Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

Kulinarische Beute aus der Varusschlacht…

Ein kurzer Zwischenpieps von mir, bevor ich gleich in die Arbeit abtauche. Der Gatte und ich haben vor anderthalb Wochen für ein paar Tage liebe Freunde in Bramsche besucht. Und natürlich haben wir uns auch unsere Packung Kultur abgeholt und waren an einem Nachmittag im Museum der Varusschlacht in Kalkriese. Die Umgebung und das Museum waren echt schön gemacht, man konnte viele Sachen be-greifen (also auch wirklich klasse für Kinder) und das Personal wirklich freundlich und hilfsbereit. Durch private Lesegier und Geschichts-Studium waren einige Infos für uns überflüssig und über andere Sachen hätte man dann wiederum gerne mehr und tiefgreifendere Dinge erfahren – aber ich denke das ist wirklich private Vorliebe. Besonders gefallen hat uns auch das zum Varusschlacht-Museum gehörende Außengelände in Kalkriese.

Und natürlich haben wir im Museums-Shop auch bibliophile Beute gemacht und uns unter anderem eine der zahlreichen Übersetzungen des Kochbuch des Apicius (“Das Kochbuch der alten Römer”) zugelegt. 😉

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Mikrowellenkuchen – 3 schokoladige Rezepte

Wie angekündigt, husche ich nur mal ganz schnell hinein. Und zu meinem graziösen schnellen Huschen passt doch perfekt ein ultraschneller Mikrowellenkuchen? Damit könnt ihr bei nächtlichem Schokohunger die traurige Zeit bis zu meiner Rückkehr überbrücken. 😉

Mugcake / Tassenkuchen aus der Mikrowelle

Also auch totale Back-Banausen kriegen die Mug Cakes hin. Ich habe stelle hier je ein Rezept mit echtem Kakao und eines für diese Kakaopulversüchtigen unter euch ein. Und natürlich ist auch eine vegane Variante für die Ei-Allergiker mit dabei.  Mit wirklich tollem frisch gebackenem Kuchen kann so ein Tassenkuchen aus der Mikrowelle natürlich nicht mithalten. Er schmeckt für seine Entstehungsgeschichte aber erstaunlich lecker (ich habe den als Kind schon immer heimlich in der Mikrowelle pi mal Daumen zusammengerührt…). Und sieht er auf dem Foto nicht zum Anbeißen aus?

Liebe Grüße

Shermin

Backen in der Mikrowelle

Für Schoko-Heißhunger, bei spontanem Besuch oder zum Kaffee im Büro gibt es hier gleich drei Rezepte für warmen Mikrowellen-Schokokuchen in der Tasse.

Wer wurde nicht schon mal des Nachts oder am Wochenende, wenn alle Geschäfte geschlossen haben, von Heißhunger auf etwas Süßes oder Schokoladiges überfallen? Man durchstöbert den Kühlschrank und die Vorratsschränke, aber nicht mal ein einsamer Kekskrümel findet sich an. Oder lieber Besuch kommt unangekündigt vorbei: Die Wohnung ist zwar tadellos aufgeräumt – aber die leere Keksdose leider ebenso. Mit dem Schokoladenkuchen aus der Mikrowelle kann man seinen Gästen und Freunden innerhalb von 5 Minuten einen schnellen Kuchen servieren.

Schnelles Rezept für einen warmen Schokoladenkuchen.

Natürlich ist ein Mikrowellenkuchen geschmacklich nicht ganz mit einem aufwändig zubereiteten und im Ofen gebackenen Kuchen vergleichbar oder genau so lange haltbar. Aber der Tassenkuchen ist eine schnelle und durchaus auch leckere Alternative.

Tassenkuchen auch im Büro

Ein Mikrowellen-Tassenkuchen bietet nicht nur eine schnelle Abhilfe bei nächtlichem Süßhunger, sondern kann auch gut unerwarteten Gästen vorgesetzt werden. Wer auch im Büro Lust auf frischen Kuchen und etwas Besonderes hat, der kann die trockenen Zutaten für den Kuchen zu Hause vormischen und die Backmischung einfach in einer Dose oder einem Gefrierbeutel mit ins Büro nehmen. Hier empfiehlt sich dann besonders der eifreie Kuchen mit einer halben Banane.

 Mugcake Mikrowellenkuchen Rezept für Mikrowellenkuchen mit echtem Kakao2,5 EL Mehl
2,5 EL Zucker
1 EL echter Kakao
1 Ei
1 EL neutrales Öl
1 TL Wasser
1 Msp Backpulver
Mikrowellenkuchen

Backrezept für Mikrowellen-Portionenkuchen mit Kakaopulver

2,5 EL Mehl
3 EL Kakaopulver
1 EL Zucker
1 Ei
1 EL neutrales Öl
1 TL Wasser
1 Msp Backpulver

 Tassenkuchen Rezept für veganen Mikrowellen-Schokoladenkuchen ohne Ei

Hier handelt es sich um die komplett vegane Kuchenvariante, die durch die Zugabe von Banane statt Ei beim Backen sogar besonders saftig und lecker wird.

2,5 EL Mehl
2 EL Zucker
1/2 Banane (mit einer Gabel fein zu Brei zerdrückt)
1 EL echter Kakao
1 EL neutrales Öl
3 TL Wasser
1 Msp Backpulver

Zubereitung des Tassenkuchen aus der Mikrowelle

Die Zubereitung aller Backrezepte ist sehr ähnlich und geht sehr rasch. Man benötigt eine Schüssel zum Anrühren der Zutaten und als Backform eine mit einem Teelöffel neutralem Pflanzenöl gründlich ausgeschwenkte oder ausgepinselte mikrowellengeeignete Müslischüssel oder große Cappuccino-Tasse. Die halbe Menge in normalen Kaffeetassen gebacken ist auch ein rasches Dessert, das man perfekt und schnell bei einem Abendessen mit Freunden servieren kann.

  • Zunächst werden alle trockenen Zutaten miteinander vermengt und dann gründlich mit den feuchten Zutaten verrührt.
  • Den Kuchenteig in die ausgefettete Tasse oder Schüssel geben und in der Mikrowelle backen.
  • Kurz auskühlen lassen. Den lauwarmen Tassenkuchen direkt aus der Backform löffeln, oder auf einen Teller stürzen. Dank dem Öl in der Form, löst sich der Kuchen recht gut vom Rand. Rührt man den Kuchenteig direkt in der Backform an, schmeckt er zwar genauso gut, lässt sich aber nur schlecht vom Rand lösen.

Garzeit des Mikrowellenkuchens

Die ungefähre Garzeit liegt bei voller Wattleistung in etwa bei anderthalb bis vier Minuten. Man merkt – die Backzeit variiert stark von Mikrowelle zu Mikrowelle. Hier empfiehlt sich vorsichtiges Herantasten, da der Tassenkuchen leicht zu trocken wird oder gar verbrennt. Sobald der Kuchen aufgeht, der Teig fest und elastisch ist, aber noch auf der Oberseite glänzt, ist er fertig.

Verschiedene Rezept-Variationen für den Mikrowellenkuchen

Der Mikrowellenkuchen ist ein kleines Multitalent und lässt sich gut kombinieren mit Vanilleeis, Eierlikör, Sahne oder Kuchenglasur. Wer den Kuchen noch saftiger will, kann auch einige Früchte hinein schneiden – Äpfel, Birnen, Himbeeren oder eingelegte Kirschen aus dem Glas eignen sich geschmacklich hervorragend. Auch Marmelade kann grob unter den Teig gehoben werden, hier empfiehlt es sich allerdings, die Zuckermenge zu reduzieren. Wer mag, kann seinen Kuchenteig auch noch mit Schokoladenraspeln verfeinern oder einen Teil des Mehls durch gemahlene Nüsse ersetzen. Ein Stück Zartbitterschokolade in den Teig gedrückt, schafft einen schokoladig-geschmolzenen Kern. Auch ein Stückchen eines Schokoladenriegel wie Snickers oder Bounty passt gut ins Innere des Schokoladenkuchens. Wer einen Schuss Koffein an seiner Schokolade mag, kann die zugegebenene Flüssigkeit durch Espresso ersetzen oder etwas Instant-Kaffeepulver in einem Löffel Wasser lösen und untermischen.

Schnelle Mikrowellen-Muffins

In Muffin-Silikonförmchen gefüllt und mit halbierter Garzeit erhält man so auch schnell Mikrowellen-Muffins.

Tassenkuchen / Mugcake aus der Mikrowelle

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Kleine Kaffeepause

Setzt euch. Nehmt euch nen Keks. Guckt mal, sogar McVitie’s Digestive – letztens erst zufällig hier in Berlin entdeckt.

Ich mache eine kleine Kaffeepause. Ich habe gerade arbeitstechnisch so viel um die Ohren, dass mir bis  wahrscheinlich bis Mitte/Ende August die Zeit fehlt, mich wirklich angemessen um den magischen Kessel zu kümmern. Wenn ich einen Eintrag schreibe – und so geht es wohl jedem Blogger – dann möchte ich mir in ruhe Zeit dafür nehmen können. Kochen, fotografieren, Bilder bearbeiten, Texte schreiben, alles hübsch und appetitlich zusammenfügen – ohne Stress, Hektik und Zeitdruck im Nacken.

Das heißt nicht, dass ich nicht mehr koche, vollkommen weg bin oder eine totale Blogpause einlege. Ich sehe weiterhin jeden Tag hier in den magischen Kessel  – sitze ja wegen meinem Job eh am Rechner – und freue mich über Kommentare und Rückmeldungen von euch. Auch bei Twitter bin ich weiter erreichbar. Aber ich werde meine Aktivität hier für ne kurze Zeitspanne etwas zurückfahren – vielleicht ein guter Anlass, um endlich mal vermehrt Rezepte zu verbloggen, die ich schon bei Suite101 eingestellt habe.

Nur so als kleine Positionssbestimmung und Rückmeldung an euch. Ich wünsche euch einen schönen (und entspannten) Sommer.

Eure Shermin

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Kampf der Hitze! Erfrischend leichter Sommer-Cocktail: Scarlet Punch

Es ist warm. Das angekündigte Gewitter zog gerade ungewitterig vorbei. Nur ein paar lausige Blitze konnte ich in der Ferne erahnen. Zeit für einen Cocktail. Zeit für ein stärkendes Tonikum!

Der Gatte präferierte nen simplen Gin Tonic. Mir fiel beim Durchstöbern des Kühlschranks noch ein Glas mit Kirschsaft in die Finger. Zeit für einen neuen Cocktail. Ich taufe ihn hiermit Scarlet Punch. Simpel, lecker, fruchtig, leicht, kühl – mit nur wenig Alkohol und einem winzigen Hauch Tiefe durch das bittere Tonic. Geradezu perfekt für überhitzte Sommerabende ohne einen Windhauch, an denen man im eigenen Saft vor sich hin schmort. Irgendwie muss ich dabei an Rüschenkleider, Südstaatenverandas und große geeiste Krüge voller rotem Punsch denken. Ahja und an Fächer, mit denen man sich lethargisch etwas Sauerstoff zuwedelt. Die sind essentiell. Hitze und so.

Rezept für Sommer-Cocktail Scarlet Punch

3-4 Eiswürfel
6 cl Tonic Water
5 cl Kirschsaft
1 cl Gin

Zubereitung des Cocktails

  • Eiswürfel in ein schmales Glas geben. Tonic, Kirschsaft und Gin hineingeben. Mit einem Strohhalm verrühren.
  • Kleid zurecht zupfen, auf die imaginäre Veranda begeben und damenhaft den Cocktail schlürfen.

Sommer-Cocktail-Fazit

Eigentlich ist das Rezept ja fast zu simpel, um es zu verbloggen. Aber ich fand es lecker (der Gatte nicht) & würde den Drink bei der Wärme wahrscheinlich sofort wieder aus meinem hitzegeschädigtem Gedächtnis streichen. Außerdem fand ich den Rotton so hübsch, dass er fotografierens- & bloggenswert war. 😉

Und gerade noch rechtzeitig bemerkt – der Gärtner-Blog hat diesen Monat einen Garten-Koch-Event mit Kirschen als Hauptdarstellern. Klebe mich mit meinem aufgepepptem Gin-Tonic mal ganz frech dran. 😉
Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

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Kartoffelpuffer – Reibekuchen – Rösti mit Zucchini, Lachs und Kräuterquark

Trotz der Wärme kochen wir ab und an. 😉 Letztens gab es eine Reminiszens an meine Kindheit: Reibekuchen (wie es im Ruhrpott heißt). Oder Rösti (Schweiz). Ooooder wie meine Mama (Sachsen) sagen würde: Kartoffelpuffer. Als Kind habe ich sie gehasst. Bei uns gab es die immer mit Apfelmus oder Zucker, dazu ne Scheibe Roggenbrot. Ich fand die einfach nur eklig und konnte die nur mit schwer erkämpftem Ketchup runterwürgen.

Aber wie das so ist mit den Sachen, die man als Kind nicht mochte – als Erwachsener ändert man dann öfters mal seinen Sinn. Tomaten mochte ich übrigens auch nie. Die haben mir einfach zu intensiv gerochen und geschmeckt, ich erinnere mich noch genau. Heute würde ich wer weiß was dafür geben, um meine Zähnchen in genau so eine Tomate schlagen zu dürfen. Kaviar (nicht den echten Beluga, sondern dieses kleine schwarze Zeugs) mochte ich hingegen schon als Kleinkind gerne. Der Hang zu ausgefallenen Dingen zeigte sich halt früh… 😉
Wie war das bei euch?

Rezept für Kartoffel-Zucchini-Reibekuchen

Nein, das Rezept ist nicht das meiner Mama. Hab einfach Dinge nach Gefühl zusammengeworfen. Das Gericht ist ja nun auch nicht sooo kompliziert, dafür habe ich dem nicht deutschen Teil meines Erbguts nachgegeben und Zucchin mit hineingegeben.

800 g Kartoffeln
500 g Zuchini
2 Eier
Salz
selbstgemachtes Kräutersalz
neutrales Öl zum Braten

Zubereitung Kartoffelpuffer

  • Kartoffeln schälen, Zucchini nur waschen & putzen. Beides durch die Reibe der Küchenmaschine jagen, oder von Hand in feine Streifchen reiben.
  • Zusammen in eine Schüssel geben, ordentlich Salz hinzugeben und vermischen. Stehen und Wasser ziehen lassen.
  • Ein sauberes Küchenhandtuch anfeuchten, Zucchini-Kartoffelmasse hineingeben, zudrehen mit den Händen kräftig ausdrücken. Das austretende Wasser auffangen. Die ausgedrückte Kartoffelmasse in eine Schüssel geben.
  • Das aufgefangene Wasser kurz stehen lassen, bis sich die Kartoffelstärke am Boden absetzt. Flüsigkeit weggießen und die Stärke zu dem geriebenen Gemüse geben. Zusammen mit etwas Kräutersalz und zwei Eiern untermischen.
  • Jeweils einen großen Esslöffel der Kartoffelmasse in die heiße Pfanne setzen, etwas flach drücken und in Öl von beiden Seiten goldbraun-knusprig ausbacken.

Zucchini-Kartoffelpuffer-Reibekuchen-Rösti-Fazit

Lecker. Kross, knusprig. Kartoffelpuffer-Trauma in Kombination mit den Zucchinis überwunden? Sogar ganz ohne Ketchup! Bei uns gab es dazu Kräuterquark mit etwas mickrigen Frühlingszwiebeln (auf den Bildern sehen sie fast aus wie Schnittlauch – aber der war irgendwie gerade nicht zu bekommen) und ein paar Scheibchen Räucherlachs. Äußerst lecker, trotz brütenden Temperaturen.

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