Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

Buchvorstellung “Wunderbarer Winter” #makingwinter {Werbung}

Ich schreibe ja seit über zehn Jahren regelmäßig Rezension für ein Printmagazin. Da kommen mit allerlei Bücher unter - Gute und.. mh.. naja.. manchmal weniger Gute. 😉 Aber dieses schöne Werk namens Wunderbarer Winter* von Emma Mitchell (im Original: Making Winter) wollte ich euch unbedingt auch noch hier vorstellen, weil ich mich in diesem Mix aus Handwerklichem und leckeren Dingen einfach selbst so wiederfinde.

Buchrezension "Wunderbarer Winter" (Making Winter) von Emma Mitchell

Mit Handarbeiten gegen den Winterblues

Die mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf im ländlichen England lebende Emma Mitchell ist keine Freundin der dunklen, farblosen und kalten Jahreszeit. Nach zwei rasch aufeinanderfolgenden Schicksalsschlägen entwickelte sie in der Winterzeit Depressionen und Angstzustände. In diesem Interview im Guardian spricht sie ausführlich über ihre Ängste und darüber und wie sie es schaffte diese in Schach zu halten. Das mag für viele ein etwas ungewöhnlicher Weg sein (viel andere wiederum werden instinktiv ähnliche Pfade gegangen sein), denn neben Standard- oder Lichttherapien kämpft Mitchell unter anderem mit Kreativarbeiten gegen ihre Depressionen und Angstzustände an. Im Laufe der Jahre stellte sie fest, dass das schöpferische Herstellen mit den eigenen Händen ihr in besonders trübsamen Phasen Kraft und Lebensfreude verlieh. Und dies ist der Grund, warum dieses Buch das Licht der Welt erblickte: Um anderen Menschen, mit ähnlichen psychischen Problemen, praktisches Werkzeug an die Hand zu reichen. Quasi kreatives Anarbeiten und gemütliches Genießen von köstlichen Dingen gegen depressive Verstimmungen und Winterblues.
Dass Handarbeiten – wenn sie nicht gerade in der Kindergartenbastelhölle unter Zeitdruck stattfinden – sehr entspannend und meditativ sind, muss nur den Leuten erklärt werden, die selbst (noch) nicht basteln, malen, spinnen, stricken, häkeln, sticken, gegen schwarze Wolken im Kopf mit Hefeteig ankneten oder mit Schokoplätzchen gegen das dunkle Loch, das sie zu verschlingen droht, anbacken. Mitchell sieht ihr Buch als kreativen Survival-Guide gegen die für manche eben schwer zu bewältigende, graue, alle Farben verschlingende Winterzeit. Die Waffen, die sie ihren Leser/innen hierfür an die Hand gibt, sind bunte Wollknäule und leuchtende Stoffe, goldene Herbstblätter, wunderbare und mannigfaltige Crafting-Projekte und leckere Rezepte.

Collage Wunderbarer Winter

Handgetöpferters Geschirr, Handspindel, Kaffee & Waffeln

Bastelanleitungen & Rezepte #makingwinter

Mitchell schreibt aus ihrem Herzen heraus und holt sich mit ihrem Bekenntnis zur Sehnsucht, sich zur kalten Jahreszeit nur noch einzuigeln und Kekse in sich reinzustopfen, sicher einige Sympathien (bei mir jedenfalls auf jeden Fall...), erklärt aber den therapeutischen Nutzen von Ausflügen in die Außenwelt. Ihre Anleitungen und Rezepte sind zudem gut geschrieben und oft mit Fotografien Schritt für Schritt begleitet.
Für einige Dinge benötigt man zwar besondere Produkte, die erst besorgt werden müssen – aber vieles lässt sich bei aufmerksamen Spaziergängen der Natur, dem Park in der Großstadt oder dem eigenen Garten entnehmen oder ist im Haushalt vorhanden.
Hier finden sich zum Beispiel Anleitungen dafür wie man ganz einfach bunte Blätter oder Blüten mit einer Lösung aus Glyzerin* konserviert (sehr cool - auf diese Weise kann man übrigens auch ganze Rosenblüten oder Sommerblumen konservieren), für diverse schöne Häkelprojekte (für Häkelanfänger*innen gibt es die Grundstiche als englischsprachige Anleitung auf ihrer Homepage), echte Silberanhänger (Aus Silberknete* - ich wusste gar nicht, dass so etwas existiert! Das - leider relativ teure - Zeug ist direkt auf meine persönliche Weihnachtswunschliste gewandert.), wie man ein Naturtagebuch anlegt, Kränze windet, Meisenknödel selbst macht, sich im Zeichnen übt oder hübsche Ketten herstellt. An Rezepten zum selbst verwöhnen und verschenken gibt es beispielsweise  Schlehen-Gin, schokoladigen Tassenkuchen oder Apfel-Karamell-Schnecken – zusammen mit der Empfehlung das zusammen mit Freunden zu genießen.

Handgetöpferters Geschirr, Handspindel, Kaffee & Waffeln

Für die Fotos habe ich mir einen Vormittag gegönnt, Kaffee gekocht, mir selbst eine frisch gebackene aus dem Tiefkühler befreite Waffel auf meinem selbstgetöpferten Geschirr kredenzt, Sachen in der Außenwelt gesammelt und kleine Schätze aus unserem letzten Familienurlaub zusammengetragen und zu Collagen gelegt, wie man sie auch auf dem Instagram-Account von Emma Mitchell sieht. Blätter von Ahorn, Linde und Hasel, eine olle Glasmurmel, Muscheln vom Ostseestrand, Kirschzweige, die ich mir zum Bau von Handspindeln beiseite gelegt habe, und die letzten Blaubeeren und ein paar Chilis vom Balkon fügten sich hier zusammen. Als ich zwischendrin alles los auf einem Teller zusammenkramte, sah selbst das gut aus und zierte dann die nächsten Tage als Jahreszeitenteller unseren Tisch. Selbiges mit meinen Anfang November (ja, so lange hab ich die draußen stehen) geernteten Chilis, die eine schöne Tischdeko abgaben, bevor sie zu Chilisauce eingekocht wurden.

Jahreszeitenteller Herbst

Chili-Ernte 2018

Und da ich eh schon alles an Steinchen und Muschelchen draußen liegen hatte, habe ich das Zeitfenster auch direkt dafür genutzt, eine mit unseren Urlaubsfotos bedruckte Postkarte und Sammelgut vom Strand in einem Schwebebilderrahmen* zu arrangieren und so ein greifbares Erinnerungsstückchen zu schaffen. Das war lange geplant und so kam ich endlich mal dazu.

schwebender Bilderrahmen #makingwinter

Selfcare - Pass auf dich auf!

Etwas anstrengend ist, dass einen auch hier das trendige Label "hyggelig" direkt auf dem Cover anguckt. Denn es geht nicht nur um das Klischee der skandinavischen Gemütlichkeit, es geht darum mit Kreativprojekten gegen Zeiten anzukämpfen, in denen die Depression einem schon um die Füße schwappt und droht zur großen Welle anzuwachsen, die einen verschluckt. Es geht natürlich auch um Gemütlichkeit und Geborgenheit, die man sich selbst gönnt und schenkt - aber mehr unter dem Label Selfcare als oberflächlichem Genuss. Und es kommt dem entgegen, was ich nach meiner Schwangerschaft für mich selbst erkannt habe, und was ich mir in Momenten, in denen ich wieder drohe mich komplett aufzureiben wie ein Mantra innerlich aufsage: "Achte auf dich. Sorge dich. Kümmere dich. Erlaube dir, dir etwas zu gönnen." Es wird in den seltensten Fällen jemand kommen, der diese Zeit (und oftmals sind es ja nur kostbare 5 Minuten oder so) für dich einfordert. (Ja, ich weiß - Erwachsensein ist manchmal anstrengend. ;))

Aber unabhängig davon, ob einem die dunklen Monate jetzt besonders psychisch angreifen oder nicht: Wunderbare Winterzeit ist ein sehr schönes und liebevoll erstelltes Buch, das schöpferische Herzen höher schlagen lässt. Bestimmt macht es sich auch gut als Geschenk unter dem Tannenbaum.

Wer mehr von ihren Projekten sehen will, kann ihr auf Instagram unter dem Handle @silverpebble2 folgen. Hier nahm auch alles seinen Anfang, unter dem Hashtag #makingwinter postete sie 2015 Bilder von ihrem Anarbeiten gegen den winterlichen Schwermut und rief andere auf, dies ebenso zu tun. Der Instagram-Account lag in den letzten Monaten etwas brach, was daran liegt, dass Anfang Januar in England ihr neues Buch "The Wild Remedy"* erscheint; Dieses soll wohl tagebuchartig über ihr Jahr berichten und sich, angereichert mit ihren Zeichnungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, noch intensiver auf den Zusammenhang von Depression und Naturerfahrungen konzentrieren. Wer aktuellere Einblicke in das Leben, Denken und Wirken von Emma Mitchell möchte, findet sie auf Twitter unter dem Handle @silverpebble.

Emma Mitchell
Wunderbarer Winter*
Kösel Verlag, 2018
ISBN: 978-3466347094
128 Seiten, 18 Euro

*Werbung. Affiliate-Links zu Amazon.

Happy Halloween 2018!

Ihr Lieben, ihr zuckersüßen Mäusebeinchen, Hexen, Gespenter & Totenschädelchen,

ich wünsche euch heute ein ganz wundervolles Halloween. Und auch noch ganz geniale Halloween-Partys, die bestimmt noch in den nächsten Tagen stattfinden (in unserer Kita aus logistischen Gründen zum Beispiel erst Mitte November..). Sammelt Süßigkeiten, feiert, habt Spaß mit euren tollen Kostümen und eurer Fantasie.  Falls euch noch Ideen fehlen - hier findet ihr die Übersicht über all meine Halloween-Rezepte und Bastelanleitungen. Ganz besonders empfehlen möchte ich euch in diesem Jahr die essbaren Spinnweben aus Salzstangen und Schoki.Happy Halloween 2018

Und vielleicht stellt ihr ja auch eine Kerze auf und legt was Süßes hin, für die, die euch vorangegangen sind. Für liebe Menschen, die heute leider nicht mehr bei uns sind. Es ist ja der Abend vor Allerheiligen, und morgen werden allerorts in Deutschland die Menschen - wenn sie es denn schaffen - ihre Lieben auf den Friedhöfen besuchen oder ihnen anderweitig gedenken. Ich wünsche allen gute, leuchtende Gedanken und schöne Erinnerungen.

Seid geherzt

Halloween-Rezept: Essbare Spinnweben

Eine Halloweensüßigkeit, die essbar ist und auch gleichzeitig dekorativ aussieht? Dass das geht habe ich ja schon in zahlreichen Rezepten bewiesen. Hier kommen jetzt sogar nur zwei Grundzutaten  zum Einsatz: Schokolade und Salzstangen!

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ihr habt doch nicht etwa gedacht, dass ich kein neues Rezept zu Halloween habe? Zugegeben - in den letzten Jahren komme ich nicht mehr dazu so viel auszuprobieren - aber ich muss meine vor Jahren verliehen bekommene Krone als Halloween-Queen ja dennoch etwas verteidigen. 😉

Gruselessen für Halloween: Spinnweben zum Wegknabbern

Die grundlegende Idee für diese "Pretzel Spider Web"-Teilchen habe ich mir mal wieder im Mutterland des Halloween auf US-amerikanischen Blogs abgeguckt. Die Grundstoffe mit denen da gearbeitet wird sind nur ein wenig anders als bei uns. Und ja, die Kombination aus salzig/süß schmeckt tatsächlich.
Die essbaren Spinnweben kann man schön variieren. Ich zeige euch hier eine Grundanleitung und ihr könnt gucken, wie ihr sie adaptiert - vielleicht durch dunkle Schokolade statt spinnwebweißer oder durch Gummiwürmer und Gummispinnen, die ihr in die noch weiche Schokolade drückt. Ich verziere meine Spinnweben nach dem Anziehen der weißen Schokolade mit einer kleinen Zartbitterschokoladenspinne. Aber ich habe da auch schon Versionen aus Gummidropsen (für den Körper) und schwarze Lakritzschnüren (für die Beine - in Rot oder Giftgrün kann ich mir das auch hervorragend vorstellen!) gesehen. Zusätzlich können die Spinnweben auch noch noch mit bunten Zuckerstreuseln verziert werden.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ein weiterer Pluspunkt für dieses Gruselessen ist, dass die Spinnweben gut ein paar Tage im Voraus zubereitet und dann trocken und flach verwahrt, und mit je einer Schicht Küchenpapier dazwischen, in einer Dose bis zu ihrem Einsatz schlafen können. Aber Vorsicht! Die Schokolade zwischen den Salzstangen ist fragil und bricht natürlich leicht. Dem könnt ihr entgehen, indem ihr dickere/mehr Spinnennetzschichten weißer Schokolade auftragt. Und auch indem ihr kleinere Spinnennetze macht. Also statt aus 1/2 Salzstange pro Spinnennetzspeiche nur 1/4 Salzstange. Das ergibt kleinere, stabilere Netze und ist für Kinder auch nicht so eine riesige Portion, wie die großen Salzstangenspinnennetze. Ich überlege, ob ich die kleinere Version so für die Halloween-Feier im Kindergarten mache. Die müssten den Transport im Fahrrad bei guter Polsterung hoffentlich überleben.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ein kleiner Hinweis: Es kann sein, dass die Schokolade an der Oberfläche etwas weißliche Wölkchen bildet. Sie ist dann nicht schlecht und schmeckt noch genau so, zeigt nur, dass sie eventuell nicht richtig beim Schmelzen temperiert wurde, so dass sich die Kristalle zeigen. Googelt einfach nach dem richtigen Temperieren von Schokolade, wenn euch das optisch sehr stört. (Oder verbucht es als Halloween-Effekt. Oder kippt einfach Zuckerstreusel drüber. ;))

 

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

 

Rezepte & selbstgemachte Deko für Halloween

Ich erwähnte ja eingangs schon - Halloween liegt mir persönlich am Herzen und ich habe im Laufe der Jahre einiges dazu zusammengetragen. Hier findet ihr eine Übersichtsseite mit all meinen Halloween-Rezepten und -Bastelanleitungen - unter anderem mit so tollen Tutorials für Blutkerzen (super simpel zu machen) oder einen Hexenkessel aus Pappmaché (schon recht aufwändig) und Rezepten wie Toxic Cupcakes, Friedhofspudding oder süße Knochen aus Baiser. Und auch andere Leute machen sehr nette Sachen: bei Katha von Katha kocht! findet ihr auch viele schaurig köstliche Rezepte - zum Beispiel giftgrünen Gin Tonic als Halloween-Cocktail. Und hier geht es entlang zu zahlreichen coolen weiteren Halloween-Bastelanleitungen. Ich nehme mir jedes Jahr vor, solche gruseligen Glas- und Flaschenetiketten endlich selbst zu designen (und schaffe es dann doch nicht.. ) und die Halloween-Buchcover zum Ausdrucken, die einen Stino-Bücherstapel schnell in perfekte Deko für die heimische Halloween-Party verwandeln, sind ebenfalls sehr nice.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Rezept für essbare Spinnweben

(für circa 10-14 große Spinnweben aus Salzstangen)

Salzstangen
200 g weiße Kuvertüre oder Schokolade
50 g Zartbitterkuvertüre oder Schokolade
Optional: Zuckerperlen, Gummidrops, Gummispinnen oder Lakritzschnüre

Equipment: Backpapier, scharfes Messer, Gefrierbeutel, Schere

Zubereitung

  • Die weiße Schokolade vorsichtig schmelzen. (Ich gebe schmelze dazu 2/3 in kleinen Intervallen in der Mikrowelle und gebe danach den Rest zum langsamen Schmelzen hinzu.)
  • Die weiße Schokolade in einen Zipfel eines Gefrierbeutels füllen (ich nehme dafür immer ein Glas zu Hilfe - wie auf den Fotos zu sehen) und zudrehen.
  • 10-12 Salzstangen flach auf einem Holzbrettchen hinlegen, mit einer Hand flach festhalten und mit einem scharfen Messer (hier hat ein scharfes Messerchen mit Sägeschliff bei mir am besten funktioniert) in der Länge halbieren (große Spinnweben) oder sogar vierteln (kleine Spinnweben). Vorsicht! Die Salzstangen springen beim Zerteilen gerne etwas vom Brett.
  • Mit einer Schere ein kleines Stück der Spitze des zum  Spritzbeutel umfunktionieren Gefrierbeutels abschneiden. Einen großen Klecks weiße Schokolade auf das Backpapier spritzen.
  • Nacheinander die Salzstangen als Speichen des Netzes in die Schokolade drücken. Das ist quasi das Fundament  für das Netz. Wenn ihr die Salzstangen nur halbier habt, achtet drauf, dass die Schnittkante in der Schokolade liegt, das sieht dann hübscher aus.
  • Wenn alle Spinnennetzspeichen platziert sind, gibt es noch einen großen Klecks weiße Schokolade auf den Mittelpunkt, damit sie verdeckt sind und stabilen Halt haben.
  • Jetzt "malt" ihr mit der Schokolade das Spinnennetz, indem ihr mit dem Spritzbeutel vom Mittelpunkt ausgehend eine Spirale bis zum Ende der Salzstangen zieht. Je weniger Schoki ihr hier verwendet, desto fragiler die Netze. Ihr könnt also ruhig mehr weiße Schokolade benutzen und mehrfach drüber gehen.
  • Wenn ihr Zuckerperlen verwenden wollt, dann könnt ihr jetzt, so lange die Schokolade noch flüssig ist, vorsichtig welche darüber streuen.

Tipp: Falls ihr aus Versehen Schokolade verwischt, repariert den Bereich mit neuer Schokolade und kippt Zuckerperlen drüber, so sieht den Fehler nachher niemand mehr. (Für euch getestet! 😉 )

  • Die weiße Schokolade in Ruhe anziehen lassen, währenddessen die dunkle Schokolade schmelzen und ebenfalls wie oben beschrieben in einen Gefrierbeutel füllen.
  • Mit der Zartbitterschokolade nun kleine Spinnen (Achtung, die Viecher haben 8 Beinchen, nicht nur 6!) auf den erhärteten Mittelpunkt aus weißer Schokolade spritzen. Wer sich das nicht zutraut: Alternativ kann man die Spinne mit einem in die Schokolade getauchten Schaschlikspieß oder Zahnstocher aufmalen. Oder man kauft Gummispinnen und befestigt diese mit einem Klecks Schokolade auf der Unterseite.
  • Fertig. Die Schokolade gut aushärten lassen und danach vorsichtig vom Backpapier lösen.

Tipp: Falls noch Schokolade übrig sein sollte, könnt ihr auch noch ein paar kleine Salzbrezeln damit verzieren. Geht ganz fix und sieht toll aus.

Essbare Spinnweben aus Salzstangen und Schokolade / Halloween-Rezept

Ran an die Äpfel: Apfelkuchengewürz {Apple Pie Spice}

Goldene Blätter, Regen und kühle Temperaturen: Zeit für Tee, Bücher, Kuscheldecke, Sofa und... vielleicht ein Stückchen warmen Apfelkuchen? Verführerisch duftend nach Äpfeln und Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Kardamom, die eine*n so richtig durchglühen...

Rezept für Apfelkuchengewürz

Rezepte für die Apfelernte

Auch wenn in den Regalen schon die Weihnachtsschokolade steht - der Sommer hat uns in diesem Jahr irgendwie gefühlt mit seinen Hitzeperioden gerade erst so richtig verlassen und der Herbst hat Einzug gehalten. In den letzten Wochen wurden im ganzen Land wahrscheinlich die wunderbare Apfelernte aus den Kleingärten verarbeitet. Ich wurde wieder von Nachbar*innen beschenkt und bekam Äpfel und Pflaumen. Mein Dörrapparat* lief auch Hochtouren (zum Beispiel für zimtige Pflaumenschnitze, die demnächst in mein Porridge wandern werden), aber ich habe vor allem Powidl, Apfelmus und Apfelsirup mit Minze für Limonade eingekocht. Okay-... gut, ein klein wenig Apfellikör habe ich auch angesetzt. Ähem. 😉

Apfelkuchengewürz - ein Geschenk aus der KücheGewürze für Apple Pie Spice

Apple Pie Spice

Apfelkuchen gab es natürlich auch, das habe ich zum Anlass genommen, endlich mal eine eigene Apfelkuchengewürzmischung in Angriff zu nehmen - das hatte ich schon seit Jahren vor. Sie ist meinem Kürbiskuchengewürz gar nicht mal so unähnlich und doch ganz anders. Grob orientiert habe ich mich an US-amerikanischen Rezepten, die USA sind (zumindest aus meiner europäischen Sicht) ja quasi das Mutterland des Apple Pie. Allerdings habe ich die dort üblichen hohen Muskatmengen deutlich reduziert und nach Bauchgefühl um andere Zutaten ergänzt. Herausgekommen ist ein aromatisches Gewürz, für den deutschen Gaumen eine klitzekleine Herausforderung - aber nur bis zum ersten Bissen. Das Apple Pie Spice kann übrigens nicht nur Apfelkuchen würzen, sondern auch schlichtes Apfelkompott verschönern, den Kaffee berieseln oder andere Früchte und Gebäck geschmackstechnisch bereichern.

Bis auf den Zimt (bei dem ich in meiner täglichen Küche einen hohen Durchlauf habe) mahle ich alle Gewürze erst kurz vor dem Mischen. Ich kaufe ungern fertig gemahlene Kräuter und Gewürze, da sie so zu schnell ihre Kraft und ihr Aroma verlieren. Kleine Mengen stampfe ich schnell in meinem Granitmörser, aber bei Gewürzmischungen greife ich - meinen Handgelenken zu liebe - direkt zu meiner geliebten elektrischen Kaffeemühle*, die ich als Gewürzmühle zweckentfremde. Diese spezielle Mühle hat den Vorteil, dass der metallene Zylinder mit dem Schlagwerk entnommen und unter fließendem Wasser gereinigt werden kann. Manche Gewürze, wie zum Beispiel Pfefferkörner, sind beim Mahlen nämlich ziemlich ölig und backen regelrecht fest.
Falls ihr doch zu fertig gemahlenen greift, dann bitte zu frisch gekauften und nehmt nicht die Kräutlein, die schon seit 10 Jahren im Gewürzregal vor sich hin stauben. (Ja, ja.. gesteht es. 😉 Ich habe da letztens bei mir auch noch was entdeckt...)

Ein kleiner Tipp: Wer Apfelkuchen bäckt, aber die Früchte komplett verwerten möchte, dem kann ich meinen selbstgemachten Apfellikör empfehlen - dieser wird mit Schalen und Apfelgriepschen angesetzt.

Selbstgemachtes Apple Pie Spice Selbstgemachtes Apfelkuchengewürz

Rezept für Apfelkuchengewürz {Apple Pie Spice}

Ich verwende zum Abmessen solch ein Löffelmaß*, wenn ihr sowas nicht zur Hand habt, nehmt euch einen großen Teelöffel. Die gemahlenen Gewürze werden alle gestrichen und nicht gehäuft abgemessen.

5 TL Ceylon Zimt (gemahlen)
1 TL Kardamom (gemahlen)
1 TL Ingwer (getrocknet, gemahlen)
1 TL Piment (gemahlen)
1/2 TL Vanillepulver*
1/4 TL Muskat (gemahlen)

Zubereitung

  • Falls noch nicht geschehen, jetzt die Gewürze im Mörser zerstampfen oder in der Kaffeemühle mahlen. Bitte einzeln nacheinander, denn gemahlen haben die Gewürze ein anderes Volumen als ungemahlen, so dass ihr erst nach dem Zerkleinern abmessen dürft.
  • Alle abgemessenen Zutaten in eine Schale geben, sorgfältig vermengen und dann in ein luftdichtes Glas abfüllen. Oder direkt in hübsche kleine Gläschen zum Verschenken. Das Gewürzpulver für Apfelkuchen ist auch ein schönes Geschenk aus der Küche.

 

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Sommerpause

Willkommen, ihr Lieben,

setzt euch in den Liegestuhl, nippt am frischen Erdbeerlassi oder schleckt am Schokoladeneis und lehnt euch zurück. Ich mache jetzt mal Pause. Die letzte Zeit war sehr schwer, meine Familie hat meine Mama in ihren letzten Wochen eng begleitet und musste dann von ihr Abschied nehmen.

Sommerpause Foodblog magischer Kessel

Und jetzt ist bei mir gerade einfach etwas die Luft raus und ich muss den Kopf und die Seele etwas frei bekommen. Wir sehen uns in ein paar Wochen wieder.

Liebe Grüße

Shermin