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Veggie-Burger: Orientalischer Halloumi-Burger mit Auberginen & Granatapfelzwiebeln

Na? Wie wäre es mit einem etwas ausgefallenerem Veggie-Burger? Statt Fleischersatz oder Gemüsebratling trifft hier goldbraun gebratener, quietschiger Halloumi-Käse auf herrlich cremige Aufberginen und süß-sauer-fruchtige Zwiebeln mit Granatapfelsirup.

Go veggie: Orientalischer Haslloumi-Burger mit frittierten Auberginen und karamellisierten Zwiebeln mit Granatapfelsirup und Honig

Mein vegetarischer Halloumi-Burger ist dabei keine Spezialität eines genauen arabischen Landes, sondern quasi ein Zusammenschluss verschiedenster orientalischer Elemente und Aromen.

Granatapfelzwiebeln: Karamellisierte Zwiebeln mit Honig und Granatapfelsirup

Gebratener Halloumi und mehlierte, gebratene Auberginenscheiben auf vegetarischem Burger

So wird ein Veggie-Burger draus!

Mein vegetarischer Burger besteht aus 5 Komponenten: selbstgebackenem Burgerbrötchen (in diesem Falle kleine Sesamfladenbrote nach einem kurdischen Rezept. Alternativ können große Ecken von frischem, türkischen Fladenbrot verwendet werden), in etwas Öl goldig gebratenen Halloumi-Käse (pro Brötchen eine Scheibe à 100g), einer scharfen Joghurtcreme mit Paprikamark und Harissa als Burgersauce, frittierte Auberginen und braun gebratene, süß-säuerliche Zwiebeln. Die Granatapfelzwiebeln und die Joghurtsauce lassen sich gut im Voraus vorbereiten. Beachten müsst ihr bitte, dass die Auberginen einige Stunden in Milch eingelegt werden müssen. Ich würde beim Kochen auch empfehlen, erst die Auberginen zu frittieren und ganz am Ende den Halloumi zu braten, da dieser pro Seite nur 2 Minuten in der Pfanne benötigt und dann noch warm ist, wenn er aufs Brot gesetzt wird.

Für 4 Halloumi-Burger benötigt man:

4 kleine Sesam-Fladenbrötchen oder große Ecken dicken, türkischen Fladenbrotes
4 Scheiben goldbraun gebratenen Halloumi à 100 g
8 -12 Scheiben frittierte Aubergine
Paprika-Harissa-Joghurt
Granatapfelzwiebeln

Zusammengesetzt hatte ich ihn in dieser Reihenfolge, das steht nachkochenden Personen aber natürlich  vollkommen frei: Auf die untere Hälfte des aufgeschnittenen Fladenbrotes eine ordentliche Portion vom angerührten Joghurt, dann die gebratene Scheibe Halloumi, darauf wieder etwas Joghurt, 2-3 Scheiben frittierte Auberginen, gekrönt von einem großen Löffel mit Granatapfelzwiebeln, bevor der mit etwas Joghurt eingestrichene Deckel aufgesetzt wird. Im Nachfolgenden jetzt die einzelnen Rezepte.

Orientalischer veggie Burger mit Halloumi, frittierten Auberginen und karamellisierten Zwiebeln mit Granatapfelsirup

Rezept für Granatapfelzwiebeln

2 große Zwiebeln
1,5 EL Granatapfelsirup*
1 EL Akazienhonig
Meersalz (fein) & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
neutrales Öl zum Braten

Zubereitung

  • Zwiebeln putzen, halbieren und in Streifen schneiden.
  • Öl in der einer kleinen Pfanne erhitzen und auf mittlerer Hitze und unter Rühren die Zwiebelstreifen darin langsam braten und zusammenschmurgeln lassen. Zwiebeln sind von Natur aus erstaunlich süß und enthalten Zucker. Durch das langsame Braten, bis sie braun und ungefähr auf 1/4 bis 1/3 eingebrutzelt sind, kommt die Süße gut heraus und der ihnen eigene Zucker karamellisiert. Aber Achtung! Nicht schwarz braten!
  • Salz und Pfeffer hinzu geben. Honig und Granatapfelsirup unterrühren. Kurz aufkochen lassen und dann sofort von der Hitze nehmen. Abschmecken und in ein Schälchen zur späteren Benutzung füllen.

 

Rezept für frittierte Auberginen

Milch
1 große Aubergine
4 EL Weizenmehl
1/2 TL Meersalz (fein)
1/2 TL Baharat* oder Madras Curry*
neutrales Öl zum Ausbraten

Zubereitung

  • Die Aubergine circa 8 Stunden im Voraus schälen, in 1 cm dicke Scheiben schneiden, diese in einen dichten Behälter geben und mit der Milch aufgießen. Darauf achten: Die Scheiben müssen alle von Milch umhüllt sein und schwimmen gut. Ich gebe meist noch einen kleinen Teller oder ein Schälchen obendrauf und verschließe dann, damit sie wirklich unter die Milch gedrückt sind.
  • Eine kleine, tiefe Pfanne mit Öl darin erhitzen. Die Auberginen sollten wie ein Schnitzel schwimmend ausgebacken werden.
  • Mit einer Gabel jeweils eine Auberginenscheibe aus der Milch nehmen, etwas abtropfen lassen und in einer Schale mit dem mit Gewürzen vermengten Mehl gut von allen Seiten mehlieren.
  • Überzähliges Mehl abschütteln und die Scheibe vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen. Von beiden Seiten goldbraun frittieren.
  • Auf einem mit Küchenkrepp ausgelegten Teller abtropfen lassen.

 

Rezept für Paprika-Harissa-Joghurt (Burgersauce)

150 g griechischer Joghurt
100 g Paprikamark* (mild)
1/2 TL Meersalz (fein)
1/4 TL Currypulver
5 g Honig
Harissa* nach Geschmack

Zubereitung

  • Alle Zutaten in einer Schale miteinander verrühren.

Veggie Burger mit Halloumi, frittierten Auberginen und karamellisierten Zwiebeln mit Granatapfelsirup

Viele weitere Burger-Rezepte

Über ein Jahr ist es her, dass ich bei  "All you need is..." teilgenommen habe, damals hatte ich mit "Tepsi" ein arabisches Gericht Blechgericht mit Lammfleisch und Tamarindensauce zubereitet.  Bei diesem Blogevent wird einmal im Monat ein Thema gestellt, zu dem man dann entsprechend kocht und wo die Teilnehmer_innen sich dann gegenseitig verlinken und ein thematisches Rezeptnetz schaffen. Wer also keine Lust mehr auf 08/15-Hamburger hat, kann sich in dieser Übersicht ganz viel köstliche Inspiration für viele tolle Rezepte für Burger holen!

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Küchentraum & Purzelbaum Grünkern Burger mit Frühlingsbuns

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Mein wunderbares Chaos Pulled Lamb Burger mit Bärlauch-Chimichurri

Cakes, Cookies and more Eggs Florentine Burger

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Kochen mit Diana Farm Burger

 

 

* Werbung. Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine geringe Vergütung. Danke!

Orientalische Gewürzpost

Es ist schon ein paar Wochen her, da wurde ich von dem Inhaber des  Gewürz- und Teehandels Anna Luise gefragt, ob ich gerne etwas aus ihrem Sortiment testen würde. Nach einem längeren Blick auf die Seite und einem netten Mailwechsel mochte ich, und traf meine Auswahl. Ich hatte mich für drei verschiedene Gewürzmischungen und zwei Teesorten entschieden. Kurz darauf bekam ich dann auch schon ein Päckchen wohlriechendem Inhalt, zusätzlich lagen auch noch einige kleinere Proben bei.

Wie man sieht (und der Shop Anna Luise legt hier ja auch seinen Schwerpunkt), habe ich mich für Gewürze und Tees aus dem orientalischen Raum entschieden.  Kleine Nebeninfo für Lebensmittelallergiker:  Alle Gewürzmischungen sind laut Webseite ohne Glutamat, Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder künstliche Aromen.

Gewürzmischungen

Baharat - Da war ich sehr skeptisch wegen dem ungewöhnlich hohen Basilikumanteil und wurde dann sehr positiv überrascht. Ich verwende sonst
beim Kochen nie getrockneten Basilikum, die leicht dumpfe Note passte aber perfekt zu meinen Kochplänen. Ich habe mit dem arabischen Gewürz (von dem jede arabische Köchin wohl ihre eigene Variante zu mischen versteht, Baharat heißt übersetzt auch nichts anderes als "Gewürz")  inzwischen  schon mehrfach einen großen Börek (Fleischpastete) mit Yufkateig, Pinienkernen, Zimt und getrockneten Sultaninen gemacht und die war einfach immer göttlich. Wurde auch schon wegen dem Rezept bekniet, ich denke das spricht für sich. (Ja, das Rezept taucht hier demnächst auch noch auf.)

Za'tar - Das hatte es etwas schwer bei mir. Ich weiß, dass das syrische Original eigentlich aus einer besonderen Thymianart besteht. Kann man
hier nicht bekommen, ist ja auch kein Problem. Aber ich kenne es auch eher mit etwas mehr Sumak und teilweise gemahlener/gerösteter Sesamsaat. Vielleicht ist der direkte Vergleich etwas unfair, weil ich frischen Zatar aus Damaskus (Mitbringsel der syrischen Lieblingsnachbarin) zum Vergleich hier liegen habe.  Allein bei der Optik ist der Unterschied halt schon riesig, das syrische Original ist viel feiner ausgemahlen und geschmacksintensiver.  Hier ist alles im Ganzen, das Gewürz ist aber dennoch lecker. Ich habe es einfach als Brotgewürz im Teig, beim Backen von Kastenweißbrot verwendet, funktionierte super. Gibt einen aromatischen, herzhaften, runden Geschmack, ohne zu aufdringlich zu sein.

Grüner Curry - Duftet beim Öffnen sehr schön kräuterig und stark Dill-lastig. Wurde zu einer Gemüse- Hühnerfleisch-Pfanne mit Kokosnussmilch und Udonnudeln getestet und war da leider von der Würzkraft her für mich zu zurückhaltend. Das grüne Curry war lecker, aber für diese Zubereitungsart einfach zu mild, so dass es geschmacklich dezent von der Kokosnussmilch erschlagen wurde. Ich nehme an, dass es zu einem frischen Gurkensalat oder bei einem gekräuterten Rührei einfach besser zur Geltung kommen würde.

Tees

Ägyptischer Schwarztee mit Minze - Ich liebe Minze. Ich liebe Schwarztee. Dennoch ist diese Mischung nicht wirklich mein Fall. Mein Mann findet ihn aber aber absolut genial und ist emsig dabei, das Teepaket leer zu trinken. Man muss dazu aber sagen, dass das wirklich nur rein an persönlicher Vorliebe liegt. Der Liebste steht auf erdigere, kräftige Teesorten wie Assam usw. - mich findet man eher beim blumig-leichten Darjeeling. Es lag noch ein Probepäckchen Gunpowder/Minze bei, der wird wohl erfahrungsgemäß eher mein Ding sein.

Chocolate Chai - Leider etwas enttäuschend. Wir trinken oft und gerne Gewürzchai, haben auch schon selbst welchen gemischt, nach traditioneller Art gekocht und viele bekannte und unbekannte Marken durchprobiert. Ein Blick in die Tüte offenbarte allerdings, dass alle Zutaten unzerkleinert oder nur grob zerkleinert enthalten sind. Als mein Mann den Chai gemäß Packungsanweisung aufbrühte, musste er erstmal das immense Bedürfnis überwinden, ihn nicht nochmal kurz in den Mörser zu werfen.  Wir wollten ihn eben unverfälscht ausprobieren, so schmeckt man aber im Grunde nur die  Kakaobohnenschalen und eine zarte Note von den Rosa Beeren heraus. Wir waren uns einhellig einig, dass der Tee bestimmt nicht schlecht ist und wahrscheinlich geschmacklich sehr davon profitierten würde, wenn er einfach feiner gemahlen bzw. beispielsweise die Kardamom-Samenkapseln aufgebrochen wären. Wird demnächst noch so ausprobiert.

Insgesamt finde ich die  Produkte qualitativ gut, ebenso die sehr schöne Aufmachung. Für mich scheint es stellenweise halt etwas am Mahlgrad zu hapern.  Gewürze und Getränke  zu bewerten und darüber zu berichten ist immer etwas schwer, da es ja wirklich subjektive Eindrücke und die persönliche geschmackliche Präferenz sind, die hier entscheidend zum tragen kommen. Es gibt eben nicht "die eine, einzigartige, total originale"  Gewürzmischung von Baharat oder Za'tar  und ein grünes Curry darf halt auch gerne mal mild-würzig sein.

Was ich - gesehen mit den Augen eines Kunden, der auch ein wenig auf den Geldbeutel achten muss - auch noch nett fand: Man kann die Gewürze entweder in einer schönen Metalldose erwerben, oder circa 50 % günstiger im Nachfüllbeutel/Aromabeutel. Wie ich beim Schreiben dieses Blogbeitrags zudem gerade auf der Webseite entdecke, werden inzwischen versandkostenfrei und für kleines Geld Probepakete mit sechs bis acht verschiedenen Gewürzmischungen/Tees angeboten. Das finde ich ne richtig nette Idee, so kann man sich mal quer durch alles hindurchschnuppern und -kochen  oder hat ein hübsches Geschenk für kochfreudige Freunde zur Hand.

Ich wünsche dem (ja noch recht neuen) Team von Anna Luise jedenfalls viel Erfolg, bedanke mich, dass ich mich mal quer durch ihre Auswahl testen durfte und hoffe, dass ihnen das Feedback hier bei ihrer Entwicklung hilft.