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Neuauflage: Pakoras mit Seeteufel, Banane & Zwiebel

Seeteufell_bsNur ein rascher Schnappschuss - wie es scheint, komme ich von den Kichererbsen derzeit nicht los. Gestern gab es schon wieder Pakoras in unserer Küche, der Dip bestand aus frischem Joghurt mit geraspelten Gurken. Diesmal waren die Pakoras mit Bananen, geviertelten Zwiebeln und Seeteufel-Filet gefüllt, da der geliebte Gatte da zwei TK Packungen von erjagt hatte. Seeteufel - wie konnte mir dieser Fisch bis jetzt entgehen?

Beträufelt mit etwas Zitrone und der Joghurtsauce bescherte mir die saftigen Seeteufel-Stückchen wahre Geschmacksorgasmen auf der Zunge. Die Zwiebel schälte sich mal wieder aus ihrer Ummantelung und die Banane schmeckte für sich auch unheimlich gut, harmonierte aber nicht ganz mit der Fischsorte (Banane mit Tilapia-Filet überzeugte da irgendwie mehr).

Den Ausbackteig habe ich wie bei meinem ersten Versuch zusammengerührt, und die verschiedenen Dinge dann wieder in Sonnenblumenöl frittiert. Der Teig war mehr als ausreichend für 450 g Fisch, 3 grüngelbe Bananen und 4 Zwiebeln. Was mich etwas wundert war, dass die Konsistenz diesmal eine andere war. Der Teig war diesmal fast ein wenig pfannkuchenartig und fluffte durch das Ei ein wenig auf, was beim vorigen Versuch nicht der Fall war. Geschmacklich war es allerdings kein Unterschied.

Indisches im Kessel: Pyaz und Ghobi Pakoras

Ich hab ja seit den französischen Panisse das Kichererbsenmehl für mich entdeckt. Letztens nun wurde ich von dem Hunger nach indischen Pakoras überfallen. Zum Rezept raussuchen bin ich nicht gekommen. Hab es frei Hand zusammengerührt, geschmeckt hat es  jedenfalls superlecker und aus meiner Erinnerung heraus ist es geschmacklich auch nahe am Original. Ich hab jetzt eben nochmal nachgegoogelt, es gibt zig verschiedene Rezepte. So daneben lag ich nicht, es gibt halt verschiedene Varianten mit oder ohne Eier und zusätzlichem Weizenmehl. Pakoras passen als Snack, als Vor- oder als Hauptspeise.

Pakoras - ein Universum an frittiertem Gemüse

Pyaz und Ghobi Pakora: diese indische Spezialität bedeutet übersetzt nix anderes als frittierte Zwiebelringe und Blumenkohlröschen im Ausbackteig. Natürlich sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Traditionell gibt es auch Paneer Pakora (mit diesem Käsezeugs), Palak Pakora (ganze Spinatblätter) oder Aloo Pakora (Kartoffel - vorgekocht). Werden ganze kleine Zwiebeln durch den Teig gezogen und "deep fried", dann nennen sie sich Baji oder Bhujia. Wikipedia und andere Quellen verkünden mir außerdem, dass so ziemlich alles was einem in die Finger gerät frittiert wird (Warum erinnert mich das gerade sehr an die Schotten und ihre Frühstückskultur?! Oh, halt! Die Idee kommt scheinbar nicht nur mir,  lese gerade was von Haggis-Pakoras in schottischen Frittierstuben *bleichguck*.): Fleisch, Bananen, Auberginen, Tomaten, Chilis usw. Ich schätze Fisch macht sich in dem Ausbackteig auch hervorragend.

Dipsaucen zu den indischen Leckerbissen

Als Dip kann man verschiedene Saucen reichen: fruchtige Chutneys (Tomate, Mango, Tamarinde - nur als Beispiel), schlichtes Ketchup (eine BBQ-Sauce tut es ketzerhafterweise auch  😉 ) oder wandlungsfähige Joghurt-Dips mit Minze und/oder hineingeriebener Gurke.

Rezept für Pakoras mit Blumenkohl und Zwiebeln

Zutaten für die Pakoras

1 Blumenkohl
2 Gemüsezwiebeln
200 g geröstetes Kichererbsenmehl
300 ml Wasser
3 Eier
1 1/2 TL Madras-Curry
3/4 TL Salz
1 TL frisch gemahlener bunter Pfeffer
neutrales Öl zum Ausbacken

Zutaten für den Joghurt-Dip:

300 g Joghurt
ein guter Schuss Milch
eine Handvoll frische Minze
1 EL Tahin
1 TL Salz
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
1/3 Tl gemahlene Koriandersaat
1/3 TL edelsüßen Paprika

Zubereitung der indischen Leckerbissen

  • Den Blumenkohl säubern, in Röschen unterteilen und in Salzwasser bissfest garen. Hier ist es wirklich extrem wichtig keinen Blumenkohl-Matsch zu kochen! Es gilt: eher einen Tick zu wenig Garzeit als Zuviel.
  • Die Gemüsezwiebeln putzen und in ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Mit den Fingern vorsichtig in der Mitte der Scheiben drücken, so dass man viele große Zwiebelringe erhält.
  • In einer Schale das Kichererbsemehl, die Eier, das Wasser und die Gewürze mit einem Schneebesen zu einem Ausbackteig zusammenrühren. Evtl. muss später nochmals etwas Wasser nachgegeben werden, das Kichererbsenmehl quillt noch etwas auf und der Teig ist sonst nicht flüssig genug.
  • In einer tiefen Pfanne das Öl erhitzen. Mit zwei Gabeln jeweils ein Röschen Blumenkohl oder einen Zwiebelring aufnehmen, in den Teig tunken, vorsichtig in das Öl gleiten lassen und goldbraun frittieren.
  • Ich bin nicht hinter das Mysterium gekommen warum der Teig an manchen Zwiebelringen besser klebt als an anderen, an der Feuchtigkeit lag es glaube ich nicht. Zwischenzeitlich habe ich die Zwiebelringe probeweise mit Weizenmehl bestäubt, aber ähnliche Ergebnisse erhalten wie ohne Mehl.
  • Die frittierten Gemüseteilchen mit einem Schaumlöffel herausfischen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  • Für den Dip den Joghurt mit etwas Milch cremig rühren. Die Minze waschen, mit Küchenkrepp trocken tupfen, die Blätter abzupfen,  fein hacken und mit allen anderen Zutaten und dem Joghurt vermischen.

Pakora-Fazit

Ein geniales vegetarisches Gericht. Das kochen wir gerne wieder, dann vielleicht auch mit anderen Füllungen. Als Alternative zu meinem geliebtem Tempura ist der Teig aus Kichererbsenmehl auch supergut was für Fans der kohlenhydratarmen Küche und für Diabetiker. Das Kichererbsenmehl wird ja nicht voll auf die BE angerechnet. Manche rechnen hier gar nichts an, manche nur die Hälfte der Kohlenhydrate, da die Hülsenfrüchte den Blutzuckerspiegel sehr verzögert ansteigen lassen. Die Reste schmeckten aufgewärmt am nächsten Tag zwar nicht mehr knusprig, aber auch noch gut.

Blog-Event “food & glas”: Mango-Chutney an Tilapia-Filet und Bananen in Tempura

Chaosqueen hat im Kochblog "1 x umrühren bitte" zu einem Blog-Event aufgerufen und da ich jetzt endlich ein eigenes Foodblog besitze folge ich  natürlich bereitwillig und hab mich beeilt mir was Leckeres auszudenken.

Heute hatte ich die Erleuchtung, bis zuletzt war ich mir absolut nicht sicher ob es klappt.  "Mango-Chutney an Tilapia-Filet und Bananen in Tempura" -  beides unerprobte Kopfgeburten. Trotz meiner Skepsis ist das Chutney allerdings absolut geil (man entschuldige mir an dieser Stelle dieses Wort, aber es ist einfach nur treffend)  im Geschmack geworden.  Wunderbar süßsauerscharfaromatisch, mir hat sich entzückt die Kopfhaut gekräuselt. Den Fisch kannte ich noch gar nicht,  der Aufdruck auf der TK-Packung sah aber eingiermaßen fest und Asia-Backfisch-geeignet aus. Die Packung verkündete die Herkunft aus Vietnam - fand ich jetzt doppelt passent. Wikipedia erklärt mir jetzt nachträglich, dass wir da scheinbar Buntbarsch gegessen haben.

Ich hab die Bananen und Fischstücke in fertigem Tempura und neutralem Öl ausgebacken. Tempura habe ich zum ersten Mal probiert. Die Stücke sanken leider gerne zu Boden und klebten erstmal ne Runde dort im siedenden Öl fest.  Etwas nervend und wirklich goldbraun ist auch nix geworden (Gibte s da vielleicht einen absoluten Tempura-Trick, der mir noch völlig unbekannt ist? Weiß jemand Rat?). Gescmacklich war es allerdings wirklich superlecker. Außen knusprig und innen perfekt gegarter, saftiger Fisch.  Die Bananen hatten richtig Biss und das Zusammenspiel aus dem fruchtig-scharfen Chutney, frittiertem Tilapia und Banane war perfekt. Wirklich. Echt.

Zutaten für selbstgekoches Mango-Chutney

2 kleine Mangos

1 kleines Glas Blutorangensaft

3 EL Honig

1 Knoblauchzehe

1 1/2 TL Curry Madras

1 gehäufer TL selbstgemacher Honig-Rosmarin-Senf

Chili, Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung des Chutneys

  • Mangos schälen, in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Saft in einen kleinen Topf geben.
  • Knoblauch schälen, fein hacken und - ebenso wie den Honig, Senf und Gewürze - zu den Früchten geben.
  • Alles unter rühren kochen, bis der Saft einreduziert und die Fruchtstücke gar sind.
  • In eine Schale füllen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Fisch & Banane in Tempura

250 g Tilapia-Filet

3 kleine feste gelb-grüne Bananen

Instant-Tempura-Mehl

Zubereitung

Ich gestehe es, beim Tempura habe ich zu Fertigzeugs gegriffen. Aber auch nur, weil ich in der Kürze der Zeit (5 Minuten vorm Einkaufen) auf die Schnelle kein überzeugendes Rezept gefunden habe. Das Tempuramehl nach Packungsanweisung mit Eiswasser anrühren. Den aufgetauten Fisch und die (natürlich geschälte ;-)) Banane in mundgerechte Stücke schneiden, in den Teig tauchen und in Öl frittieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zusammen mit dem Chutney als Dip - zum Beispiel als Asia-Fingerfood im Glas - servieren. :

chutney

Ja ich weiß, das Bild ist net wirklich toll geworden. Dafür hat mein Gemahl sein eigens für ihn von meinen zarten Händen graviertes Whisky-Glas als Model gespendet. 😉 Eigentlich mag ich Fotografien mit Blitz gar nicht, aber das Chutney sah im normalen Küchenlicht so gräulich totgekocht aus. Dafür wirken die Tempura-Teilchen da aber besser. Hier nochmal die andere Bildversion:

chutney2

Edit 21.03.09:  Ich hab jetzt nochmal etwas an dem Bild rumgeschraubt, so dass es nicht mehr ganz so grauenerregend aussieht und der Realität näher kommt. Hier also die 3. Bildvariante:

chutney2_bearb