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Die #12von12 im März 2019

Auch in diesem Monat bin ich wieder bei #12von12 - also zwölf Fotos aus meinem Alltag am 12. des Monats aufgenommen - dabei.  Die Sammelstelle findet ihr wie immer im Blog Draußen nur Kännchen. Werft da auch einen Blick in die Kommentare, das Formular zur Linksammlung funktioniert nicht mehr richtig und viele interessante Links verstecken sich jetzt dort. Aber nun ab zu meinem Tag:

12 Fotos vom 12. des Monats März

 

1. First things first. Nachdem Mann und Kind Richtung Kita abgedampft sind, durfte ich noch eine luxuriöse Stunde lang schlafen. Danach ab ins Bad.

Beschlagener Badezimmerspiegel, Schmuck & Parfümflakons

 

2. Milchkaffee in Blümchentasse (ich muss dringend mal die angemackten Teller von der guten Marieluise* ersetzen), umrahmt von Umräumchaos. Hört das nie auf? Ich sortiere mich ja immer noch durchs Arbeitszimmer, die Fluten reißen das Wonzimmer periodisch immer mit. Für mehr Realität und so, ne?

Beistelltisch mit Kaffeetasse voller Milchkaffee

 

3. Symbolbild für meine Arbeit. Am neuen Schreibtisch - ich freue mich ja immer noch total, wenn ich hier sitze, arbeite, Dinge umräume, anbringe und es mir halt schön mache. Und schön ist es, dass ich endlich wieder mit der rechten Hand schreiben und meiner Füllerliebe frönen kann! Hier modelt  ein Wing Sung-3008-Füller* (die Füllhalter aus China sind wirklich erstaunlich gut! Ich habe verschiedene in den letzten Jahren gekauft.), der eine wunderbar schmale Feder hat. Daneben zu sehen ist Skulls & Roses-Tinte*, die mir die Handmaid, letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hat und die ich jetzt erst austesten konnte. Darunter ist mein Tagebuch*. Ja, ich bin nicht nur digital unterwegs, sondern brauche eben manchmal auch Papier zum Niederlegen von Gedanken. So richtig altmodisch.

Füllfederhalter, exklusive Tinte und nostalgisches Notizbuch

 

4. Nachdem meine rechte Hand ja inzwischen operiert wurde, ist das Kartpaltunnelsyndrom in meiner linken Hand inzwischen so schlimm, dass ich hier auch zur Schiene greifen muss. Meh. Zur Jahresmitte folgt dann OP No.2 - Yay. Nicht.

Handschiene / Orthese bei Karpaltunnelsyndrom

 

5. Die Post ist da! Samt Verschwinden der Zustellerin (die mir extra die Sachen zur Tür bringt - wirklich nett!), nochmaligem Klingeln und mir als mehrfacher Slalomläuferin durch Arbeits- und Wohnzimmer.

Postumschläge

 

6. Und was ist drin? Rezensionsexemplare: Die DVD "Menashe"* und das Kinderbuch "Forschungsgruppe Erbsensuppe"*, das am 20.3. erscheint und von Integration, Fluchtgeschichten und Freundschaft erzhählt. Ich bin schon sehr gespannt, hoffentlich wird's gut! (Inzwischen habe ich es gelesen und kann es voll empfehlen. Eine längere Rezension dazu wird es demnächst in meinem Blog Lesehunger geben.)
Menashe ist ein Film über ultraorthodoxes jüdisches Leben in New York und erzählt eine Vater-Sohn-Geschichte. Ich habe ihn schon länger umschlichen, die Kritiken waren sehr gut. So weit ich weiß, durften die Darsteller ihn aufgrund ihrer Glaubensvorschriften nicht mal selbst ansehen.

Film Menashe und Kinderbuch "Forschungsgruppe Erbsensuppe"

 

7. Die gekauften Blumen zum Großteil endlich in die Erde bringen. Frühling! Anzuchterde und Anzuchttöpfchen stehen auch schon in den Startlöchern, muss nur endlich genug Zeit finden. Und was habt ihr schon gegärtnert?

Tisch voller Frühlingsblumen (Primeln, Hyazinthen, Stiefmütterchen, Narzissen)

 

8.  Dezenter Frustschrei. Was ihr seht, ist eine auf dem Badezimmerfußboden zerschellte, nagelneue Dose Puder. Bin überzeugt, die in der Kosmetikbox vorm Kind versteckte (geschenkt bekomme) penetrant laute Hupe in Walform ist schuld und hat mein Make-Up in den Tod gestürzt!

zerbrochenes Make-Up Puder

 

9. Nach der Kita noch in Arschkälte ne Runde auf dem Spielplatz rumstehen. Mit dabei wie immer mein geliebtes Lastenfahrrad von Babboe.
Hauptsache die Kids haben Spaß. Heute rotteten sie sich plötzlich zusammen und wir wunderten uns schon. Da stand dann ne Horde Dreijährige/r kekskrümelnd um eine Bank herum und fachsimpelte bewundernd über einen "Super Wings"*-Rucksack. Scheint ein totales Objekt der Begierde zu sein.

Das Lastenrad von Babboe ist auch auf dem Berliner Spielplatz mit dabei

 

10. Abendessen kochen. Resteküche aka Shakshouka.  Hineingewandert sind 1,5 Würstchen, 1 Hamburger Patty, gehackte Tomaten, Tomatenmark, 1 monströse Paprika und zahlreiche Gewürze. Das schmurgelt jetzt ne Runde durch, dann kommen die Eier hinzu.

Homemade Shakshouka

 

11. Dinner ist ready! Reste-Shakshouka mit einem klitzekleinen Anfall von Feta. Yummy.

Selbstgemachte Shakshouka mit Feta

 

12. Endlich hängt die Leiste, um der Kinderbuchhaufen ums Bett herum Herr zu werden. Husch, ab ins Körbchen. War ein langer Tag heute. Träumt fein!

Familienbett mit Kinderbüchern und Kuscheltieren

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Lesehungrig No. 5

Die kommende Zeit der Glückseligkeit und Nächstenliebe (aka Weihnachtsstress und Geschenkmarathon) zeichnet sich schon äußerst deutlich am Horizont ab - perfekt, um mal eine kurze Pause einzulegen und bei der 5. Zusammenfassung des bibliophil-kulinarischen Dauerevents in von Büchern inspirierte Rezepte hineinzuschmökern und sich eine Portion Nahrung für Geist und Magen abzuholen.

Lesehungrig-quer-SIm dritten Quartal ist einiges an wunderschönen Gerichten und Erzählungen zu Büchern, die euch bewegten, zusammengekommen. Ich war von der Resonanz ganz von den Socken, Sommerzeit ist wirklich Lesezeit.  So ein lesehungriger Blogbeitrag ist ja nochmal etwas anders und arbeitsintensiver als normale Blogartikel. Ganz lieben Dank also nochmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben. <3
Auch ich habe es nach einmal Aussetzen geschafft, euch eine Buchserie samt Rezept vorzustellen. Wer also noch nach Lesefutter für das winterliche Einkuscheln und Vergraben auf dem Sofa sucht oder ganz simpel Ausschau nach Geschenkideen für andere ist, wird unter so viel genialen und liebevollen Umsetzungen des gedruckten Wortes bestimmt fündig.

Lesehungrig No. 5 (Zusammenfassung von von Büchern inspirierten Rezepten)

Bleibt mir nur noch eines: Nämlich viel Spaß und Lesefreude zu wünschen.

Zusammenfassung Lesehungrig V.

 Frische Zitronenlimonade

Ganz sommerlich gab es zum Auftakt von Barbara in ihrem Blog Schlektüre direkt ein köstliches Glas Zitronenlimonade. Und ebenso sommerlich geht es im Lieblingslesefutter - dem Krimi "Kim Novak badete nie im See von Genezareth"* von Håkan Nesser - weiter: Ein langer, warmer schwedischer Sommer im Jahr 1962, zwei 14jährige Jungs, die (etwas hormongeschüttelt ;)) ihre Gefühlswelt erkunden, eine schöne Frau, ein Mord und das Ende der Kindheit - spannende Zutaten.

Rosinen-Sirup-Muffins

Obsti und Sushi, die zusammen das (fast) gleichnamige Blog betreiben, servieren mit ihren Rosinen-Sirup-Muffins ein Frühstück mit dem man gut gerüstet in den Kampf ziehen kann. (Immerhin! Frühstück - die wichtigste Mahlzeit des Tages. Gilt bestimmt auch für Fantasyheldinnen & -helden. ;)) Die Vorlage für das leckere Gebäck ist aus der "Göttlich-Trilogie"* von Josephine Angelini. Im Mittelpunkt steht die 16jährige Helen - die entdeckt, dass sie eine griechische Halbgöttin ist. (Quasi Percy Jackson in weiblich?) Eine große Prise Liebe und Weltretten ist natürlich auch dabei.

süßkartoffel

Bei Clia gibt es ein wunderbar simples und köstlich klingendes Rezept für im Ofen gebackene Süßkartoffeln. (Endlich weiß ich, wie man die Dinger zubereitet!) Der Roman, der sie zu diesem Gericht gebracht hat, ist "Der Frühling des Lebens" (Im Original "The yearling") von Marjorie Kinnan Rawlings, die damit 1939 sogar den Pulitzerpreis gewann. Clia erinnert sich, dass sie die Geschichte von Jody, der Farm und seinem Reh als Kind so oft las, dass sie sie quasi auswendig konnte. Wem die Story bekannt vor kommt, diese Geschichte über das Erwachsenwerden wurde mit Gregory Peck 1946 als "Die Wildnis ruft" verfilmt. (Den ich wiederum als Kind sah und ganz furchtbar erschreckend und traurig fand.)

Orangeneiscreme ohne Ei

Etwas leichtfüßiger kommt die Liebeskomödie "Das Rosie-Projekt"* daher. Der Genetiker Don sucht mittels seitenlanger Fragebögen nach der korrekten Frau für sich und trifft aber auf Rosie - die wiederum ihren Vater sucht und so gar nicht in die von ihm ausgefeilte Schablone hineinpasst. Ratio trifft auf Emotionen und Eiscreme wird dabei oft für Vergleiche herangezogen. Und so hat Ninive eine einfach wundervoll klingende (eifreie) Orangeneiscreme (die ich unbedingt noch nachmachen musss!) mit frischen Zesten, Creme fraiche und Orangenlikör für Don und Rosie gezaubert. 😉

Wassermelonensalat

Ylva gedenkt mit ihrem veganen Wassermelonensalat mit Fenchel und bluuuuutroten Granatapfelkernen den verschiedenen Vampiren, die sie seit ihrer Kindheit begleiten und diese blutige, lesehungrige Sucht in ihr ausgelöst haben. Dabei darf natürlich "Der kleine Vampir"* Rüdiger von Schlotterstein nicht fehlen, dicht gefolgt von dem "Dracula-Klassiker"* schlechthin und neueren Werken, wie "True Blood"*(ich hab sofort den genialen Soundtrack der Serie dazu im Kopf). Was sie aber vor allem zu diesem erfrischen Sommersalat getrieben hat, ist das gerade neu erschienene Druckwerk "Prince Lestat: The Vampire Chronicles"* der genialen Anne Rice.

Pelmeni mit Smetana und Wodky Russischer Standard

Nach gesundem Vampir-Salat gibt es von der lieben Gourmandise mit Pelmeni, Smetana und Wodka Russischer Standard noch was Deftiges auf die Teller und eine Belehrung in russischer Ess- und Trinkkultur durch den "interstellalen Privatdetektiv" Martin. Sie nimmt bei dem (von mir übrigens ebenfalls geschätzten - ich habe ihn in den letzten Jahren nur arg vernachlässigt) Autor Sergej Lukianenko und seinen präzisen Vorstellungen zur Pelmeniherstellung in dem Sci-Fi-Roman "Spektrum"* Anleihe und formt die köstlichen Teigtaschen zu klassischer Musik. Die sibirischen Kräuter würden mich - neben dem Buch - übrigens auch interessieren!

 Rote-Beete-Suppe à la Game of Thrones Khaleesi Daniela hat ihre Nase nicht nur in die geniale "Game of Thrones-Reihe"* von George R. R. Martin und die dort beschriebenen göttlichen Festmähler gesteckt, sondern auch in das offizielle "GoT-Kochbuch"* (dem ich persönlich ja ein klitzeklein wenig zwiespältig gegenüber stehe... ;)) Sie bereitet eine Rote Beete-Suppe nach Art der freien Stadt Volantis zu, wie sie wohl auch Daenerys gerecht werden würde. Jetzt noch ein paar gebratene und honiggetränkte Heuschrecken dazu, dann wäre das authentische Essen perfekt. 😉

 

 Egg-Custard-Tarts Ulrike wildert mit dem Buch "Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet"* des britischen Autors Alan Bradley inspirationstechnisch wieder im amüsanten Krimi-Genre, das voller schräger Charaktere ist: England in den 1950er Jahren, die gerade mal elfjährige altkluge Halbwaise Flavia, mit einer Leidenschaft zum Giftmischen für Chemie versehen, findet einen Sterbenden im Garten. Als kurz danach ihr Vater als Mörder verdächtigt wird, fängt sie an zu ermitteln. (Kleine Randbemerkung: Allein schon das - in meinen Augen - süße Cover im Stil von Wednesday Adams bewegt mich ja fast zum Lesen...) Passend zum Krimi gibt es die "Egg Custard Tarts" à la Haushälterin Mrs. Mullet. Nom!

 

 Bubbly Pie nach Art der Drachenreiter von Pern (Blaubeerpastete) Wie angekündigt, gibt es auch einen Beitrag von mir. Ich habe mich in diesem Jahr ausführlich in die Welt der Drachenreiter von Pern von Anne McCaffrey eingelesen, nachdem mir die Story jahrelang angepriesen wurden. In meinem Zweitfoodblog Lesehunger habe ich ein Rezept für die auf Pern traditionellen Bubbly Pies (auf irdisch Blueberry Pie/Blaubeerkuchen) veröffentlicht. Dort setze ich mich auch sehr kritisch mit dieser misogynen, sexistischen und vom Weltbild her absolut rückständig auf mich wirkenden Buchreihe auseinander. Ihr seht, man muss ein Buch nicht lieben, um es lesehungrig aufzuarbeiten. 😉

 

 Lasagne mit Waldpilzen Und Ylva ist in diesem Quartal sogar noch ein zweites Mal mit von der Partie. Sie nutzt das bibloiophil-kulinarische Event zur versuchsweisen Bewältigung eines von Walter Moers und seiner Romanfigur Hildegunst von Mythenmetz und dem Buch "Ensel und Krete"*verursachten Hexen-Birken-Traumas. Ich drücke die Daumen, dass es wirkt, die Hexen-Lasagne mit Maronennudeln und Waldpilzen sieht aber so lecker aus, dass sie bestimmt über einiges hinweg hilft. Bestimmt auch über zwischen Birken stehende Hexen. 😉
 Gnocchi-Waldpilzpfanne Aaaaber Ylva kommt nicht allein, sie hat auch gleich noch Julia im Gepäck, die von selbiger Textstelle begruselt wurde und mit Waldpilz-Gnocchi ebenfalls eine an das märchenhafte Zamonien gemahnende Köstlichkeit auf den Tisch stellt. Waldpilzhexenseelen sollen dabei aber keine zu Schaden gekommen sein. Ehrenwort! (Und was bin ich froh, dass es kein Bienenbrot oder lebenden Käse gibt.. Puh!)

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