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Frischer Linsensalat mit Thunfisch [Werbung]

Schnell gemacht, landet dieser Linsensalat mit Thunfisch und frischem, knackigen Gemüse auf dem Tisch.

 

Sogar das hauseigene fünfjährige Kind isst diesen Salat (es hatte vor ein paar Monaten mal einen Fertigsalat in ähnlicher, aber deutlich matschigerer Machart gegessen, erstaunlicherweise gemocht und forderte seitdem die Geschmackskombination Linse/Thunfisch immer wieder ein), der mit viel frischem Gemüse, Thunfisch aus der Dose und einem schlichten Honig-Senf-Dressing daher kommt.

Beim Gemüse kann man natürlich variieren - keine Paprika, mehr Gurke, Tomate, vorgegarte, Gemüsestückchen wie Karotte, Rübchen oder sogar Blumenkohl kann ich mir auch gut darin vorstellen.
Die Menge reicht als Hauptakteur für 2-3 Personen als Abendessen, bei uns gibt es Butterstullen als Begleitung dazu. Wenn ihr den Linsensalat nur als Begleitung zum eigentlichen Hautgericht nutzt, dann reicht er sicherlich auch für mehr Portionen.

 

 

Vorgekochte Linsen aus der Dose

Ganz ehrlich? Dieser Salat entstand unter Zuhilfenahme von vorgegarten braunen Linsen aus der Dose. Gezielt gekauft hätte ich sie wahrscheinlich nie. Letztens gelangte so ein Objekt allerdings in diesen Haushalt und initiierte tatsächlich diesen schnell gemachten Salat - einfach deswegen, weil ich nur noch eine Dose öffnen und den Inhalt zu den frischen Zutaten geben musste, anstatt mich nochmal an den Herd zu stellen.

Vor ein paar Jahren hätte ich darüber vielleicht noch elitär und empört die Nase gerümpft und ein leicht beleidigtes "Das kann man doch ganz schnell selbst machen..." vor mich hin gemurmelt. Und ja, das geht sicherlich auch ganz schnell - falls eins dafür noch genug Zeit und Energie im Alltag übrig und gleichzeitig den Anspruch hat, seiner Familie ausgewogenes, selbstgekochtes Essen hinzustellen. Ein Kind, eine Pandemie und ziemlich viel Erschöpfung später sage ich: Warum eigentlich nicht?
Also ja, Verpackungswahnsinn, Geld und so weiter kommen mir da in den Kopf.  Kurzes nachlesen zum Thema Weißblechdosen zeigt aber, dass gerade die uns allen bekannte Konservendose (im Gegensatz zu anderen Verpackungsmaterialien, Glas wahrscheinlich ausgenommen) die Produkte nicht nur frisch hält, sondern auch zu fast 100 % recycelbar ist - und zwar immer und immer wieder.
Abgesehen davon: Ich nutze und schätze ja auch ohne großes Nachdenken Fisch, eingelegtes Obst und eingekochtes Gemüse wie Tomaten, Bohnen, (Kicher-)Erbsen und Mais aus der Dose - weil sie direkt als vorgekochte Zutat, ohne unangenehme weitere Zusatzstoffe, hinzugegeben werden können. Zusätzlich koche ich auch selbst saisonal Früchte und Gemüse ein. Der Blick in meine Vorratskammer, die eine Melange aus haltbarer Trockenware, selbst eingekochten Köstlichkeiten und einem vollen Regalbrett mit allerlei gekauften Dosen ist, gibt mir ein gutes und sicheres Gefühl.
Warum dann diese unlogische Abwehr? Was ich eigentlich sagen will: Nutzt, was ihr mögt und was euch das Überleben im Alltag erleichtert und die Hürden für eine einigermaßen ausbalancierte Ernährung senkt. Kein Foodshaming hier. Ich habe da anscheinend Barrieren im Kopf (und ich denke, ich bin damit nicht allein), bei denen es sich lohnt, sie ab und an mal zu hinterfragen.

 

 

Rezept für Linsensalat mit Thunfisch

250g vorgekochte Linsen (hier: Braune Linsen aus der Dose)
1 1/2 Paprika
1/2 Salatgurke
1 Dose Thunfisch ohne Öl, im eigenen Saft (150 g Abtropfgewicht)

Für das Dressing:

1 EL Olivenöl (15 ml)
1 EL + 1 TL Zitronensaft (20 ml)
2 TL Honig (flüssig, hier: milder Akazienhonig)
2 TL getrocknete Salatkräuter (alternativ: frische Kräuter wie Schnittlauch, Dill, Petersilie)
1/2 TL Senf
Meersalz (fein)
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Die abgekühlten, vorgekochten Linsen oder Linsen aus der Dose in eine Salatschüssel geben.

 

  • Gurke schälen und fein würfen, Paprika putzen und fein würfeln.

 

  • Das geschnittene Gemüse zusammen mit dem abgetropftem Thunfisch zu den Linsen geben.

 

  • Die Zutaten für das Dressing in ein kleines Schraubglas geben. Die Zugabe von Salz richtet sich nach eurem Empfinden und dem zugegebenen Gemüse und ob bspw. die Linsen mit oder ohne Salz gekocht wurden. Von einem Viertel Teelöffel bis zu einem ganzen ist hier eine große Varianz möglich. Tastet euch leicht heran. Wenn ihr das Dressing pur probiert, sollte es etwas übersalzen schmecken.

 

  • Den Deckel aufsetzen, gut verschließen und das Honig-Senf-Dressing schütteln. Dank Senf und Honig als Emulgatoren verbindet sich alles zu einer einheitlichen Sauce.

 

  • Das Dressing über den vorbereiteten Salat geben und alles gut vermischen. Abschmecken und servieren.

 

Rezept für orientalische Süßkartoffel-Karottensuppe

Wenn meine Mama lesen würde, dass ich hier ein Rezept für Möhrensuppe veröffentliche - sie würde wahrscheinlich anfangen Schneeflöckchen in der Hölle zu zählen. Oder spöttisch (und mit stark sächsischem Einschlag) sagen: "DAS gibt's doch wohl nich!".

Rezept für Möhrensuppe mit Süßkartoffeln

Karottensuppe für Karottensuppenhasser/innen

Ich hasse nämlich Karotten- bzw. Möhrensuppe. Inniglich. Schon immer. Und es gibt einen äußerst ... uhm... unschönen Vorfall aus meiner Kindheit an dem ein garstiger Möhreneintopf, eine Häkelnadel (Stärke 2,5 - für die Handarbeitsinteressierten), eine Walnuss und letztendlich ein Krankenhaus beteiligt waren. Mehr sage ich dazu nicht und breite den gehäkelten Mantel des Schweigens darüber. Aber ja, so stark war meine Abneigung gegen dieses gekochte Produkt. Und mit Häkelnadeln bin ich trotz Faserleidenschaft und den Spinn-Workshops, die ich hier in Berlin gebe, immer noch nicht warm geworden. Warum nur. 😉

Nun bin ich ja älter geworden, unglaublich vieeel weiser (wehe jemand lacht!), habe einen ebenfalls gekochte Karotten hassenden Mann getroffen, mit ihm einen Ableger produziert (das Kind mag Karottenstücke genau so wenig wie wir, dafür isst es problemlos Pastinake. Bäääh.). Inzwischen habe ich mich vielen Lebensmitteln angenähert, die ich vor Jahren noch nicht mal mit spitzen Fingern angerührt hätte - gekochte Paprika gehört dazu, ebenso zum Beispiel Auberginen oder bestimmte Sorten Hülsenfrüchte.
Und immer wieder kristallisierte sich dabei eine Erkenntnis heraus: Ich mag diese Lebensmittel eigentlich. Die große Liebe scheiterte bisher nur immer an der falschen Zubereitungsart. Denn es ist eigentlich oft weniger der Geschmack als die Konsistenz, die zur absoluten Antipathie führten.

Vegane Möhrensuppe mit Süßkartoffeln

Als letztens also wieder ein Versponnener Salon anstand und mich plötzlich die irritierende Lust nach Karottensuppe überfiel, gab ich dem also nach, um eine karottensuppenhasser/innentaugliche Version im magischen Kessel brodeln zu lassen. Das Ergebnis war so lecker und glüht in dieser kalten, dunklen Jahreszeit so gut durch, dass a) der ganze große Topf leergefuttert wurde und b) ich (!) mit einem Löffel den Rest aus dem Topf kratzte. Ich hatte nämlich kaum was abbekommen.
Ohne es darauf groß angelegt zu haben, ist diese Suppe zufällig vegan und und glutenfrei - klar es ist ja ne Gemüsesuppe. (Obwohl.. so klar auch nicht, bei dem, was die Industri teilweise in ihren Suppen versenkt....) Wer mag, kann noch einen Klecks Sahne auf dem Teller hineinrühren. Diese  Möhrensuppe ist also saugut, schon partyerprobt und hat den unschlagbaren Vorteil, dass ziemlich viele Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen oder -unverträglichkeiten sie problemlos essen können.

Orientalisch deswegen, weil  hier nicht nur ein paar Süßkartoffel- und Möhrenbrocken unlustig mit Salz und Pfeffer im Wasser dümpeln, sondern ein paar Gewürze zum Einsatz kommen, die in Deutschland eher mit dem Orient assoziiert werden. Das Ergebnis ist eine süß-cremige und angenehm würzige Suppe, die in der kalten Jahreszeit richtig schön durchwärmt. Und wen jetzt die Suppenlust packt, ich hätte da noch Rezepte für asiatische Kartoffelsuppe (vegan mit Kokosmilch), Kartoffelcremesuppe (mit Speck & Zwiebeln), englische Spinatcremesuppe (mit Walnüssen und Parmesan), Fenchelcremesuppe , zweierlei Kürbissuppe (aus dem Topf und aus dem Ofen) und Hühnersuppe.

Rezept für Möhrensuppe mit Süßkartoffeln

Rezept für orientalische Süßkartoffel-Karottensuppe

900g Bio-Möhren (ungeputzt gewogen)
700g Süßkartoffeln (ungeputzt gewogen)
1 große Zwiebel
1,5 - 2 l Gemüsebrühe oder Wasser
0,5 - 0,75 l Orangensaft
2,5 TL Meersalz (fein)
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
1 TL Madras Curry
1/2 TL Ceylon Zimt*
Chilisauce nach Bedarf (Sriracha oder zum Beispiel selbstgekochte Spicy Hot Sauce)
Öl
Sahne (optional)

Benötigtes Equipment: Großer Topf, Sparschäler, Gemüsemesser, Pürierstab*

Zubereitung

  • Zwiebel putzen, grob hacken und in einem großen Töpf mit etwas Öl anschwitzen bis sie glasig sind.
  • Die Karotten gründlich unter fließendem Wasser abschrubben, die Enden putzen, grob Stückeln und noch kurz bei den Zwiebeln mitgaren. Da es Biomöhren sind, habe ich es mir erspart sie noch extra zu schälen.
  • Die Süßkartoffeln schälen, grob stückeln und ebenfalls in den Topf geben.
  • Mit 1,5 l der Brühe oder dem Wasser ablöschen, Orangensaft hinzu gießen und zum Kochen bringen.
  • Bei mittlerer Temperatur mit Deckel alles gar kochen, bis Süßkarftoffeln und Möhren schön weich sind.
  • Den Pürierstab zücken und alles fein pürieren, Gewürze und Chilisauce ebenfalls untermixen und etwas durchziehen lassen. Abschmecken.
  • Falls die Suppe jetzt zu dick ist, kann man nun noch mit der restlichen Brühe und dem  Orangensaft die Konsistenz nachkorrigieren. Achtung: Dann eventuell ein wenig nachwürzen und nochmals kurz aufkochen lassen.
  • Optional: Einen Klecks Sahne auf dem Teller in der Süßkartoffel-Karottensuppe versenken. Mhhhjam!

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Wintergemüse: Rezept für Apfelrotkohl wie bei Mama

Gut,  die Bezeichnung Lagergemüse wäre eigentlich treffender. Denn da ist gerade Hochsaison für den Kohl. Die diversen Kohlsorten sind  ja durch die Lagerhaltung gerade geradezu klassisches Wintergemüse. Rotkohl kennt irgendwie jeder und fast ebenso viele haben Kohl in dieser sehr traditionellen Zubereitung schon mal gegessen.OLYMPUS DIGITAL CAMERAEinige verziehen schon beim Gedanken an Kohl die Nase, bei anderen flammt spontan der ganze Weihnachtsgans- oder Entenbratenfilm auf. (Bei mir übrigens ebenfalls.)  Dabei ist dieses süß-saure Gemüse  bestimmt auch eine schöne Beilage für nicht ganz so schwere Genüsse oder zu vegetarischen Gerichten. Aber was ich interessant fand: Auch in Familien, wo sowas Klassisches regelmäßig gegessen wird, wird oft zum fertiggekochten Rotkohl aus dem Glas oder aus der Tüte gegriffen.

Selbstgekochter Apfel-Rotkohl:
Zeit & Aufmerksamkeit als besondere Zutat

Und ja, selbstgekochter (Apfel-)Rotkohl benötigt seine Zeit und stetige liebevolle Aufmerksamkeit, aber das Kochen ist nun wirklich kein Hexenwerk, vor dem es sich zu fürchten lohnt. Franzi zählte letztens in ihrem Blog Zubereitungen für Wintergemüse auf, ein Grund, die auf der Festplatte vor sich hin schlummernden Bilder (und hey: sogar in einer selbstgetöpferten Schale!) doch mal rauszufischen und diesen simplen Klassiker aufzuschreiben.OLYMPUS DIGITAL CAMERAAn sich ist nichts Besonderes an dem Rezept. Es ist nicht sonderlich elegant und raffiniert. Es kommt ohne exotische Zutaten oder vorgekochte Konfitüren aus - und gerade das mag ich daran. Dieses Apfelrotkraut ist einfach  angenehm bodenständig und geerdet. Wenn ich das zubereite, dann sehe ich gedanklich meine Mama in der Küche stehen und mit dem sauscharfen uralten Brotmesser von Hand das Kraut runterschneiden. Es steht gedanklich bei mir auf einer Stufe mit - in der Erinnerung honigfarben gestrichenen - gemeinsamen Familiensonntagsessen.

Meine Geheimzutat (und ich höre euch alle schon schreien: Datt nehm ick höchstens zum Putzen! Oder Wolle färben!) für das Rotkraut ist übrigens Essigessenz. Lacht nicht. Ist so. Auch wenn's peinlich  ist. Ich hab es für euch extra mit anderen Säuerungsmethoden ausprobiert. Irgendwie... also irgendwie... nä. Passt halt dann für mich nicht so ganz. Für euch habe ich jetzt die Alternative eingetragen Ist wahrscheinlich wie mit den Foodblogger*innen, die heimlich die gelbrote Würzsauce im Schrank stehen haben.  😉

Apfelrotkraut-bsOh. Und nicht vergessen: Apfelrotkraut wird besser, wenn es nochmal aufgewärmt wird. Am Vortag in Ruhe stressfrei gekocht, ist er am nächsten Tag perfekt durchgezogen. Und da man da ja meist größere Portionen zubereitet, friere ich immer einen Teil portioniert ein.

Rezept für Apfelrotkohl

1 kleiner Rotkohl (1,3 Kg ungeputzt, circa 1,1 Kg geputzt)
2 große Boskop-Äpfel
2 mittelgroße Zwiebeln
4 cl Weißweinessig (oder ein paar Spritzer Essigessenz)
4-6 TL Meersalz (nach und nach Zugeben und Abschmecken)
1,5 EL Zucker
4-6 Gewürznelken (im Ganzen)
4 Wachholderbeeren (angequetscht)
Pfeffer (schwarz, grün & rot - frisch gemahlen)
neutrales Öl oder eine ordentliche Portion Gänseschmalz
Wasser

Zubereitung

  • Den geputzten Rotkohl entweder mit einem scharfen Messer von Hand in feine Streifen schneiden (Tipp: Wer nicht auf violette Hände steht, sollte  Einweghandschuhen in Betracht ziehen.) oder durch den Schnitzler einer Küchenmaschine laufen lassen.
  • In einem großen Topf reichlich von dem Fett erhitzen und die geputzten und geschnittenen Zwiebeln darin kräftig anbraten.
  • Das Kraut in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser waschen. Nicht total abtropfen lassen, sondern das Rotkraut noch feucht in Etappen zu den angebratenen Zwiebeln geben. Immer wieder umrühren und zwischendrin salzen. Evtl. etwas Wasser dazu geben.
  • Nelken, Wachholderbeeren, etwas Pfeffer und die gewaschenen, geputzten  und in Stücke geschnittenen Äpfel dazu geben und unterheben.
  • Kontrollieren, ob genug Flüssigkeit vorhanden ist (Rotkohl brennt leich an), Deckel drauf, Hitze runterschalten, so dass das Kraut für ein bis anderthalb Stunden leise vor sich hin köchelt.  Zwischendrin wiederholt kontrollieren und umrühren.
  • Ist das Rotkraut gar, Zucker und Essig dazu geben, etwas durchziehen lassen, abschmecken.

Köstliches für Auberginenhasser: Gebratene Auberginen mit Thymian und Honig

Auberginen können richtig lecker sein. Klingt unglaubwürdig, ist aber so. Und wie immer ist die Zubereitungsart ausschlaggebend. Auberginen kannte ich in meiner Kindheit in drei Arten: 1. als fetttriefende, gebratene Scheiben 2. als Baba Ganoush (lecker!) 3. im Dolma (gefüllt mit Reis - ebenfalls lecker).

gebratene Auberginen

Interessanterweise kann ich mich nicht an Badinghan (Auberginen) in Tomatensauce erinnern. Dabei wird - meiner persönlichen Erfahrung nach - im orientalischen Raum so ziemlich fast alles irgendwann in Tomatensauce ertränkt. Nummer zwei und drei aß ich jedenfalls, ansonsten strafte ich Auberginen meist mit relativer Nichtachtung.

Aber (war klar, dass das kommt, oder?), wie bei so vielen anderen Zutaten, die ich im Laufe der letzten Jahre lieben gelernt habe, kommt es mal wieder einzig und allein auf die Art der Zubereitung an. 😉 Dieses Rezept für gebratene Auberginen, das ich letztes Jahr bei A Spicy Perspective entdeckte, sah so verführerisch aus, dass ich es einfach ausprobieren musste. Seitdem gehört es - erstaunlicherweise  - mit zu den beliebtesten Rezepten hier im Haushalt.

Auberginen mit Honig und Thymian

Auberginen-Rezept für Auberginenhasser*innen

Ich liebe dieses Gericht einfach, ich brauche da auch keine anderen Beilagen dazu. Die Süße des Honigs, das Meersalz und die Aromastoffe des Thymian gehen hier eine köstliche Verbindung mit goldbraun gebratenen Auberginenscheiben ein, deren Textur im Innern eher cremig und einfach suchterzeugend genial ist. Oder wie es der absolut auberginenhassende Gatte (der sie davor in keiner Form angerührt hat) formulierte: "Leckere Auberginen - dass ich das mal sagen würde, ist auch ein Wunder biblischen Ausmaßes"

Die Auberginen werden einige Stunden in Milch eingelegt, angeblich soll das  Bitterstoffe (die ja inzwischen eigentlich herausgezüchtet sind) entfernen und dafür sorgen, dass sie keine schwammartige Konsistenz mehr haben. Letztere ist auf keinen Fall vorhanden, ich muss allerdings mal einen Testlauf mit unmarinierten Auberginen im direkten Vergleich machen. Meiner Theorie nach nehmen die in Milch gebadeten Gemüsescheiben auch etwas weniger Fett auf. Aber das ist wirklich blankes Spekulieren.

Fried eggplant

Ob diese Speise Wegbereiter ist? Inzwischen  haben jedenfalls auch einige andere Auberginengerichte bei uns Anklang gefunden und wurden mit gezückten Gabeln empfangen. Zwei von drei Auberginenhasser wurden hierdurch jedenfalls bekehrt.

Die Mengenangaben sind wieder lose gehalten. Man kann die Badinghan so als vegetarisches Hauptgericht essen oder als mediterrane Antipasti mit anderen Dingen reichen. Eine mittlere Aubergine ist mit ein paar Beilagen ein gutes Abendessen für zwei. Zwei große Auberginen reichen allein für zwei Personen und sorgen dafür, dass man sich nur noch vollgefressen aufs Sofa rollen will. Eine kleine Aubergine... na ihr versteht schon. 😉

Auberginenscheiben - paniert, gebraten und mit Honig & Thymian

Rezept für gebratene Auberginen mit Thymian und Honig

1 Aubergine
Milch
Mehl
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer & roter Pfeffer
frischer Thymian
Honig (bei uns: Bio-Akazienhonig)
neutrales Öl oder Olivenöl zum Ausbraten

Zubereitung

  • Tags zuvor oder morgens die Aubergine schälen und in circa 1 cm breite Scheiben schneiden.
  • In eine Dose geben, mit Milch auffüllen. Darauf achten, dass alle Auberginenscheiben bedeckt sind. Ich lege meist umgekehrt einen kleinen Teller darauf bevor ich den Deckel schließe, damit die zum Schwimmen neigenden kleinen Schwämmchen Auberginenscheiben wirklich komplett bedeckt sind.
  • Dose gut verschlossen in den Kühlschrank stellen und bis zum Abendessen vergessen.
  • In einem tiefen Teller Mehl mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer vermengen.
  • Die in Milch marinierten Scheiben abtropfen lassen, gründlich von allen Seiten mehlieren, überschüssiges Mehl sanft abschlagen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in Öl goldbraun ausbacken.
  • Auf Küchenkrepp geben, so dass das Bratfett ein wenig abtropfen kann.
  • Wenn alles gebraten ist, auf einem Teller arrangieren, Honig darüberträufeln, Thymian zupfen, darüber streuen und servieren.

Montags- ähm… Dienstagskrümel

Nata sammelt die Krümel vom Wochenende auf und stellt ein paar Fragen zu Koch- und Kaufverhalten. Ich gestehe, ich mache in der Regel keine Wochen-Essenspläne. Dazu ändert sich meine Esslust am selbigen Tag einfach zu oft. Manchmal gelingt es mir aber wiederum. Ich bin also eine Gemischtkäuferin und fülle die Lücke zwischen Langzeitplanung und Spontankäufen aus.  Wir machen uns eher am Wochenanfang so grobe Pläne, was wir im Laufe der nächsten Tage essen wollen.
Was mich dabei freut? Wenn ich noch etwas sparsam weiterverwerten oder meine sorgsam gehorteten und gehüteten Vorräte in den Speiseplan einbauen kann.

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1. Der Geschmack vom Wochenende?

Da an diesem Wochenende wieder Spinntreffen bei mir war und wir da immer ein gemeinsames Buffet erstellen, hatte das Wochenende den Geschmack von Gries-Halva mit gerösteten Mandeln, selbstgemachtem Bienenstich, eimerweise Obstsalat (zwei Leute brachten jeweils halbe Gebirge davon mit), Nudelsalat, kusprigem Brot und einem riesigen Topf voll englischer Spinatcremesuppe.

2. Und die Reste?

Die Spinatcremesuppe hat uns auch am Sonntag begleitet - zusammen mit etwas Brot und Weinbergschnecken als Vorspeise. Der Rest wanderte ins Tiefkühlfach und ging an die syrische Lieblingsnachbarin. Die anderen Lebensmittelreste wurden aufgefressen/verteilt/waren nicht zu retten. Brot siehe unten.

3. Was kannst Du weiter verwenden?

Vom Roggenbrot ist noch ein ordentliches Stück übrig, das wird gerade zum Teil gefrühstückt. Ein anderer Teil davon wird aber wahrscheinlich in Scheiben geschnitten, aus denen ich mit einem Glas ein Loch austanze. Dann wird das Brot mit Butter etwas in der Pfanne aufgebraten, bevor ein Ei in die Aussparung hineinwandert. Oder ich mache direkt Arme Ritter. Auf jeden Fall gibt es noch frisches Gemüse oder einen Salat dazu.

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4. Was muss entsorgt werden?  

Ich habe immer leere Gläser zum Mitgeben von Goodiebags da, aber es war auch danach noch so viel Obstsalat übrig, dass wir den Rest leider entsorgen mussten. Tat mir in der Seele weh, aber ging wirklich nicht anders.

5. Wonach schmeckt die nächste Woche?

Die  nächste/diese Woche schmeckt definitiv nach gebratenen Auberginen, Joghurt, Scotch Eggs, (hoffentlich bald) reifen Avocados, Ranch Dressing und - wie sollte es anders - Erdbeeren. Oh. Und Schokolade natürlich. Wie konnte ich die vergessen?!

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