Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

Happy Halloween 2018!

Ihr Lieben, ihr zuckersüßen Mäusebeinchen, Hexen, Gespenter & Totenschädelchen,

ich wünsche euch heute ein ganz wundervolles Halloween. Und auch noch ganz geniale Halloween-Partys, die bestimmt noch in den nächsten Tagen stattfinden (in unserer Kita aus logistischen Gründen zum Beispiel erst Mitte November..). Sammelt Süßigkeiten, feiert, habt Spaß mit euren tollen Kostümen und eurer Fantasie.  Falls euch noch Ideen fehlen - hier findet ihr die Übersicht über all meine Halloween-Rezepte und Bastelanleitungen. Ganz besonders empfehlen möchte ich euch in diesem Jahr die essbaren Spinnweben aus Salzstangen und Schoki.Happy Halloween 2018

Und vielleicht stellt ihr ja auch eine Kerze auf und legt was Süßes hin, für die, die euch vorangegangen sind. Für liebe Menschen, die heute leider nicht mehr bei uns sind. Es ist ja der Abend vor Allerheiligen, und morgen werden allerorts in Deutschland die Menschen - wenn sie es denn schaffen - ihre Lieben auf den Friedhöfen besuchen oder ihnen anderweitig gedenken. Ich wünsche allen gute, leuchtende Gedanken und schöne Erinnerungen.

Seid geherzt

Halloween-Rezept: Essbare Spinnweben

Eine Halloweensüßigkeit, die essbar ist und auch gleichzeitig dekorativ aussieht? Dass das geht habe ich ja schon in zahlreichen Rezepten bewiesen. Hier kommen jetzt sogar nur zwei Grundzutaten  zum Einsatz: Schokolade und Salzstangen!

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ihr habt doch nicht etwa gedacht, dass ich kein neues Rezept zu Halloween habe? Zugegeben - in den letzten Jahren komme ich nicht mehr dazu so viel auszuprobieren - aber ich muss meine vor Jahren verliehen bekommene Krone als Halloween-Queen ja dennoch etwas verteidigen. 😉

Gruselessen für Halloween: Spinnweben zum Wegknabbern

Die grundlegende Idee für diese "Pretzel Spider Web"-Teilchen habe ich mir mal wieder im Mutterland des Halloween auf US-amerikanischen Blogs abgeguckt. Die Grundstoffe mit denen da gearbeitet wird sind nur ein wenig anders als bei uns. Und ja, die Kombination aus salzig/süß schmeckt tatsächlich.
Die essbaren Spinnweben kann man schön variieren. Ich zeige euch hier eine Grundanleitung und ihr könnt gucken, wie ihr sie adaptiert - vielleicht durch dunkle Schokolade statt spinnwebweißer oder durch Gummiwürmer und Gummispinnen, die ihr in die noch weiche Schokolade drückt. Ich verziere meine Spinnweben nach dem Anziehen der weißen Schokolade mit einer kleinen Zartbitterschokoladenspinne. Aber ich habe da auch schon Versionen aus Gummidropsen (für den Körper) und schwarze Lakritzschnüren (für die Beine - in Rot oder Giftgrün kann ich mir das auch hervorragend vorstellen!) gesehen. Zusätzlich können die Spinnweben auch noch noch mit bunten Zuckerstreuseln verziert werden.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ein weiterer Pluspunkt für dieses Gruselessen ist, dass die Spinnweben gut ein paar Tage im Voraus zubereitet und dann trocken und flach verwahrt, und mit je einer Schicht Küchenpapier dazwischen, in einer Dose bis zu ihrem Einsatz schlafen können. Aber Vorsicht! Die Schokolade zwischen den Salzstangen ist fragil und bricht natürlich leicht. Dem könnt ihr entgehen, indem ihr dickere/mehr Spinnennetzschichten weißer Schokolade auftragt. Und auch indem ihr kleinere Spinnennetze macht. Also statt aus 1/2 Salzstange pro Spinnennetzspeiche nur 1/4 Salzstange. Das ergibt kleinere, stabilere Netze und ist für Kinder auch nicht so eine riesige Portion, wie die großen Salzstangenspinnennetze. Ich überlege, ob ich die kleinere Version so für die Halloween-Feier im Kindergarten mache. Die müssten den Transport im Fahrrad bei guter Polsterung hoffentlich überleben.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ein kleiner Hinweis: Es kann sein, dass die Schokolade an der Oberfläche etwas weißliche Wölkchen bildet. Sie ist dann nicht schlecht und schmeckt noch genau so, zeigt nur, dass sie eventuell nicht richtig beim Schmelzen temperiert wurde, so dass sich die Kristalle zeigen. Googelt einfach nach dem richtigen Temperieren von Schokolade, wenn euch das optisch sehr stört. (Oder verbucht es als Halloween-Effekt. Oder kippt einfach Zuckerstreusel drüber. ;))

 

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

 

Rezepte & selbstgemachte Deko für Halloween

Ich erwähnte ja eingangs schon - Halloween liegt mir persönlich am Herzen und ich habe im Laufe der Jahre einiges dazu zusammengetragen. Hier findet ihr eine Übersichtsseite mit all meinen Halloween-Rezepten und -Bastelanleitungen - unter anderem mit so tollen Tutorials für Blutkerzen (super simpel zu machen) oder einen Hexenkessel aus Pappmaché (schon recht aufwändig) und Rezepten wie Toxic Cupcakes, Friedhofspudding oder süße Knochen aus Baiser. Und auch andere Leute machen sehr nette Sachen: bei Katha von Katha kocht! findet ihr auch viele schaurig köstliche Rezepte - zum Beispiel giftgrünen Gin Tonic als Halloween-Cocktail. Und hier geht es entlang zu zahlreichen coolen weiteren Halloween-Bastelanleitungen. Ich nehme mir jedes Jahr vor, solche gruseligen Glas- und Flaschenetiketten endlich selbst zu designen (und schaffe es dann doch nicht.. ) und die Halloween-Buchcover zum Ausdrucken, die einen Stino-Bücherstapel schnell in perfekte Deko für die heimische Halloween-Party verwandeln, sind ebenfalls sehr nice.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Rezept für essbare Spinnweben

(für circa 10-14 große Spinnweben aus Salzstangen)

Salzstangen
200 g weiße Kuvertüre oder Schokolade
50 g Zartbitterkuvertüre oder Schokolade
Optional: Zuckerperlen, Gummidrops, Gummispinnen oder Lakritzschnüre

Equipment: Backpapier, scharfes Messer, Gefrierbeutel, Schere

Zubereitung

  • Die weiße Schokolade vorsichtig schmelzen. (Ich gebe schmelze dazu 2/3 in kleinen Intervallen in der Mikrowelle und gebe danach den Rest zum langsamen Schmelzen hinzu.)
  • Die weiße Schokolade in einen Zipfel eines Gefrierbeutels füllen (ich nehme dafür immer ein Glas zu Hilfe - wie auf den Fotos zu sehen) und zudrehen.
  • 10-12 Salzstangen flach auf einem Holzbrettchen hinlegen, mit einer Hand flach festhalten und mit einem scharfen Messer (hier hat ein scharfes Messerchen mit Sägeschliff bei mir am besten funktioniert) in der Länge halbieren (große Spinnweben) oder sogar vierteln (kleine Spinnweben). Vorsicht! Die Salzstangen springen beim Zerteilen gerne etwas vom Brett.
  • Mit einer Schere ein kleines Stück der Spitze des zum  Spritzbeutel umfunktionieren Gefrierbeutels abschneiden. Einen großen Klecks weiße Schokolade auf das Backpapier spritzen.
  • Nacheinander die Salzstangen als Speichen des Netzes in die Schokolade drücken. Das ist quasi das Fundament  für das Netz. Wenn ihr die Salzstangen nur halbier habt, achtet drauf, dass die Schnittkante in der Schokolade liegt, das sieht dann hübscher aus.
  • Wenn alle Spinnennetzspeichen platziert sind, gibt es noch einen großen Klecks weiße Schokolade auf den Mittelpunkt, damit sie verdeckt sind und stabilen Halt haben.
  • Jetzt "malt" ihr mit der Schokolade das Spinnennetz, indem ihr mit dem Spritzbeutel vom Mittelpunkt ausgehend eine Spirale bis zum Ende der Salzstangen zieht. Je weniger Schoki ihr hier verwendet, desto fragiler die Netze. Ihr könnt also ruhig mehr weiße Schokolade benutzen und mehrfach drüber gehen.
  • Wenn ihr Zuckerperlen verwenden wollt, dann könnt ihr jetzt, so lange die Schokolade noch flüssig ist, vorsichtig welche darüber streuen.

Tipp: Falls ihr aus Versehen Schokolade verwischt, repariert den Bereich mit neuer Schokolade und kippt Zuckerperlen drüber, so sieht den Fehler nachher niemand mehr. (Für euch getestet! 😉 )

  • Die weiße Schokolade in Ruhe anziehen lassen, währenddessen die dunkle Schokolade schmelzen und ebenfalls wie oben beschrieben in einen Gefrierbeutel füllen.
  • Mit der Zartbitterschokolade nun kleine Spinnen (Achtung, die Viecher haben 8 Beinchen, nicht nur 6!) auf den erhärteten Mittelpunkt aus weißer Schokolade spritzen. Wer sich das nicht zutraut: Alternativ kann man die Spinne mit einem in die Schokolade getauchten Schaschlikspieß oder Zahnstocher aufmalen. Oder man kauft Gummispinnen und befestigt diese mit einem Klecks Schokolade auf der Unterseite.
  • Fertig. Die Schokolade gut aushärten lassen und danach vorsichtig vom Backpapier lösen.

Tipp: Falls noch Schokolade übrig sein sollte, könnt ihr auch noch ein paar kleine Salzbrezeln damit verzieren. Geht ganz fix und sieht toll aus.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ran an die Äpfel: Apfelkuchengewürz {Apple Pie Spice}

Goldene Blätter, Regen und kühle Temperaturen: Zeit für Tee, Bücher, Kuscheldecke, Sofa und... vielleicht ein Stückchen warmen Apfelkuchen? Verführerisch duftend nach Äpfeln und Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Kardamom, die eine*n so richtig durchglühen...

Rezept für Apfelkuchengewürz

Rezepte für die Apfelernte

Auch wenn in den Regalen schon die Weihnachtsschokolade steht - der Sommer hat uns in diesem Jahr irgendwie gefühlt mit seinen Hitzeperioden gerade erst so richtig verlassen und der Herbst hat Einzug gehalten. In den letzten Wochen wurden im ganzen Land wahrscheinlich die wunderbare Apfelernte aus den Kleingärten verarbeitet. Ich wurde wieder von Nachbar*innen beschenkt und bekam Äpfel und Pflaumen. Mein Dörrapparat* lief auch Hochtouren (zum Beispiel für zimtige Pflaumenschnitze, die demnächst in mein Porridge wandern werden), aber ich habe vor allem Powidl, Apfelmus und Apfelsirup mit Minze für Limonade eingekocht. Okay-... gut, ein klein wenig Apfellikör habe ich auch angesetzt. Ähem. 😉

Apfelkuchengewürz - ein Geschenk aus der KücheGewürze für Apple Pie Spice

Apple Pie Spice

Apfelkuchen gab es natürlich auch, das habe ich zum Anlass genommen, endlich mal eine eigene Apfelkuchengewürzmischung in Angriff zu nehmen - das hatte ich schon seit Jahren vor. Sie ist meinem Kürbiskuchengewürz gar nicht mal so unähnlich und doch ganz anders. Grob orientiert habe ich mich an US-amerikanischen Rezepten, die USA sind (zumindest aus meiner europäischen Sicht) ja quasi das Mutterland des Apple Pie. Allerdings habe ich die dort üblichen hohen Muskatmengen deutlich reduziert und nach Bauchgefühl um andere Zutaten ergänzt. Herausgekommen ist ein aromatisches Gewürz, für den deutschen Gaumen eine klitzekleine Herausforderung - aber nur bis zum ersten Bissen. Das Apple Pie Spice kann übrigens nicht nur Apfelkuchen würzen, sondern auch schlichtes Apfelkompott verschönern, den Kaffee berieseln oder andere Früchte und Gebäck geschmackstechnisch bereichern.

Bis auf den Zimt (bei dem ich in meiner täglichen Küche einen hohen Durchlauf habe) mahle ich alle Gewürze erst kurz vor dem Mischen. Ich kaufe ungern fertig gemahlene Kräuter und Gewürze, da sie so zu schnell ihre Kraft und ihr Aroma verlieren. Kleine Mengen stampfe ich schnell in meinem Granitmörser, aber bei Gewürzmischungen greife ich - meinen Handgelenken zu liebe - direkt zu meiner geliebten elektrischen Kaffeemühle*, die ich als Gewürzmühle zweckentfremde. Diese spezielle Mühle hat den Vorteil, dass der metallene Zylinder mit dem Schlagwerk entnommen und unter fließendem Wasser gereinigt werden kann. Manche Gewürze, wie zum Beispiel Pfefferkörner, sind beim Mahlen nämlich ziemlich ölig und backen regelrecht fest.
Falls ihr doch zu fertig gemahlenen greift, dann bitte zu frisch gekauften und nehmt nicht die Kräutlein, die schon seit 10 Jahren im Gewürzregal vor sich hin stauben. (Ja, ja.. gesteht es. 😉 Ich habe da letztens bei mir auch noch was entdeckt...)

Ein kleiner Tipp: Wer Apfelkuchen bäckt, aber die Früchte komplett verwerten möchte, dem kann ich meinen selbstgemachten Apfellikör empfehlen - dieser wird mit Schalen und Apfelgriepschen angesetzt.

Selbstgemachtes Apple Pie Spice Selbstgemachtes Apfelkuchengewürz

Rezept für Apfelkuchengewürz {Apple Pie Spice}

Ich verwende zum Abmessen solch ein Löffelmaß*, wenn ihr sowas nicht zur Hand habt, nehmt euch einen großen Teelöffel. Die gemahlenen Gewürze werden alle gestrichen und nicht gehäuft abgemessen.

5 TL Ceylon Zimt (gemahlen)
1 TL Kardamom (gemahlen)
1 TL Ingwer (getrocknet, gemahlen)
1 TL Piment (gemahlen)
1/2 TL Vanillepulver*
1/4 TL Muskat (gemahlen)

Zubereitung

  • Falls noch nicht geschehen, jetzt die Gewürze im Mörser zerstampfen oder in der Kaffeemühle mahlen. Bitte einzeln nacheinander, denn gemahlen haben die Gewürze ein anderes Volumen als ungemahlen, so dass ihr erst nach dem Zerkleinern abmessen dürft.
  • Alle abgemessenen Zutaten in eine Schale geben, sorgfältig vermengen und dann in ein luftdichtes Glas abfüllen. Oder direkt in hübsche kleine Gläschen zum Verschenken. Das Gewürzpulver für Apfelkuchen ist auch ein schönes Geschenk aus der Küche.

 

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Sommerpause

Willkommen, ihr Lieben,

setzt euch in den Liegestuhl, nippt am frischen Erdbeerlassi oder schleckt am Schokoladeneis und lehnt euch zurück. Ich mache jetzt mal Pause. Die letzte Zeit war sehr schwer, meine Familie hat meine Mama in ihren letzten Wochen eng begleitet und musste dann von ihr Abschied nehmen.

Sommerpause Foodblog magischer Kessel

Und jetzt ist bei mir gerade einfach etwas die Luft raus und ich muss den Kopf und die Seele etwas frei bekommen. Wir sehen uns in ein paar Wochen wieder.

Liebe Grüße

Shermin

Selbstgemachtes Rosmarin-Zitronen-Salz

Der kalendarische Sommeranfang hat uns vor ein paar Wochen endlich erreicht und auf zahlreichen Balkons, Fensterbänken und Gärten sprießen in der Wärme und im Sommerlicht eifrig die Küchenkräuter und recken ihre Blättchen gen Himmel.

Rezept für selbstgemachtes Rosmarin-Zitronen-Salz

Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran, Salbei, Minze.... Wer auch in den kommenden dunkleren Monaten des Jahres Freude an den schmackhaften Pflänzchen haben will, kann daraus einfach Kräutersalz machen. Geeignet sind nicht alle Kräuter, bei manchen - wie zum Beispiel Basilikum oder Knoblauchsrauke - sind die aromatischen Inhaltsstoffe so flüchtig, dass sie beim Trocknen verschwinden.

Rezept für Rosmarinsalz - Geschenk aus der Küche

Rezept für Kräutersalz mit Rosmarin und Zitronenschale

Selbstgemachtes Kräutersalz als Geschenk

Ich mische ja gerne Gewürze (beispielsweise Kürbiskuchengewürz oder Madras Curry) und Kräutersalze und verschenke diese auch gerne. Mein herzallerliebstes Gewürzsalz ist mein über lange Jahre erstelltes Kräutersalz No. 1, das ich nur mit trockenen Kräutern und damit vollkommen Jahreszeitunabhängig mische. Ähnlich verhält es sich mit meinem Bärlauchsalz - hier heißt es eigentlich auch, dass Bärlauch beim Trocknen zu viel an Aroma verliert. Das konnte ich bei gekauftem, getrocknetem Bärlauch aber nicht feststellen, das Bärlauchsalz ist zum Beispiel toll auf Eierspeisen oder auf ner Stulle mit Avocado - eben da, wo man diesen sanft knoblauchig-zwiebeligen Geschmack möchte, ohne nachher dafür mit schlechtem Atem zu bezahlen.
Apropos Stulle und gebratene und gekochte Eier: Mein Bacon-Chipotle-Salz ist dafür quasi prädestiniert und auch noch ein leckeres Mitbringsel für Bacon-Fans.
Ich verarbeite aber auch frische Gewürze, wie hier bei meinem Zitronensalz und meinem Orangensalz zu sehen. Das ist nämlich keine große Hexerei: Zitrusschale schälen, ab ins Schraubglas zum Meersalz, schütteln - schwupp - fertig! Ähnlich funktioniert es auch hier beim Rosmarin-Zitronen-Salz, das Salz konserviert die frischen Kräuter ja sehr gut. Und ich liebe einfach das harzige, tiefe Aroma von Rosmarin, dazu dann in Kombination die Frische der Zitronenschale - einfach toll.

Frischer Salaz mit Rosmarinsalz

In der Pfanne gebratene Doraden/Goldbrassen mit Kräutersalz

Rosmarin-Salz  - für Salate, Grill- und Fischgerichte

Zuhause habe ich ein großes Glas mit dem Rosmarin-Zitronen-Salz, im Sommer ist es mir gerade liebstes Würzmittel, ob im Salat mit selbstgezogener Rauke aus dem Balkonkasten oder für frischen Fisch. Letztens gab es Doraden (Goldbrassen) aus der Pfanne, die habe ich nur mit Zitronensaft gesäuert, innen und außen mit dem Rosmarin-Zitronen-Gewürzsalz beglückt, ein paar Zitronenscheiben und eine halbe Zehe Knoblauch im Bauch der Frische rundeten das Ganze ab. Auch für gegrillte Köstlichkeiten ist dieses Kräutersalz toll geeignet.

Rezept: Wie macht man Rosmarin-Zitronen-Salz?

Rezept für Rosmarin-Zitronen-Salz

200 g Meersalz (fein)
2 EL gehackte, frische Rosmarinnadeln (ca. 8 Zweige)
1 EL frisch abgezogene Zitronenzesten von Bio-Zitronen (je nach Größe 1-2 Zitronen)
Optional: 1/2 TL schwarzer Pfeffer

Equipment: verschließbares Glas*, Reibe*/Zestenreißer, Wiegemesser*/großes Messer, Brett, Küchenpapier

Zubereitung

  • Das abgewogene Meersalz in ein verschließbares Glas geben.
  • Die Rosmarinzweige unter fließendem kalten Wasser säubern, mit Küchenkrepp abtupfen, mit den Fingern die Nadeln runterziehen und mit einem Wiegemesser oder einem großen Küchenmesser fein hacken (es sollten 2 gestrichene Esslöffel gehackte Rosmarinnadeln sein) und zu dem Meersalz ins Glas geben.
  • Die Zitronen heiß abspülen, abtrocknen und mit einer feinen Reibe oder einem Zestenreißer die Schale abziehen (es sollte 1 gestrichener Esslöffel Zitronenabrieb sein) und ebenfalls in das Glas mit dem Salz geben.
    Tipp: Wenn einem die Zesten zu lang sind, kann man sie noch grob mit dem Wiegemesser zerkleinern.
  • Das Kräutersalz umrühren und das Glas verschließen. Das Salz konserviert die frischen Kräuter sehr gut, allerdings nimmt es natürlich - neben den Aromen - auch die Feuchtigkeit von Rosmarin und Zitrone auf und kann deswegen etwas Klümpchen bilden. Ich mache es immer so, dass ich das Salz in der Folgewoche einmal täglich öffne (wenn ich daran denke... 😉 ), um Feuchtigkeit entweichen zu lassen und um es umzurühren.
  • Nachdem das Salz durchgetrocknet ist, kann - wenn gewünscht - noch fein gemahlener schwarzer Pfeffer untergemischt werden.

 

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