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Mit Bücherhunger auf ins neue Jahr! Lesehungrig No. 6

Diesmal bin ich relativ fix mit der Zusammenfassung dabei. Im letzten Quartal von 2014, das uns immerhin schon das sechste, lesebessene und bücherverschlingende kulinarische Dauerevent bescherte, kamen fünf Beiträge zusammen.

Lesehungrig No.6 - der bibliophil-kulinarische Dauerevent

In der doch relativ  stressigen Weihnachtszeit, in der (Food-)Blogger/innen ja meist alle Hände voll zu tun haben, hatte ich das eigentlich gar nicht erwartet und mehr mit so einem halben Beteiligungskoma gerechnet. Umso mehr freue ich mich, dass wir tatsächlich mehr als zwei Leute waren und ich euch so wieder einen kleinen aber schönen und vor allem lesenswerten Querschnitt durch die Welt der Literatur servieren kann. Ich bedanke mich wieder bei allen Teilnehmer/innen für ihre Kreativität und wünsche euch viel Freude mit den von ihnen vorgestellten Büchern und den daraus entstandenen köstlichen Rezepten,

eure Shermin

Sansa's Lemon Cakes "Winter is coming!" trifft in diesem Jahr zwar nicht so ganz auf unsere Breitengrade zu, dennoch gibt es mal wieder ein Rezept, das an die geniale Buchserie "Das Lied von Eis und Feuer"* (oder legt euch für nur 1/4 des Preises direkt die englische Komplettbox von Game of Thrones* zu) von George R. R. Martin  angelehnt ist. Die liebe Venda, die übrigens Trekkie ist und einen Tribble plus ein Klingonischwörterbuch vorweisen kann (ich erhöhe übrigens auf einen Tribble, zwei Klingonischwörterbücher und nen Star Trek Classics Communicator), erzählt von ihrer Begegnung mit diesem speziellen Universum (Gewalt, Loyalität, Intrigen, Liebe, Sex, Heldenmut, Religionswahn, Mord, Drachen und jede Menge Spannung) und hat sich für Sansa's Lemon Cakes entschieden. Superlecker sehen diese Lemon Tartelettes aus. Gedanklich bin ich übrigens vor über einem Jahr in eine sehr ähnliche Ecke gewandert und klebe deswegen noch den Link zu meiner Interpretation von Sansas Zitronenkuchen dran.
 Carob-Brownies Ulrike bäckt süße Carob-Brownies mit Carob-Frischkäse-Icing und erzählt von ihrem Urlaub auf Malta, wo ihr auf Schritt und Tritt Johannisbrotbäume begegneten. Einer der Namensgebunslegenden nach, soll sich Johannes der Täufer von den Hülsenfrüchten des Baumes während seines Aufenthaltes in der Wüste ernährt haben. Eine andere Bezeichnung ist übrigens "Karobbaum" - wieder was dazu gelernt. Mir war nicht bewusst, dass das in meinem Küchenschrank wohnende, bisher schändlich nichtbeachtete Carobpulver aus dem Fleisch der Johannisbrotbaumfrüchte besteht. Das Brownie-Rezept gehört zur  Kriminalgeschichte "Cold Turkey" von Gabriele Wolff aus dem Buch "Mord zwischen Messer & Gabel: 34 Krimis, 99 Rezepte"* (ein wunderbar selbsterklärender Titel), das  Kurzkrimis von vielen Autoren rund um die Welt enthält.
 Russisches Schwarzbrot à la Ken Follets Jahrhundert-Trilogie Ninive erzählt von einem Familientreffen, das ihr erst so richtig bewusst gemacht hat, wie stark der 1. & 2. Weltkrieg/der kalte Krieg/der Mauerfall Lebensgeschichten beeinflusst hat und auch heute noch Auswirkungen auf uns hat. Ein großes Thema, aber sie bringt auch nicht nur nur eines, sondern gleich drei Bücher mit, indem sie die Jahrhundert-Trilogie von Ken Follet (Band 1:"Sturz der Titanen"*, Band 2: "Winter der Welt"*, Band 3: "Kinder der Freiheit"*) vorstelle. Der erste Roman der Saga setzt am Vorabend des 1. Weltkrieges ein und Ninive zufolge soll Ken Follet mit seinen Worten die unterschiedlichen Blickwinkel und das damals jeweils herrschende politische Klima sehr lebensnah heraufbeschwören. Und weil es in allen dreien der schon mehrfach von ihr verschlungenen Bände vorkommt, bäckt sie russisches Schwarzbrot.
 Schokoladencreme gegen Heimweh Auch die Gourmandise ist in diesem Quartal wieder mit dabei gewesen und kredenzt ein verführerisches Schokoladenrezept mit dem etwas ungewöhnlichen Namen "Omamas Crème Chocolat". Die Bezeichnung erklärt sich aber schon aus dem Titel des Stücks kulinarischer Literatur, das hier vorgestellt wird - in "La Dolce Vita: Meine Familie und ihre Schokoladen-Rezepte"* von Isabel Coe geht es um ihre eigene Familie - na gut vornehmlich um ihre weiblichen Ahninnen (Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Autorin) und deren Lebenswege und schokoladigen Rezepte, die sie  durch alle möglichen Länder begleiteten. Isabel Coes Großmutter stammte nämlich ursprünglich aus einer wohlhabenden Schweizer Familie und zog der Liebe wegen nach Italien, wo sie ihr Heimweh mit den Kochrezepten ihrer Mutter beizukommen versuchte. Tochter und Enkelin verschlug es dann wiederum in andere Gegenden auf dem Erdball, aber immer dabei: die Rezepte.
 Butterbier wie bei Harry Potter Meiner Feder ist in diesem Quartal ebenfalls wieder ein Rezept entsprungen, das an eine der bekanntesten modernen (Jugend-)Buchserien der Welt angelehnt ist: Butterbier!
Wahrscheinlich muss ich die siebenteilige Buchserie um den Zauberlehrling Harry Potter* von J.K. Rowling niemandem mehr wirklich erklären. Harry ist ein Waisenjunge, der bei seiner ungeliebten Tante und deren Familie aufwächst, bis er an seinem elften Geburtstag erfährt, dass er ein Zauberer ist und auf ein Internat für Magier gehen darf. Hier erfährt er zum ersten Mal richtige Freundschaft (mit Ron und Hermione) und lernt auch die kulinarischen Seiten dieser Parallelwelt kennen. Unter anderem wird da eben gerne mal ein köstliches Butterbier getrunken - was mir als Butterliebhaberin sehr entgegen kommt. Ich lese gerade nochmal alle Bände von Anfang an - es ist wirklich faszinierend, wie sich die Bücher auch charakterlich verändern und entwickeln, je älter Harry wird und je bedrohlicher seine Welt wird.

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Review: Berlin Food Night 2013

Gestern war ich bei der Berlin Food Night, Thema: "Junk Food". Die Kommunikation im Vorfeld war wirklich supernett und locker, auch wenn man sich etwas geheimnisvoll gab. Nettes Essen, bekannte und unbekannte Gesichter sehen. Neue Konzepte kennenlernen. Netzwerken. Klingt doch nett?

BerlinFoodNight-sAber irgendwie kam es dann doch etwas anders. Ich hatte es schon sanft geahnt, als ich versuchte mehr über die Location herauszubekommen. Alt Stralau 4,  die alte Teppichfabrik. Als wir ankamen war mein erster Eindruck der von Menschen. Vielen Menschen. Die Schlange vor der Akkreditierung schrumpfte aber schnell dahin. Die Servicekräfte  (teils im Stewardessen-Look, da Lufthansa mit Sponsor war) waren durch die Bank weg sehr freundlich und machten einen hervorragenden Job. Kurz darauf fanden wir uns in einer alten Fabrikhalle wieder.  Stylisch mit abblätternder Farbe. Dunkel mit roten und gelben Lichtinseln. Am Rand platziert ein paar gestapelte Holzpaletten mit Polstern, seltene Sitzplätze. Dazu Techno.

Der Rest: Hunderte von Menschen in betont lässigen schwarzen Klamotten, die sich an Champagner- und Weißweingläser klammerten, sich angeregt unterhielten oder verzweifelt versuchten bekannte Gesichter zu entdecken. Man feierte ein wenig sich selbst. Oder die Vorstellung von sich selbst. Euphorisch, mit vielen Menschen, die gewichtig mit den Köpfen nickten und sagten: "Ja! Ja! Genau das ist die Zukunft!!", während vorne Männer Reden hielten und mit der Technik kollidierten. Zwischendrin ab und an ein Mensch mit einem Bauchladen, der Fingerfood herumreichte. Da viel zu wenig Essen da war, kann ich nur über den ersten Gang urteilen: Mini-Nürnberger mit Senfdip im trockenen Brötchen. Schmeckte so, wie es klingt. Nichts, was mich von den Socken gehauen hat.

Berlin Food Night

Ob aus dem Konzept der Berlin Food Weekend/Week, die folgen soll, was wird: Ich weiß nicht. Ich glaub das kann wirklich schick werden. Das was ich trotz mangelhafter Technik, und zu vielen Leuten von den Plänen für 2014 und 2015 verstehen konnte, klang echt nett.

Und ja. Wir müssen besser essen. Mehr auf  Zutaten achten. Vielleicht nicht unbedingt Bio, aber gut produziert. Auch Wege, die erst nach und nach zu mir finden. Viel auch geldbedingt. Dieses Gewissen muss  man sich zum Teil nämlich auch erstmal leisten können. Von der Bereitschaft andere Wege einzuschlagen, ganz abgesehen. Und ich bin sicherlich keine absolute Musterschülerin.

Aber wenn ich in den Nachrichten höre, wie viele tausend Schweine allein im letzten Jahr wegen Arbeitspfusch lebendig in die Brühanlagen kamen, dann legt das Schnitzel in meiner Kehle bei dieser Vorstellung den Rückwärtsgang ein. Das Thema rennt bei mir offene Türen ein.

Gutes Essen bedeutet für mich allerdings auch Nahrungsmittel abseits von seltsamen Konservierungs-, Aroma- und sonstigen Zusatzstoffen. Zum Abschied gab es einen Goodie Bag. Da wir weit vor den Massen aufbrachen bekamen wir den noch. Inhalt: Ein Laib Brot vom Lieblingsbiobäcker, Pralinen von Lufthansa/Hachez (mit allerlei Milchproduktpülverchen drin) und die für Berlin wohl etwas klischeebehaftete obligatorische Currysauce, deren Zutatenliste dank Ketchup und Cola mich allerdings erschauern ließ. Das kann jeder am eigenen Herd besser und zusatzstoffärmer zusammenrühren und fällt - ebenso wie die Pralinen - für mich nicht unter nachhaltige oder bewusste Ernährung und Kochen.

Zur Abrundung noch ein paar Tweets des gestrigen Abends:


Fassen wir zusammen...

Pro: Nette Leute wiedergetroffen. Dank Peggy von Multikulinarisches auch andere neue Leute kennengelernt. Zum Beispiel Micha von Glut & Späne, (Nen lieben Gruß die Straße hier entlang. 😉 Hoffentlich schaffe ich es endlich mal, bei euch einzukaufen.), die Köpfe (sogar samt Baby) hinter Berliner Honig (das honiggewordene Heiligtum auf dem Frühstückstisch des Liebsten), Hendrick Haase und Valentina.

Kontra: Ich stand drei Stunden lang hungrig und ohne Sitzmöglichkeit in einer Location herum, die eher für eine Vernissage oder einen Rave geeignet gewesen wäre. Produkte, die mich im Gesamtkonzept nicht überzeugten. Mentales Stolpern über den Begriff "Junk Food". Größtes K.O.-Kriteriuem: Eine Food Night ohne ausreichend Food.

Fazit: Durchwachsen. Hat Potential, viele Kohle steckt dahinter, manchmal treibt das ja Kinderkrankheiten aus. Aber das Konzept des Abends war - bei aller hineingesteckter Liebe - undurchdacht. Das fängt bei zu vielen Menschen an und hört bei Produkten auf, die ich - aufgrund der verwendeten Inhaltsstoffe - nicht als gutes Essen bezeichnen würde. Ich bleibe gespannt.

Bibliophil-kulinarische Lesehunger gestillt? Event-Zusammenfassung & Gewinner/innen

Endlich komme ich dazu, die Zusammenfassung dieses Events fertig zu machen, bei dem so viele tolle Menschen mit so vielen genialen Büchern teilgenommen haben! Denn beim Lesehunger gibt es nicht nur in klassischer Kochblog-Event-Manier eine Menge neuer und spannender Gerichte zu entdecken, sondern gleichzeitig auch ganz viel neues Lesematerial - quer durch die Genres. Zugleich mit ihren Rezepten gewähren die Köchinnen und Köche den begierigen Lesern nämlich auch Einlass in ihre Fantasie, kochen und backen den Duft von bittersüßen Erinnerungen, lang vergessenen Freuden und unbeschwerter Tage nach.

Lesehunger-anders-b

Das Überziehen gehört ja fast ein wenig zum Charakter dieses Events. Erst habe ich ihn später starten müssen als gewollt und dann noch in die Verlängerung schicken müssen. 😉 Gut, dass es inzwischen soziale Netzwerke gibt, in denen man den Mut finden kann, sich über sowas auszutauschen. Noch besser, dass man dort das Feedback und die Unterstützung von anderen Foodbloggerinnen und -bloggern findet, die man in zweifelnden Situationen manchmal eben benötigt. Ende Mai, fünf Tage vor dem ursprünglichen Eventende, waren nur knapp fünf Beteiligungen von ganz lieben Bloggerkolleginnen eingegangen - und ich klapperte ein wenig mit den Zähnen. Im Austausch wurde dann klar, dass es wegen dem Umfang des Themas hauptsächlich an der Kürze der Zeit mangelte. Nach etwas Zögern habe ich dann doch verlängert und schon sprudelte es buchlastig-leckere Beteiligungen. Vielen Dank also fürs beharrliche Überreden.

Lesehunger! Ein bibliophil-kulinarische Blogevent

Da viele Fragen danach kamen und oft geäußert wurde, dass es schade wäre, wenn das Event nur einmalig wäre: Ja, der Lesehunger wird auf jeden Fall in ein Dauerevent umgewandelt und so weiterleben. Je nachdem wie viele Beteiligungen sich dann immer ansammeln, gibt es dann die Zusammenfassungen. Das Posting mit den zugehörigen Bannern folgt in den nächsten Tagen.

Und nun noch schnell zur Verlosung der drei Geburtstagsgeschenke:

1. Geschenk: Peter /Aus meinem Kochtopf
2. Geschenk: Friederike / Fliederbaum
3. Geschenk: Nele / Küchendelikte

Bitte meldet euch bei mir - sofern ihr nicht gerade noch im Spätsommerurlaub weilt - unter mjam[at]zauberkessel[dot]net mit eurer Adresse.

Jetzt aber los, ab zur Zusammenfassung. Über 25 Leute haben sich beteiligt - Wow. Und es sind wirklich so wunderbare Beiträge und Rezepte dabei. Die Artikel zu Zusammenfassungen werden ja erfahrungsgemäß recht wenig kommentiert, daher spende jetzt mal ne Runde Applaus, den habt ihr wirklich alle verdient. Danke, danke, danke fürs Mitmachen. Jedes Mal, wenn wieder eine Meldung über einen Beitrag kam, wurde mein glücklich-irres Grinsekatzengrinsen breiter. 😉

1-b Nesrin hat das Eis gebrochen und als erste versucht den Lesehunger zu stillen - lässt aber auch direkt ein wenig Weltbilder aufeinanderprallen. 🙂 Sie hat für ihren Beitrag ein frugales italienisches Mahl aus dem Buch "Eat Pray Love"* von Elizabeth Gilbert ausgewählt, das die Hauptfigur allein im Sonnenschein zu sich nimmt.
  2-b Bei Obst und Sushi gibt es vegetarische Zwiebelfuppe nach Art von Cohen dem Barbaren. Ja, richtig gelesen. Fuppe. Terry Pratchett und die genialen Scheibenweltromane* standen hierfür Pate. Der gute Cohen leidet unter fehlendem Gebiss, was die Suppe ...äh Fuppe erklärt. 😉 Tipp für alle, die neu in die Bücherreihe einsteigen wollen: Entweder im Original lesen oder noch schnell die Übersetzungen von Andreas Brandhorst zusammenraffen.
 3-b Ulrike - die ja vor kurzem eine neue URL bezogen hat - vom Blog Küchenlatein hat einen Vanillekuchen, der auf die wichtigen Dinge des Lebens verweist, aus dem Buch "Falscher Hase: Als Spionin bei den Spitzenköchen"* nachgebacken. Die Autorin Ruth Reichl er zählt darin von ihrem Leben als Gastro-Kritikerin. Das Buch klingt toll. Der Kuchen noch mehr. 🙂
 4-b Susanne Magentratzerl widmet sich mit Schalgham Bata (Rundkornreis mit Kohlrabi) der afghanischen Küche. Das Rezept für dieses - für uns ungewöhnliche - Gericht hat sie aus dem Buch "Tausend strahlende Sonnen
"* von Khaled Hosseini, in dem die Lebens- und Leidensgeschichte von zwei, an einen gewalttätigen Mann zwangsverheirateten, Frauen in Afghanistan erzählt wird.
 5-5b Ylva Zuckerwatte hat sich an dem Buch zu einem meiner Lieblingsfilme (das Buch ist natürlich auch toll), nämlich "Grüne Tomaten"* von Fannie Flagg orientiert und serviert einfach herrliche Fried green tomatoes (gebratene, grüne Tomaten) - sogar mit Geburtstagskerzen! Mjam. Diesen amerikanischen Südstaatenklassiker muss man einfach mal selbst gebraten und probiert haben. Towanda!
 6-b Ina Feinschmeckerle bäckt fantastisch-knusprig aussehendes Baguettebrot und denkt dabei an Bruno Chef de Police im Périgord, der in den Krimis* von Martin Walker ermittelt und einen Faible für gutes Essen und Wein hat. Hach. Man kann kann es fast riechen und knuspern hören. 🙂
 7-b Auch Petra vom Blog Foodfreak nimmt sich der Lesewelt des genialen Terry Pratchett (oder Pterry, wie er auch liebevoll von Fans genannt wird) an und greift zu dem Buch "Klonk!"*. Sie bereitet ein anbetungswürdiges (Hey - es ist Bacon!) Ankh-morpokianisches B.L.T.-Sandwich à la Sam Vimes zu. Alles wird eben besser mit genug Bacon! 😉
 8-b Hannah von lumi kuke wählt auch die kriminalistische Herangehensweise und versenkt ihren Toten, ähm... das köstliche Rinderherz, in Gedenken an Andreas Wagners Wein-Krimi "Herbstblut"* in blutrotem Wein, versehen mit einem Hauch dunkler Schokolade.
 9-b An neunter Stelle beteiligte sich Frau Zuckerwatte gleich nochmal am Event (zweimal konnte ja jeder, sie war aber diesmal die einzige tapfere kulinarische Kämpferin, die das auch durchzog) und serviert Kanincheneintopf des "Bemalten Mannes". Hier wurde viel historisch recherchiert, um ein möglichst echtes Ergebnis zu bekommen. Inspiriert wurde das Gericht von einer Fantasybuchreihe von Juliet Marillier*.
 10-b Peter nimmt sich in seinem Beitrag bekannter Kinderliteratur von der unvergleichlichen Astrid Lindgren vor, und reist mit Meisterdetektiv Kalle Blomquist* zu Großmummrichen und vanilliger Rhabarbergrütze in die Kindheit zurück.
 11-b Heike von Au nimmt uns mit dem Rauch französischer Zigaretten und dem Geschmack von Milchkaffee, Weißwein und verführerisch anmutenden frischgebackenen Croissants, mit zu einem bitterkalten Novembermorgen und zu ihrer (und jetzt auch meiner) Entdeckung von Herman Hesses "Knulp"*.
 12-b Sus vom CorumBlog nimmt übrigens mit der ersten Umsetzung aus dem Science Fiction-Genre teil. Sie hat sich des legendären Pangalaktischen Donnergurglers aus der einzigen fünfteiligen Trilogie in vier Bänden angenommen. Richtig - wir sind bei "Per Anhalter durch die Galaxis"* von Douglas Adams. Gut, dass sie dazu keine vogonische Dichtung serviert. Also trinken ... aber vorsichtig!
 13-b Bei German Abendbrot widmet sich Julia mit Lammfilet mit Kräuterkruste, Ofengemüse und Beurre rouge der köstlichen provencalischen Küche, beschwört die Kräfte von in der Sonne knisterndem Romsarin, träge gurrenden Ringeltauben und Aprikosenwörtern und setzt so den Klassiker "Eine Kindheit in der Provence"* von Marcel Pagnol auf dem Teller um.
 14-b Jutta war schon als Kind sehr lesehungrig, um teilzunehmen musste sie - dank verliehener (und nie zurückgekehrter - wer kennt sowas nicht? :() Bücher erst eine Buchwiederbeschaffungsmaßnahme via Bibliotheksleihe hinter sich bringen. Aber so servierte sie um Punkt 12.00 Uhr an einem Donnerstag Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelbrei und trägt so ihrer kindlichen Faszination für Bücher mit Essen Rechnung. Nachgekocht hat sie übrigens eine Szene aus dem deutschen Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler "Neues vom Räuber Hotzenplotz"*.
 15-b Jetzt wird es etwas gehaltvoller. Mit ihrem leckeren Moussaka (inzwischen pi-Mal-Daumen nachgekocht und für gut befunden) entführt uns Friederike zum Löwentor im altertümlichen Mykene und damit zu der tragischen Geschichte der trojanischen Königstocher und Seherin Kassandra* in der literarischen Umsetzung von Christa Wolf...
 16-b Und auch Ariane kocht mit und lässt, neben ihrem Rezept für "Maccheroni di zito alla Siciliano" ein literarisches Trommelfeuer - gepaart mit köstlicher italienischer Küche und gespickt mit historischen Fakten - auf ihre Leser/innen los. (Bevor diese zur Beschreibung des Dessert-Buffets gelangen, sollten sie sicher gehen, etwas vergleichbares zum Stillen der spontan entflammenden Sehnsüchte zur Hand zu haben... ;)) Orientiert hat sie sich hierfür an dem Roman "Der Gattopardo"* über den Abstieg der sizilianischen Aristokratie von Giuseppe Tomasi di Lampedusa.
 17-b Das Buch "Schokoladengeister"* von Jael McHenry war eigentlich ein Verlegenheitskauf am Bahnhof. Die Geschichte von Ginny, die das Asperger Syndrom hat, ihrem Umgang mit ihren Gefühlen nach dem Tod geliebter Menschen und ihr Rezept für mitternächtliche Trostbrownies haben Petra dann aber doch in den Bann gezogen. (Hübsches Teeservice übrigens.. ;))
 18-b Und noch etwas tiegfreifendere Literatur. Claudia nimmt uns mit einem köstlich aussehenden Süßkartoffelsalat nach Yotam Ottolenghi mit auf eine Wanderung durch Israel und setzt so kochtechnisch den bewegenden Roman "Eine Frau flieht vor einer Nachricht"* von David Grossmann um.
 19-b Wer kennt die Bücherserien der englischen Autorin Enid Blyton denn nicht noch aus der Kindheit (und war immer ein wenig neidisch auf die Freiheiten...)? Island Girl Gudrun  findet, dass die Famous Five/Fünf Freunde* dringend eine typische Stärkung benötigen und bäckt deswegen einen knusprigen Gala Picnic Pie.
 21-b Sabine bäckt in ihrem brandneuen Blog das traditionelle norwegische "Flatbrød" und erzählt von dem Buch "Hunger"* von Knut Hamsun, das mit autobiografischen Zügen von den wirklich extremen Hungerjahren des Journalisten im 19. Jahrhunderts berichtet.
 22-b Christine von ninivepisces lädt mit Deviled Eggs (gefüllten Eiern), Limonade und sehr guter Musik zum Bridge... und mit dem Buch "Gute Geister"* von Kathryn Stockett zu Gedanken über Rassensegregation und Lebensvorstellungen einer Zeit, die noch gar nicht so lange hinter uns liegt...
 23-b Bei Strudel goes Paris - dem fast noch nagelneuen Blog einer in Paris vor sich hin backenden Österreicherin -  gibt es ein Rezept für amerikanische Cookies. Sie hat das Rezept als Umsetzung des Buches von "Die große Welt"* von Colum Mc Cann gewählt, der hier über ein Großereignis an den zwei Türmen in Manhatten beschreibt, bei dem sich viele Lebenslinien überschneiden.
 24-b Bei Katha gibt es wunderbar gegrillen Wolfsbarsch nach Biberart mit Kartöffelchen und Gurkensalat. Hierzu inspiriert wurde sie von einer langen und sehr detailreichen Szene aus einem der Bücher aus der Fantasyreihe "Narnia"* von C.S. Lewis, wo die Kinder in der Biberhöhle zu Besuch sind. Passt perfekt zur Grillsaison gerade.
 25-b Nele, die sich in Ihrem Foodlog ja sowieso mit Büchern (speziell Krimis) auseinandersetzt, hatte ja im Grunde gar keine andere Wahl, als kurz vor Schluss noch schnell mit einer köstlich klingenden Savoyer Gemüsesuppe mitzumachen. Das Rezept hierfür hat sie aus dem kulinarischen (und sehr käselastigen ;)) Krimi "Die letzte Reifung"* von Carsten Sebastian Henn.
 26-b Und wer krönt das Event mit einem letzten bibliophilen Beitrag? Bushi natürlich. 🙂 Sie bereitet Pollo alla cacciatore - Hühnchen nach Jägerart - zu und nimmt ihre Leser so mit zu Fra Bartolo*, seiner Wanderung durch die Toskana und zu zahlreichen amüsanten und am Ende immer kulinarischen Abenteuern. Klingt nach angenehmer Sommerlektüre.

Außer Konkurrenz liefen zwei äußerst appetitanregende Beiträge zum Lesehunger:

27-b Mein Beitrag zu meinem eigenen Event wandert natürlich nicht mit in die Verlosung. Bei mir gab es Soloms Apfelpasteten “Immertreu”. Das Rezept habe ich mir passend zu einer kleinen Taverne in meiner liebsten Jugendbuchserie "Alanna - Das Lied der Löwin"* von Tamora Pierce ausgedacht.
 20-b Barbara Luetgebruene ist Gastautorin bei Bushcooks Kitchen und erzählt von der glücklichen Kinderwelt in Astrid Lindgrens Romanen* und natürlich auch von ihrer eigenen Kindheit - gepaart mit reinbeißenswert aussehenden Zimtwecken, Pickert, Fleischbällchen und Himbeersaft.

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