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Die #12von12 im November 2020

Ups. Wir haben ja schon den 20.11. - ich reiche euch also mal ganz rasch 12 Bilder meines Alltags vom 12. Tag des Monats hier rein. Die Sammelstelle für alle ist wie immer im Blog  "Draußen nur Kännchen" zu finden.

Collage #12von12 im November 2020

 

 

 

 

Die #12von12 im November

  • Wazifubo (für die, die das nicht kennen: WArteZimmerFUßBOden) am Morgen vertreibt Kummer und... äh, nein. Heute wieder in meiner liebsten Coronaleugner*innenpraxis. Immerhin stehen die Stühle inzwischen 30 cm auseinander und die Patient*innen stapeln sich ausnahmesweise mal nicht... Fühle mich dennoch extrem unwohl. Arzthelferinnen hinter dem winzigen Plexiglasscheibchen ist natürlich ohne Maske. Le Seufz.
    Und ja, falls ihr ne fette kleine Frau mit Resting Bitchface und in schwarzen Klamotten mit grünen Schuhen auf euch zukommen seht: Das bin tatsächlich ich.
  • Dieser Briocheknoten und ich haben jetzt ein kulinarisches Date. Ich werde ihn mit Butter und Kirschmarmelade darauf verschlingen. Ganz gewissenlos. Und jupp, die Hello-Kitty-Tasse ist meine Gute-Laune-Tasse. Also die nutze ich dann, wenn ich ne bessere Stimmung nötig habe.
  • Darf ich euch meinen neuesten Prokrastinationsgrund vorstellen? Tadaa! 🦐 Direkt neben meinem Schreibtisch steht jetzt ein kleines Aquaponikbecken auf dem Fensterbrett, in dem seit letzter Woche blaue Garnelen wohnen. (Das Kind hat in seinem Becken rote Garnelen) Und nein, die sind zu winzig, um die Cocktailsauce zu holen. 🦐
  • Habe es geschafft, mich von Kind und Garnelen loszureißen und tatsächlich etwas Sinnvolles am Schreibtisch getan. Yay.
  • Kind, das an einem überquellenden Bücherregal im Flur vorbei joggt, um eine Portion Kuschelenergie bei Mami abzuholen. Kuscheln. So wichtig - aber natürlich nur mit deinem Knuffelcontact. 😁
  • Besuch ist da. Und damit ein neuer Bettbewohner. Das Dinosauriertier wurde auf den Namen Schmatzkopf getauft, weil es sich vegetarisch ernährt und so gerne an Blättern rumschmatzt.
  • Blauer Herbsthimmel über Berlin. Sieht nach dem tristen Novembergrau der letzten Tage geradezu verheißungsvoll aus.
  • Die Patentante joggt mit dem Kind über den Innenhof und ich nehme mir die Zeit, meinen neuen Ring nochmal angemessen zu bewundern, mit dem ich mich selbst beschenkt habe weil ich zu dem Zeitpunkt unbedingt was Buntes und Schönes brauchte. Und hey - er passt sogar zu meinen Pumps. Also Teile davon. Und ja, meine Hände benötigen Handcreme.
  • Wer kennt sie nicht? Die klassische November-Erdbeere. 😯 Den ganzen Sommer über haben die kleinen Biester die Mitarbeit verweigert und jetzt fangen sie an zu tragen?! Hmpf! Ich sollte die anderen Pflanzen langsam ins Winterquartier verfrachten. Mal sehen ob es dieses Wochenende klappt...
  • Dinner to be: Süßkartoffelsuppe. Ein müder Griff in die Vorratskammer am Tagesende. Schnell gekocht, durchwärmend und lecker.
  • Das nächste Handarbeitsprojekt (ich erwähne jetzt nicht, was hier noch alles unvollendet in Kisten, Project Bags und Schränken herumlungert...😅). Ich sticke gerne, das war meine erste Handarbeit, die ich als Kind gemeistert habe. Ich erinnere mich noch an das kleine Deckchen, das ich für meine Mama gestickt habe. Für andere ist Stricken total entspannend, für mich Sticken - eigentlich war mein Plan, das auch wenig mehr in den Alltag zu holen und ein Kleid zu besticken. Jetzt wird es was anderes, mal sehen, wann ich das realisiere.
  • Guten Appetit. Gekocht in Brühe & mit Zimt, Pfeffer & Curry. Abgeschmeckt mit Sahne. Als Suppeneinlage geriebener Käse und in Butter geröstete Mandeln. Und was war bei euch heute auf dem Teller?

 

Kleine Ruhepause…

Hallo, ihr Lieben!

Ich trete gerade ein klein wenig kürzer. Viele andere Projekte laufen gerade nebenbei und ich habe gerade eine Operation an einer Hand hinter mich gebracht und bald kommt ja eh noch der Sommerurlaub. Zeit, um eine kleine Pause hier einzulegen - wie eigentlich fast jedes Jahr. Wir sehen uns wieder, wenn es wieder etwas kühler ist (vielleicht auch schon vorher, wenn ich ganz dringend etwas mit euch teilen muss! 😉 ).

 

Gartenkräuter aus dem Hinterhofgarten in Berlin

Zur Pause gibt es ein Foto von im schattigen Hinterhof gezogenen Gartenkräutern - zum Teil sind die auch in meinem neuen Hochbeet hier gewachsen. Diese Zusammenstellung aus Knoblauchrauke, Mibuna, Rauke, asiatische Blattsalate und Basilikum wanderte letztens in einen köstlichen Kräuterquark, den es zu Pellkartoffeln gab. Mjam!

Also genießt den Sommer, grabt tief in der Erde, schwimmt weit hinaus, wackelt mit den Zehen im Sand und genießt ganz viel tolles Eis!

Liebe Grüße & auf bald!

#12von12 im Juni 2018

Momentaufnahmen: 12 Bilder aus dem Alltag am 12. eines Monats. Wie immer findet sich bei Draußen nur Kännchen das große Sammelbecken für die ganzen Beiträge und Einblicke in fremde Leben. 🙂

#1von12 Selfcare. Nach einer Nacht mit kindbedingt nur recht kurzen Schlafsequenzen morgens nochmal 1,5 Stunden dran hängen, um den Tag zu überleben. Lerne mein schlechtes Gewissen mundtot zu machen und muss dann eh abends noch ne Stunde Arbeit dran hängen.

 

#2v0n12 Selfcare II. - weitere Zeit für mich in Anspruch nehmen. Die geht drauf für Morgensport, Pflege & Medikamente. Im ersten Babyjahr kam ich da körperlich zu sehr zu kurz. Ich muss mich jeden Tag erneut zusammenreißen, brav erwachsen sein und mich nicht nur um andere, sondern auch um mich selbst kümmern. Macht ja sonst niemand. Und ja, das ist ein maaaanly Rasierer, den ich da für meine Beine zweckentfremde. 😉

 

#3von12 Ich versuche unserer halbtoten Waschmaschine noch eine Ladung Wäsche abzuringen. Nebenbei noch: Küche aufräumen, Wohnzimmer von Geschirr befreien.
Und ja, dieses Handtuch gab es vor über 2 Jahrzehnten mal bei Ikea. Ja, das ist war meins, jetzt wurde es vom kleinen Kind assimiliert. Widerstand war zwecklos. 😉  (Krass, wie viele Rückmeldungen ich zu dem Handtuch bekam und wie viele das wohl auch hatten.)

 

#4von12 Finally: Frühstück! Heute mal kein #DailyPorridge, sondern Roggenbrot mit Frischkäse und ein paar gedörrten Erdbeeren. (Ich konnte meinen neuen Dörrapparat endlich einweihen! Die Erdbeeren und die Blaubeeren sind super geworden. Die Bananen blieben zu feucht und die Äpfel schienen super zu sein, bekamen dann aber nen Flaum... Bin offen für Rezeptideen von euch!)

 

#5von12 Arbeit, Mails, Rechnungen, Texte, Artikel, Recherche, Nachdenken, Grübeln. Symbolbild: Rezensionsexemplare auspacken.

 

#6v12 Gaaanz wichtig: Haferflocken für das mein (fast) tägliches Porridge auffüllen! Und ja, ich tendiere da zu einer bestimmten Sorte für meinen Morgenbrei, wenn ich sie denn bekomme. Ich kaufe auch von anderen Herstellern, aber mit denen hier wird der Haferbrei gefühlt besonders cremig.

 

#7von12 Das kleine Kind mit dem Lastenrad vom Kinderladen abholen. Das coole Kind ist passend zum Berliner Kiez mit einem "Gefahrengebiet"-Shirt gewandet. Die selbstgenähte Dino-Hose - obwohl total zugeschlunzt vom Spielen und Blumengießen - wollte das Kind dann selbst zum Schlafgengehen nicht ausziehen. Wir konnten nur tauschen: frisches Dino-Shirt gegen zugesiffte Hose.

 

#8von12 Heimweg. Ein Sommertag in Berlin. Mit dem Lastenrad unterwegs und ausnahmsweise mal nicht im Berliner Straßenverkehr genötigt oder fast angefahren worden. Sollte mir den Tag rot im Kalender ankreuzen.

 

#9von12 Einkauf. Im Discounter gibt es arabische/türkische Lebensmittel im Angebot, da musste ich zuschlagen. Gefüllte Weinblätter, Paprikamark, Yufkateig und eingeweckte Okraschoten durften neben Granatäpferln und Auberginen mit in den Einkaufswagen.. Dabei wollte ich doch nur ein paar Sachen fürs Abendessen... egal! Mit dem Lastenrad geht es ja Göttin sei Dank problemlos.

 

#10von12 Blumen gießen auf Balkonien. Das Kind hat wie immer mit Feuereifer mitgegossen. Sich selbst natürlich auch. Muss ja schließlich noch wachsen.

#11von12 Sandkasten-Intermezzo. "Mamaaaaaaaa? Sandkastenspieln'? Komm, Mama!"

#12von12 Abendessen. Es gibt Stullen mit Tomaten-Gurken-Salat, gewürzt mit Spitzwegerich, Knoblauchsrauke, Rauke und Basilikum.

#7Tage7Dinge – Kalenderwoche 18

Puhhh... ich galoppiere nur ganz schnell durchs Bild. Ich komme diese Woche zu nix. Job(s), eigene Textprojekte, die Orga vom WollWechsel für Ende Mai, mein anstehender Geburtstag, Mamabesuch (gleich eintreffend), Heerbann, zwei Partys und tausenderlei Kleinigkeiten, die nebenher noch zu erledigen sind. Da blieb in dieser Woche keine Zeit, um köstliche Dinge zu verbloggen. An dieser Stelle gibt es wie immer Infos darüber, was ich hier tue und wie ihr an 7 Tage - 7 Dinge teilnehmen könnt.

7Tage7inge im Mageischen Kessel, KW 18/15Ich habe....

  • wundervolle flammenfarbene Batts gesponnen, die ich auf dem letzten WollWechsel ergattert hatte.
  • habe Quasten gemacht, aus handgesponnener Seide, um
  • sie an meinen Pilgerbeutel zu nähen, den ich nach einem halben Jahr Pause endlich fertiggestellt hatte, damit ich
  • ihn zum Heerbann tragen konnte, auf dem wir dieses Jahr zum ersten Mal waren. Sehr cool.
  • Lángos nach diesem Rezept von Anikó hergestellt. Sehr lecker. (Frittieren für den Weltfrieden! ;))
  • gegärtnert. (Im 1. Innenhof und in meinem Minischattengarten)
  • mich sehr, sehr, sehr über ein ganz lieb bestücktes und wundervolles Überraschungspaket gefreut. <3

 

Berliner Hinterhofgartenschnappschuss

Das Wetter ist diesig und angenehm kühl. Leise Regentropfen ruhen sich auf den Pflanzen aus, selbst Berlin scheint hier gerade in gedämpfte Ruhe getaucht zu sein. Ab und an schnattert eine Elster, eine Amsel singt und das entfernte Krächzen der Nebelkrähen scheint mir - zusammen mit dem hellen Licht, das meine Wohnzimmerlampe den mattgrau zum Fenster eindringen Farben wie einen leuchtenden Wärmeradius entgegen wirft - zuzurufen: Sofa. Buch. Kaffee. Wahlweise auch Tee oder Kakao. Oder einfach alles in ungeordneter Reihenfolge. Mit Keksen.

Urban Gardening in Berlin

Aber meine Arbeit wartet und außerdem nagt das schlechte Gewissen an mir. Im vorderen Hinterhof verlangen ein paar Pflanzen dringend nach meiner gießtechnischen Aufmerksamkeit. Unpraktischerweise gelangt der Regen dort nämlich nicht hin. Aber wenn man dann letztendlich da steht, mit der vergilbtgrünen Gießkanne in der Hand, dann fragt man sich: Was gibt es letztendlich Schöneres, als sich etwas genervt aufzuraffen und dann offenbarungsgleich allein zwischen den wachsenden Pflänzchen zu stehen. Hier eine Tomate auszugeizen, dort ein Blättchen zu befühlen (Hilfe - das klingt ja geradezu entsetzlich wertheresk!), da ein widerborstiges Stück Unkraut auszuzupfen, Töpfe zurechtzurücken, eine Erdbeere zu ernten und sich direkt in den Mund zu stecken.

Gibt es - mit Verlaub - etwas Geileres, als zu begreifen, dass da Leben aus dem Boden kriecht, das man selbst ausgesät und gepflanzt hat? Fasziniert verfolgen zu können, wie es größer wird, es ernten und tatsächlich essen, sich davon nähren zu können. Ich erwische mich jedes Jahr dabei, wie ich bewundernd verfolge, wie die Pflanzen plötzlich erscheinen und sich entfalten. Staunend begaffe ich die Schönheit und den wundervollen Kontrast eines durch die dunkle Erde brechenden, hellgrünen Bohnenkeims. Meine Nachbarn halten mich wahrscheinlich für bescheuert, weil die komische dicke Frau, die sonst immer so finster guckt, minutenlang im Rucolabeet verharrt und leicht debil lächelnd die ersten Blüten der Heir-Loom-Tomatenpflanze fokussiert, nur um anschließend liebevoll über den herrlich wuchernden Thymian zu streicheln und verträumt den sich von selbst angesiedelt habenden Holunder anzugucken.

Hach.. in meinen weltfernen Stunden träume ich vom eigenen Haus und vom großen Garten, wo ich mich austoben und pflanzen, bauen und machen kann was ich will. Aber immerhin - ich wohne quasi mitten in Berlin und hab ein Fleckchen Erde im vollschattigen Hinterhof und ein klitzekleines und sonnigeres Stückchen im vorderen Innenhof. Für Berlin Mitte und unser Einkommen: Luxus.

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