Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

Erdbeer-Lassi mit Kardamom & ein Abend mit Léa Linster als Preis

Wir steuern auf die Mitte der Erdbeersaison zu. Der Peak-Erdbeere ist – wie man anhand der noch relativ hohen Preise an den Erdbeerhäuschen der regionalen Erzeuger sehen kann – allerdings noch nicht ganz erreicht.

Milchshake auf indisch: Erdbeer-Kardamom-Lassi

Während wir uns also alle lustvoll durch die immer aromatisch werdenderen Erdbeeren knabbern, habe ich für euch einen schönen, sommerlichen Erdbeer-Drink mitgebracht. Quasi fast eine Art Erdbeer-Milchshake, aber eben auf indische Art und mit Joghurt – weswegen es dann ein Lassi ist.

strawberry Lassi

Lassis – Milchshakes auf indisch

Lassis sind Shakes auf Joghurtbasis (hierfür bitte nicht zum Magerjoghurt greifen!), gemixt mit Wasser und Gewürzen. In Indien (und auch im Orient) werden zum Beispiel kühlende, salzige Joghurtgetränke zum gut gewürzten und scharfem Essen gereicht. Probiert es einfach mal aus: Eiskaltes Wasser mit Joghurt gemischt – ungefähr 1:1 und dann mit Meersalz abgeschmeckt. Sehr erfrischend! Hierzulande kennen wir meistens die süßen Lassis vom Inder – besonders der Mango-Lassi.  Dass man auch Erdbeeren nehmen kann, darauf bin ich erst durch das neue Kochbuch “Indisch vegetarisch“* von Meera Sodha gestoßen. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Idee habe ich also aus diesem schönen Rezeptbuch, auch wenn ich sie noch etwas abgewandelt und mit den Zutatenmengen gespielt habe – zum Beispiel indem ich zum Süßen flüssigen Sommerblütenhonig genutzt habe. Der stammt übrigens von einem Imker aus Berlin und ist geschmacklich sehr blumig (mich erinnert er fast etwas an Orangenblütenwasser) und nicht so brachial-honigmäßig, so dass er sich hervorragend mit dem Kardamom verträgt. Wie immer empfehle ich, den Kardamom frisch zu mahlen (zum Beispiel in der von mir immer wieder empfohlenen elektrischen Kaffeemühle*) oder im Mörser zu stampfen. Die Arbeit für ein geniales Aroma lohnt sich einfach, vertraut mir.

Heimische Erdbeeren für den Erdbeer-Milchshake

Gewinn einen Platz beim Kochevent mit Léa Linster!

#ichlieberot #erdbeerenauseuropa

Und mit diesem simplen, aber halt echt leckeren Erdbeergetränk habe ich diesen Monat sogar etwas gewonnen. Ich bin eine von drei Gewinner/innen für ein Kochevent samt anschließendem Dinner mit der von mir überaus geschätzten Starköchin Léa Linster, die als Erdbeer-Botschafterin der pan-europäischen Kampagne „Ich liebe Rot“ die heimische Erdbeere bewirbt.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel: Ich darf noch einen weiteren Platz unter meinen Leser/innen für diesen Abend verlosen. Bitte kommentiert dafür bis zum 24.6. einfach unter diesem Beitrag, warum ihr gerne als meine Begleitung mitkommen und mir zusätzlich den Abend versüßen wollt. Die anfallenden Anreisekosten werden – so weit ich weiß – übernommen. Der Termin und der Ort werden festgelegt, wenn alle Teinehmer/innen feststehen.
Ich lose dann am 25.6. per Zufallsgenerator aus.
(Achtet bitte darauf, dass eure Mailadressen korrekt angegeben sind.) Den oder die Gewinner/in teile ich am 25.6. hier in diesem Artikel mit. Also Augen offen halten!**

So, jetzt aber ab zum Erdbeer-Lassi, fotografiert auf Balkonien, mitten im Herzen Berlins. Trotz Flamingos und Ananas-Deko kein tropisches, sondern ein heimisches Paradies, zu dem in der Sommerhitze der einfach zu machende und köstliche Erdbeer-Lassi perfekt passt.

Erdbeer-Lassi mit Kardamom - ein erfrischender Sommerdrink

Rezept für Erdbeer-Lassi mit Kardamom

(4 Portionen)

500 g Erdbeeren (ungeputzt gewogen)
500 g griechischer Joghurt
6 große Eiswürfel (alternativ: 6-8 EL Eiswasser)
½ TL Kardamom (frisch gemahlen oder zerstoßen)
2-4 EL Sommerblütenhonig (abhängig von der Süße der verwendeten Früchte)

Benötigtes Equipment: Mixer, alternativ ein leistungsfähiger Pürierstab, der es auch mit Eiswürfeln aufnehmen kann (oder ihr nehmt stattdessen einfach nur Eiswasser)

Zubereitung

  • Die Erdbeeren waschen, putzen und grob stückeln.
  • Erdbeeren, Honig, gemahlenen Kardamom, Joghurt und Eiswürfel in einen Mixer geben. Darauf achten, die Eiswürfel nicht direkt auf den Honig zu geben. Cremig mixen.
  • Abschmecken und bei Bedarf nachsüßen, in Gläser füllen und rasch genießen.

How to make strawberry Lassi

* Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Provision.
** Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung möglich. Der Preis wird auch nicht von mir zur Verfügung gestellt, sondern von der Kampagne “Ich liebe Rot”.

#12von12 im Mai

Nachdem ich den April ja kunstvoll habe vorbeistreichen lassen, weil ich totaaal vom 12. des Monats überrascht wurde (sowas kommt ja auch immer total unvorhergesehen. Wie Weihnachten und Ostern.), habe ich im Mai wieder die Zeit dafür gefunden. Wie immer wird drüben bei “Draußen nur Kännchen” gesammelt – dort findet ihr noch ein paar Hundert Links zu weiteren 12 Fotos vom 12. des Monats.

#12v12 im Mai

  1. Schnell morgens ein paar Arbeitsmails lesen und beantworten, bevor das Kind knatschig wird und sehr nachdrücklich Kuschelzeit in Mamas Armen einfordert.
  2. Die Spielecke des Kindes – kurz vor der täglichen Verwüstung. Man beachte diese wunderschöne Flamingo-Gießkanne*. Das Kind ist gerade 13 Monate alt und liebt es Pflanzen zu gießen und (wir fragen uns ja auch, wo es das her hat…) zu putzen. Kein Staubsauger, Putzlappen oder Wischmop darf hier ohne Kind genutzt werden, das totale Freude daran hat, mitzuhelfen. Kein Putzschwamn ist hier sicher. 😂 Damit es mit dem großen Wischmop nicht noch mehr Verwüstung als ohnehin schon anrichtet, haben wir uns ein heißgeliebtes Kinder-Putzset samt Wischmop*, nem Besen usw. zugelegt.  Aber ich bin mir sicher, auch diese Phase wird vorübergehen…
  3. Pfannkuche.. äh Verzeihung, Berlin, Eierkuchenteig bereit zum Shaken im alten Apfelmusglas. 😉
  4. Die von der liebsten Freundin mitgebrachten Chili-Pflanzenbabys warten sehnlichst auf ihren Umzug nach draußen.
  5. Symbolbild für den Aktionsradius des Kindes. Es ist ein wenig wie eine laufende Abrisskugel.
  6. Heute kein #DailyPorridge, sondern Eierkuchen zum Frühstück. Aber immerhin habe ich ein paar Haferflocken in den Teig geschmuggelt. Und wer doch Haferbrei will, hier geht es zu meinem Rezept für Porridge aus der Mikrowelle.
  7. Inbesitznahme des neuen Totoro-Rucksacks*, der zu meinem Geburtstag hier eingezogen ist. ❤ (Er begleitet mich gerade jeden Tag, wenn ich das Kind zur Kita bringe. Von wildfremden Leuten angesprochen werden, wo ich das gute Stück her habe: Check!)
  8. Eisessen. Sonne. Nette Menschen.
  9. Kastanienblüte auf dem Heimweg. 🌼 Ich liebe diesen Duft.
  10. Total geschafft nach nem Nachmittag unterwegs? Denkste. Das todmüde Kind musste trotzdem noch ne halbe Stunde im Innenhof spielen.
  11. Lesezeit
  12. Tja… das 12. Foto habe ich in diesem Monat nicht mehr geschafft, aber schicke euch sonnige Gedanken.

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Kochbuch: Original Indisch von Meera Sodha

Kurz vor meinem Geburtstag gibt es mal wieder einen kleinen Blick in mein Kochbuchregal. Sonst hibbel ich immer ein gaaanz klein wenig meinem Geburtstag entgegen, in diesem Jahr – hätte ich nicht schon die Geburtstagsparty fest im Kalender stehen – hätte ich ihn wahrscheinlich fast vergessen. Mit Kind ist irgendwie immer was los und andere Alltagsdinge stehen mehr im Fokus: Zum Beispiel, dass ich bald ein Kindergartenkind haben werde. Puh… ein Meilenstein, der stolz und wehmütig gleichzeitig macht.  Anyway – da das Kind ja schon so schön mit isst und auch vor indischer Küche nicht halt macht, geht’s hiermit zur Buchvorstellung. 🙂

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Kochbuch “Original indisch” von Meera Sodha

Wenn schon Yotam Ottolenghi – quasi der israelisch-britische Godfather of Kochbuch – das Buch “Original indisch“* von Meera Sodha als “bezaubernd, persönlich und voller Liebe und Knoblauch” anpreist, muss man einfach einen Blick in dieses allein schon optisch wundervoll aufgemachte, gebundene indische Kochbuch hineinwerfen. Verfasst ist es von Meera Sodha, die Enkelin indischer Einwanderer lebt in London und betreibt ihr eigenes Foodblog. Anfang diesen Jahres Jahres ist gerade ihr zweites Buch (“Indisch vegetarisch“*) erschienen.

Die Ausrichtung der Rezepte orientiert sich an der klassischen indischen Küche, was sich auch in der Inhaltsangabe niederschlägt. Neben einer ausführlichen Einleitung und Einführung findet man hier unter anderem die Einteilung nach Vorspeisen, Snacks, Beilagen, Desserts, Drinks und die Sortierung der Speisen nach Fleisch, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten, Chutneys und Pickles. Sehr hübsch ist das zusätzliche Kapitel zum Selbermachen von Panir (Käse), Ghee (geklärter Butter) und der Weiterverwendung von Essensresten – aus übriggebliebenem Reis lässt sich zum Beispiel laut Meera köstliches Fladenbrot zaubern. Sehr gut ist auch das kleine Troubleshooting (“Hilfe. Meine Chapatis sind nicht weich genug”), das sich neben einer ausführlichen Vorstellung der Zutaten am Ende des Buches befindet. Eine wirklich nette Idee ist zudem das alternative Inhaltsverzeichnis, geordnet nach Rezepten für Anfänger, Partygerichten, Kochdauer, und sogar nach Gesichtspunkten wie fettarm, einfriergeeignet, vegan, laktose- oder glutenfrei.

Lamm Burger aus "Original indisch" von Meera Sodha

Echt indische Hausmannskost

Samosas, diverse Currys (mit Fisch, Fleisch oder Gemüse) oder Gerichte wie Teigbällchen mit Erbsen-Zimt-Füllung, bengalische Fischstäbchen, Sardinen mit Koriander und Kreuzkümmelfüllung, Gedämpfter Butterreis mit Dill, Raita mit Minze, Lamm-Burger, gebackener Blumenkohl mit Kreuzkümmel, Kurkuma und Zitrone oder gar Chai-Schokopudding machen – zusammen mit den großformatigen Fotos wirklich Appetit und Lust sofort zwecks Nachkochaktionen die Vorratskammer zur stürmen. Die Rezepte entstammen der indischen Familienküche – mit stark traditionellen Anteilen, aber schon modernisiert und so alltagstauglich, dass Europäer*innen mit ihnen keine Probleme haben und nicht im Vorfeld zum Kochen erst zig Spezialpasten herstellen müssen.

Was für mich persönlich etwas anstrengend ist, sind die Überschriften über den Gerichten: Ganz oft steht hier die Bezeichnung in Originalsprache mit dabei (sehr gut!) – manchmal allerdings eben nicht, mal ist die Übersetzung groß abgedruckt, dann wieder die Originalbezeichnung, dann findet sich wieder im Begleittext die Herleitung. Eine Kleinigkeit, die schlicht ein wenig irritiert. (Ich bin da gebranntes Kind und persönlich schlicht maximal genervt, wenn ich nicht weiß, wie ein Rezept in der Landessprache nun bezeichnet wird. Denn wenn ich koche, reise ich ja gedanklich schon irgendwie in das Land. Besonders schlimm ist sowas in orientalischen Kochbüchern, wo man nur so kolonial-fantastend-deutsche Fantasienamen à la “Sultan Alis Leibspeise” vorfindet. Aber das nur zur Erklärung, warum ich da sehr subjektiv und so empfindlich darauf reagiere. Und das ist natürlich kein Vergleich zu “Original Indisch”.) Ausprobiert haben wir die Lamm-Burger – allerdings nicht im Burgerbrötchen, das steht noch an, sondern geformt wie Kebaps und begleitet von frisch gebackenem Naan und einem frischen Joghurt-Dip. Ebenfalls ausgetestet und schon mehrfach hergestellt habe ich das Kokos-Burfi (Toprak pak). Kleine Kokospralinen mit Kardamom, die supertoll und schnell zu machen sind und sich auch gut als essbares Mitbringsel eignen. Das Rezept werde ich auch nochmal extra im Blog vorstellen. Dann auch mit besseren Bildern als hier in den Handyschnappschüssen zu sehen.

Lamm Burger und Kokospralinen aus "Original indisch" von Meera Sodha

Und ja, der gute Yotam hat durchaus recht: Hier hält man ein wunderbar geschriebenes indisches Kochbuch in den Händen. Ohne steif oder zu kompliziert zu werden, nimmt einen Meera mit in ihre Küche. Sie schreibt angenehm leicht, mit Witz und Charme, hier fühlt man sich direkt wohl und das Buch ist so aufgebaut, dass es auch Menschen auf eine lukullische Reise in die entferntesten Zonen ihrer Küche mit nimmt, die noch keinen größeren Kontakt zur indischen Kochwelt hatten. Sehr empfehlenswert und für Anfänger*innen und Indienfans gleichermaßen geeignet.

Meera Sodha
Orginial indisch*
Dorling Kindersley, 2015
ISBN: 978-3831027842
312 Seiten, 19,95 Euro

* Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Danke! 🙂

Frohe Ostern

Das Berliner Foodblog "Der magische Kessel" wünscht frohe Ostern

Euch und euren Lieben ein schönes Osterfest, voller immaterieller Dinge, wie Liebe, Familie, Freundschaft, Vertrauen – aber auch voller Leckereien, Schokoladeneier und Ostertafeln, die sich vor Köstlichkeiten fast biegen.

Liebe Grüße

Shermin

Lesehungrig? – Immer doch!

Ihr Lieben,
zückt die Gabeln, wetzt die Messer und staubt die Lieblingsbücher im Regal ab, denn es wird wieder fantastisch: Der bibliophile Dauerevent Lesehungrig! startet wieder! <3

Bücherliebendes Blogevent Lesehungrig!

Nach einem Jahr Babypause, vielen Nachfragen und einer Zusammenfassung, die ich euch natürlich noch schulde, darf Lesehungrig! No. 10 in diesem Quartal endlich wieder stattfinden. Ich freue mich auf viele kreative, köstliche und fantastische Ideen und Umsetzungen von Literatur von euch – und natürlich auf das Kennenlernen von vielen neuen und spannenden Büchern.


Lest und dann kocht darüber!

Wie oft ist es euch geschehen, dass ihr eine Szene in einem geliebten Buch gelesen habt und direkt dort wart? Greift ein Rezept aus einem literarischen Werk auf, gießt ein Gedicht in die Form eines Menüs, esst und trinkt, was eure Heldin genießt, wandelt eine ganze Szene in einen Happen – und dann schreibt darüber und teilt dies mit uns. Seid lesehungrig!

Hier findet ihr genauere Infos zum geistig-köstlichen Dauerevent der bibliophilen Natur gibt es hier. Und wer Bedenken wegen Zitaten hat, dem sei dieser Artikel der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke ganz innig ans Herz gelegt.
Wie im verlinkten Orga-Artikel erklärt, könnt ihr mir eure Teilnahmebeiträge ganz einfach per Mail schicken. Wer sich lieber in sozialen Netzwerken organisiert, für den/die habe ich einen Event auf Facebook erstellt.