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Gefüllte Kartoffeln mit Wachteleiern – perfekt fürs Osteressen

Hachja.. immer diese Foodblogger/innen: Kaum haben wir Weihnachten, Keksberge und Affenkälte hinter uns gelassen - gerade trauen sich die ersten Frühlingsblümchen ganz, ganz zaghaft ihre grünen Blättchen durch den noch wintergrauen Boden zu stecken - da kommen wir auch schon mit Osterrezepten!

Osterrezept: Kartoffeln und Wachteleier für ein Kartoffelrezept

Rezepte für die Ostertafel

Aaaahaber! Ostern ist wirklich gar nicht mal mehr so weit entfernt, also echt jetzt. Anderthalb Monate gerade mal (und Ihr da draußen mit Jobs, Freelancerprojekten, Kindern, Haustieren, Hobbys und was weiß ich noch an den Hacken, was das Leben nunmal ausmacht, ihr wisst doch, wie kurz 1,5 Monate sein können. Nicht wahr? Weihnachten kommt ja auch jedes Jahr wieder total überraschend.) -  da lohnt es sich doch schon mal, sich durch passende Rezepte für die Ostertafel zu kramen, zu gucken was auch mit Familie machbar erscheint. Und um Überraschungen vorzubeugen, kann man ja vielleicht sogar schon mal Testkochen? Die gefüllten Kartoffeln sind zum Beispiel ein easy-peasy-Kartoffelrezept, das im Grunde ganz simpel ist und auch außerhalb der eigeschwängerten Osterzeit ein schönes Mittag- oder Abendessen ist. Die mit kleinen Wachteleiern gefüllten Kartoffeln sind geeignet als Mittelplunkt bei einer Vorspeise (solitair, zu einem frischen Frühlings- oder Sommersalat oder vielleicht auch als kartoffelige Insel in einem Teller köstlicher Frühlingssuppe), in größerer Anzahl als Beilage fürs Hauptgericht - und wer upgraden will: Das Osterrezept funktioniert natürlich auch mit größeren Kartoffeln und Hühnereiern. Dann müsst ihr nur die Garzeiten anpassen.

Kartoffeln und Wachteleier für ein KartoffelrezeptKartoffeln und Wachteleier für ein Kartoffelrezept

Und wer ansonsten noch auf der Suche nach passenden Rezepten ist, dem kann ich Strammen Max mit Wachteleiern empfehlen - mit frischen, selbstgezogenen Sprossen aus einem Sprossengarten* - total hübsch und vor allem lecker beim Osterbrunch. Oder meine köstlichen Osterhasenbrötchen mit Füllung. Oh, ich sehe gerade, vor ein paar Jahren hatte ich schon mal eine Übersicht über meine Osterrezepte im Foodblog geschrieben. Folgt einfach dem Link, dann findet ihr alles von österlichem Gebildbrot bis zu kleinen Schokoladennestern mit Zuckereiern als essbare Tischdeko.

Osterrezept: Kartoffeln und Wachteleier für ein KartoffelrezeptKartoffelrezept für Ostern: Gefüllte Kartoffeln mit Wachteleiern

Osterrezept: Gefüllte Kartoffeln mit Wachteleiern

Kartoffeln (mittelgroß, circa 80 g à Kartoffel/ so viele wie Wachteleier + Reservekartoffel)
Wachteleier
Butter
Meersalz, fein / alternativ: Orangensalz
Pfeffer, frisch gemahlen
Schnittlauch, frisch

Zubereitung

  • Die Kartoffeln säubern und in der Schale gar kochen. Das ist leicht unterschiedlich, je nach Sorte. Es sollte circa 25 - 30 Minuten dauern. Eine Garprobe empfiehlt sich.
  • Die Kartoffeln etwas auskühlen lassen und aufrecht hinstellen: Für einen besseren Stand die Kartoffeln unten ein klein wenig flach schneiden. Oben eine Kuppe abschneiden. (Das geht natürlich auch mit längs geschnittenen Kartoffeln, also "liegenden" Kartoffeln.)
  • Mit einem kleinen Löffel nun oben etwas aushöhlen, so dass genug Platz für den Inhalt eines Wachteleis ist und ein kleines Butterflöckchen hineingeben. Achtung: darauf achten genug Rand stehen zu lassen.
  • Jeweils ein Wachtelei aufsäbeln, in die Kartoffel geben und dann in eine gebutterte Auflaufform setzen.

Tipp: Wachteleier haben eine sehr harte Schale. Bei mir hat sich folgende Vorgehensweise bewährt: Ich nutze hier immer ein kleines scharfes Küchenmesser mit Sägeblatt*, säge das Ei mit sanfter Gewalt auf, lasse das Innere komplett in ein Schälchen gleiten und gebe es dann erst von da jeweils in die Kartoffel.

  • Die Auflaufform mit den gefüllten Kartoffeln bei 175°, mittlerer Schiene, in den vorgeheizten Ofen geben und backen, bis die Eier vollkommen gestockt sind. Dies sollte 15 - 20 Minuten dauern.
  • Falls Eiweiß übergelaufen ist, kann es sein, dass die Kartoffeln am Boden festgebacken sind. Dann einfach ein ganz klein wenig Wasser an die Stelle geben, kurz danach sollten Sie sich lösen lassen, ohne dass der Geschmack beeinträchtigt ist.
  • Auf Teller geben und anrichten. Zum Beispiel mit Salz, Pfeffer und geschnittenem Schnittlauch bestreuen und servieren.

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Zupfbrot: Rezept für Mozzarella-Parmesan-Pull-Apart-Bread

Puh, watt für'n Rezeptname. Und ja, ja... ich weiß. Ihr seid alle gesättigt mit Superlativen. Könnt nicht mehr hören, dass etwas das Beste oder Leckerste ist. Ich habe schon oft gelesen, dass das als anmaßende Überhöhung empfunden wird. Aber ich... also was soll ich sagen? Über Geschmack lässt sich eben streiten. Dieses Zupfbrot ist für mich die Pull-Apart-Bread-gewordene fluffige, hefeteigig-käsige Glückseligkeit, garniert mit Knofi.

Rezept für Zupfbrot - gefüllt mit Mozzarellakäse

Wenn es nach meinem subjektiven Empfinden so ist? Auf mein Blog lasse ich nur Rezepte von Dingen, von denen ich zu diesem Zeitpunkt wirklich überzeugt bin, dass sie es wert sind. Und bei meinem Rezept für Zupfbrot kann ich halt nur sagen: Boar ey. Geiles Zeug!

Rezept für Pull-Apart-Bread mit Mozzarella und Parmesan

Pull-Apart-Bread mit Mozzarella und Parmesan

Denn vorletzten Samstag wurde ich im Halbschlaf von der Göttin der Backkunst geküsst. Ich wachte auf und mit mir die Gier auf Hefeteig, gefüllt mit geschmolzenen Käse und umhüllt von Knoblauch. Die Hälfte des Tages habe ich dann rumgegrübelt, wie ich das realisieren kann, habe in meinem Rezeptbuch herumgekritzelt, nachgerechnet und dann endlich (mit dem letzten Tütchen Trockenhefe im Haushalt) den Teig für dieses Backexperiment angesetzt, bevor ich den Rest der Zutaten einfangen gegangen bin. Da der Teig anderthalb Stunden zum Gehen möchte, funktionierte das ganz wunderbar.

Monkeybread in der Napfkuchenform

Partybrot, Zupfbrot, Affenbrot, Pull-Apart-Bread...

Eigentlich ist es ja optisch mehr eine salzige Version von Monkey Bread/Affenbrot. Und im Gegensatz zu normalen Zupfbroten bzw. einem Pull-Apart-Bread, ist der Teig bei mir zusätzlich noch gefüllt. Hierfür habe ich kleine Mozarellakugeln genutzt. Alternativ kann man bestimmt auch große Mozzarellakugeln in passende Stücke schnitzen. Und wider Erwarten hatte ich keine Käseexplosion im Ofen. Zu meinem Erstaunen blieben die Teigstücke zu 98% intakt und liefen nicht aus. Als einzig problematisch erwies sich, dass der Parmesan im gebackenen Zustand sich nur zögernd von der Form lösen wollte. Vorsichtig mit einem Buttermesser nachgeholfen und auf die umgekehrte Form getrommelt, ging das Zupfbrot dann aber doch noch ganz gut aus der Form.

Rezept für Zupfbrot - gefüllt mit MozzarellakäseKäsefäden und frisch gebackenes Partybrot

Belohnt wurde ich mit einem Zupfbrot (durch die Ummantelung der einzelnen Teigkugeln mit Fett kann man die gebackenen Brotsegmente quasi herauspflücken oder zupfen), das zu meinem sanften Erstaunen voll meinen morgendlichen kulinarischen Phantastereien  entsprach (Lacht nicht. Gerade bei Backwerken - besonders experimentellen - passiert sowas nicht immer. ;)) und sich bestimmt auch hervorragend als Partybrot auf dem Buffet macht oder den Grillabend bereichert:

Die Außenseiten des Brotes waren knusprig durch den dazwischengestreuten Parmesan, toll aromatisiert durch die Knoblauch-Schnittlauch-Butter, dann kommt der fluffige Teig, den man sich herauspflückt, bevor man dann beim Aufbrechen des noch warmen Stückes Brot auf herrlich käsefädenziehenden Mozzarella trifft. Nom! Kurzum: Wenn man die Kombi mag, kann es nicht besser sein.

Baking Pull-Apart-Bread

Rezept für Mozzarella-Parmesan-Pull-Apart-Bread

Teig:
400 g Mehl
250 ml lauwarmes Wasser
3 EL Olivenöl
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
1/2 TL Zucker
1,5 TL Meersalz (fein)
50 g Parmesan (zum Streuen zwischen die Teigschichten)
~ 200 g Mini-Mozzarella (25-28 Stück)

Butter:
75 g Butter
2 Knoblauchzehen
15 g Schnittlauch (frisch, fein gehackt)

Backform: Gugelhupfform* oder andere Napfkuchenform - zum Beispiel eine Springform mit Kranzeinsatz. Je mehr geprägte Muster, desto schwieriger das Auslösen. Eine größere Kastenform, Brotbackform* oder eine Auflaufform funkionieren auch wunderbar.

Zubereitung

  • Das Wasser mit dem Zucker verrühren und die Trockenhefe zur Aktivierung hineingeben und unterrühren. (Ja, auf der Packung steht, man kann sie direkt in den Teig geben. So habt ihr aber nochmal eine Kontrolle, ob sie wirklich aktiv ist und startet. Nach 5-10 Minuten solle die Flüssigkeit anfangen zu schäumen und hefig riechen.)
  • Olivenöl und Salz in das Hefewasser hineinrühren und die Flüssigkeit nach und nach in das Mehl einarbeiten. (Zum Beispiel mit der Hand oder einem Rührgerät mit Knethaken in einer Schüssel, ich nutze eine Küchenmaschine mit Knethaken.)
  • Alles gründlich zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig ist noch feucht und leicht klebrig, lässt sich mit einem Teigspatel aber problemlos vom Schüsselrand lösen.
  • Den Hefeteig in der Schüssel zu einer Kugel formen, die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen, geschützten Platz 1,5 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich in dieser Zeit verdoppelt haben.
  • Den Teig zusammenhauen und nochmal durchkneten und circa 25 gleichgroße Teigstücke abteilen. Natürlich kann man auch nach und nach Teigstücke abnehmen, die Gefahr da ungleich zu arbeiten ist da aber etwas höher. 😉
  • Die Butter schmelzen, mit ein wenig davon die Kuchenform auspinseln. Den Großteil der Butter mit dem feingehackten Knoblauch und Schnittlauch vermischen.
  • Mit leicht (!) bemehlten Händen aus dem Teig kugeln formen, je eine Mini-Mozzarellakugel hineindrücken, Teig darum schließen (!) und zwischen den Händen zu einer Kugel rollen.
  • Die Kugel mit Hilfe von zwei Esslöffeln durch das Schälchen mit der flüssigen Kräuterbutter rollen, abtropfen lassen und in die Backform geben.
  • Ein oder zweimal - je nachdem wie hoch ihr die Teigkugeln in eurer Form stapeln könnt - etwas Parmesan als Schicht dazwischen streuen.
  • Den Teig nochmals 20-30 Minuten in der Form gehen lassen und dann im vorgeheizten Ofen bei 175° (bei mir Umluft, eine Schiene unter der Mittleren) für 35-40 Minuten backen.
  • Danach kurz auskühlen lassen und stürzen. Am besten noch warm servieren.
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Nie wieder gekaufte Fertig-Plörre! Mayonnaise ohne Ei

Ich bin letztens im Kuriositätenladen über ein Rezept für Mayonnaise ohne Ei gestolpert. Ich bin absoluter Mayonnaise-Fan (leider...) - das rohe Ei hatte mich aber bisher von der Eigenproduktion immer irgendwie gedanklich abgehalten.. Umso mehr habe ich die Ohren gespitzt, als ich dieses Rezept fand und es natürlich sofort ausprobiert. Sollte dies etwa die Lösung meiner geheimen Wünsche und Begehrlichkeiten sein?

Rezept für selbstgemachte Mayonnaise ohne Ei

Rezept für Mayonnaise ohne Ei

1 Teil Milch (20-25 ml)
3 Teile Sonnenblumenöl (60 ml)
1 TL Bautzener Senf
Prise Salz & frischen Pfeffer
etwas Zitronensaft
Schnittlauch

Zubereitung

  • Öl, Milch, Senf, Zitronensaft und Gewürze in einen hohen Mixbecher geben.
  • Den Zauberstab hineinhalten. Innerhalb von Sekunden bildet sich eine wunderbar - auch ohne Ei - emulgierte Masse.
  • Schnittlauch waschen und in feine Röllchen schneiden. Unterheben und Mayonnaise abschmecken.

Rezept für eifreie Mayonnaise

Mayonnaise-Fazit

Genial! Göttlich! Hach! Meine Begeisterung ob dieses simplen, ultraschnell zuzubereitenden Rezepts kennt keine Grenzen, wir haben diese Mayonnaise inzwischen schon öfters "gekocht".  Nie wieder gekaufte Plörre! Steph empfiehlt weitere Variationen mit Anchovis, Knoblauch (Aioli) oder Tomatenmark auszuprobieren. Wird garantiert gemacht. 😉

Ein kleines Desaster gab es übrigens: ich griff  bei meinem ersten Versuch  mit vollster Überzeugung zu Olivenöl statt Sonnenblumenöl und bemerkte meinen Irrtum erst, als die Masse sich zwar wunderbar verband, aber nicht steif wurde. Der Geschmack war auch eher... mh.. ekelhaft. Die scharf-bittere Brühe wanderte dann in den Müll. Grundsätzlich ist es ja mit Olivenöl möglich - siehe Aioli, das die Wurzel unserer heutigen Mayoinnaise sein soll. Dann aber bitte mit qualitativ hochwertigerem Olivenöl. Meins schmeckt zwar lecker zum Kochen und auch im Salat. So konzentriert auf einem Fleck, da war es dann wahrscheinlich zu billig für.

Mayonnaise einfach selbstgemacht

Frittierte Linsenbällchen mit Joghurt-Dip

Letztens zappte ich durch die deutsche Fernsehlandschaft und blieb - wie immer sehr gerne, dort habe ich schon viele leckere Rezepte und Anregungen aufgeschnappt - bei der Servicezeit Essen & Trinken mit Martina und Moritz kleben. Die Sendung ist vom WDR und diesmal gab es ein Special zum Thema Linsen. Ich bin ja nicht sooo der riesige Linsen-Fan - mein Mann liebt die aber und so sah ich mir das interessiert an. Das Rezept für Linsenbällchen fand ich - wenn auch nicht in dieser Zusammensetzung - ganz spannend, habe aber eine eigene, rein vegetarische Variante mit orientalischem Anstrich daraus entwickelt.

Orientalisches Fingerfood & leckeres Rezept für Diabetiker

Die Linsenbällchen machen sich auch toll als leckeres arabisch angehauchtes Fingerfood auf Parties. Wer - wie ich ab und an - Diabetiker in seinem Umfeld mitbekocht kommt mit diesem Rezept auch sehr gut an. Da Linsen sehr ballaststoffreich sind, werden sie nur sehr verzögert und geringer verstoffwechselt als die enthaltenen Kohlenhydrate vermuten lassen. Allerdings muss sich da jeder Diabetes-Erkrankte von selbst herantasten wie sein Körper nun darauf reagiert und dementsprechend Insulin spritzen. Hierzu geistern auch verschiedene Schulungsmeinungen herum. Die einen spritzen gar kein Insulin für Hülsenfrüchte, die anderen berechnen sie voll (59 KH auf 100 g Trockenprodukt) - und unterzuckern dann gerne mal und die nächsten berechnen nur 2 BE für einen ganzen Teller. Typischer Fall von Trial & Error.

Rezept für frittierte Linsenbällchen
(für 2 Personen als Hauptmahlzeit)

250 g gelbe Orient-Linsen (geschält)
1/2 L Wasser
1 Ei
1 EL geröstetes Kichererbsenmehl
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Sonnenblumenöl zum Frittieren
1 EL Olivenöl
2 TL Ras El Hanout
1 getrocknete Chili
frisch gestoßener bunter Pfeffer
1/2 TL edelsüßer Paprika
Salz

Zutaten für Joghurt-Dip
500 ml fettarmer Joghurt
1 Handvoll Walnüsse
frischer Pfeffer
gute Portion frischen Schnittlauch
1/2 Zitrone
Salz

Zubereitung Linsenbällchen mit Joghurt-Sauce

  • Die Linsen abwiegen und mit dem Wasser und etwas Salz in einen Topf geben. Die Linsen einmal richtig aufkochen, dann die Hitze reduzieren und sanft köcheln lassen. Meine Linsen hatten nur eine sehr geringe Kochzeit von 10-15 Minuten.
  • In der Zwischenzeit schon mal die Joghurtsauce zusammenrühren, damit diese schön durchziehen kann. Schnittlauch waschen und zu Röllchen schneiden, in einer Schale mit Joghurt, Zitronensaft, den grob gehackten Walnüssen, Salz & Pfeffer vermischen und beiseite stellen.
  • Die Linsen während des Kochens ab und an umrühren, damit nichts anbäckt. Das Wasser sollte weitgehend verdunstet sein. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und durch die kleinste Scheibe der Flotten Lotte passieren.
  • Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken, mit dem Olivenöl sanft in einer Pfanne bräunen und unter die Linsenmasse heben.
  • Ein Ei unterrühren - dafür sollte der Linsenbrei schon kühl genug sein, damit es nicht denaturiert. Die Chilischote zerreiben, die Kerne entfernen und mit den restlichen Gewürzen zu den Linsen geben.
  • Ein Esslöffel Kichererbsenmehl untermischen - das allein deswegen, damit der Teig fest genug ist um Bällchen zu formen.
  • In einer tiefen Pfanne oder einem Topf Sonnenblumenöl erhitzen, mit den Händen Bällchen formen und im Öl goldbraun ausbacken.
  • Danach auf einem mit Küchenkrepp ausglegtem Teller abtropfen lassen.

Linsenbällchen-Fazit

Dieses vegetarische Gericht schmeckt warm, laurwarm oder frisch frittert. Die säuerlich-frische Joghurtsauce passt perfekt dazu. Die Bällchen sahen wirklich genial aus, waren Außen knusprig-lecker und im Innern würzig-cremig. Kann ich mir gut für eine Party vorstellen. Am übernächsten Tag aufgewärmt waren sie mir persönlich allerdings dann zu dröge.

Das Ras El Hanout habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen - es war ganz lecker, ist aber bestimmt auch durch ein gutes, nicht salziges, Curry ersetzbar. Ich hatte mir den Kauf ja bisher ja immer verkniffen - da mir interfamiliär oder bei Freunden dieses angeblich totaaal bekannte arabische Gewürz im ganzen Leben noch nicht über den Weg gelaufen ist und es mir zum ersten Mal erst durch Aussagen von Alfons Schuhbeck begegnete...

Besuch beim FrischeParadies Berlin Friedrichshain/Prenzlauer Berg

Mein Mann hatte heute nach Wochenenddienst seinen freien Tag und auf seinem mentalen Wunschzettel stand mal zusammen mit mir ins Frischeparadies zu gucken. Dieser Laden hat schon vor einigen Monaten aufgemacht, da ich aber so lange krank war, habe ich es da leider nie hin geschafft. (Ob es jetzt so intelligent war durch Eis und Schnee da hin zu krauchen lasse ich mal so dahin gestelllt...)

Ich hatte ja diesen Tempel der kulinarischen Genüsse in Friedrichshain vermutet und war sehr erstaunt, als ich eben auf der Homepage las, dass der schon im Prenzlauer Berg liegt. War mir ja vollkommen neu, dass das nicht mehr zu "uns" gehörig ist. Das Frischeparadies sagt von sich selbst, dass es "Deutschlands größter Spezialmarkt und Lieferant für Gastronomie und Handel" ist.

Jedenfalls konnte man vorhin beobachten, wie ich mit spitzen Freudenausrufen durch den Laden stöberte. (Das hörte sich in etwa so an: "Ahhh! Macadamiaöl! *glückselig Öle anlächel*", "*raschelraschel kram in Tüte stopf* Uh! Topinambur!!" und "*begleitet von lüsternem Lachen und latentem Sabbern* Mhjjjam... Oktopus in der 2-Kg-Tüte! Thunfisch in Sashimi-Qualität! Austern!!") Ich wandelte also durch den Laden, schob den (viel zu hohen - für jemanden der noch nicht mal 1,60 m groß ist, unheimlich nervig) Einkaufswagen durch die bunten und duftenden Gänge und bewunderte abwechselnd perfekte kleine Wachteln, essbare Blüten, Wildkräutersalat, diese speziellen kleinen grünen (und sauteuren) Paprikaschoten, die man am besten in Olivenöl frittiert und deren Name mir gerade nicht einfällt, mockierte mich ein wenig über den Preis der Artischocken und des Schnittlauchs, besah mir die verschiedenen Salzsorten, stellte fest, dass der Sushi-Reis der gleiche wie hier im billigen Asia-Shop ist, knabberte ein wenig Zartbitterschokolade mit Erdbeeren und weißem Pfeffer (naja... hatte schon bessere..) und lehnte das angebotene Glas Pommery Champagner ab. (Bevor jetzt jemand entsetzt aufquietscht: ich bin eh kein großer Fan von Champagner - hätte aber ein Gläschen probiert, wenn ich nicht a) seit Stunden nichts mehr gegessen hätte und b) gewusst hätte, dass ein total vereister Heimweg vor mir liegt.)

FrischeParadies-Fazit

Eingekauft haben wir letztendlich nicht sehr viel - vielleicht waren wir beim Angebot etwas überfordert. Ich denke es lohnt sich auch mehr da gezielt mit bestimmten Koch-Vorstellungen einkaufen zu gehen.  Mein Gatte war jetzt nicht so begeistert. Das äußerst bescheidene Whisky-Angebot verstörte den Armen regelrecht. Die slightly deprimierende Musik, die in allen Räumen lief, wirkte bei ihm auch nicht gerade verkaufsfördernd.

Ich hingegen fand das Frischeparadies wirklich gut und werde da in Zukunft bestimmt mal öfters vorbeisehen. Ich war positiv von der Größe überrascht: edel, übersichtlich, aber kein Massen-riesen-Supermarkt, sondern thematisch und optisch leicht getrennte Räumlichkeiten, die das Ganze sympathisch machten.  Der große hölzerne Aufbau, den man auf dem Bild sehen kann, gehört auch nicht zum Ladengeschäft - dieses befindet sich nur auf der untersten Ebene. Mittendrin gab es noch einen Restaurantbereich mit umlaufender Theke. Sehr gut fand ich, dass es Kundentoiletten gibt - da ich quasi mit einer Blase in Erbsengröße "gesegnet" bin, macht mich das zu einem noch größeren Fan. Die Auswahl hätte ich mir allerdings auch (noch) etwas üppiger vorgestellt. Glänzende Sternenäuglein hat der Besuch dennoch bei mir ausgelöst. Kann mir auch gut vorstellen da Gutscheine zu verschenken (oder natürlich zu bekommen ;-)).

Gekauft haben wir nur: Enten-Rilette, Zuckerschoten, knusprig-warmes (und sehr leckeres - in Berlin wirklich gutes Brot zu finden ist ja sehr schwierig) Giabatta, Topinambur (Das soll es morgen geben - hat jemand Rezeptideen? Hab as noch nie gemacht.). Wahrscheinlich hätten wir mehr zuschlagen sollen - wir waren nämlich zufällig zum "Cash & Carry"-Tag da. Das Frischeparadies hat seit Januar nämlich eine neue Aktion: an jedem ersten Montag im Monat gibt es für Barzahler und Selbstabholer 15% Rabatt.

FrischeParadies
Hermann-Blankenstein-Straße 48
10249 Berlin
Fon 030 - 390815-0