Kleine Urlaubsrückmeldung

Hallo Ihr vielen Lieben!

Sorry, dass es hier in den letzten Tagen so extrem ruhig war. Ich war ja schon in Prag selbst etwas angekränkelt, seit unserer Rückkehr letzen Freitag liege ich allerdings irgendwie vollkommen mit einem nicht näher bekannten Infekt darnieder. Meine Ärztin rät zur Erholung – das versuche ich zähneknrischend umzusetzen. ;-)

Ich wollte mich nur schonmal unbedingt für eure zahlreichen Kommentare und Beteiligungen bedanken – ich hoffe ich schaffe es in den nächsten Tagen endlich einen abschließenden Prag-Bericht mit schönen Bildern im Zauberkessel  zu posten.

Liebe Grüße,

Shermin

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Prag II. – im Obstgarten der goldenen Stadt

Nur ein kurzes, fotografisches Lebenszeichen, bevor wir uns gen Hradschin aufmachen. Gestern haben wir erstmal die deutsche Botschaft von außen besichtigt – ein interessantes Gefühl – zumal gerade am Jahrestag herum. Danach hat mich mein Gemahl auf den Petrin getrieben. Eine wunderschöne Aussicht – nachzulesen auch direkt bei Kai.

Hier ein paar Schnappschüsse davon.

Petrin_Praha

Ich lag da mitten zwischen Birnenbäumen auf der Wiese, blinzelte traumverloren in den Himmel – wenn ich meinen engelsgleichen Kopf nach links drehte, ergab sich dieses Bild:

Obstgarten_Petrin

Der Blick zur rechten Seite zeigte dies (ist hier irgendwas nicht malerisch und einfach… toll? ;-))

Petrin_Prag

Und das war ein Blick seitlich hinab. Hach… schee…

Petrin_Prague

Und damit auch die kulinarische Seite nicht zu kurz kommt: ich habe gestern meine Kindheitserinnerungen mit tschechischem Pflaumenmus (teerartige, göttliche Konsistenz) und mit Palatschinken aufleben lassen. *mjam*

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Prag I. – gefangen in der Touristenklitsche

Wir sind ja heute gen Prag gereist. Mein geliebter Gemahl hat unsere ersten Stunden hier schon in seinem Blog “Kai`s Kram” zusammengefasst. Wir werden das wohl im Wechsel halten und live von unserer Erholung & Erlebnissen berichten.

Apartement ist wirkich schön und ruhig gelegen, unser Vermieter war so nett uns am Bahnhof einzusammeln und herzukutschen und entpuppte sich als netter Schweizer mit vielen Tipps.  Bei der Einfahrt ins Viertel (wir sind quasi direkt unterhalb des Burgbergs in der Altstadt bei den ganzen Botschaften einquartiert) wurde unser Auto erstmal nach versteckten Autobomben abgesucht. Interessantes  Gefühl.

Zum Abendessen empfahl uns der Vermieter ein günstiges Lokal direkt in der Nähe, das auch von Einheimischeen frequentiert wird. Leider so stark, dass es da keine Platz mehr gab (beim Betreten gab es auch den interessanten Effekt, den ich gerne als “Der Fremde betritt den Saloon und wird von der autochtonen Bevölkerung  stumm niedergestarrt” bezeichne…) und wir uns dann in den touristisch stärker bevölkerten Gegenden umsehen mussten. Obwohl wir die Augen offen hielten, sind wir natürlich – ausgehungert und vollkommen entkräftet wie wir waren – total in die Touristenfalle gelatscht. Ok, Unmengen haben wir jetzt nicht gezahlt, aber ich stehe wirklich darauf, wenn mich die Bedienung auch..äh.. bedient? Oder mir das korrekte Getränk bringt. Ohne mich dabei süffisant wie das letzte doofe Weißbrot zu behandeln. Oder – ganz innovativ – mich vielleicht fragt ob ich die Leere in dem einen Glas evtl. sogar durch weitere lebensspendende Flüssigkeit ersetzen will. Die Locations war nett und das Essen war noch Ok, aber ziemlich salzig (vielleicht steigert das den Pivo-Umsatz? Das war immerhin gut) und das Fleisch zadderig. Die Bedienung verfolgte das Servier- Schemata : *Klatsch* *Teller hinwerf* Friss deinen Knorpel gefälligst klaglos, du blöder Touri!” Naja Touristenklitsche halt – selbst eingebrockt. Das nächste Mahl gibts dann halt woanders. Den Namen habe ich mir nicht gemerkt (oder verdrängt?) – ich recherchiere den aber noch in den nächsten Tagen und reiche das nach.

Der Clou waren übrigens die – zugegeben sehr sauberen – Toiletten, die aber keine Schlüssel besaßen. Ungute Erinnerungen an zugige Uniklos, an deren defekte Türklinken frau sich hektisch klammerte erwachten spontan….

Zum abendlichen Abschluss noch ein Bild, das Kai vor ner Minute aus unserem Fenster geschossen hat.

Mond_Prag

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Foto-Impressionen der arabischen Frühstücks-Orgie

Eine sehr, sehr gute Freundin war mal wieder übers Wochenende bei uns zu Besuch. Das nahm die syrische Lieblingsnachbarin fünf Stockwerke höher gleich zum Anlass uns am Montag zur absoluten Völlerei zu laden. Wir waren also quasi Vorwand und mussten uns für dieses köstliche Essen geradezu opfern. Hachja.. ich leide wirklich sehr unter diesen waaahnsinnig kulinarischen Zwängen. ;-)

Neben verschiedenen Cremes und Pasten mit Babaghanous (Auberginen), Käse, jeder Menge Knoblauch, Dill und schön scharfem Chili, fand sich auf dem jungfräulichen Frühstücks -…. äh Brunch-Tisch auch Oliven, Schafskäse und die selbstgemachte (auf dem Dach, nur pur von der Sonnenglut Syriens zusammengekochte) Marmelade aus Misch-Misch (Aprikosen). Das Prunkstück der Tafel war “Fatte Bsamneh” – wobei das laut meiner Nachbarin mehr eine Zustandbeschreibung ist und soviel wie: “Gerupft – in Butterschmalz ertränkt” ausdrückt.

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Arabisches Frühstück

Aus dem Hauptgericht werden wir demnächst mal noch irgendwann einen hübschen Artikel für Suite101 basteln. Meine geschätzte Nachbarin wird nämlich demnächst auch noch einen arabischen Kochkurs bei der Heilküche Berlin geben. Ich freue mich schon sehr darauf und bin wirklich gespannt.  Mal so nebenbei: falls jemand Interesse daran hat uns den Auftrag für ein arabisches Kochbuch zu geben – hier stehen zwei sehr kochtalentierte junge Damen zur Verfügung – selbstlos wie immer versteht sich. Anbei also eine kleine Fotostrecke vom kulinarischen Gelage.

Im Grunde ist das Gericht gerupftes arabisches Fladenbrot, getränkt mit Flüssigkeit, darauf kommen gekochte Kichererbsen, eine Creme aus Tahin (Sesammus)  und Humus (Kichererbsenpüree), Knoblauch und anderen verbotenen Ingredienzien. Darüber werden in Butterschmalz geröstete Pinienkerne und Granatapfelkerne gegeben. Göttlich. Zum darinwälzenlecker!

Sieht man mir etwa an, dass ich etwa ausgehunget bin? Sehe schon richtig schwach aus…. Nicht? Unser Aufstieg gen Früshtücksturm verzögerte sich leider durch Verschlafen meinerseits und Badeexzesse der Besucherin. ;-)

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Tja… und mit viel Gelächter, Gequatsche, einigen Stunden Zeit und einer Menge heißem Tee mit Zimt, war dann auch plötzlich alles leer gefuttert….

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Aber wirklich leer… regelrecht geplündert und leergefressen:

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Und so wahnsinnig glücklich, haltlos überfressen & befriedigt können Frauen übrigens nach einem genialen Mahl aussehen. Sind sie nicht wunderschön, sanftmütig und liebreizend? Ja, Fresskoma kann auch gut sein. Dann können sie dich nicht beißen. ;-)

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Für Neugierige: Der Fetzen am Mäulchen der Lieblingsnachbarn ist übrigens ein Rest arabisches Fladenbrot.

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Und da es unglaublich köstlich – aber nicht gerade fettarm war, gibt es natürlich auch noch hausgebrannte Medizin dazu. Oops, auch leer. Wirklich seehr schlechte Vorratshaltung…  Ts ts ts..

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Um mal eines festzuhalten: Ich bin wahnsinnig dankbar für meine  arabisch-genetisch gepräten Innerein, die nicht auf Hülsenfrüchte reagieren. Mein Mitleid gilt allen Europäern. ;-) Zum Nachtisch gab es dann noch Espresso und Latte Macchiato. Wunderbarer Rundumservice – den Rest des Tages mussten wir uns dann allerdings vom Essen erholen.

Liebe Grüße,

Shermin

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Bohnenernte: Datt reicht für nen Teller Suppe

War eben kurz in meinem dauerschattigen kleinen Berliner Hinterhofgarten, um meine Pflanzen brav zu tränken und entdeckte da dieses kleine, zierliche Böhnchen.

Bohnenernte

Ich glaube das allein reicht schon für nen Teller Suppe.

Gartenfreuden im Berliner Hinterhof

Als Zwischenmeldung vom weiteren Gärtnerglück: die Tomaten sind inzwischen den Weg alles Irdischen gegangen. Mein Salbei im Boden krepelt (wie immer) halbtot vor sich hin, auch der Zitronenthymian findet es hier wohl zu feucht und dunkel – leider. Die englische Minze, die sonst immer kräftig kommt, ist dieses Jahr etwas sehr dünnstielig und mickert vor sich hin, dafür ist die Zitronenmelisse explodiert, ebenso wie der Ananassalbei (was kann man eigentlich damit kochen?!?) und die Trompetenblume produziert gerade ihre erste monströse Blüte. Die neu erworbene und in einen Topf übergesiedelte Apfelminze steht stramm und duftend bereit, der Basilikum scheint mit ihr zu wetteifern. Streicht man nur sanft über ihn hinweg explodiert er förmlich und parfümiert mit seinem göttlich-würzig-frischem Aroma alles in olfaktorischer Reichweite. Seltsamerweise sind meine Astilben dieses Jahr noch nicht gesichtet worden, der Knöterich hat innerhalb von 5 Monaten den gesamten neuen Rosenbogen geentert und der Zierhopfen breitet sich auch langsam tapfer aus. An der Front der Protulakröschen formiert sich herrlich wucherndes Grün und bunte Blütenkelche, der Miniaturgranatapfel verhält sich ähnlich. Meine Hokaido-Kürbisse hingegen sind eher launisch. Die Pflanzen blüh(t)en wie verrückt, produzierten dann kleine Kürbisse, die daraufhin abstarben oder abfaulten (ich habe ja gießwütige Kinder im Vorderhof im Verdacht). Jetzt habe ich einen kleinen Hokaido entdeckt, der wieder vielversprechend aussieht und drücke ihm die Daumen, auf dass er zu Halloween in meine Suppe wandern kann.

Tipps, Tricks & Ratschläge nem wie ich wie immer gerne an.
Eure Shermin

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