Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

#12von12 im Januar 2018

Puh.. in Berlin wird es gerade bitterkalt und der Winter kommt hier endlich an. Ich hüpfe mal schnell ins Blog und serviere euch meine #12von12. Wie immmer (zumindest wenn ich an die Aktion denke) konntet ihr meinen/unseren Tag schon im Vorfeld auf Instagram verfolgen. Und naja.. gut.... ich habe statt 12 nur 9 Bilder geschafft diesmal, aber das nehmt ihr mir bestimmt nicht krumm, oder? Die offizielle Sammelstelle für alle #12v12-Blogbeiträge findet ihr wie immer hier.

#12on12 im Januar 2018 -  12 Bilder am 12. des Monats

Die #12von12, die eigentlich nur #9von12 sind

1. Der Herzmensch macht das Kind für den Kinderladen fertig. Ich nutze einen Mama-Kuschelmoment, um unauffällig die Tomatensauce von gestern Abend auszukämmen. 🙂

2. Kurz danach ein drrramatisches Intermezzo: Nem 20 Monate altem Kind erklären, dass es nur ein Spielzeug zum Spielzeugfreitag mitnehmen darf. Das Kind drückt entsetzt die momentan heilige Spielzeugdreifaltigkeit an sich. Am Ende gewinnt die Quietscheente mit Skiern. Die "kleine Irma" (Puppe) und die "Maus" (dicke Ratte) dürfen im Bett aufs Kind warten. (Schlimmes Schicksal. Echt. Wäre bereit das persönlich zu überwachen. Ganz selbstlos.)

3. Arbeit. Rechnungen schreiben. Texte tippen. Mails Dinge recherchieren. Und natürlich heißen Tee schlürfen und ab und an einen Blick in den matschigen Berliner Innenhof werfen.

4. Knöpfe raussuchen zum Austausch an einer Strickjacke. Den Moment nutzen, um die Finger über die Kühle der aneinanderklirrenden Perlmuttknöpfe gleiten zu lassen. Schon als Kind konnte ich Stunden mit Omis Knopfkiste verbringen. Wer kennt's noch?

5. Kaffeepause. Mit Selbstbedienung am lebensrettenden Keksvorrat vom Kind (keine Bange, wir haben mehrere Keksrollen auf Vorrat). Knurps, knurps. Welches Elternteil ohne Schuld ist, werfe den ersten Kekskrümel.

6. Winter-Chili. Von wegen nicht mehrjährig. Pfffff. Diese hier geht jetzt ins 3. Jahr.

7. Schnell zusammengerührter warmer Haferbrei (Wissende erkennen den DDR-Löffel) für das seeehr hungrig aus der Kita heimgekehrte Lieblingskind: Haferbrei mit etwas Zartbitterschokolade, Fruchtbrei, Blaubeeren. Das Rezept für mein Mikrowellen-Porridge findet ihr natürlich hier im Foodblog. 🙂

8. Im neuen, dicken Schneeanzug und mit Fledermausflügelrucksack versehenes Kind auf dem Weg zum Papa: Einkaufen gehen fürs Abendessen.

9. Apropos Abendessen, da ist es auch schon: Croque Baguette mit Ziegengouda, Hühnchen und Rauke. Nomnom!

Coconut Cardamom Burfi – Köstliches indisches Kokos-Konfekt

Ich starte mit etwas Süßem ins neue Jahr. Nehmt euch doch eine dieser köstlichen kleinen Kokos-Kugeln und lasst sie auf der Zunge schmelzen. Möge doch unser aller Jahr so werden: süß, in sich rund, mit ein paar schönen, interessanten Dingen darin (hier: Kokos und mein Lieblingsgewürz Kardamom - aber in euren Leben darf sicherlich mehr als das passieren ;)) und mit einem kleinen Haps zu verspeisen.

Rezept für Kokos-Konfekt / Coconut Burfi, eine traditionelle indische Süßigkeit mit Kardamom

Kokosnuss Burfi mit Kardamom - eine traditionelle indische Süßigkeit

Das Rezept für dieses Burfi (oder auch Barfi) mit Kokosraspeln habe ich aus dem Kochbuch "Original Indisch"* von Meera Sodha, das ich auch schon vor einiger Zeit hier vorgestellt habe. Sie bezeichnet es auch als "Topra Pak" und "Coconut Milk Fudge".  Die Süßigkeit besteht aus nur drei Zutaten: Gezuckerter Kondensmilch, Kokosraspeln und frisch gemahlenem Kardamom und bildet einen köstlichen Geschmack. Wikipedia erklärt mir, dass Barfis das ganze Jahr über gereicht werden, aber gerne - dann zum Beispiel etwas mit essbarer Gold- oder Silberfolie aufgerüscht -  auch zu Hochzeiten und Festtagen wie Diwali. Es muss auch keinesfalls immer mit Kokosnuss sein - andere Zutaten sind zum Beispiel Besan (Kichererbsenmehl), Mandeln, Pistazien, Erdnüsse, Cashews usw.  - sogar von Schoko-Burfi habe ich schon gelesen (und stelle es mir so wie Fudge vor). Wie würde man es auf Deutsch bezeichnen? Kokos-Konfekt? Kokos-Pralinen? Indisches Raffaello-Derivat?

topra Kopak / Rezept für Kokos-Konfekt / Coconut Burfi, eine traditionelle indische Süßigkeit mit Kardamom

selbstgemachte Kokospralinen

Kokosnuss-Konfekt als essbares Geschenk

Wäre ich jetzt in Indien und hätte Zugang zu superfrischen Kokosnüssen, würde ich das Kokosfleisch wohl frisch raspeln (und mir aus Unkenntnis wahrscheinlich halb die Finger dabei brechen) und dann ein ganz köstliches Burfi damit zubereiten. Aber da Kokospalmen in Deutschland eher Mangelware sind, nehmen wir doch einfach, wie im Rezept vorgeschlagen, die getrockneten Kokosraspel. Das ist auch köstlich genug und glaubt mir: Als essbare Mitbringsel zu einer Einladung haben es diese indischen Kokospralinen total drauf und machen ja auch optisch was her. Ich verschenke dieses selbstgemachte Konfekt wirklich sehr gerne oder bringe es zu einer Kaffeerunde mit und es wurde immer mit großer lukullischer Begeisterung aufgenommen.
Meera Sodha hat auch noch einen Tipp für Liebhaber*innen des bekannten Schoko-Kokos-Riegels: Die Bällchen nach dem Abkühlen auf Zahnstocher spießen und mit Lieblingsschokolade überziehen. Mjam!

Rezept für Kokos-Konfekt / Coconut Burfi, eine traditionelle indische Süßigkeit mit Kardamom

How to make coconut Burfi

Rezept für Kokos-Pralinen / Kokosnuss-Burfi

300 ml gesüßte Kondensmilch*
150 g getrocknete Kokosraspel
1/2 TL frisch gemahlener Kardamom (ich mahle Gewürze in dieser Kaffeemühle*)
50 g getrocknete Kokosrapsel zum drin wälzen

Zubereitung

  • Die gezuckerte Kondensmilch bei mittlerer Temperatur in einem kleinen Topf vorsichtig und unter stetem Rühren zusammen mit dem Kardamom aufkochen. Sie darf nicht anbrennen.
  • Die Kokosrapsel in den Topf geben, bei geringer Hitze weiterrühren bis die Masse anzieht und einen dicken Teig ergibt. Das geht recht schnell.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Kokosmasse akühlen lassen. (Lauwarm reicht)
  • Mit einem Teelöffel jeweils etwas von dem Kokosnuss Burfi abstechen und zwischen den Händen zu kleinen Kugeln rollen.
    (Troubleshooting: Ist bei mir noch nie vorgekommen, aber falls das Rollen nicht funktioniert, ist eure Kokosmasse wahrscheinlich nicht genug eingekocht: Also nochmal ab auf den Herd und vorsichtig und unter rühren etwas einreduzieren. Oder erwärmen und zusätzlich noch ein paar Kokosstreusel einarbeiten.)
  • Die restlichen Kokosraspel in ein kleines Schälchen geben, drei bis vier frisch gerollte Kugeln vom Kokos-Konfekt hineingeben und die Schale schwenken, bis die klebrige Außenseite der Kugeln mit Kokosraspeln bedeckt ist.
  • Das Kokos Burfi in einer mit Backpapier ausgelegten Dose im Kühlschrank aufbewahren. Dort belagert, ist es bis zu einer Woche haltbar. Vor dem Schnabulieren allerdings aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen.

 

Tipp: Wer keine Lust oder Zeit hat, die kleinen Bällchen zu rollen, kann die Masse auch in eine mit Backpapier ausgelegte oder mit Ghee* (indischer Butterschmalz) auspinselte Form (zum Beispiel in eine Browniebackform*) geben , gut anpressen mit Kokosflocken oder gehackten Pistazien bestreuen und im Kühlschrank kalt stellen. Wenn die Masse weit genug eingekocht war und jetzt noch nachgezogen hat, lässt sie sich danach in kleine "Kuchenstückchen" schneiden und servieren.

*Werbung. Afiliate-Link zu Amazon. Ich erhalte eine kleine Provision, wenn ihr hierüber einkauft. Danke!

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#Foodblogbilanz17 – Rückblick und Ausblick

Sabine von dem Blog Schmeckt nach mehr fragt auch zu diesem Jahresende mal wieder nach einer kleinen Blog-Rückschau. Da bin ich doch gerne wieder dabei. 🙂

@magic_cauldron bestnine instagram 2017

Die 9 am meisten gelikten Bilder von mir auf Instagram.

1. Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?

Da habe ich zwei zu bieten, zum einen - wie im letzten Jahr - mein Dauerbrenner "Simpel, lecker, einfach geil: Im Ofen gebackener Hokaido" (der tatsächlich an der 100.000er Marke kratzt - Wow). Und der am besten in diesem Jahr gelaufene, neu veröffentlichte Artikel: Trinkschokolade am Stiel.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Definitiv mein Artikel über Alltagsrassismus und rassistische Wortwahl in der glitzerbunten, perfekten Welt der Foodblogger*innen und Nahrungsfirmen. Ich hatte es zwar nicht erwartet, aber bekam tatsächlich fast nur positives Feedback. Nicht nur in den Kommentaren hier, sondern auch in sozialen Netzwerken und auf privaten Kanälen haben sich viele zu Wort gemeldet. Zum einen tut es gut, zu wissen, dass man mit Menschen doch auf einer Wellenlänge liegt. Zum anderen hoffe ich nach den vielen Gesprächen, dass ich vielleicht doch ein paar etwas aufgeweckt und einen kleinen Stupser Mut verliehen habe, damit sie das nächste Mal den Mund aufmachen. Es ist wichtig nicht zu schweigen und durch Verstummen falsches Verhalten und Rassismen zu legitimieren.

Dann noch mein Artikel über das Babboe-Lastenrad. Ja, das ist ein Sponsored Post, der allerdings meine Sicht der Dinge spiegelt. Gekaufte Meinungen gibt es bei mir nicht und ich bin nach wie vor so verliebt in und begeistert von dem Rad. Der Kauf war für mich die richtige Entscheidung, da das gute Stück mir wirklich ein viel Freiheit, Spontaneität, Unabhängigkeit und Beweglichkeit schenkt, die sonst durch Kind und gesundheitliche Aspekte hintendrüber fallen würden.

Und zu guter letzt gibt es auch noch einen Artikel mit Rezept - nämlich für Erdbeer-Lassi mit Kardamom. Da hängt jetzt zwar nicht mein totales Herzblut dran, aber mir persönlich bescherte dieses Rezept für das leckere Getränk einen köstlichen Abend im kleinen Kreis mit der wunderbaren und lebenslüsternen Koch-Diva Léa Linster. Ich fangirle ja eigentlich absolut nicht was Köch*innen angeht, aber das fand ich schon echt gut. Vor allem, da sie sich fantastisch und eisern in einer sehr harten und zu stark männerdominierten Branche hervortut.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Da kann ich echt mal so gar kein wirklich nennen... Ich bin ab und zu mal irgendwo und in Zeitmangel reingestolpert und habe mich mal irgendwo festgelesen - aber so wirklich inspiriert? Nö. Sorry. Vielleicht erinnere ich mich auch nur nicht - ich bin seit September dank meinem kleinen Kind, das hier jeden Kita-Todeskeim anschleppt, quasi durchgehend krank. Mein Gehirn funktioniert da manchmal nur sehr bedingt. 😉

Edit: Wie mir gerade auffällt, habe ich in 2017 viel Inspiration zu chinesischer Küche bei Foodina eingesammelt. Wir treffen uns meist einmal im Monat mit lieben Freunden zum Kochen und da zierten u.a. trocken gebratene Bohnen, rotgeschmorte Kartoffeln und Tofu in Eihülle unsere Tafel. Wunderbare vegetarisch/vegane Gerichte, die ich danach auch noch gerne zubereitet habe.

4. Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Eigentlich fast alles, was ich an Rezepten hier veröffentlicht habe. Allen voran das selbstgemachte Orangensalz - das ist einfach so leicht nebenher angesetzt, macht sich wunderbar an zahlreichen Gerichten oder als Toppingsalz und ist zudem auch noch ein schönes Geschenk. Scharf gefolgt von den Cake Pops: perfekt für Kinderhände - momentan ja lebensbedingt mein großes Thema 😉 - und relativ krümel- und (ganz wichtig!) schokoladenfrei. So können auch Anderthalbjährige mit ihrer süßen Beute durch die Gegend laufen, und zwar ohne überall schmierige Schokoladenhandabdrücke auf dem Sofa zu hinterlassen. Relativ oft gebacken habe ich auch die auch die glutenfreien Mandelkekse - einfach weil sie aus nur drei Zutaten bestehen, superschnell gebacken und auch noch lecker sind. Die Chinese Marbled Eggs (würzige, in Tee und Gewürzen eingelegte, gekochte Eier nicht nur zu Ostern nett, sondern auch echt gut als Brotbelag oder in asiatischer Nudelsuppe).

Chinesiche Gewürzeier (Rezept für chineische Gewürzeier (Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs /marbled eggs)

 

5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum?

Neben dem oben schon angesprochenen Diskurs zum Thema Rassismus habe ich - so banal es klingt - lange herumgegrübelt, ob ich auch über nicht essbare Dinge schreiben und vielleicht beispielsweise auch was zu Kinderprodukten sagen will und darf - nur um letztendlich zu der Erkenntnis zu gelangen, dass a) ich das ja eh schon seit Jahren mache (Siehe ein früherer Artikel zum Thema Alltagsrassismus, meine jahrealten Gedanken zum DIY-Thema oder mein Geschreibsel über das Glück des Gärtnerns im urbanen Raum Berlin) und mein Foodblog sowieso nie wirklich ein reines Foodblog war. Und b) dass ich im Grunde machen kann was ich will. Mein Blog, meine Party. Ich bin niemandem als mir selbst und meinem Gewissen verpflichtet und brauche mich nicht komisch fühlen oder vor irgendwem rechtfertigen, wenn ich über Kinderthemen sprechen will. Schließlich bestimmen die Bedürfnisse von Kleinkindern sehr stark das Leben der sie hegenden Erwachsenen. Und dieser Lebensphase gilt es auch Rechnung zu tragen. Punkt.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Naja, völlig neue Welt... Dass Léa Linster in einer scharfen Erdbeer-Salsa tatsächlich Sardellen mit Erdbeeren gekreuzt hat, war... erstaunlich. (Und tatsächlich erstaunlich gut) Allerdings nicht vollkommen abwegig, Ähnliches kannte ich schon von Pasta con le sarde, wo Sardinen mit süßen Rosinen kombiniert werden.

Ansonsten fällt mir dieses Jahr tatsächlich für mich nichts Welteneröffnendes ein. Aber wir haben als Eltern unser Kind bei der Geschmacksentwicklung begleitet, es an Dingen schnuppern und es kosten lassen und so die Türen zu völlig neuen Erfahrungen und Erinnerungen aufgestoßen. So süß, dieses konzentrierte, nachdenkliche Nachschmecken wenn das Kind versucht einen nagelneuen Geschmack zu erfassen und zu entscheiden: Gut? Schlecht? Nomnom? Mehr davon? Blerghbähspuckspeuzigittigittt!

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Mein liebster Suchbegriff für dieses Jahr? "Arabisches Gelage" - das stelle ich mir toll vor. So auf einem Divan ausgestreckt, frischer, heißer Tee und vielleicht noch ein kühlenes Sherbet und dann reicht man mir all die köstlichen orientalischen Rezepte, die hier auf dem Blog verewig sind.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?

Eigentlich das Gleiche wie für 2017 - ich wünsche mir für mein Foodblog in seine bequemen, kleinen, anti-Mainstream-Nische mehr Sichtbarkeit und Erfolg. Zum einen ist das vielleicht illusorisch, weil ich mit meinen Inhalten so gar nicht mit dem Strom schwimme. Zum anderen benötige ich dafür aber auch mehr Zeit. Und ich hoffe, dass ich vielleicht endlich mal eine Buchidee realisieren kann - aber auch dafür brauche ich Zeit - und das ist mit verschiedenen Jobs, kleinem Kind und keiner familiären Unterstützung echte Mangelware. Aber ich werde das neue Jahr und auf Eis liegende Projekte generalstabsmäßig durchplanen und drücke mir tapfer selbst die Daumen. Mal sehen, was ich 2018 an dieser Stelle dazu schreibe. 😉

Liebe Grüße, wir sehen uns 2018

Shermin

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Weihnachtsgrüße

Ihr Lieben,

ich hatte mal wieder noch soooo viel vor und dann grätschte die Kita-Todeskeim-bedingte Dauererkältung wild hinein und wir waren froh hier im Haushalt noch einigermaßen krauchen zu können. (Ich mein... wenn der Arzt fragt: "Seit wann sind sie krank?" und ich antworte "Seit September!", dann ist klar, dass ich ein Kind im ersten schaurigen Kita-Erkältungsjahr habe... ;))

Insofern: Ich wünsche euch wundervolle und erholsame Festtage. Lasst es euch gut gehen und genießt die kleine Auszeit. Kommt gut und sicher durch die Zeit zwischen den Jahren.

Wir sehen uns!

Eure Shermin

Rezept für glutenfreie Mandelkekse

Allerorten tobt ja gerade die Schlacht um die geilsten Weihnachtskekse - iiich halte mich dieses Jahr ganz dezent raus, knurpse meine schon gebackenen Weihnachtsplätzchen und schenke euch dieses supersimpel zusammenrührbare und leckere Keksrezept.

Rezept für glutenfreie Mandelkekse aus nur 3 Zutaten

Keksrezept ohne Mehl

Na gut, wenn die Zeit es zu lässt, lasse ich euch demnächst noch mein Rezept für Kaffee-Spritzgebäck zukommen. (Wie seht ihr das eigentlich? Ist Spritzgebäck ein Gebäck fürs ganze Jahr oder nur für Weihnachten?) Aber erstmal sind diese glutenfreien und laktosefreien Cookies dran. Sie fallen definitiv nicht unter Weihnachtsgebäck, sondern sind alljahrestauglich. Können aber natürlich gerne zu Weihnachten verspeist werden. Das Rezept kommt ganz ohne Mehl und Ausstechen aus - was für Ungeduldige und Menschen, die Gluten nicht vertragen, natürlich brillant ist. Wer es dennoch weihnachtlich mag oder schlicht noch ein paar Geschmacksknospen reizen will, kann diese Kekse relativ simpel noch zusätzlich aromatisieren. Zum Beispiel durch die Zugabe von 1/4 TL Zimt, etwas gemahlener Koriandersaat, Vanille, Schokoladenraspeln oder geriebener Orangenschale.

Blitzgebäck: Schnelle Drei-Zutaten-Kekse aus der Vorratskammer

Die glutenfreien Kekse sind aber nicht nur für Leute mit Glutenunverträglichkeit, sondern eigentlich für jeden geeignet. 😉 Sie sind blitzschnell zusammengerührt und in den Ofen geschoben - und nur kurz danach kann man sie schon genießen und zum Beispiel Überraschungsgäste mit den Blitzkeksen erfreuen. Denn das Wunderbare ist, dass in einem gut sortierten Haushalt so ziemlich alle Zutaten vorhanden sind: Zucker, 1 Ei, gemahlene Mandeln. Ich vermute (da noch nicht getestet), dass die Mandeln im Notfall auch relativ problemlos durch gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse ersetzbar sind.
Die Zutatenliste erinnert an Makronen - was aber dank enthaltenem Eigelb und damit ersparter Eiweißtrennerei nicht so ist. Frisch vom Blech sind die Kekse auch knusprig.

Backen von glutenfreien Mandelkeksen - Blitzkekse aus nur 3 Zutaten

Rezept für glutenfreie Mandelkekse

(1 Blech, 12 große Kekse)

1 Ei (M)
75 g Zucker
90 g geriebene Mandeln

Optional zum Aromatisieren: Schokoladenraspel, gemahlene Vanille*, Orangenschale, Zimt, Kardamom, Macis, Koriandersaat, Piment, Anis

Zubereitung

  • In einer Backschüssel mit einem Schneebesen das Ei mit dem Zucker verschlagen, bis die Masse dick, hell & cremig-schaumig ist. (Das geht relativ rasch, bei der kleinen Menge nehme ich ungerne eine große Küchenmaschine zur Hand.)
  • Die Mandeln unterheben. Die Masse sollte jetzt noch flüssig sein.
  • Mit Löffeln Kleckse aufs Backblech setzen, auf Abstand achten. 12 - 15 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 150° Umluft backen, bis der Rand anfängt zu bräunen.
  • Im Backofen bei geöffneter Klappe auskühlen lassen.
  • In einer fest verschlossenen Dose trocken und dunkel lagern.

Mandelkekse - Blitzrezept mit nur 3 Zutaten Knusprige Kekse - ganz ohne Mehl

Glutenfreie Süßigkeiten & Weihnachtskekse mit Mehl

Ich habe ja nicht so wahnsinnig viel glutenfreie Süßigkeiten im Blog, aber ich kann euch immerhin mit meinem sehr guten Haselnusskuchen dienen, der ist sogar glutenfrei und vegan. Selbstgemachte Mandelsplitter, Brausepralinen oder Trinkschokolade am Stiel oder als einrührbares selbstgemachtes Kakaopulver sind auch noch gute Optionen und eignen sich auch hervorragend als essbare Geschenke aus der Küche. In meinem Zweit-Foodblog Lesehunger habe ich auch noch ein Rezept für Whisky-Trüffel.

Wenn euch tatsächlich nur die Neugier hergetrieben hat und ihr noch auf der Suche nach Weihnachtskeksrezepten mit Mehl seid, dann kann ich euch hier meine göttlichen Vanillekipferl empfehlen, das Grundrezept für Butterplätzchen (Mürbeteig), Honigkuchen,  leckeres Berliner Brot, super simpel zu machende Husarenkrapfen oder Honig-Anis-Printen. Und natürlich hausgemachten Stollen! Probiert mein Rezept - es lohnt sich. Und ja, den kann man auch problemlos noch im Dezember backen, das tut dem Geschmack keinen Abbruch.