuckerglasur

In einer kleinen Schüssel einige Esslöffel Puderzucker und 1/2 - 1 TL Zitronensaft miteinander verrühren, bis ein dicker Brei entsteht. Vorsicht bei der Zugabe der Flüssigkeit, Puderzucker fällt ganz leicht zusammen und benötigt nur ganz wenig Flüssigkeit, um zu einer Creme zu werden. Diesen weißen Guss kann man nun noch mit verschiedenen Lebensmittelfarben* einfärben und dann mit einem Löffel, Backpinsel oder ganz elegant mit einem Zuckerguss-Stift* auftragen. Wer es nicht so bunt und eher klassischer möchte: mit etwas eingerührtem Zimt erhält kann man eine leckere Zimtglasur zaubern, mit etwas echtem Kakao eine schokoladige Variante. Wenn garantiert keine Kinder Zugang zu den glasierten Keksen haben, kann man den Zuckerguss statt mit Zitronensaft auch mit einem Löffelchen Rum anrühren.

P.S.: Ihr habt übrigens noch vier Tage Zeit, um euch von mir mit Gewürzen beschenken zu lassen. Und ihr wollt noch einen Rezepteklassiker? Guckt euch mal mein Rezept für die weltbesten Vanillekipferl an.

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Weihnachtsbäckerei: Schnelles Plätzchenrezept für Husarenkrapfen/Engelsaugen

Ja, diese angenehm simplen Weihnachtsplätzchen firmieren unter mehrerlei Namen, wie ich feststellen durfte. In Deutschland sind sie als Engelsaugen oder Husarenkrapfen bekannt. In Österreich wohl unter dem Begriff Linzer Kolatschen. ("Kolatschen" sind eigentlich gefüllte Hefeküchlein mit altslawischem Ursprung.)

Rezept für Engelsaugen

Ich habe mir vor ein paar Jahren ein Rezept nach meinem Geschmack zusammengestellt. Grundlage war ein Rezept aus einer bekannten Kochcommunity. Zum Verbloggen reichte es zeitlich irgendwie nie - dieses Jahr bin ich auch noch gar nicht zum weichnachtlichen Plätzchenbacken gekommen, die große Christstollen-Backorgie steht uns ja auch noch bevor.

Weihnachtsgebäck: Rezept für Husarenkrapfen

In den nächsten Tagen werde ich aber endlich meine Plätzchenbackoffensive starten. Neben Vanillekipferln und einfachen Austecherplätzchen wird es dann auch garantiert wieder (ziemlich glutäugig-alttestamentarische) Engelsaugen geben. (Das ist dann nicht die pausbäckig-blondgelockte Engelsfraktion, sondern die Abteilung "Feuer, Schwert & instantmäßige göttliche Bestrafung".) Ein sehr schlichtes, aber eben auch sehr leckeres Rezept - genau so mag ich es. Und ich muss auch nicht ewig Teig ausrollen, Kekse ausstechen und diese dann im Anschluss noch verzieren. Die kleinen Happen sind im Handumdrehen gerollt und gefüllt. Beim letzten Mal habe ich dafür mein selbstgemachtes Glühweingelee benutzt - aber im Grunde geht natürlich jedes Gelee oder leckere Marmelade ohne Stückchen. Traditionell ist diese eigentlichen rot, aber... mal sehen, was die Vorratskammer diesen Winter her gibt. 😉

Je nachdem wie groß man die Kügelchen formt (von kirsch- bis walnussgroß  geht da alles) variiert die Anzahl der Weihnachtskekse und natürlich auch etwas die Backzeit. Ich backe lieber kleinere Engelsaugen, aber das kann ja jede/r machen wie gemocht.
Ich glaube, diesmal werde ich noch etwas geriebene Orangenschale mit in den Teig geben. Das passt sicher hervorragend. Und falls jemand weiß, warum die Husarenkrapfen diesen Namen tragen: Immer her damit.

Selbstgebackene Weihnachtskekse mit Marmelade

Rezept für Engelsaugen/Husarenkrapfen

(40-60 Stück)

240 g Mehl
150 g Butter
2 Eigelb (ich friere das Eiweiß immer ein - lässt sich super weiterverwenden)
70 g  Zucker
1/2 TL gemahlene Vanilleschote oder das Mark 1 Vanilleschote
1 große Prise Meersalz
Konfitüre (bei mir Glühweingelee, klassisch wäre z.B. Johannisbeergelee, Orangenmarmelade oder Pflaumenmus ist aber auch toll)

Zubereitung

  • Alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verkneten, luftdicht einpacken und für ein bis zwei Stunden in den Kühlschrank geben.
  • Kirschgroße (oder wer mag größere...) Kugeln formen, auf ein mit Backpapier bezogenes Blech geben und mit einem Kochlöffelstiel Vertiefungen für die Marmelade eindrücken. (Dazu muss er dann wiederum warm genug sein, sonst reißt der Plätzchenteig.)
  • Die Konfitüre mit einem Löffel in einem Schälchen glatt rühren, in einen Gefrierbeutel füllen, die Masse zurechtdrücken, so dass dieser mit einer Ecke wie ein Spritzbeutel genutzt werden kann. Die Spitze abschneiden und die Löcher mit Marmelade füllen.
  • Bei 180° (Umluft, mittlere Schiene) für circa 10 bis 12 Minuten goldig backen.
  • Optional: Auskühlen lassen und dann noch mit Puderzucker bestäuben.

Zeit für Lebkuchenmänner: Rezept für Gingerbread (Dead) Men

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal Lebkuchenmännchen - also Gingerbread Men - gebacken und auch dieses Jahr stehen sie wieder auf meiner Liste der zu backenden Weihnachtskeksköstlichkeiten. Pfefferkuchenmännchen will mir irgendwie eher über die Lippen, scheint aber nicht so wirklich verbreitet zu sein. Wikipedia behauptet, dass das wieder mal am Ost-West-Gefälle liegt.

Pfefferkuchenmann-bsAber natürlich sind es  bei mir keine konventionellen Lebkuchenmännchen, sondern Zombie-Pfefferkuchenwesen. Quasi die Rückkehr des Weihnachtsgebäcks. Nicht auf der Hüfte, sondern schon auf dem Backblech. 😉 Eine liebe Freundin hatte mich mit den "Gingerdead Men-Ausstechformen"* vor zwei Jahren in einem Weihnachtspaket überrascht. Die Kekse sind so groß, dass man sie sehr hübsch - einzeln in Folie oder Tütchen verpackt - als gebackenes Weihnachtsgeschenk oder weihnachtliches Mitbringsel weitergeben kann. Zu Halloween passen die Cookies im Grunde natürlich auch hervorragend. Dann aber vielleicht mit einem anderen Teig, in Deutschland wird sonst wegen der - leider - nur noch zu Weihnachten üblichen Gewürzmischung rumgemault.

Lebkuchenmann-bsDie Frage danach, warum Menschen aus Teig Lebkuchenmenschen backen und danach genussvoll ihre Zähne in deren Leib schlagen, stopfe ich  mal rasch zurück in die gedankliche Schublade aus der sie kannibalisch und tiefenpsychologisch gekrochen ist. 😉

Gingerdead-man-bsRezept für Lebkuchenmänner/Pfefferkuchenmänner

350 gMehl
140 g Butter
100 g Brauner Zucker (Rohrohrzucker)
1 Ei (M)
3 EL Zuckerrübensirup
2 TL gemahlener getrockneter Ingwer
1 TL gemahlener Ceylon-Zimt
1 TL Backpulver
1/2 TL frisch im Mörser gestampfter Piment

Zubereitung

  • Alle Zutaten in der Küchenmaschine - oder mit Hilfe eines Rührerätes - miteinander verkneten.
  • Der Teig sollte die Konsistenz von glatter, nicht klebriger Knetmasse besitzen.
  • Den Teig nun auf einer unbemehlten Arbeitsfläche mit einem leicht bemehlten Nudelholz ungefähr 3 bis 4 Milimeter dick auswallen.
  • Mit der Form die Pfefferkuchenmännchen ausstechen (obwohl meine Ausstechform geschlossen ist und ich wegen dem Auslösen Bedenken hatte, klappte das super), auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.
  • Wer ebenfalls die Gingerdead Men-Ausstechform hat, dreht diese jetzt um und prägt mit etwas Druck das Gerippe in die schon ausgestochenen und auf dem Blech liegenden Lebkuchenmenschen. (Das Ablösen von der Arbeitsfläche wird sonst etwas schwierig.)
  • Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen (bei circa 180° Umluft)  für 10-12 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen und wenn gewollt und genug Geduld vorhanden ist (ich habe sie dafür selten) mit Zuckerguss nochmals die Knochen nachmalen.

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