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Zeit für Lebkuchenmänner: Rezept für Gingerbread (Dead) Men

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal Lebkuchenmännchen - also Gingerbread Men - gebacken und auch dieses Jahr stehen sie wieder auf meiner Liste der zu backenden Weihnachtskeksköstlichkeiten. Pfefferkuchenmännchen will mir irgendwie eher über die Lippen, scheint aber nicht so wirklich verbreitet zu sein. Wikipedia behauptet, dass das wieder mal am Ost-West-Gefälle liegt.

Pfefferkuchenmann-bsAber natürlich sind es  bei mir keine konventionellen Lebkuchenmännchen, sondern Zombie-Pfefferkuchenwesen. Quasi die Rückkehr des Weihnachtsgebäcks. Nicht auf der Hüfte, sondern schon auf dem Backblech. 😉 Eine liebe Freundin hatte mich mit den "Gingerdead Men-Ausstechformen"* vor zwei Jahren in einem Weihnachtspaket überrascht. Die Kekse sind so groß, dass man sie sehr hübsch - einzeln in Folie oder Tütchen verpackt - als gebackenes Weihnachtsgeschenk oder weihnachtliches Mitbringsel weitergeben kann. Zu Halloween passen die Cookies im Grunde natürlich auch hervorragend. Dann aber vielleicht mit einem anderen Teig, in Deutschland wird sonst wegen der - leider - nur noch zu Weihnachten üblichen Gewürzmischung rumgemault.

Lebkuchenmann-bsDie Frage danach, warum Menschen aus Teig Lebkuchenmenschen backen und danach genussvoll ihre Zähne in deren Leib schlagen, stopfe ich  mal rasch zurück in die gedankliche Schublade aus der sie kannibalisch und tiefenpsychologisch gekrochen ist. 😉

Gingerdead-man-bsRezept für Lebkuchenmänner/Pfefferkuchenmänner

350 gMehl
140 g Butter
100 g Brauner Zucker (Rohrohrzucker)
1 Ei (M)
3 EL Zuckerrübensirup
2 TL gemahlener getrockneter Ingwer
1 TL gemahlener Ceylon-Zimt
1 TL Backpulver
1/2 TL frisch im Mörser gestampfter Piment

Zubereitung

  • Alle Zutaten in der Küchenmaschine - oder mit Hilfe eines Rührerätes - miteinander verkneten.
  • Der Teig sollte die Konsistenz von glatter, nicht klebriger Knetmasse besitzen.
  • Den Teig nun auf einer unbemehlten Arbeitsfläche mit einem leicht bemehlten Nudelholz ungefähr 3 bis 4 Milimeter dick auswallen.
  • Mit der Form die Pfefferkuchenmännchen ausstechen (obwohl meine Ausstechform geschlossen ist und ich wegen dem Auslösen Bedenken hatte, klappte das super), auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.
  • Wer ebenfalls die Gingerdead Men-Ausstechform hat, dreht diese jetzt um und prägt mit etwas Druck das Gerippe in die schon ausgestochenen und auf dem Blech liegenden Lebkuchenmenschen. (Das Ablösen von der Arbeitsfläche wird sonst etwas schwierig.)
  • Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen (bei circa 180° Umluft)  für 10-12 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen und wenn gewollt und genug Geduld vorhanden ist (ich habe sie dafür selten) mit Zuckerguss nochmals die Knochen nachmalen.

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Weihnachtsbäckerei: Rezept für Honig-Anis-Printen

Letztens stolperte ich beim Einkauf über das von Lidl herausgegebene Rezeptheftchen. Rein interessenhalber steckte ich da meine Nase hinein und fand jede Menge doch ziemlich interessanter Rezepte für Weihnachten. Besonders die Honig-Anis-Printen stachen mir ins Auge, ich habe nach vergleichbaren Rezepten im Netz gesucht, aber nichts gefunden, so dass ich diese dann mal probehalber (allerdings mit einigen Änderungen) gebacken habe. In den letzten Jahren hatte ich immer Honigkuchen-Goo gebacken. Der Honigkuchen vom Blech ist sehr praktisch und vor allem hübsch anzusehen, aber dieses Jahr wollte ich Printen. Die sehen dekoriert mit Mandeln und Kirschen genauso schön aus - ich mag dieses Hexenhaus-Pfefferkuchen-Aussehen. 😉

Rezept für Honig-Anis-Printen

(ca. 30 Printen)

200 g (flüssigen) Honig
80 g Butter
1 Prise Meersalz
50 g Grümmelkandis (Die feinere Sorte, sonst sind die Brocken im Teig zu grob und man kann nicht ausrollen.)
1/2 TL Vanillepulver/Mark einer Vanilleschote
1/2 TL gemahlener Anis
300 g Mehl
1 Tütchen Backpulver

Für Glasur & Verzierung der Printen

1 EL Honig
2 EL Wasser
abgezogene Mandeln
Belegkirschen

Zubereitung der Printen

  • Die Butter schmelzen und anschließend gründlich mit dem Honig verrühren.
  • In einer Backschüssel das Mehl mit den restlichen Zutaten und den Gewürzen vermischen.
  • Die Honigbutter dazu geben, erst unterrühren, dann mit den Händen unterkneten, bis sich ein gleichmäßiger Teigklumpen bildet.
  • Teig in die Schüssel geben und für eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
  • Portionsweise den Teig entnehmen, nochmals kurz durchkneten und zwischen zwei Lagen Backpapier zwei bis drei Milimeter dünn ausrollen. (Im Lidl-Rezept sollte er auf Mehl ausgerollt werden, wie es ja für Weihnachtsplätzchen typisch ist, da wurde er bei mir nach kurzer Zeit allerdings total krümelig und ließ sich nicht mehr schön weiterverarbeiten.)
  • Mit einem Messer oder einem Teigrädchen die Printen ausradeln, vorsichtig ablösen und auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen.
  • Für die Glasur Honig und Wasser miteinander verrühren und jede Printe damit einpinseln. Die Kirschen halbieren und jeweils eine Hälfte in die Mitte des Weihnachtsgebäcks setzen, die Mandeln in die vier Eckchen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 175° ca. 10 - 15 Minuten backen. Nach dem Auskühlen härten sie noch etwas aus, sind aber nicht steinharte und müssen lagern, sondern können sofort geknuspert werden.

Honig-Printen-Fazit:

Der Gatte und ich sind absolut positiv überrascht. Im äußeren Bereich knusprig, in der Mitte weich und insgesamt sehr aromatisch. Der Honig kommt geschmacklich gut durch - das Rezept geht also im Grunde auch als Honigkuchen durch - und der Anis ist nicht zu aufdringlich, sondern passt wirklich perfekt. Interessanter Nebenaspekt - die syrische Lieblingsnachbarin meinte, dass es sie  an die Anis-Kekse einer Tante aus Syrien erinnert, nur dass diese sie immer Halbmond-/Kipferform bäckt und natürlich ohne Verzierung. Mein Mann verkündete übrigens (nach dem verzückten Inhalieren von Anisdüften, die dem heißen Weihnachtsgebäck entströmten und dem genießerischen Knabbern an der ersten fertigen Printe), dass die Honig-Printen jetzt zu seinem dritt-liebsten Weihnachtsgebäck (nach Stollen & Vanillekipferln) gehören und doch jetzt bitte gefälligst in das familiäre Weihnachtsgebäck-Standard-Repertoire wandern sollen. Ist hiermit geschehen. Inzwischen haben wir die Printen auch schon zum zweiten Mal gebacken. 😉

Ich wünsche Euch eine schöne Vorweihnachtszeit.

Ganz liebe Grüße

Shermin