Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

Chinesische Gewürzeier [Marbled Eggs / Chinese Tea Leaf Eggs]

Schon im letzten Jahr bin ich über diese wunderhübsch marmorierten chinesischen Gewürzeier gestolpert. Hartgekochte Eier werden abgeschreckt, die Schale dann vorsichtig angeknackt und sie dann in einen Gewürzsud gegeben, um sie zu aromatisieren. So entsteht die äußerst nett anzusehende Marmorierung und eine angenehme Aromatisierung.

Rezept für chineische Gewürzeier (Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs)

Chinesiche Gewürzeier (Rezept für chineische Gewürzeier (Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs /marbled eggs)

Chinese Tea Eggs - beliebtes Street Food

Korrekt sind es eigentlich Tee-Eier - aber das klingt im Deutschen vielleicht etwas missverständlich und lässt an die metallenen Teilchen denken, die manche mit Teeblättchen füllen und in Teetasse oder -kannen versenken. Die "chinese tea eggs" sind ein traditionelles Gericht in China, das wohl zum chinesischen Neujahr Hochsaison hat. Die Gewürzeier, sind aber ganzjährig ein beliebter Snack, den man bei Straßenhändlern, in Geschäften und auf den Nachtmärkten erwerben kann oder ganz einfach Zuhause selber macht. Vielleicht nicht unähnlich dem hartgekochten Ei, das die Deutschen früher gerne als kleine, preiswerte und dank Eierschale wohlverpackte, Zwischenmahlzeit mit auf Urlaubsreisen oder Ausflüge mitnahmen.
Die Gewürzeier kann man warm oder kalt essen - sie machen sich zum Beispiel auch hervorragend als Suppeneinlage in heißen Ramen. Haben wir extra und total selbstlos für euch getestet, indem wir Udonnudeln schlürften und Scheiben der Eier zusammen mit frischem Ingwer, Rindfleisch und Frühlingszwiebeln in der Suppenschale Bekanntschaft schließen ließen.

Chinesiche Gewürzeier (Rezept für chineische Gewürzeier (Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs /marbled eggs)

Chinesiche Gewürzeier (Rezept für chineische Gewürzeier (Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs /marbled eggs)

Abwechslung für den Ostertisch - oder einfach so

Bei uns steht jetzt jedenfalls so ein Glas mit eingelegten Eiern im Kühlschrank, den Sud kann man (habe ich zumindest so gelesen) rein theoretisch direkt auch ein zweites Mal nutzen oder sogar einfrieren für den späteren Gebrauch. Ich habe mir aus einem halben dutzend möglichst authentischer Rezepte die Gewürzmischung zusammengestellt. Da es ein traditioneller Snack ist, gibt es hier ganz unterschiedliche (Familien-)Rezepte - allen gemein ist der verwendete Schwarztee und die Sojasauce.  Ganz einfach geht es natürlich mit 5-Spice-Powder* statt einzelnen Gewürzen. Beim nächsten Mal werde ich auch noch ein Löffelchen Szechuanpfeffer an die Gewürzlake schmeißen. Nachdem ich die halbe Küche auf den Kopf gestellt hatte, schlenderte das Gewürztütchen natürlich erst ganz zufällig nach der Fertigstellung der eingelegten Eier in meinen Wahrnehmungsbereich.

Aber egal wie: Die eingelegten Chinesischen Gewürzeier bringen gerade zur Osterzeit etwas geschmackliche Abwechslung auf den Tisch und sind auf der Ostertafel ein toller Blickfang. Wohlverpackt im Glas sind sie auch ein leckeres Geschenk aus der Küche. Oder man gönnt sie sich einfach so selbst. 🙂 Wirklich schwer zu machen sind sie jedenfalls nicht.

Chinesiche Gewürzeier (Rezept für chineische Gewürzeier (Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs /marbled eggs)

Noch ein kleiner Tipp meinerseits: Nutzt nicht irgendeine Sojasauce, sondern die von Kikkoman*. Nachdem ich diverse, leider oft echt eklig schmeckende No-Name-Sojasaucen durch habe, die mir mit metallisch-dumpfen Aromen tatsächlich schon Gerichte nachhaltig verdorben haben, bin ich hier gelandet: Zum einen wegen der angenehm kurzen Zutatenliste (Hey - nur vier Zutaten!), weil die Sauce natürlich gebraut ist, aber vor allem wegen dem echt guten Geschmack. Wenn ihr sowieso gerne Sushi esst oder asiatisch kocht, lohnt sich auch der Kauf der großen Flasche, die sich im Kühlschrank lange hält.

Rezept für chinesische Gewürzeier (Chinese Tea leaf eggs)

Rezept für marmorierte Chinesische Gewürzeier

4 - 8 Eier
~ 3 Becher Wasser (so dass der Sud die Eier bedeckt)
2 Teebeutel kräftiger, nicht aromatisierter Schwarztee (zum Beispiel Assam. Hier: PG-Tips*)
1/2 - 1 TL frisch geriebene Schale einer Bio-Mandarine
2 EL Sojasauce (Hier: Kikkoman*)
1 EL Dunkle Sojasauce
2 Stück Sternanis*
3 Nelken
1 Zimtstange
1 TL brauner Zucker

Zubereitung

  • Eier wie für hartgekochte Eier 8 Minuten lang kochen.
  • In einer Schüssel mit Eiswasser abschrecken und herunterkühlen lassen.
  • Danach mit einem Messerrücken oder der Rückseite eines Esslöffels die Eierschale vorsichtig anknacken. Dabei darauf achten, nicht das Eiweiß mit zu zerreißen. Je mehr angeknackt, um so mehr Marinade kann hineinsickern und das Ei aromatisieren und einfärben.
  • Alle Zutaten für die Marinade in einen Topf geben, mit den 3 Bechern Wasser auffüllen und aufkochen.
  • Die angeknacksten Eier hineingeben, wieder zum Kochen bringen und 20 Minten simmern lassen. Die Eier sollten von der Flüssigkeit bedeckt sein, eventuell mit etwas Wasser auffüllen.
  • Abkühlen lassen und die Eier samt der würzigigen Marinade in ein verschließbares Gefäß geben, zum Beispiel ein großes Einmachglas und in den Kühlschrank geben.
  • Über Nacht ziehen lassen und innerhalb einer Woche verbrauchen.

 

* Werbung. Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Provision.

Merken

#12von12 im März 2017

Für die Neugierigen gibt es auch im März mal wieder ein paar Einblicke in unseren Alltag. Immer am 12. des Monats werden 12 Fotos gemacht - ich nutze dafür Schnappschüsse, die ihr auch auf meinem Instagram-Account findet - und dann bei "Draußen nur Kännchen" gesammelt.

#12von12 im März 2017

  1. Frühstück - mit Johannisbeergelee. Mjam. Im letzten Jahr habe ich endlich mal dran gedacht mir einen Vorrat davon einzukochen, der bis zur nächsten Saison reicht. Bei diesem Gelee muss ich immer an meine Omi und ihren wundervollen Schrebergarten denken... ?
  2. Nach dem Frühstück musste ich erstmal eine perspektivisch etwas... ähem.. kreative technische Zeichnung zum Küchenumbau erstellen. (Erinnert mich in ihrer Falschheit ein wenig an mittelalterliche Manuskripte, die auch immer nen Knick in der Optik verursachen.) Aber es ist ja dennoch erkennbar. Oder nicht?
  3. Ihr wisst schon: Foodblogger/innen und Ostern.  Ich hatte endlich mal etwas Zeit, um verschiedene Rezepte testzukochen.
  4. Mandarine schälen. Dinge die ich zum ersten Mal tue. Ging wider Erwarten erstaunlich gut von der Hand. Und hier hat auch schon ein kleines Mäulchen drauf gewartet, die Mandarinenschnitze futtern zu können.
  5. Und schwupp! Ab mit der Mandarinenschale in den Topf, um eine Marinade zu kochen.
  6. Das Kind ist 11 Monate & läuft jetzt übrigens schon. Das Krabbeln hat es tatsächlich einfach mal ausgelassen. Hier ein kleiner Ausflug an Papas Hand.
  7. Spontanbesuch der Lieblingsnachbarin - samt mitgebrachtem Kuchen! ❤ .
  8. Kokosnuss-Kardamom-Burfi rollen. Klebriger Job, aber dafür gibt es über 40 kleine Köstlichkeiten.
  9. Ich habe eine Armee erschaffen & werde die Welt damit gefügig füttern! ?
  10. Me-Time. ❤ ?Nur das braune Badewasser (Schokoladenbad von Kneipp) ist optisch etwas gewöhnungsbedürftig...
  11. Abendessen. Italienische Küche. Nicht sehr hübsch, aber sehr lecker: Blanchierter Fenchel, gebacken in einer Béchamelsauce.
  12. Late night baking: Pikante, herrlich mürbe Dinkelvollkornkekse mit Kräutern, Gewürzen und Käse für meinen Schwiegervater. Mal wieder Improvisationsküche ohne Rezept mit Backen aus dem Lameng. Und da darf frau sich ehrlich daran selbst erfreuen, dass es so gut funktioniert hat und der selbstgemachte Knabberkram so gut schmeckt.

Merken

Merken

Gefüllte Kartoffeln mit Wachteleiern – perfekt fürs Osteressen

Hachja.. immer diese Foodblogger/innen: Kaum haben wir Weihnachten, Keksberge und Affenkälte hinter uns gelassen - gerade trauen sich die ersten Frühlingsblümchen ganz, ganz zaghaft ihre grünen Blättchen durch den noch wintergrauen Boden zu stecken - da kommen wir auch schon mit Osterrezepten!

Osterrezept: Kartoffeln und Wachteleier für ein Kartoffelrezept

Rezepte für die Ostertafel

Aaaahaber! Ostern ist wirklich gar nicht mal mehr so weit entfernt, also echt jetzt. Anderthalb Monate gerade mal (und Ihr da draußen mit Jobs, Freelancerprojekten, Kindern, Haustieren, Hobbys und was weiß ich noch an den Hacken, was das Leben nunmal ausmacht, ihr wisst doch, wie kurz 1,5 Monate sein können. Nicht wahr? Weihnachten kommt ja auch jedes Jahr wieder total überraschend.) -  da lohnt es sich doch schon mal, sich durch passende Rezepte für die Ostertafel zu kramen, zu gucken was auch mit Familie machbar erscheint. Und um Überraschungen vorzubeugen, kann man ja vielleicht sogar schon mal Testkochen? Die gefüllten Kartoffeln sind zum Beispiel ein easy-peasy-Kartoffelrezept, das im Grunde ganz simpel ist und auch außerhalb der eigeschwängerten Osterzeit ein schönes Mittag- oder Abendessen ist. Die mit kleinen Wachteleiern gefüllten Kartoffeln sind geeignet als Mittelplunkt bei einer Vorspeise (solitair, zu einem frischen Frühlings- oder Sommersalat oder vielleicht auch als kartoffelige Insel in einem Teller köstlicher Frühlingssuppe), in größerer Anzahl als Beilage fürs Hauptgericht - und wer upgraden will: Das Osterrezept funktioniert natürlich auch mit größeren Kartoffeln und Hühnereiern. Dann müsst ihr nur die Garzeiten anpassen.

Kartoffeln und Wachteleier für ein KartoffelrezeptKartoffeln und Wachteleier für ein Kartoffelrezept

Und wer ansonsten noch auf der Suche nach passenden Rezepten ist, dem kann ich Strammen Max mit Wachteleiern empfehlen - mit frischen, selbstgezogenen Sprossen aus einem Sprossengarten* - total hübsch und vor allem lecker beim Osterbrunch. Oder meine köstlichen Osterhasenbrötchen mit Füllung. Oh, ich sehe gerade, vor ein paar Jahren hatte ich schon mal eine Übersicht über meine Osterrezepte im Foodblog geschrieben. Folgt einfach dem Link, dann findet ihr alles von österlichem Gebildbrot bis zu kleinen Schokoladennestern mit Zuckereiern als essbare Tischdeko.

Osterrezept: Kartoffeln und Wachteleier für ein KartoffelrezeptKartoffelrezept für Ostern: Gefüllte Kartoffeln mit Wachteleiern

Rezept für gefüllte Kartoffeln mit Wachteleiern

Kartoffeln (mittelgroß, circa 80 g à Kartoffel/ so viele wie Wachteleier + Reservekartoffel)
Wachteleier
Butter
Meersalz, fein / alternativ: Orangensalz
Pfeffer, frisch gemahlen
Schnittlauch, frisch

Zubereitung

  • Die Kartoffeln säubern und in der Schale gar kochen. Das ist leicht unterschiedlich, je nach Sorte. Es sollte circa 25 - 30 Minuten dauern. Eine Garprobe empfiehlt sich.
  • Die Kartoffeln etwas auskühlen lassen und aufrecht hinstellen: Für einen besseren Stand die Kartoffeln unten ein klein wenig flach schneiden. Oben eine Kuppe abschneiden. (Das geht natürlich auch mit längs geschnittenen Kartoffeln, also "liegenden" Kartoffeln.)
  • Mit einem kleinen Löffel nun oben etwas aushöhlen, so dass genug Platz für den Inhalt eines Wachteleis ist und ein kleines Butterflöckchen hineingeben. Achtung: darauf achten genug Rand stehen zu lassen.
  • Jeweils ein Wachtelei aufsäbeln, in die Kartoffel geben und dann in eine gebutterte Auflaufform setzen.

Tipp: Wachteleier haben eine sehr harte Schale. Bei mir hat sich folgende Vorgehensweise bewährt: Ich nutze hier immer ein kleines scharfes Küchenmesser mit Sägeblatt*, säge das Ei mit sanfter Gewalt auf, lasse das Innere komplett in ein Schälchen gleiten und gebe es dann erst von da jeweils in die Kartoffel.

  • Die Auflaufform mit den gefüllten Kartoffeln bei 175°, mittlerer Schiene, in den vorgeheizten Ofen geben und backen, bis die Eier vollkommen gestockt sind. Dies sollte 15 - 20 Minuten dauern.
  • Falls Eiweiß übergelaufen ist, kann es sein, dass die Kartoffeln am Boden festgebacken sind. Dann einfach ein ganz klein wenig Wasser an die Stelle geben, kurz danach sollten Sie sich lösen lassen, ohne dass der Geschmack beeinträchtigt ist.
  • Auf Teller geben und anrichten. Zum Beispiel mit Salz, Pfeffer und geschnittenem Schnittlauch bestreuen und servieren.

*Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Provision.

Merken

#12von12 im Februar 2017

In diesem Monat habe ich es tatsächlich mal wieder geschafft mit dem Handy 12 Fotos von meinem Alltag zu knipsen. Gesammelt wird wie immer drüben im Blog "Draußen nur Kännchen".

#12von12 im Februar 2017Der 12.2.2017 war ein Sonntag - es gibt also Wochenendschnappschussbilder aus meinem Instagram-Account. Links oben in der Ecke fängt es an:

  1. Erstmal ausgiebig im Bett kuscheln. Mit dabei: Topsy, ihres Zeichens Triceratops.
  2. Frühstücksvorbereitungen. Na was wurde es wohl?
  3. Genau! Amercian Pancakes. Blueberrie Pfannkuchen in the making. Nomnomnom!
  4. Sonntagsfrühstück. Ganz.. äh.. eventuell haben wir Pancakes für ne halbe Armee gemacht. ? Andererseits: Gibt es wirklich ein Zuviel an (Blaubeer-)Pancakes? Dann wird es halt ein leckerer Start in den Montag. ?
  5. Schlafzimmerausblick. Stillen, Kuscheln, Mittagsschlafi. Pancakes braten und essen ist schließlich anstrengend.
  6. Kaffee und Kekse. Nicht irgendwelche: McVities Digestives in Zartbitter*. Ich liebe die Dinger. Der Kaisers-Supermarkt nebenan durchlebt gerade die Metamorphose zum Edeka-Markt. Ich bekomme jetzt zwar nicht mehr die Butter, die ich brauche - aber dafür führen sie diese Lieblingskekse. Kein gerechter Tausch, aber immerhin. ?
  7. Kältegesichertes Kind. Bereit zum Sonntagsspaziergang mit Papa. Mama klemmt sich in der Zeit arbeitend hinter den Schreibtisch. ?
  8. Wochenendarbeit. Selbst und ständig. Ein paar von Euch kennen das ja bestimmt, wa? #Freelancer
  9. Symbolbild Babybad (mit anschließendem Gebrüll, weil das Kind von seinem neuen besten Freund (der Duschbrause) getrennt und hinterhältig abgetrocknet und warm angezogen wird. Grausam. Schröckliccch, diese Eltern. ?
  10. Make Abendessen great again: Hamburger. Die Dinger sind ja auch mit Immigranten in die USA eingewandert.
  11. Schnappschuss vom giggel-zappelnden Baby beim Anziehen vom neuen gebrauchten Schlafsack. Wieder ne Nummer größer, und wieso ist ernsthaft der 1. Geburtstag plötzlich so nah?!
  12. Nachmitternächtlicher Selfie mit Zahnbürstenzepter. Gute Nacht, ihr Süßen. Zähneputzen nicht vergessen.

*Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Provision.

Knabberkram: Scharfe Blätterteigschneckchen mit Harissa

Ich weiß nicht, ob das auch bei euch in der Familie oder dem Freundeskreis zu trifft, aber bei mir ist es so, dass es mindestens immer einen Menschen gibt, der lieber was Herzhaftes knuspert anstatt zu nem Stück Kuchen zu greifen.

Rezept für Blätterteigschnecken mit Harissa

Unvorstellbar? Gar nicht mal so sehr. Selbst ich Schokoholic greife beim Kaffeetrinken gerne nach was Salzigem, um nicht der Versüßung anheim zu fallen. (Bin ja auch schon süß genug, wa?) Und wenn die Familie zum Kaffee zusammenkommt, weiß ich, dass ich meinem Schwiegervater mit unsüßem Knabberzeug eher einen Gefallen tue, als mit nem Lemon Meringue Pie. 😉 Also halte ich immer was kleines Selbstgemachtes für ihn bereit.

Fingerfood: Rezept für Blätterteigschnecken mit HarissaFingerfood: Rezept für Blätterteigschnecken mit Harissa

Fingerfood: Blätterteiggebäck zum Wegknabbern

Wie zum Beispiel diese leckeren Blätterteigschnecken mit Käse, Schinken, Tomatenmark, Thymian und Harissa. Da ich hier auf gekauften Blätterteig zurückgreife, sind sie wirklich schnell gebacken - nicht zu aufwändig aber dennoch selbstgemacht. Blätterteiggebäck ist jetzt zwar nicht gerade ein diätisches Lebensmittel (als ob es das hier auf dem Blog mit Absicht gäbe...), aber es steht ja auch nicht täglich auf dem Ernährungsplan. Die Harissa-Schnecken machen sich auch gut als Partygebäck, essbares Mitbringsel oder eben als netter Knabberkram für einen Abend mit Freunden und nem netten Craftbeer. Die kleinen Gebäckstücke eigenen sich bestimmt auch für Kinder / Kindergeburtstage - dann natürlich ohne Harissa.

Was ist eigentlich Harissa?

Harissa* ist eine scharfe Würzpaste, die ursprünglich aus dem Maghreb stammt (Tunesien, Marocco, Libyen, Algerien) und dort in der täglichen Küche fast überall Verwendung findet. Quasi sowas wie das arabische "Maggi" - nur dass es sich hier um eine aromatische und sehr scharfe Paste aus zerriebenen Chilischoten, Knoblauch und Koriandersaat handelt, nicht um eine braune Würzsauce. Aber vielleicht hilft ja dieser grobe Vergleich. In Deutschland sind in orientalischen Lebensmittelgeschäften meist auch Tuben mit dieser Gewürzpaste aus Tunesien erhältlich. Wer nicht an Harissa herankommt, kann im Notfall auch einfach ein wenig Chilipulver zum Würzen des Tomatenmarks nehmen. Zusätzliches Salz ist nicht notwendig, Schinken und Käse sind herzhaft genug. Wer jetzt neugierig ist, kann ja auch noch mein Rezept für Batata Harra (arabische Ofenkartoffeln) mit Harissa ausprobieren.

Fingerfood: Rezept für Blätterteigschnecken mit Harissa

Rezept für scharfe Blätterteigschnecken mit Harissa

1 Paket TK Blätterteig (6 Platten)
6 Scheiben milder Schnittkäse (zum Beispiel Gouda)
6 große Scheiben Prosciutto oder ein anderer roher, dünn aufgeschnittener Schinken
3 EL (gehäuft) Tomatenmark
1 TL (gehäuft) Harissa*
getrockneter oder frischer Thymian

Zubereitung

  • Den Blätterteig nach Packungsanweisung auftauen lassen.
  • In einem Schälchen das Tomatenmarkt gründlich mit der Harissa vermischen
  • Ist der Blätterteig aufgetaut, bestreicht man jede Teigplatte dünn mit der scharfen Tomatenpaste. Das geht mit einem einfachen Buttermesser als Hilfsmittel sehr gut.
  • Hierauf jetzt jeweils eine Schinkenscheibe legen. Die Länge und Breite des Schinkens sollte der Größe der Blätterteigplatte entsprechen. Ist dies nicht der Fall, kann man natürlich auch zwei oder mehr Scheiben nebeneinander legen.
  • Großzügig den gewaschenen, abgezupften frischen Thymian oder getrocknete Blättchen über den Schinken streuen.
  • Die Käsescheiben auflegen. Sie müssen nicht die volle Länge des Teiges bedecken, sollten aber in der Breite nicht über den Rand ragen.
  • Mit sanftem Druck den Blätterteig nun samt Füllung von der schmalen Seite her aufrollen.
  • Die Teigrollen mit einem scharfen Messer in circa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 175° (Umluft) ungefähr 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Harissa Food Label

Im Rahmen der Grünen Woche hier in Berlin war ich im Januar zu einem Event im Kochhaus (An dieser Stelle: Wirklich supernette Servicekräfte. Danke für den schönen Abend!) eingeladen. Wir kamen an diesem Abend zum Kochen zusammen, um über das "Food Quality Label Tunisia" informiert zu werden. Unter diesem Namen haben sich sieben Herstellerfirmen zusammengeschlossen, die sich selbst verpflichten nach traditionellem Rezept (5 Zutaten: Chilis, Knoblauchpaste, Koriandersaat, Kümmel & Salz) und mit besonderer Nachvollziehbarkeit und Transparenz in der Produktion zu arbeiten. Ein Zwischending aus Produktschutz (sehr zum tunesischen Leidwesen produzieren nämlich inzwischen auch europäische Firmen harissaartige Würzsaucen mit einer ellenlangen Zutatenliste), dem Drängen auf den europäischen Markt (wodurch die Qualität einheitlicher und der Hygienestandard gehobener sein muss) und Sicherung und Stabilisierung von an Arbeitsstellen. Die beteiligten Hersteller waren auch mit Mitarbeiter/innen vor Ort und man kam rund ums Kochen und Essen etwas ins Gespräch. Unter Anleitung des Kochs (dessen Name ich leider verdrängt habe - leider gab es nur Platzkärtchen und keine Namensschildchen zum Anpinnen..) zauberten wir ein wunderbares Mehrgangmenü. Besonders überrascht hat mich hierbei das Dessert. Das etwas zu saure Himbeerzeug habe ich nicht weiter beachtet, aber das Schokoladenmousse mit Harissa war tatsächlich göttlich. Und dabei hasse, hasse, hasse ich sonst Schokolade in Verbindung mit Chili. Viele Hersteller gehen da geschmacklich schlicht brachial vor - aber hier kam es als runde Note, mehr als sanfte Ahnung, zum Schluss zur Geltung, nachdem die Schokolade auf der Zunge zergangen war. Ich bin ja immer bereit, mich kulinarischen Belehrungen zu beugen und kleine Offenbarungen hinzunehmen, hier ist es mal wieder geschehen.

Kochen mit Harissa

Und für die Neugierigen folgen hier noch ein ein paar Fotos von mir beim Kochen. Hauptsächlich Bilder, auf denen ich äußerst finster und wenig dekorativ auf Lebensmittel starre. Nein, die armen Dinger haben mir nichts getan - auch wenn das Schälen der gerösteten Paprika einem mittelschweren Massaker glich. So gucke ich einfach, wenn ich mich konzentriere. 😉 Und wer genau hin schaut, findet auch Franziska von Dynamite Cakes, die mit mir zusammen beim Event war. Sie war auch so nett, das Foto von mir, der aufgespießten Garnele in Zwiebelkeimlingstroh und meiner Augenbraue zu machen und mir zur Verfügung zu stellen, welches sich in der oberen Bildcollage zusammen mit meinen Instagram-Schnappschüssen des Abends tummelt.

*Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Provision.

Merken

Merken