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#12von12 im Februar 2019

Ihr Lieben, es war wieder Zeit für #12von12 - also 12 Bilder des Alltags, aufgenommen am 12. des Monats. Seit langem habe ich es mal wieder geschafft teilzunehmen und auch darüber zu bloggen. Die offizielle Sammeltstelle findet ihr wie immer bei "Draußen nur Kännchen". Los geht's! 🙂

1. Moin. Nachdem das Kind in seine Sachen gestopft wurde und samt Lieblingsmann auf dem Weg zur Kita ist, falle ich nach einer fragmentarischen Nacht ins Bad. (Wild kreischendes Kind im Wechsel mit Husten- und Erstickungsanfällen bei mir. Oh joy.) Bewundert unsere neue Schallzahnbürste.

2. Kampf gegen den Endgegner: Mount Washmore
Leider hat der unerschöpfliche Leben. Also weiter Wäsche aufhängen...

3. Und dann wäre da noch das Wäsche falten... Ich nehme übrigens Bewerbungen für Hauself*innen und Putzsklav*innen entgegen.

4. Erwähnte ich die Hausarbeit? Nein? Triff mich, wie ich Dinge abspüle. (Und ich frage mich, warum ich mir gestern die Mühe gemacht habe die Nägel zu lackieren...) #heldinderarbeit #hausarbeit #nagellackmörder

5. Koffein - endlich! Ein winziges Tässchen Tee für mich. Meine neue Lieblingstasse. Ein Tässchen, ein winzigkleines... 😉

6. Mein neuer Schreibtisch - noch immer schief im Raum, noch nix da, wo es sein soll, und das Arbeitszimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld - aber hilft ja nix: Arbeiten muss ick. (Und nebenbei erfreue ich mich, an meinem ersten selbst ausgesuchten Schreibtisch.)

7. "The Hate U Give"* - Das Buch muss ich für meine Arbeit (Rezensionen schreiben) ganz dringend heute noch anfangen zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt. (*Werbung, weil Affiliate-Link zu Amazon)

8. Ha! So lange hier noch Tageslicht in die Wohnung kommt, fotografiere ich mal rasch die Patchworkstoffe, die vor Wochen ankamen und seither unbeachtet in einer Ecke lagen. Todesmutig dank nächtlichem Kaufanfall in China bestellt. Kamen früher als erwartet und ich bin doch überrascht - bis auf wenige Patches gefallen sie mir gut. Jetzt muss ich mir nur noch Projekte dafür überlegen (Habt ihr Ideen?) und endlich meinen Nähtisch neu einrichten.

9. Außenwelt! Berlin-Friedrichshain, Frankfurter Allee #sovielemenschen

10. Ich habe mich in den Stoffladen verirrt und zu horrenden Preisen Jersey mit dem Aufdruck der Lieblingsserie (und dem Lieblingshund Marshall - damit geschlagene Eltern wissen sofort welche Serie es ist) gekauft. Das Kind war aber angemessen begeistert und wollte am liebsten sofort ein T-Shirt daraus haben.

11. Spürt ihr den Frühling? Konnte nicht an den Rosen (sogar fair gehandelt) vorbei gehen und habe sie für mich mitgenommen. Und so seht ihr mal ein Stück von meinem Wohnzimmer und nicht nur die Küche.

12. Dinner ist ready: Arabische Joghurtsuppe mit Fleischbällchen. Nom! Wer will noch? Seit Jahren will ich endlich mal des Rezept auf dem Blog einstellen. Und gestern wollte ich auch wirklich schöne Fotos davon machen und beim Kochen alles abwiegen. Wirklich. Und dann kam doch wieder das Leben dazwischen.

#12von12 im Juni 2018

Momentaufnahmen: 12 Bilder aus dem Alltag am 12. eines Monats. Wie immer findet sich bei Draußen nur Kännchen das große Sammelbecken für die ganzen Beiträge und Einblicke in fremde Leben. 🙂

#1von12 Selfcare. Nach einer Nacht mit kindbedingt nur recht kurzen Schlafsequenzen morgens nochmal 1,5 Stunden dran hängen, um den Tag zu überleben. Lerne mein schlechtes Gewissen mundtot zu machen und muss dann eh abends noch ne Stunde Arbeit dran hängen.

 

#2v0n12 Selfcare II. - weitere Zeit für mich in Anspruch nehmen. Die geht drauf für Morgensport, Pflege & Medikamente. Im ersten Babyjahr kam ich da körperlich zu sehr zu kurz. Ich muss mich jeden Tag erneut zusammenreißen, brav erwachsen sein und mich nicht nur um andere, sondern auch um mich selbst kümmern. Macht ja sonst niemand. Und ja, das ist ein maaaanly Rasierer, den ich da für meine Beine zweckentfremde. 😉

 

#3von12 Ich versuche unserer halbtoten Waschmaschine noch eine Ladung Wäsche abzuringen. Nebenbei noch: Küche aufräumen, Wohnzimmer von Geschirr befreien.
Und ja, dieses Handtuch gab es vor über 2 Jahrzehnten mal bei Ikea. Ja, das ist war meins, jetzt wurde es vom kleinen Kind assimiliert. Widerstand war zwecklos. 😉  (Krass, wie viele Rückmeldungen ich zu dem Handtuch bekam und wie viele das wohl auch hatten.)

 

#4von12 Finally: Frühstück! Heute mal kein #DailyPorridge, sondern Roggenbrot mit Frischkäse und ein paar gedörrten Erdbeeren. (Ich konnte meinen neuen Dörrapparat endlich einweihen! Die Erdbeeren und die Blaubeeren sind super geworden. Die Bananen blieben zu feucht und die Äpfel schienen super zu sein, bekamen dann aber nen Flaum... Bin offen für Rezeptideen von euch!)

 

#5von12 Arbeit, Mails, Rechnungen, Texte, Artikel, Recherche, Nachdenken, Grübeln. Symbolbild: Rezensionsexemplare auspacken.

 

#6v12 Gaaanz wichtig: Haferflocken für das mein (fast) tägliches Porridge auffüllen! Und ja, ich tendiere da zu einer bestimmten Sorte für meinen Morgenbrei, wenn ich sie denn bekomme. Ich kaufe auch von anderen Herstellern, aber mit denen hier wird der Haferbrei gefühlt besonders cremig.

 

#7von12 Das kleine Kind mit dem Lastenrad vom Kinderladen abholen. Das coole Kind ist passend zum Berliner Kiez mit einem "Gefahrengebiet"-Shirt gewandet. Die selbstgenähte Dino-Hose - obwohl total zugeschlunzt vom Spielen und Blumengießen - wollte das Kind dann selbst zum Schlafgengehen nicht ausziehen. Wir konnten nur tauschen: frisches Dino-Shirt gegen zugesiffte Hose.

 

#8von12 Heimweg. Ein Sommertag in Berlin. Mit dem Lastenrad unterwegs und ausnahmsweise mal nicht im Berliner Straßenverkehr genötigt oder fast angefahren worden. Sollte mir den Tag rot im Kalender ankreuzen.

 

#9von12 Einkauf. Im Discounter gibt es arabische/türkische Lebensmittel im Angebot, da musste ich zuschlagen. Gefüllte Weinblätter, Paprikamark, Yufkateig und eingeweckte Okraschoten durften neben Granatäpferln und Auberginen mit in den Einkaufswagen.. Dabei wollte ich doch nur ein paar Sachen fürs Abendessen... egal! Mit dem Lastenrad geht es ja Göttin sei Dank problemlos.

 

#10von12 Blumen gießen auf Balkonien. Das Kind hat wie immer mit Feuereifer mitgegossen. Sich selbst natürlich auch. Muss ja schließlich noch wachsen.

#11von12 Sandkasten-Intermezzo. "Mamaaaaaaaa? Sandkastenspieln'? Komm, Mama!"

#12von12 Abendessen. Es gibt Stullen mit Tomaten-Gurken-Salat, gewürzt mit Spitzwegerich, Knoblauchsrauke, Rauke und Basilikum.

#12von12 im Februar 2018

Ich hoffe ja sehr, dass ich keine Tradition daraus mache, am 12. Tag des Monats statt 12 Bildern nur 9 Bilder zu machen. ich bin allerdings sicherlich nicht die Einzige, die daran manchmal scheitert. Und 9 ist immerhin eine schöne Zahl - den Neugierigen unter euch wird es hoffentlich reichen. Ich weiß von einigen, die diesen kleinen Einblick mögen.

Die Zusammenfassung könnt ihr wie immer hier finden.

Collage #12von12 im Februar

Die #12von12 #9von12  im Februar 2018

 Firsch geschnittenes Berliner Roggenbrot - Biobrot1. Frühstück! Mal wieder zu spät dran und der Magen hing schon halb in der Kniekehle.

Replik Buocher Feinware

2. Schon mal nen Früchtetee für das nachher durstig aus der Kita heimkehrende Kind kochen. Der Krug ist übrigens mein Versuch der Rekonstruktion von Buocher Feinware aus dem 13. Jahrhundet. Das Mittelalterhobby geht halt bis ins Alltagsleben. Neugierige finden mehr Infos dazu auf meinem Craftingblog Fiberspace.de.

Haarschmuck

3. Ich bin mal wieder über eine meiner Haarschmuckschatzkisten gestolpert und habe sie durchgekramt. Dann habe ich mir groß vorgenommen was anderes mit meinen Haaren anzustellen - nur um dann doch wieder aus Zeitmangel bei der üblichen Haarspange zu landen. 😉

Primel im Winter

4. Frühling und so. Trotz Schnee und Eis der letzten Tage hat eine Primel in einem auf dem Balkon vergessenen Topf für sich entschieden, dass jetzt mal Zeit für eine kleine Blütenexplosion ist.

Bücher und CDs zur Rezension

5. Arbeit. In diesem Monat ist das Thema "Frauen" und ich habe spannende und sehr diverse Rezensionsexemplare. Die CD von "Aquabella" - einer Berliner Frauen-A-Capella-Gruppe - ist schon mal erfreulich schön und angefüllt mit sehr gemochten Liedern. Mal sehen, was "Lieb & teuer" (durchwachsen, nicht uninteressant) und "Erdenfrau" (Ich bin da direkt zu Anfang mit den Thesen zur Matriarchatsforschung von Heide Göttner-Abendroth kollidiert) bereithalten. Die DVD "Pussy Terror" von Carolin Kebekus (Genial!) hat es nicht aufs Foto geschafft.

Strickstulpen nach kostenloser Strickanleitung für Stulpen

6. Ich stiefle und sporne.. äh.. stulpe mich, um das Kind mit dem Lastenrad in der Kita einzusammeln. Mein super-duper-simples Strickmuster für die Stulpen findet ihr kostenfrei in meinem Craftingblog. Das supersimple Muster ist toll für dicke, selbstgesponnene Wolle (und natürlich auch gekaufte :)).

Zuschnitt Wolkenkissen aus Leinen / Kostenloses Schntitmuster für ein von Hand genähtes Wolkenkissen

7. Zuschneiden für ein weiteres Wolkenkissen. Diesmal aus altem Bauernleinen statt Feincord - die Reste vom blauen Cord, den ich beim ersten Kissen nutzte, sollen nämlich zu einer Hose fürs das Kind werden.  Und da dieser Tag irgendwie sehr handwerkslastig zu sein scheint, kann ich da nur wieder auf Fiberspace.de verweisen. Dort findet ihr die kostenlose Anleitung für das von Hand genähte Wolkenkissen.

Wintersonnenuntergang in Berlin Friedrichshain

8. Wintersonnenuntergang in Berlin. Ohne Filter. Ohne Worte.

Tartiflette mit Salat

9. Abendessen, endlich! Es gibt mal wieder Tartiflette. Naja, zumindest eine Art Tartiflette, meine vegetarische Version mit Pilzen nutze ich um alten Käse aufzubrauchen. Denn dieses relativ neue, aus dem Savoyen (Frankreich) stammende Kartoffelgericht ist toll zur Resteverwertung - zum Beispiel wenn man im Kühlschrank einen Camembert oder Brie wieder findet, der schon gute Laufeigenschaften entwickelt hat. 😉 Das Rezept wird in naher Zukunft als Pi-mal-Daumen-Rezept hier im Blog einziehen. Dazu gibt es einen frischen grünen Salat. Entwickelt sich hier zum Comfort-Food.

Das war's, friert bei der Kälte nicht ein (ich zitter bei dem Gedanken daran, mich gleich bei diesen Minusgraden aufs Babboe schwingen zu müssen, jetzt schon) und auf bald!

#12von12 im Januar 2018

Puh.. in Berlin wird es gerade bitterkalt und der Winter kommt hier endlich an. Ich hüpfe mal schnell ins Blog und serviere euch meine #12von12. Wie immmer (zumindest wenn ich an die Aktion denke) konntet ihr meinen/unseren Tag schon im Vorfeld auf Instagram verfolgen. Und naja.. gut.... ich habe statt 12 nur 9 Bilder geschafft diesmal, aber das nehmt ihr mir bestimmt nicht krumm, oder? Die offizielle Sammelstelle für alle #12v12-Blogbeiträge findet ihr wie immer hier.

#12on12 im Januar 2018 -  12 Bilder am 12. des Monats

Die #12von12, die eigentlich nur #9von12 sind

1. Der Herzmensch macht das Kind für den Kinderladen fertig. Ich nutze einen Mama-Kuschelmoment, um unauffällig die Tomatensauce von gestern Abend auszukämmen. 🙂

2. Kurz danach ein drrramatisches Intermezzo: Nem 20 Monate altem Kind erklären, dass es nur ein Spielzeug zum Spielzeugfreitag mitnehmen darf. Das Kind drückt entsetzt die momentan heilige Spielzeugdreifaltigkeit an sich. Am Ende gewinnt die Quietscheente mit Skiern. Die "kleine Irma" (Puppe) und die "Maus" (dicke Ratte) dürfen im Bett aufs Kind warten. (Schlimmes Schicksal. Echt. Wäre bereit das persönlich zu überwachen. Ganz selbstlos.)

3. Arbeit. Rechnungen schreiben. Texte tippen. Mails Dinge recherchieren. Und natürlich heißen Tee schlürfen und ab und an einen Blick in den matschigen Berliner Innenhof werfen.

4. Knöpfe raussuchen zum Austausch an einer Strickjacke. Den Moment nutzen, um die Finger über die Kühle der aneinanderklirrenden Perlmuttknöpfe gleiten zu lassen. Schon als Kind konnte ich Stunden mit Omis Knopfkiste verbringen. Wer kennt's noch?

5. Kaffeepause. Mit Selbstbedienung am lebensrettenden Keksvorrat vom Kind (keine Bange, wir haben mehrere Keksrollen auf Vorrat). Knurps, knurps. Welches Elternteil ohne Schuld ist, werfe den ersten Kekskrümel.

6. Winter-Chili. Von wegen nicht mehrjährig. Pfffff. Diese hier geht jetzt ins 3. Jahr.

7. Schnell zusammengerührter warmer Haferbrei (Wissende erkennen den DDR-Löffel) für das seeehr hungrig aus der Kita heimgekehrte Lieblingskind: Haferbrei mit etwas Zartbitterschokolade, Fruchtbrei, Blaubeeren. Das Rezept für mein Mikrowellen-Porridge findet ihr natürlich hier im Foodblog. 🙂

8. Im neuen, dicken Schneeanzug und mit Fledermausflügelrucksack versehenes Kind auf dem Weg zum Papa: Einkaufen gehen fürs Abendessen.

9. Apropos Abendessen, da ist es auch schon: Croque Baguette mit Ziegengouda, Hühnchen und Rauke. Nomnom!

Mit dem Lastenrad durch Berlin [Werbung]

Ich habe es getan - ich bin eindeutig unter die Hipster gegangen. Ich kaufe Macadamia Milch, trinke gerne Chai Latte, spinne meine eigene Wolle, töpfere unser Geschirr, habe mich erfolgreich vermehrt und jetzt haben wir uns als Familienkutsche auch noch so ein Lastenrad zugelegt - zwecks Kindertransport. Einen Schnurrbart und Monokel trage ich immerhin noch nicht und meine Socken sind auch stilvoller als beim Hipsterdurchschnitt: schwarz, what else. 😉

Perfekt für die Fahrt durch Berlin: Ein Lastenrad!

Veränderte Bedürfnisse als Familie

Vor einem Kind kann man das Ausmaß der Lebensveränderungen ja meist nicht so ganz ermessen und nickt nur immer leicht genervt und augenrollend, wenn einem jemand kurz vor der Geburt noch leicht hämisch zuraunt: "Tja, euer bisheriges Leben ist jetzt vorbeeei!" (Ja, solche Menschen sind gar nicht so selten. 😉 ) Aber erstmal: Das bisherige Leben ist nach anfänglichem Chaos natürlich nicht vorbei. Ich verweigere schlicht die Aufgabe des eigenen Ichs und sämtlicher damit zusammenhängender Interessen. Aber das Leben ist natürlich anders und... erweitert. Man hat weniger Zeit für sich und muss sehr viel geplanter an Dinge heran gehen - schließlich hat man jetzt die Verantwortung für einen funkelnagelneuen Kleinstmenschen und dessen Bedürfnisse. Und so verschiebt sich mein persönlicher Fokus hier im Blog eben auch etwas, was ich als natürlichen Prozess empfinde. Ich habe schon länger darüber nachgedacht Dinge, die uns den Alltag erleichtern und die ich als Bereicherung im täglichen Leben mit einem Kleinkind schätze, auch hier vorzustellen. Wenn ich meinem Freundeskreis davon berichten kann, dann ja wohl auch Euch. 🙂

Und die größte Neuerung und Neuerwerbung, die massiv unseren Alltag verändert, ist der Kauf des Babboe Curve-E. Wir haben sehr, sehr, sehr lange darüber nachgedacht, die Anschaffung ist für uns immerhin nicht gerade winzig, auch wenn die Bakfiets von Babboe noch zu den günstigeren Lastenfahrrädern gehören. (Und hey – im Vergleich zu einem Auto gewinnen sie eh preistechnisch.)

Babboe Lastenrad Curve-E

Wohnen im Herzen Berlins

In der Hauptstadt ist es total normal, kein Auto zu besitzen. Und so praktisch es ab und an wäre - zumindest in unserer Altersgruppe/Freundeskreis ist es nicht Gang und Gäbe – während es im Ruhrpott, wo ich aufwuchs, quasi Standardausrüstung ist. Wir wohnen im Herzen Berlins, quasi Hipstertown, und fast alles ist gut fußläufig oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, selbst Autobesitzer*innen fahren lieber mit den Öffis zur Arbeit, weil es oft schneller geht und die Parkplatzsituation auch nicht immer wirklich schön ist. Wir sind halt bisher immer mit dem Rucksack oder dem Rad einkaufen gegangen. Allerdings gibt es einige Eckchen, wo man doch ein Weilchen hin laufen muss. Und ab und an – wenn man etwas Größeres einkaufen will, muss man Autobesitzer*innen im Bekanntenkreis um Hilfe bitten.

Mit dem Kinderwagen durch die Hauptstadt

Aber so nett die öffentlichen Verkehrsmittel sind - sie sind absolut unzureichend, wenn man als Mensch nicht gemäß der Norm funktioniert und zum Beispiel körperlich eingeschränkt ist. Und ansatzweise ähnlich ist es auch, wenn man einen Kinderwagen hat. Die Kita-Situation in Berlin ist ein wahrer Albtraum - wir haben nur durch Zufall einen Platz bekommen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Kinderladen (wenn alles am Schnürchen klappt) 30 Minuten entfernt – und meist klappt es halt eben nicht. Und sehr, sehr oft, sind an beiden Enden der Bahnstrecke die Aufzüge kaputt oder sogar willentlich gesperrt (warum auch immer, liebe S-Bahn Berlin).
Während ich also beobachten durfte, wie Menschen mit Krücken verzweifelt versuchten Treppen hochzukommen, war ich damit beschäftigt, unseren superwendigen, aber sehr massiven, Kinderwagen Treppen hoch und runter zu wuchten. Erwähnte ich, dass ich unter 1,60 m und jetzt nicht gerade Arnold Schwarzenegger bin? Jede/r, der das schon mal gemacht hat weiß, wie gefährlich es ist, einen sperrigen Kinderwagen diese Treppenabgründe hoch- oder hinunter zu bekommen - und das ist die Situation,die uns während der Sommermonate den Alltag bereicherte. Was jetzt zur Herbst- und Winterzeit passiert, wenn eine Schneeflocke das Berliner S-Bahn-Netz mal wieder ins totale Chaos stürzen wird, mag ich mir kaum vorstellen. Strande ich mit dem Kinderwagen, darf ich gute 40 Minuten nach Hause spazieren – was für uns täglich schlicht keine Option ist. Mit dem Lastenrad lege ich die Strecke aber in 10 bis 15 Minuten zurück und bin absolut unabhängig vom Schienenverkehr.

Beim Radfahren das Kind im Blick

Ein Lastenrad liefern lassen...

Wir haben unser Rad nicht bei einem Fahrradladen gekauft, sondern direkt beim Hersteller Babboe erworben. Das ging erstaunlich gut, die Lieferfrist beträgt so allerdings circa 4 Wochen. Das Rad kam fertig zusammengebaut, gut verpackt in einem monströsen Karton via Spedition bei mir an. Auch mitbestelltes Zubehör, wie zum Beispiel der Kleinkindersitz, lagen praktischerweise der Lieferung direkt bei. Der nette Fahrer ließ mich sogar ein Foto von ihm und dem Rad machen.
Das nur als kleine Randinfo für Interessierte, die nicht in Ballungsgebieten mit dem Babboe-Händler direkt in der Stadt wohnen. Ich empfehle allerdings mit dem Rad nochmal zur Kontrolle eine Fahrradwerkstatt aufzusuchen – bei mir stellte sich heraus, dass die Gangschaltung nicht richtig eingestellt war. Wer erstmal ein Lastenrad probefahren und es dann vielleicht sogar sofort mitnehmen möchte, der ist natürlich bei einem niedergelassenen Händlern besser aufgehoben. Auf der Homepage von Babboe findet sich eine Liste mit Adressen der offiziellen Händler. Ich habe das große Glück, dass einer davon direkt bei mir um die Ecke liegt, wo ich mit dem Rad auch zum ersten ausführlichen Check up hingerollt bin.

Die Lieferung des babboe Curve-E via Spedition

Und? Wie war die erste Fahrt mit dem Babboe?

Die erste Fahrt stand an -  und bei mir gab es großen Respekt vor diesem Fahrzeug, das ja richtig bedient werden will. So viel Technik und mit Gängen hin und her schalten hatte ich gar nicht erwartet und es überforderte mich auf den ersten Blick bei allem Neuen und beim Einlesen in die Anleitung etwas. Aber nach den ersten hundert Metern und den ersten Kurven stellte sich langsam etwas Gewohnheit ein – zum einen macht das Fahren richtig Spaß und nach den ersten Fahrten geht einem die Schaltung in Fleisch und Blut über.

Das erste Aufsitzen und Anfahren im geschützten Innenhof fühlte sich auch noch etwas wackelig und sehr unsicher an - wie ich bemerkte ist das allerdings keine Instabilität des Rades, sondern die Empfindlichkeit und Leichtgängigkeit, mit der dieses große Lastenrad auf Berührungen, Drehungen des Lenkers, Anfahren reagiert. Leicht abschüssig und einmal kurz angestippt, rollt das Babboe ohne angezogene Feststellbremse einfach weg (ja, samt Kind und allen Göttern sei Dank nur im Hausflur 😉 ), was ich bei dem Gewicht und der Masse schon sehr krass (gut) finde.
Das Fahren mit dem Lastenrad ist schon anders im Vergleich mit einem normalen Zweirad. Inzwischen fühle ich mich sicherer mit meinem Babboe und kurve immer beherzter durch den Kiez - im Schnitt bin ich zwischen mit 12 bis 21 Km/h unterwegs. Und ihr könnt euch gar nicht mein glückliches Grinsen vorstellen, wenn der Wind die Verspätungsansage zu mir herüber weht, während ich in Ruhe die S-Bahn-Strecke entlang radle und mir die Sonne auf die Nase scheint.

die erste Fahrt mit dem Lastenrad durch Berlin

Mit dem Lastenrad durch Berlin:
Unabhängigkeit auf drei Rädern

Um ehrlich zu sein, ich hatte bis zuletzt wirklich große Zweifel, ob so ein E-Bike-Lastenrad etwas für uns ist, schließlich bin ich klein, fett und echt unsportlich. Aber inzwischen bin ich wirklich überzeugt vom Rad – es ist für uns, in einem Alltag mit Kleinkind, schlicht Unabhängigkeit auf drei Rädern: Ausflüge, Einkaufen, Kind hin und her transportieren - ideal für eine Stadt wie Berlin, wo man nicht freiwillig Autofahren will, die S-Bahn oft ausfällt oder viele Ecken schlicht nicht erreicht.
Wir haben sehr lange das Für und Wider erwogen, hier unsere Überlegungen für das Babboe Curve-E nochmal in der Übersicht:

  • Das Elektro-Lastenrad erschien uns persönlich als die bessere Alternative zum E-Bike mit Kindersitz oder Anhänger, was Stauraum, Bequemlichkeit und Zugang zum Kind anbelangt. Ich habe das Kind während der Fahrt vor mir ständig im Blick und kann so beispielsweise kommunizieren, anhalten und Dinge reichen - ich sag nur:„Keeeekskreeeiiiisch!“ -, was bei Rücksitz oder einem Anhänger nicht möglich ist.
  • Die Unabhängigkeit mit Kind von den öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Die elektronische Trittunterstützung (Fahrrad + Kind + Gepäck würde ich vom Fitnesslevel her sonst nicht packen). Berlin ist nicht ganz so flach, wie man sich vielleicht denkt. Ein winzigkleiner Exkurs in die Geografie: Wir sind am Rand des Berliner Urstromtals – das wird ziemlich genau bei unserer Straße von der Endmoräne des Barnim (der Dreck, den der eiszeitliche Gletscher damals mitschleifte) begrenzt. Und diese Endmoräne sorgt für eine kleine Steigung, die ich nicht mit Krempel, Kind und Rad bewältigen kann und will.
  • Der Stauraum. Die erste Fahrt mit dem Babboe von der Kita zurück, ein spontaner Halt samt Kind an einem Supermarkt und dort beim Einkaufen die Erkenntnis: Ich muss mich zum ersten Mal nicht limitieren und überlegen: Kann ich das kaufen? Wie soll ich das nach Hause transportieren? Beispiele gefällig: Unser Lebensmitteleinkauf für anderthalb Wochen passt neben dem kleinen Fahrgast problemlos und mit viel Platz hinein.
    Für den WollWechsel, ein von mir organisiertes Crafting-Event in Berlin, musste ich am Wochenende kistenweise Material transportieren – kein Problem. Und ganz ehrlich, wenn ich daran denke, dass ich im nächsten Frühjahr nicht Fahrradgepäckträger Tetris spielen und überlegen muss, welche Pflanzen ich mir im Pflanzenmarkt gönnen darf und wie um Himmels Willen ich die dringend benötigte Pflanzenerde heim bekommen soll, freue ich mich ich einfach.
  • Es ist kein Auto. (Ja, das sehe ich tatsächlich als Vorteil) Wir produzieren keine Abgase, kein Feinstaub, müssen keinen Parkplatz suchen oder horrende Automobilversicherungen und Benzinkosten entrichten.

Vollgepacktes Lastenrad nach dem WollWechsel

Das klingt jetzt vielleicht ein wenig wie ein unreflektiertes Loblied, aber ich habe bisher schlicht fast nur gute Erfahrungen mit meinem Lastenrad gemacht (bis auf den dämlichen Nupsie an der Lenkerseite, den ich ständig verliere, und den etwas komplizierten Einbau des Kleinkindersitzes.). Auch die Straßentauglichkeit im Winter ist noch offen. In Berlin gibt es ja meist eher mehr Feuchtigkeit als Schnee und Eis und die Straßen sind meist gut geräumt – darauf und auf die guten Berichte zum Babboe in der Winterzeit zähle ich – hoffentlich nicht zu blauäugig. Was für mich ein weiterer Negativpunkt ist, dass ich mit dem Lastenrad keine Züge oder S-Bahnen nutzen darf - auch nicht in ausgewiesenen Fahrradabteilen. Damit bin ich persönlich mit dem Rad relativ in der Reichweite eingeschränkt. Wie es sich mit dem Babboe langfristig verhält, muss ich sehen, ich habe inzwischen sanft läuten hören, dass das Rad anfällige Räder hat. Mal sehen, wie sich das entwickelt, Erfahrungen werden dann hier noch ergänzt.

Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, da er in Kooperation mit Babboe entstand. Ich bemühe mich sehr, dennoch ein objektives Bild meiner Erfahrungen mit dem Lastenrad abzugeben.

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