31.08 – BlogDay 2009: Lesebefehl

Blog Day 2009 Heute ist Blogday. Da ich die Aktion ganz sinnig und spannend finde, beteilige ich mich natürlich gerne daran. Vielleicht sehen sich ja einige Leser selbst dazu animiert schnell noch über lesenswerte Blogs zu schreiben (ich wehre mich auch nicht gegen Verlinkungen ;)). Soweit ich es verstanden habe, liegt es im Sinne des Erfinders an diesem Tag auf Blogs hinzuweisen, die vielleicht noch nicht so bekannt, aber im Grunde kleine Schätze sind. Ich habe deswegen davon Abstand genommen hier mein übliches (und sehr gerne gelesenes!) Blog-Lesefutter vorzustellen. Guckt einfach in die Linkliste an der rechten Seite.

  • Den Anfang mache ich mit Cakewrecks. Die Seite ist zwar im englischen Sprachraum bestimmt ziemlich bekannt. Hier in Deutschland ist sie mir allerdings noch nicht groß über den Weg gelaufen. Ich bin letztens zufällig auf den Link gestoßen und habe einen Nachmittag mit unglaublichen Lachkrämpfen verbracht. Die verunglückten Torten sind ja schon ein Anblick für sich, richtig genial wirds aber erst durch die Kommentare der Autorin.  Für latente Nerds und Freaks wie mich gibt es da aber auch Bilder von richtig gelungenen Tortenkreationen zu sehen, wie zum Beispiel Hofwarts-Torten, Dr. Who Figuren und diverse essbare Tardis(se?).
  • Durch diese Dame hier, deren Blog sich Kaffeeklatsch nennt, habe ich übrigens zu Cakewrecks gefunden. Ich war auf Recherchesuche zum Thema GEschichte des Käsekuchens und stolperte via Suchmaschine zuerst über die Homepage von Petra Foede und dann über ihr Blog. Genau das, was ich immer gesucht habe. Es gibt ja einige Seiten zum historischen Hintergrund von Lebensmitteln und Rezeptforschung, diese sind mir aber bisher nur auf Englisch begegnet. Hach, das weckt gleich die kochlustige Historikerin in mir und erinnert mich an meine Hausarbet über die Cena Trmalchionis..  lang, extrem lang ist`s her. Ähnliches begegnete mir letztes Jahr, als ich einen Artikel zum Thema kultureller Ekel und Nahrungsmitteltabus geschrieben habe. Achja, Frau Foede hat übrigens ein Buch geschrieben, das im September in die Läden kommt. Das werde ich mir dann wahrscheinlich mal interessenhalber zur Rezension bestellen.
  • Neuhausener Nudelsuppe
    Ich mag Rosa – die aus Berlin-Neukölln nach München (!!) emigrierte – Verfasserin des Blogs einfach. Angefangen bei  ihrem bizarren Headerbild mit der..äh.. Riesenbockwurst (oder isses eine Monsterkarotte oder..äh..hm..?), über Schnappschüsse von kulinarischen Gelagen, Pommes auf Toast bis hin zu ihrem tollen Blogevent “DFssgF:Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete!”, der mich quasi erst so richtig dazu gebracht hat ein eigenes Foodblog aufzumachen. Demnächst jährt er sich wieder, bin dann zum dritten Mal dabei und schon ganz gierig auf die Leckerchen die hoffentlich bei mir landen werden.
  • Neues von der Insel
    Das ist quasi der neueste Fund in meinem blogtechnischen Schatzkästchen. Die Foodbloggerin ist eine nach England ausgewanderte Deutsche. Vorgestellt wird vieles (ab und zu auch mal wunderschöne Schlösser, die Geschichte kommte also nicht zu kurz) und auch traditionelle englische Rezepte samt ein paar eingestreuten Happen Geschichte. Da ein Teil meiner Persönlichkeit auch einen Hang zu dieser Form der deftigeren Küche hat, find ich das klasse.
  • Die Berlin-Kolumne
    Ja… ich mache für mich selbst Werbung. Ich komme mir auch schon ganz, ganz schlecht vor. Ich bin aber wirklich lesenswert. Find ich. Sach ich mal so. Schaut mal rein. Ich verbreite in der Berlin-Kolumne meine politisch gänzlich unkorrekten Gedanken zu Berlin, den Menschen und dem ganzen Rest. Über Feedback und/oder sinnige Kommentare freue ich mich.
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Fleischtheke des Grauens

Da das Thema meines heutigen Beitrags viel eher in den magischen Kessel als in mein Blog passt, habe ich mal mein Gastautorenrecht in Anspruch genommen, um über meine wunderbaren Erfahrungen mit der Kaisers-Fleischtheke zu berichten.

Im Gegensatz zu meiner Frau war ich ja nie ein übermäßiger Freund von Kaisers, speziell nicht dem hier bei uns im Ringcenter. Zu eng, zu klein und nie da was ich brauche. Aber gut, er verkauft Frischfleisch, das nicht eingeschweißt ist. Bei dem Mangel an richtigen Fleischern hier ein echter Vorteil. Eigentlich.

Und eigentlich wirbt Kaisers ja auch mit lustigen Sprüchen über “meine Fachfleischerei”. Das beinhaltet aber auch die Schattenseite des Ganzen: Die Fleischwarenfachverkäuferin. Seit ich versuche bei Kaisers Fleisch zu kaufen weiß ich, dass alle dummen Witze über die Spezies wahr sind. Jedenfalls bei Kaisers.

Problem 1: Ich, der bösartige Kunde, erwarte doch tatsächlich 3 Stunden vor dem Feierabend noch, das extra meinetwegen ein neues Stück Fleisch angeschnitten wird. So etwas wird von der FWFVfH* natürlich rundweg abgelehnt. Wo kämen wir denn da hin. Soll er doch gleich morgens kommen, der Kunde der.

Problem 2: Ich habe die Frechheit, nicht die ganzen 136g von der sauteuren Wurst haben zu wollen. Ich will nur 100g. Unglaublich! Geht gar nicht. Man kann ja keine 36g Wurst verkaufen. Also entweder 136G oder gar nix!

Problem 3: Ich hätte gerne vernünftig geschnittene – und vor allem noch nicht völlig ausgetrocknete – Steaks und nicht das vergammelt aussehende Zeug aus der Auslage, das da wahrscheinlich schon seit 10 Stunden vor sich hin trocknet und das zu allem übel in 5mm-Scheiben geschnitten wurde. Wer zum Teufel schneidet Steaks so dünn? Antwort: Die FWFVfH* natürlich. Und die ist erbost. Das ist  nicht vergammelt! Das ist das Eiweiß! Und vertrocknet ist da auch nichts! Und ich Idiot glaub ihr das. Der Kram war natürlich schon fast Dörrfleisch und verwandelte sich auf der heißen Pfanne innerhalb von 10 Sekunden in Schuhsohlen.

Fazit: Eh ich relativ teures Gammelfleisch bei Kaisers kaufe geh ich in Zukunft lieber zum Bio-Markt, wo man mich freundlich und mit Respekt behandelt und mir richtig frisches Fleisch verkauft.

*Fleischwarenfachverkäuferin from Hell

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Käsekuchen wie bei Mama…

…gabs heute bei uns. Wie bei Mama deshalb, weil ich das Rezept von selbiger habe und es auch schon jahrzehntelang von ihr erprobt ist. (Ich glaube sie könnte die Inhaltsstofffe blind aufsagen, wenn man sie Nachts aus dem Schlaf reißen würde. Falls man den Weckversuch überlebt und dazu kommen würde eine Frage zu stellen… *hüstel*) Der Käsekuchen ist ohne Boden, aber mit etwas Grieß und Puddingpulver. Nach dem Backen war ich erst etwas enttäuscht, bis ich kapiert habe, dass der Kuchen erst richtig abkühlen muss. Frau lernt ja nie aus.

Käsekuchen3_bs

Vorhin noch auf meiner Kaffeetafel ist die Zubereitung jetzt schon bei Suite101 eingestellt: Käsekuchen-Rezept. Eine backbare Version für Diabetiker ist da auch aufgeführt. Das nächte Mal werde ich die Himbeeren durch ein Sieb streichen, musste aber schnell gehen.

Mjam

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Produkt-Test:Blond Kick & Black Kick

Wir waren ja heute auf dem rieeesigen Mittelaltermarkt in Hellersdorf. Nach einigen Stunden herumlatschen, landeten wir dann kauflustig, müde und hungrig in einem Supermarkt  im Ringcenter. Ich probiere ja gerne neue Produkte aus und als mein Mann diesen koffeinhaltigen Vitaldrink im Regal entdeckte, wanderte die helle Version namens Blond Kick für 1,99 Euro (250ml) direkt in unseren Einkaufswagen.

Zuhause angekommen fielen wir erstmal aufs Sofa und waren kurz vor dem Koma, bis uns das eben errungene Koffein-Elixir von returnity einfiel und probiert wurde.

Ergebnis: Nunja, ganz nett. Mir persönlich ist es ein wenig zu süß – aber das ist ja bei allen Kaffe-fertig-Mix-Sachen so. Geschmacklich erinnert es an Nescafé White – wobei mir der Blond Kick etwas nussiger und milder vorkommt.  Inhaltlich drin ist da laut Etikett Alpenmilch, Guarana, Taurin und Ginseng – das Ganze gemixt mit dem Koffein des Kaffees und ner ordentlichen Portion Zucker. Das bringt den Kreislauf schon auf Touren. Kicken tut es tatsächlich – unsere Tiefschlafphase ist jedenfalls kurzfristig überwunden, kaufen wir vielleicht nochmal.

Optisch wirkt die Flasche etwas Oldschool, designed sieht es ein wenig Öko aus. Im Inneren befinden sich aber leider keine Bioprodukte.

Soviel von mir…

Nachtrag:  OK-…. Das Zeug wirkt defintiv. Mein geliebter Ehemann hat mich halb in den Wahnsinn getrieben, weil er nicht schlafen konnte.

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Neuauflage: Pakoras mit Seeteufel, Banane & Zwiebel

Seeteufell_bsNur ein rascher Schnappschuss – wie es scheint, komme ich von den Kichererbsen derzeit nicht los. Gestern gab es schon wieder Pakoras in unserer Küche, der Dip bestand aus frischem Joghurt mit geraspelten Gurken. Diesmal waren die Pakoras mit Bananen, geviertelten Zwiebeln und Seeteufel-Filet gefüllt, da der geliebte Gatte da zwei TK Packungen von erjagt hatte. Seeteufel – wie konnte mir dieser Fisch bis jetzt entgehen?

Beträufelt mit etwas Zitrone und der Joghurtsauce bescherte mir die saftigen Seeteufel-Stückchen wahre Geschmacksorgasmen auf der Zunge. Die Zwiebel schälte sich mal wieder aus ihrer Ummantelung und die Banane schmeckte für sich auch unheimlich gut, harmonierte aber nicht ganz mit der Fischsorte (Banane mit Tilapia-Filet überzeugte da irgendwie mehr).

Den Ausbackteig habe ich wie bei meinem ersten Versuch zusammengerührt, und die verschiedenen Dinge dann wieder in Sonnenblumenöl frittiert. Der Teig war mehr als ausreichend für 450 g Fisch, 3 grüngelbe Bananen und 4 Zwiebeln. Was mich etwas wundert war, dass die Konsistenz diesmal eine andere war. Der Teig war diesmal fast ein wenig pfannkuchenartig und fluffte durch das Ei ein wenig auf, was beim vorigen Versuch nicht der Fall war. Geschmacklich war es allerdings kein Unterschied.

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