Kochbücher

Leichte japanische Küche: Harumi Kuriharas neues Kochbuch & Rezept für Low Carb Lasagne mit Seidentofu

Ja, die derzeitige Situation macht das Arbeiten schwierig, sorgte im Gegenzug aber auch dafür, dass ich letztens bei einer Kochbuchpräsentation via Videocall nach Tokio dabei sein und so einen neugierigen Blick auf die private Küche von Harumi Kurihara werfen konnte, während die japanische Starköchin mit einem Nudelholz gut gelaunt Gurken für einen köstlichen authentischen Salat verprügelte - insgesamt also alles sehr spannend! 🙂

Cover Harumis leichte japanische Küche

Ein Star in Japan: Harumi Kurihara

Aber erst einmal: Wer ist eigentlich Harumi Kurihara? Ich muss gestehen, bisher ist die gute Frau meinem Radar total entgangen. Da mein Kochbuchschwerpunkt in den letzten Jahren allerdings auch mehr bei arabischen Kochbüchern des Mittelalters lag (auf meinem Instagram-Account "Theophanus Kessel" könnt ihr dazu mehr lesen, ein englischsprachiges Blog ist zudem in Entstehung), ist das hoffentlich verzeihlich und nicht zu eurozentrisch von mir gewesen.

Während also eine japanische Freundin, der ich von dem Call erzählte, ein wenig fangirlte erfuhr ich, dass vor knapp 4 Jahrzehnten eine einfache japanische Hausfrau, die im Backstagbereich einer Kochshow aushalf, für das Fernsehen entdeckt wurde.

Autorinnenfoto Harumi Kurihara

Vorstellung des neuen Kochbuchs von Harumi Kurihara

Zapp! 38 Jahre später: Die junge japanische Hausfrau ist inzwischen Großmutter und vor allem Fernsehstar, hat über 20 Kochbücher geschrieben und ist Herrin über ein Kochimperium samt eigenem Magazin, einer eigenen Messerserie und selbstdesignten Textilien und Keramik. Und sie schreibt natürlich auch immer noch Kochbücher. Das Neueste davon halte ich gerade in der Hand:

Harumi Kurihara
Harumis leichte japanische Küche*
ISBN: 978-3831040780
Dorling Kindersley, 2020
240 Seiten, 24,95 €

Das neue Kochbuch: "Harumis leichte japanische Küche"

Dieses Buch ist gezielt für Nicht-Japaner*innen geschrieben worden - um ihnen die Scheu vor der oft als kompliziert geltenden japanischen Küche zu nehmen. Die Autorin hofft so Menschen, die noch nie selbst japanisch gekocht haben, einen leichten Einstieg in diese Geschmackswelt zu bereiten. Deswegen greift sie bei vielen Zutaten auf westliche Möglichkeiten zurück oder japanische Zutaten, die inzwischen in gut sortierten Märkten auch hier erhältlich sind. Im Verlauf des Buches werden auch weiter japanische Kochtechniken, Zutaten und Kochgeräte erläutert und oft auch auf Alternativen hingewiesen.

Und ja, was soll ich sagen? Das Konzept "simpel aber echt gut" ist ja auch das, was ich hier seit über zehn Jahren in meinem Foodblog serviere. Meine Freundin meinte, dass es halt ihr "Dreh" ist, Rezepte zu vereinfachen und so zum Kochen einzuladen. Kurihama ist bekannt dafür, westliche Ideen einfließen zu lassen und scheut sich zum Beispiel auch nicht davor, ein paar Löffel Ketchup in ihre Rezepte zu kippen. Das find ich durchaus sympathisch.

Beim Lesen des Buches fand ich viel, was ich gerne nachkochen würde. Zum Beispiel Spinat mit Erdnusssauce, der erwähnte verprügelte Gurkensalat (die derzeit oft in Netzen erhältlichen kleinen Schlangengurken sind von der Größe dafür sehr gut geeignet!) - eine Art süßsauer eingelegte Gürkchen -, Katsu-don (paniertes Schweinefleisch), Nanbanzuke (frittierte Fisch und Gemüse, die in einer süßsauren Marinade eingelegt werden - quasi japanischer Brathering 😋) oder Ebikatsu (panierte Garnelen).

Richtig gut fand ich, dass ich mit Gochiso-dofu (dekorierter Tofu) auf ein klassisches "Rumfort"-Gericht stieß, das optisch allerdings viel her macht. (Rumfort = Alles war im Kühlschrank rumfliegt und fort muss)

Frittierte Ebikatsu aus Harumi Kuriharas Kochbuch "Harumis leichte japanische Küche"

Etwas verwundert war ich allerdings, im Buch Rezepte zu finden, die aus dem europäischen, beziehungsweise US-amerikanischen Raum sind. Stinknormaler (durchaus deutsch wirkender) Kartoffelsalat, Krautsalat, Pancakes, Panna Cotta und das bekannte No-knead-Bread thronen da friedlich, ohne jeglichen japanischen Twist, zwischen Ogura-Eis (Eiscreme mit Adzukibohnen), Gyoza (chinesischen Teigtaschen) und Nikujaga (Rindfleischragout).

Ist es ein Abbild der momentanen durchschnittlichen modernen japanischen Familienalltagsküche? Das verwirrt etwas, wenn man das Konzept im Vorwort, japanische Küche den Westlern näher zu bringen, als Maßstab anlegt. Nur in einem Nebensatz des Vorworts erwähnt Kurihara, dass sie hofft, dass ihr Buch ebenso in Japan Anklang findet. Ich mag das Buch wirklich und ich habe lange grüber nachgedacht und nach einer Erklärung für dieses Konzept gesucht, ein Stirnrunzeln bleibt da für mich dennoch. Es ist ja streng genommen auch keine Form von Fusionküche - also keine westlichen Einflüsse, die hier mit Traditionellem verbunden werden und etwas Neues entstehen lassen.
Aber vielleicht ist es ein Abbild moderner japanischer Familienalltagsküche? (Die Beschreibung bei den Mac'n'Cheese mit Garnelen deutet beispielsweise darauf hin) Wären dann nicht wiederum Japaner*innen doch mehr Zielgruppe als eingangs angesprochen? Es ist jetzt nicht "schlimm" auf diese dazwischen gestreuten Rezepte zu stoßen, es ist für mich schlicht nur irritierend. 😅 Ich bin eben ein Mensch, der hinterfragt und gerne Gründe erforscht.

Mir geht es damit so: Wenn ich Rezepte für Pancakes, Nudelauflauf oder Panna Cotta möchte, wähle ich dafür eigentlich kein Kochbuch, das sich explizit mit japanischer Küche auseinandersetzt und diese dem Ausland vorstellen und darauf neugierig machen will.

Misosuppe mit Dashi aus Harumi Kuriharas Kochbuch "Harumis leichte japanische Küche"

Was ich ebenfalls schöner gefunden hätte: Mehr Konsistenz bei den Namen der Gerichte. Es ist beispielsweise wunderbar, dass das Gericht ebenfalls in japanischen Schriftzeichen zu lesen ist (für die, die Sprache beherrschen). Was ich an Kochbüchern über andere Kulturen allerdings sehr schätze ist, wenn neben der Übersetzung eine lautmalerische Version des Originalnamens gegeben ist. Das ist sehr hilfreich (und meines Erachtens nach auch respektvoll), wenn man sich ernsthafter mit Rezepten, und dem Land aus dem sie kommen, beschäftigen will.
"Harumis leichte japanische Küche" ist hier sehr unstet. Manchmal gibt es den japanischen Namen in lateinischen Buchstaben und in Klammern dann die Erklärung. Meist leider nur die deutsche Version.  Ein Beispiel: "Hänhnchen mit Ei auf Reis" - im kurzen Begleittext wird hier sogar der richtige Name verwendet (Oyako-don), beim Rezepttitel allerdings weggelassen. Zwei Seiten weiter treffen wir dann auf den Rezeptitel "Sekihan (Adzukibohnen mit Reis)". You know what I mean?

Abgesehen von diesen beiden Punkten findet man hier ein gutes, kompaktes und vor allem unkompliziertes Kochbuch mit sehr schönen Rezepten, das ich durchaus empfehlen würde - im Grunde ist der Plan also aufgegangen.

 

Rezept für Low Carb Tofu-Lasagne

Ich gebe zu, hier orientiere ich mich mehr an Kuriharas Lasagne-Idee, die darin besteht statt Lasagneplatten einfach in Olivenöl gebratene Scheiben Seidentofu und statt einer extra gekochten Béchamelsauce einfach etwas Sahne zu nutzen. Hieran sieht man wahrscheinlich ihren perönlichen Dreh in Arbeit: Japanische Zutat(en) im Einklang mit einem europäischen Gericht, dazu noch eine Rezeptevereinfachung.
Da sie für diese Lasagne eine klassische Bolognesesauce mit Hackfleisch,  Tomaten und Rotwein kocht, wie sie ähnlich hierzulande in vielen Haushalten üblich ist, habe ich meine eigene Sauce gekocht - wie ich sie halt immer koche und wie uns schmeckt. Deswegen ist es mehr ein Pi-mal-Daumen-Rezept. Falls Sauce übrig bleibt, kann diese eingefroren werden.

Das Ergebnis ist sehr köstlich. Der Seidentofu im Auflauf ist wundervoll cremig und ergab einen spannenden Effekt - das haushaltseigene kleine Kind hielt ihn zunächst für eine Art Mozzarella. 😜 Ich bin allerdings daran gescheitert, den Tofu in Scheiben in der Pfanne bräunlich zu braten, wie im Originalrezept vorgesehen. Mein Ergebnis bestand aus einer zerfallenden, wabbeligen Masse mit Olivenöl. Wahrscheinlich ist die Qualität von Seidentofu in Japan eine andere? Ich kann es nicht abschätzen. Ich plane einen weiteren Versuch mit normalen Tofu - geschnitten in dünne Scheiben und kräftig gebraten in der Pfanne. Was aber natürlich ein anderes Geschmackserlebnis geben wird. Beim nächsten Mal mit Seidentofu werde ich das Braten jedenfalls auslassen und die Scheiben direkt in die Auflaufform setzen.

 

Low Carb Lasagne nach einer Rezeptidee von Harumi Kurihara

Low Carb Lasagne

1,5 l Bolognesesauce
800 g Seidentofu (2 Blöcke)
150 g geriebenen Käse
50-100 g  Sahne
Olivenöl zum Braten
Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

  • Tofu abtropfen lassen, in Küchenpapier einschlagen und cica 15 Minuten so belassen, damit das überschüssige Wasser aufgenommen wird.
  • Auswickeln und je Tofublock in 5 - 6 Scheiben schneiden.
  • [Optional: Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Tofuscheiben nacheinander von beiden Seiten darin braten, bis sie anfangen zu bräunen.]
  • Den Tofu leicht salzen und pfeffern.
  • Eine dünne Schicht Bolognesesauce in eine Auflaufform geben, eine Schicht [gebratenen] Seidentofu darüber stapeln, etwas Sahne darauf verteilen, nochmals Fleischsauce, wieder Tofu, restliche Sahne, (falls vorhanden) nochmals Sauce, dann mit dem geriebenen Käse abschließen.
  • Im vorgeheizten Ofen (Umluft, 200 °C, mittlere Schiene) für 15-20 Minuten backen, bis der Käse schön bräunt.

*Werbung: Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Kauf hierüber erhalte ich eine Vergütung. Das vorgestellte Buch ist ein Rezensionsexemplar, das ich vom Verlag erhalten habe.

Bildcredits: Buchcover, Ebikatsu, Misosuppe, Autorinnenfoto © DK Verlag/Harumi Kurihara

Rezept für Irisches Sodabrot [Irish Soda Bread]

Irisches Sodabrot ist ein schnell zusammengemischtes, einfaches und schnell gebackenes Brot mit einer überschaubaren Menge an Zutaten.

Irish Soda Bread: Rezept für ein schnelles Weißbrot ohne Hefe und Gehzeit

 

Brot backen ohne Hefe

Dadurch, dass für dieses schnelle Weißbrot Natron und keine Hefe als Backtriebmittel genutzt wird, hat es auch keine Gehzeit und ist - inklusive Teigzubereitung und Backzeit - innerhalb einer Stunde fertig.

Rezept Irish Soda Bread

Es gibt auch Rezepte mit mehr Ingredienzien, wie zusätzlichen Eiern oder Butter. Wer mag, kann einen Teil des Mehls auch durch Vollkornmehl oder Haferflocken ersetzen (dann aber noch Flüssigkeit ergänzen) oder ein paar Rosinen oder Schokotropfen mit in den Teig werfen.
Dieses wunderbar einfache Sodabrot, das ich hier vorstelle, lässt sich auch gerade herabgekühlt schon hervorragend in Scheiben schneiden. Es passt gut als Beilage zu einem Teller Suppe oder ist  als belegte Stulle auch allein eine sehr gute Hauptmahlzeit. Das Brotrezept habe ich aus diesem kleinen irischen Kochbüchlein*, das ich vor  über 20 Jahren mal von einer Studienkollegin geschenkt bekam. Ich habe allerdings die Mehlmenge etwas erhöht, da mir der Teig etwas zu nass war.

Butterbrot: Mit frisch gebackenem Sodabrot

Rezept für Irisches Sodabrot - frisches Brot in 1 Stunde

Einfaches & schnelles Brotrezept: Irish Soda Bread

Heraus kommt ein durchgebackenes, aber saftiges Weißbrot. Es sollte am besten direkt am selben Tag verzehrt werden, denn die Kruste bleibt nicht lange knusprig. Es ist am nächsten Tag etwas kuchig in der Struktur und riecht leicht nach Natron, aber nicht unangenehm. Das Sodabrot lässt sich gut ein paar Tage in einer Plastiktüte aufbewahren, in Scheiben schneiden und auftoasten oder auch noch so essen, da es halt feucht genug ist. Alternativ kann man das Brot in Scheiben schneiden, einfrieren und dann nach Bedarf entnehmen und in den Toaster werfen. Falls man das Einfrieren vergisst und das Brot altbacken geworden ist, kann man daraus ganz wunderbar Arme Ritter/French Toast machen.

Und wer lieber mit Hefe bäckt, findet hier ein tolles Rezept für kurdisches Sesamfladenbrot, das ich auch gerne in Brötchengröße backe und zum Beispiel für Burger Buns verwende.

 

Wie bäckt man Soda Bread

 

Rezept für Irisches Sodabrot

550 - 600g Weizenmehl (Type 405)
500 ml Buttermilch (Alternativ: 1/2 L Milch mit 2 EL Zitronensaft oder Essig verrührt - noch nicht getestet)
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 TL Natron*

Zubereitung

  • Backofen auf 230° (Umluft) vorheizen.
  • 550 g Mehl, Salz, Zucker, Natron in eine Schüssel geben und mit einer großen Gabel nochmal durchrühren und auflockern, damit Luft dazwischen ist.
  • Nach und nach Buttermilch hinzu geben, anfangs mit einer Gabel oder einem Rührlöffel verrühren. Falls der Teig noch zu feucht und klebrig ist, noch etwas Mehl nachgeben. (Man kann ihn auch ganz feucht direkt aus der Backschüssel aufs Blech kippen und dort dann zurecht drücken. Das klappte in meinen ersten Backversuchen mit weniger Mehlmenge sehr gut.)
  • Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche transferieren und mit der Hand  ganz kurz (!) verkneten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen/drücken, auf ein mit Backpapier bezogenes Blech geben.
  • Das Brot mit einem scharfen Messer tief kreuzweise einschneiden und direkt in den Backofen geben.
  • Bei mir ist das Brot nach 25-30 Minuten fertig, laut Buch nach 30-40 Minuten. Das ist eben von Herd zu Herd unterschiedlich. Es sollte schön gebräunt sein und ganz wichtig: wenn man es umdreht und auf den Boden klopft, dann muss es sich hohl anhören.

 

Tipp: Traditionell kann man auch Vollkornmehl verwenden, da muss man dann aber  die Flüssigkeitsmenge etwas anpassen oder einfach die Mehlmenge etwas reduzieren.

 

*Werbung. Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine geringe Vergütung.

Für kritischeren Konsum: Rezension von “Das Klimakochbuch”

Mit seinem Einkauf ein wenig die Welt retten? Das geht tatsächlich. Jede*r kann einen Beitrag leisten und sei er auch noch so klein. Wer bisher immer dachte: "Ich bin ja nur ein kleines Rädchen im Getriebe – ich allein kann ja nichts ändern!" wird hier eines Besseren belehrt.

Cover von "Das Klimakochuch" vom Kosmos Verlag

Ankochen gegen den Klimawandel

Denn die Essenz dieses speziellen Kochbuches ist, dass man seinen CO2-Fußabdruck (auch CO2-Bilanz oder Treibhausgasbilanz genannt – dies gibt an, wie viele Kohlenstoffdioxid-Emissionen man verursacht) allein schon durch den Kauf und die Nutzung der richtigen Lebensmittel verringern und somit Einfluss auf den Klimawandel nehmen kann.

Entstanden ist das Klimakochbuch* ursprünglich aus dem ehrenamtlichen Zusammenschluss einer Gruppe kochwütiger Freunde, die das Weltklima im Auge hatten. Neu ist es nicht, sondern eine vor ein paar Jahren überarbeitete Version des zehn Jahre alten Klassikers mit neuen Rezepten und aktualisierten Fakten.

Rezension "Das Klimakochbuch"

Natürlich steht auch der Wunsch im Vordergrund, die Wertschätzung für Kochen und Genuss wiederbeleben. Anstatt zu Fertignahrung oder zur Tüte zu greifen, laden die Autor/innen dazu ein, sich selbst und anderen Zeit zum gemeinsamen Kochen und für ein gemeinsames Mahl zu schenken. Slow Food eben - das, indem direkt für mehrere gekocht wird, auch noch Ressourcen spart
Die Rezepte sind in Qualität und Anspruch durchwachsen und mit Buchstaben markiert, die anzeigen, ob sie mit regionalen, saisonalen oder rein veganen Zutaten sind. Die Angabe "Einhorn" hat mich allerdings etwas verwirrt, ich vermute, dass es Rezepte der Berliner Firma "Einhorn Catering" sind. Im Buch finden sich gleichermaßen vegane, vegetarische und omnivore Rezepte – es wird aber immer wieder dazu eingeladen tierische Produkte durch Alternativen zu ersetzen, allerdings ohne dabei missionarisch zu sein. Ein Hinweis zum zu erwartenden Kochaufwand oder der vorausgesetzten Kocherfahrung wäre zudem gut gewesen. Die Rezepte sind durchwachsen in Qualität und Art, lesen sich aber alle gut machbar. Hier findet sich für jede/n etwas Leckeres – vom Erdbeer-Spargel-Salat, über Nussbraten und Rehrücken bis hin zu veganem Gulasch, Suppe aus Teltower-Rübchen, Brandenburger Hefeplinsen, schwedischem Schokokuchen und Mangold-Linsen-Curry. Einiges davon werde ich sicherlich demnächst ausprobieren.

Einige Rezepte, wie das mit dem veganen Tiramisu aus pürierter Margarine und Tofu, geschichtet mit Zwieback lesen sich wiederum echt schräg und befeuern mich in keinster Weise das nachzukochen. Eher dazu eine bessere Variante zu entwickeln. Ich mein: Warum denn pürierter, bröckeliger Supermarkttofu und kein köstlicher Seidentofu? Und dann Zwieback. Vielleicht wegen der Konsistenz? Ist das eines der zehn Jahre alten Rezepte aus den Zeiten wo es für Veganer*innen nischt zu koofen gab? Inzwischen gibt es doch so viel tolles veganes Gebäck zu kaufen (oder schlicht selbst zu backen - alles ist besser als Zwieback!), dass da als Alternative dienen könnte.

Die diversen Autor/innen des Buches streifen aber neben den Rezepten noch zahlreiche andere Themen: Von Mülltrennung, über Tipps gegen Energieverschwendung beim Kochen bis hin zur Erklärung warum man sich einen neuen Kühlschrank anschaffen sollte.

Kritischer Konsum: Zucker, Agavendicksaft und der Co2-Fußabdruck

Mein erfährt viel Wissenswertes: Das weißer Zucker nicht als wahnsinnig gesund gilt ist ja nichts Neues. In den Kuchen wandert er dennoch oft. Dass er aber unter so hohem Energieaufwand hergestellt wird, dass Süßungsalternativen wie Honig, Roh-Rohrzucker oder Agavendicksaft (der ja nicht gerade regional hergestellt wird) besser abschneiden, das wird für viele wahrscheinlich eine überraschende Information sein. Für mich war es auch spannend zu erfahren, dass das gar nicht mal so stark verarbeitete Gemüse oder Obst aus der Tiefkühltruhe oder der Dose so viel schlechter abschneidet als frische Produkte - so sie denn regional und saisonal verfügbar sind. Erstaunlich (und eigentlich logisch), dass außerhalb der Saison hingegen, eine im warmen Spanien gewachsene Tomate, trotz langer Transportwege, von der Co2-Bilanz her günstiger ist, als ein in Brandenburg im beheizten Gewächshaus gesprossenes Tomätchen. Es ist immer ein stetes Abwiegen gegeneinander und Bedenken von Alternativen.

Und dennoch, der Co2-Abdruck ist nicht alles, wie am Beispiel einer Tiefkühlpizza dargestellt wird. Die daheim gebackene Pizza und die aus der Fabrik unterscheiden sich in der Treibhausgasbilanz marginal. Aber man muss den Blick weiter setzen: Die Zutaten für die selbstgemachte Pizza kann man auswählen und so auf regionale und ökologisch wertvolle Produkte zurückgreifen, während die Zutaten für das Tiefkühlprodukt aus ganz Europa, wenn nicht gar aus noch weiter entfernten Teilen der Welt, stammen und so die Rechnung ungleich erhöhen. Selber machen lohnt sich laut Buch also, auf die Gesamtheit betrachtet, auf jeden Fall. Weshalb auch selbst Eingekochtes positiv hervorgehoben wird. Zur Abrundung gibt es am Ende eine Saisontabelle für heimisches Obst und Gemüse, samt guten Hinweisen zur Verwendung.

Fazit: Ein interessantes Buch für bewussteres Einkaufen und kritischeren Konsum. Für die, die schon totale Klima-Experten sind und eventuell vegan leben, wird dieses Kochbuch wahrscheinlich nicht genug in die Tiefe vordringen. Für den Großteil der Menschheit, deren Form von Klimafreundlichkeit sich bisher nur auf das Weglassen von Plastiktüten beim Einkauf beschränkte, kann das Klimakochbuch aber ein großer Zugewinn – von den Informationen, bis hin zu den geeigneten Zutaten – und Wegweiser sein, um selbst aktiv zu werden. Wer mehr regional und direkt von Erzeuger*innen einkaufen möchte, dem sei die Organisation "Marktschwärmer" sehr ans Herz gelegt. Ich kaufe dort mehr oder minder regelmäßig ein und hatte bei deren Start in Berlin auch über sie berichtet, damals nannten sie sich noch etwas zungenbrecherisch "Food Assembly".

 

Julia Balz, Jenny Blekker, Boris Demrovski,
Judith Keller, Jan Lohr, Christian Noll und
Christoph Zinsius
Das Klimakochbuch*
Kosmos Verlag, 2015
ISBN: 978-3440151747
128 Seiten, 16,99

 

*Werbung. Affiliate-Links zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine kleine Provision. Danke.
Die Rechte für die Bilder liegen beim Kosmos Verlag

Coconut Cardamom Burfi – Köstliches indisches Kokos-Konfekt

Ich starte mit etwas Süßem ins neue Jahr. Nehmt euch doch eine dieser köstlichen kleinen Kokos-Kugeln und lasst sie auf der Zunge schmelzen. Möge doch unser aller Jahr so werden: süß, in sich rund, mit ein paar schönen, interessanten Dingen darin (hier: Kokos und mein Lieblingsgewürz Kardamom - aber in euren Leben darf sicherlich mehr als das passieren ;)) und mit einem kleinen Haps zu verspeisen.

Rezept für Kokos-Konfekt / Coconut Burfi, eine traditionelle indische Süßigkeit mit Kardamom

Kokosnuss Burfi mit Kardamom - eine traditionelle indische Süßigkeit

Das Rezept für dieses Burfi (oder auch Barfi) mit Kokosraspeln habe ich aus dem Kochbuch "Original Indisch"* von Meera Sodha, das ich auch schon vor einiger Zeit hier vorgestellt habe. Sie bezeichnet es auch als "Topra Pak" und "Coconut Milk Fudge".  Die Süßigkeit besteht aus nur drei Zutaten: Gezuckerter Kondensmilch, Kokosraspeln und frisch gemahlenem Kardamom und bildet einen köstlichen Geschmack. Wikipedia erklärt mir, dass Barfis das ganze Jahr über gereicht werden, aber gerne - dann zum Beispiel etwas mit essbarer Gold- oder Silberfolie aufgerüscht -  auch zu Hochzeiten und Festtagen wie Diwali. Es muss auch keinesfalls immer mit Kokosnuss sein - andere Zutaten sind zum Beispiel Besan (Kichererbsenmehl), Mandeln, Pistazien, Erdnüsse, Cashews usw.  - sogar von Schoko-Burfi habe ich schon gelesen (und stelle es mir so wie Fudge vor). Wie würde man es auf Deutsch bezeichnen? Kokos-Konfekt? Kokos-Pralinen? Indisches Raffaello-Derivat?

topra Kopak / Rezept für Kokos-Konfekt / Coconut Burfi, eine traditionelle indische Süßigkeit mit Kardamom

selbstgemachte Kokospralinen

Kokosnuss-Konfekt als essbares Geschenk

Wäre ich jetzt in Indien und hätte Zugang zu superfrischen Kokosnüssen, würde ich das Kokosfleisch wohl frisch raspeln (und mir aus Unkenntnis wahrscheinlich halb die Finger dabei brechen) und dann ein ganz köstliches Burfi damit zubereiten. Aber da Kokospalmen in Deutschland eher Mangelware sind, nehmen wir doch einfach, wie im Rezept vorgeschlagen, die getrockneten Kokosraspel. Das ist auch köstlich genug und glaubt mir: Als essbare Mitbringsel zu einer Einladung haben es diese indischen Kokospralinen total drauf und machen ja auch optisch was her. Ich verschenke dieses selbstgemachte Konfekt wirklich sehr gerne oder bringe es zu einer Kaffeerunde mit und es wurde immer mit großer lukullischer Begeisterung aufgenommen.
Meera Sodha hat auch noch einen Tipp für Liebhaber*innen des bekannten Schoko-Kokos-Riegels: Die Bällchen nach dem Abkühlen auf Zahnstocher spießen und mit Lieblingsschokolade überziehen. Mjam!

Rezept für Kokos-Konfekt / Coconut Burfi, eine traditionelle indische Süßigkeit mit Kardamom

How to make coconut Burfi

Rezept für Kokos-Pralinen / Kokosnuss-Burfi

300 ml gesüßte Kondensmilch*
150 g getrocknete Kokosraspel
1/2 TL frisch gemahlener Kardamom (ich mahle Gewürze in dieser Kaffeemühle*)
50 g getrocknete Kokosrapsel zum drin wälzen

Zubereitung

  • Die gezuckerte Kondensmilch bei mittlerer Temperatur in einem kleinen Topf vorsichtig und unter stetem Rühren zusammen mit dem Kardamom aufkochen. Sie darf nicht anbrennen.
  • Die Kokosrapsel in den Topf geben, bei geringer Hitze weiterrühren bis die Masse anzieht und einen dicken Teig ergibt. Das geht recht schnell.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Kokosmasse akühlen lassen. (Lauwarm reicht)
  • Mit einem Teelöffel jeweils etwas von dem Kokosnuss Burfi abstechen und zwischen den Händen zu kleinen Kugeln rollen.
    (Troubleshooting: Ist bei mir noch nie vorgekommen, aber falls das Rollen nicht funktioniert, ist eure Kokosmasse wahrscheinlich nicht genug eingekocht: Also nochmal ab auf den Herd und vorsichtig und unter rühren etwas einreduzieren. Oder erwärmen und zusätzlich noch ein paar Kokosstreusel einarbeiten.)
  • Die restlichen Kokosraspel in ein kleines Schälchen geben, drei bis vier frisch gerollte Kugeln vom Kokos-Konfekt hineingeben und die Schale schwenken, bis die klebrige Außenseite der Kugeln mit Kokosraspeln bedeckt ist.
  • Das Kokos Burfi in einer mit Backpapier ausgelegten Dose im Kühlschrank aufbewahren. Dort belagert, ist es bis zu einer Woche haltbar. Vor dem Schnabulieren allerdings aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen.

 

Tipp: Wer keine Lust oder Zeit hat, die kleinen Bällchen zu rollen, kann die Masse auch in eine mit Backpapier ausgelegte oder mit Ghee* (indischer Butterschmalz) auspinselte Form (zum Beispiel in eine Browniebackform*) geben , gut anpressen mit Kokosflocken oder gehackten Pistazien bestreuen und im Kühlschrank kalt stellen. Wenn die Masse weit genug eingekocht war und jetzt noch nachgezogen hat, lässt sie sich danach in kleine "Kuchenstückchen" schneiden und servieren.

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Kochbuchrezension: Ein Fest im Grünen für Kinder & Rezept für Wassermelonenpizza

Ja nee, is klar. Der Sommer hat sich gerade abgemeldet, der Herbst rüttelt schon an den Fensterläden - da kommt ich hier mit nem Sommersalat mit Wassermelone um die Ecke. Nehmt es einfach zur future reference. 🙂

Rezept für Wassermelonensalat

Und letzte Woche lagen die auch wirklich noch in den Geschäften, ich schwör's! Aber kommen wir zur Rezension des dazugehörigen Kochbuchs, anschließend verrate ich euch das Rezept für den tollen Salat mit Wassermelone, der garantiert nicht nur Kindern schmeckt, sondern auch für Erwachsene eine köstliche Vorspeise (oder ein Hauptgericht... je nachdem wie viele Scheibchen Salat man vertilgt... ) ist.

Rezension zum Kinderkochbuch "Ein Fest im Grünen" von Erin Gleeson

Rezension: "Ein Fest im Grünen für Kinder"* - Ein vegetarisches Kinderkochbuch

"Leckeres Essen muss nicht kompliziert sein." und "Ein Regenbogen auf dem Teller macht einfach einen Riesenspaß" – mit diesen beiden Zitaten aus dem Vorwort der USamerikanischen Foodbloggerin Erin Gleeson fasst man im Grunde schon das Wesen dieses Kochbuches zusammen. Und ja, damit hat sie mich auch ein wenig an der Angel. Denn wer hier mitliest weiß, dass ich oft von den unaufwändigen, klaren Kompositionen überzeugt bin. Sicher schätze ich Speisen, die aus zigtausend Zutaten entstanden sind und über drei tage zubereitet wurden - nur halt nicht von mir. Ich liebe es simpel und gut und da sind Erin und ich wohl auf einer Linie. ein wenig (sehr) lebt sie ja einen beneidenswerten Hipster-Ausstiegstraum: Als ihr Verlobter eine Stelle als Rabbi in dieser Gegend annahm, ließ sie ihre Karriere als New Yorker-Foodfotografin mit halbem Burnout fahren, zog mit ihm in ein Waldhäuschen, bekam dort wunderhübsche Kinder, (wieder)entdeckte dort ihren Aquarellkasten, Gemüse, das besondere Licht und das Bloggen.
Es ist übrigens schon das zweite Buch, das von ihr erschienen ist. "Ein Fest im Grünen"* (Forest Feasts) ist das erste, das dritte ist gerade erst auf Englisch erschienen: "Forest Feasts Gatherings"* mit Herbstrezepten.
Bevor es hier zu den Rezepten geht, die in die Kapitel "Snacks", "Getränke", "Salate", "Hauptgerichte", "Süße Zeiten" und "Partys feiern" unterteilt sind, gibt es erstmal eine kleine Einführung für Kochneulinge. Hier ruft Gleeson zu Kreativität und Improvisation auf und macht Mut und Lust aufs Kochen, auch wenn es vielleicht nicht beim ersten Mal gelingt. Sehr schön auch, dass Maßeinheiten, Küchenbegriffe, Schnitttechniken und Küchenwerkzeuge anschaulich bildlich erläutert werden.

Optisch bleibt ist das gebundene Buch sehr hübsch aufgemacht – die quietschebunten Aquarellzeichnungen von Erin Gleeson, fotografierte Zutaten und großformatige Fotos der leckeren Gerichte machen nicht nur kleinen Menschen Hunger auf die vorgestellten Köstlichkeiten. Ob nun leuchtende Aprikosenhappen, simple Radieschen mit Butter und Salz, Mangold-Quiche, Süßkartoffelpizza, Birnenkuchen, Couscoussalat mit Nüssen, Tortilla-Wraps mit Erdbeeren oder selbstgemachte Eissandwiches mit Früchten und Keksen – alles sieht zum Anbeißen gut aus.

Rezension zum Kinderkochbuch "Ein Fest im Grünen" von Erin Gleeson & Rezept für Wassermelonensalat

Kindgerechte Rezepte zum Nachkochen

Die Rezepte sind für Kinder verständlich erklärt und gut zum Nachkochen geeignet. Von sehr simpel (Traubenbrause) bis etwas aufwändiger (Regenbogen-Mangold-Quiche) findet sich hier eine schöne Bandbreite, die Erfolgserlebnisse verspricht, allerdings nicht nach Schwierigkeit gekennzeichnet ist. Inhaltlich sind sind die Gerichte in ihrer Zusammenstellung für manche vielleicht zunächst oft außergewöhnlich, aber nicht zu exotisch oder abgehoben. Zwar kommen – ganz hipsteresk – Edamame, Quinoa und stellenweise etwas gehäuft Grünkohl (eben die "Kale"-Verrücktheit der Amis) vor, aber davon ab sind fast alle Zutaten – vom Ziegenfrischkäse bin hin zu Süßkartoffeln, Granatäpfeln oder getrockneten Cranberrys – heutzutage auch in einem gut sortierten Supermarkt oder sogar Discounter zu bekommen. Beim Lesen auffällig sind nur manchmal etwas hohe Zutatenmengen wie 1/2 TL Zitronenabrieb für ein Scheibchen Brot oder 5 Knoblauchzehen auf 225 Nudeln, die man dann hinterfragen und eventuell senken sollte. (Andererseits: Ich habe beim Melonen-Salat auch erst an dem 1/8 TL Salz pro Melonenscheibe gezweifelt und es passte da für uns genau.)
Umgewöhnen muss man sich auch etwas bei der Zubereitung, denn die Zutaten sind im Zubereitungstext eingebettet und nicht nochmals extra gelistet – da muss schon genau hingeschaut und das Rezept im Vorfeld präzise gelesen werden.
Erwähnenswert ist ebenfalls, dass Erin Gleeson im Buch auf gekauftes Brot, Tortillas, Kekse und Teige zurückgreift, sie weist aber jedes Mal darauf hin, dass man zum Beispiel den Pizza- oder Mürbeteig auch selbst herstellen kann (liefert dazu aber keine Rezepte) – aus meiner Sicht ist das durchaus verständlich bei einem auf Kinder zugeschnittenem Rezeptbuch, das Lust an der Zubereitung und dem Verzehr leckerer Dinge machen und die Kids nicht von vorn herein zu Tode langweilen will. Quasi erfolgreiche Nahrungszubereitung als Einstiegsdroge. 😉 Eltern haben hier also die Wahl, was sie sich und ihren Kindern zutrauen und wie weit sie das später oder direkt vertiefen wollen. Insgesamt sind das aber Kleinigkeiten, die nicht all zu stark am Charme von "Ein Fest im Grünen" kratzen können.

Mein Fazit: Ein zauberhaftes und nicht nur liebevoll sondern auch sinnig gemachtes Kochbuch für Kinder, die Freude an der Essenszubereitung haben und neugierig auf mehr sind. Sie können hier lustvoll hindurchblättern, sich selbst leckere Rezepte aussuchen und sich daran ausprobieren. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich als Kind durch Kochbücher geblättert habe und viel nicht realisierbar war, gibt es von mir hierfür eine klare Kaufempfehlung. Und wahrscheinlich werden die anderen beiden Bücher auch noch auf meine Wunschliste wandern. Aber jetzt: Ab zum Rezept!

Erin Gleeson
Ein Fest im Grünen für Kinder*
Knesebeck, 2016
ISBN: 978-3868739473
112 Seiten, 16,95 Euro

Rezept für sommerlichen Salat mit Wassermelone

Rezept für Wassermelonenpizza

Das Rezept ist so ein wenig Pi-mal-Daumen, je nachdem wie viele Scheiben Wassermelone ihr zubereiten wollt. Die Zutaten sind hier also pro Scheibe aufgelistet, multipliziert sie einfach wenn ihr mehr macht.

Wassermelone (ohne Kerne)
3-5 Scheiben Mozzarella (das ist ca eine 1/2 bis 3/4 Kugel)
1 TL gehackte frische Minze
1 TL gehackte frische Basilikumblätter
1 TL gehobelte Mandeln
1,5 TL grob gehackte Walnüsse
2-3 TL Olivenöl
1/8 TL Zitronensalz

Zubereitung

  • Wassermelone in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Mit einem Messer vorsichtig vom Rand herausschneiden, so dass die Scheiben intakt bleibt, und auf einen Teller legen.
  • Die Mozzarellascheiben fächerförmig in der Mitte anordnen.
  • Mandeln und Walnüsse kunstvoll über der Scheibe Wassermelone verteilen und in die Mitte die gehackte Minze und den Basilikum setzen.
  • Das Olivenöl darüber träufeln und das Zitronensalz darüber krümeln.
  • Schnell servieren und genießerisch vertilgen. Superfrisch und leicht, durch den Käse aber tatsächlich sättigend.

 

*Afiliate-Link zu Amazon. Ich erhalte eine kleine Provision wenn ihr darüber einkauft.