Berliner Freestyle-Küche, quer durch Kontinente & Zeitzonen

Die perfekte Begleitung: Karamellisierte Zwiebeln mit Balsamico

Karamellisierte Zwiebeln – eine schnelle und köstliche Begleitung zu einem angenehm blutigen, zart von der Flamme geküssten Stück Kuh.

Rezept für karamellisierte Zwiebeln mit Balsamico

8 kleine Zwiebeln
Butterschmalz
2 gehäufte EL Zucker
Balsamico-Essig
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer


Zubereitung karamellisierte Zwiebelchen

  • Zwiebeln putzen und vierteln. In einer flachen Pfanne mit Butterschmalz anschmoren.
  • Den Zucker und etwas Salz dazu geben und unter Rühren in der Pfanne karamellisieren lassen.
  • Mit etwas Balsamico-Essig (Ich besitze nur die recht flüssige Billigvariante und nicht das dickflüssige und superaromatische Original) ablöschen, etwas Pfeffer dazu geben und kurz  einkochen lassen.


Karamell-Zwiebel-Fazit

Joar.. simpel, schnell, lecker. Zwiebeln haben ja sowieso eine Tendenz zum Süßen, da passt der karamellisierte Zucker hervorragen und der fruchtig-säuerliche Essig rundet es ab. Wer das nicht mag, überspringt den Essig einfach und knabbert nur die karamellisierten Zwiebelchen.

Kulinarisch eingerahmt wurden Fleisch und Zwiebelchen diesmal von einem frischen Salat, Pommes Frites und selbstgemachter Mayonnaise.

 

 

Print Friendly

Ragout aus Hähnchenherzen mit Thymian und Rotwein

Einige werden bestimmt direkt “Ihhhhbaaah” schreien, aber ich finde Innerein haben auf dem Speisezettel durchaus ihre Daseinsberechtigung und sollten ruhig mal aus der Schmuddelecke herausgeholt werden. Als ich letztens bei Effilee herumblätterte traf ich jedenfalls auf ein nett klingendes Rezept für ein Ragout mit Hähnchenherzen. Gefolgt war das ganze von einer recht erfolglosen Jagd nach Hühnerherzen durch diverse Supermärkte und Metzger. Eine Mindestabnahme von 2,5 kg fand ich dann doch etwas too much. Aber wie das Schicksal so spielt – genau als ich aufgeben wollte, erjagte der Gatte das Mammut und schleifte es in die Höhle genau im Supermarkt gegenüber das gewünschte Gut. 😉

Rezept für Hähnchenherzenragout mit Thymian und Rotwein

600 g Hähnchenherzen
2 große rote Paprikaschoten
350 ml Hühnerbrühe
150 ml Rotwein
2 Zwiebeln
1 Zehe Knoblauch
2 Lorbeerblätter
2 TL Tomatenmark
1 TL Honig
Balsamico
Butterschmalz zum Anbraten
2 EL Mehl
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer, 3/4 TL Thymian

Zubereitung des Ragout

  • Die Hähnchenherzen putzen (Gekröse abschneiden usw.), unter kaltem Wasser abspülen, mit Küchenkrepp abtupfen, in Mehl wälzen und zusammen mit der feingehackten Zwiebel in etwas Butterschmalz anbraten.
  • Das Tomatenmark unterrühren, leicht anrösten lassen und dann mit dem Rotwein ablöschen.
  • Hühnerbrühe, Gewürze und kleingehackten Knoblauch hinzugeben und auf mittlerer Flamme 20 Minuten kochen lassen.
  • Kurz vor Ende der Kochzeit die geschälten und grob gestückelten Paprikaschoten hinzugeben. Kurz mitkochen und dann mit Honig, Balsamico und evtl. noch etwas Salz abschmecken.

Ragout-Fazit

Ungewohnt. Aber wirklich sehr zu empfehlen – die Herzen nehmen den Geschmack nicht sehr stark an, und schmecken halt wie Herzen – die Sauce ist allerdings einfach göttlich. Bei uns gab es dazu selbstgemachtes Kartoffelpüree mit einem Hauch Knoblauch und einer Kleinigkeit Butter. 😉 Die im Originalrezept eingelegte Paprika habe ich auch lieber durch frische Schoten ersetzt. Bisher hatte ich Hühnerherzen  immer nur in Suppen oder Füllungen verwendet, diese neue Variante hat uns jedenfalls sehr gefallen und wird bestimmt öfters gekoch werden.

Print Friendly

Chocolate Cherry Brownies

Die Brownies hatte Tobias schon vor längerer Zeit verbloggt – endlich komme ich mal dazu, sie nachzubacken.  (Für die Interessierten hier die englischsprachige Quelle bei 101 Cookbooks.) Na gut, eigentlich habe ich keine Zeit und ein Wochenende voller Arbeit vor mir (die Drucklegung naht im Februar besonders früh) – aber gerade dann braucht man ja eine ..äh… Winzigkeit Zucker und Schokolade zur Nervenstärke. Ne’est-ce pas? Ich bin also ein Opfer der Umstände und förmlich dazu gezwungen diesen Schokoladenkuchen zu backen. Quasi. Und so.

Rezept für Chococlate Cherry Brownies

1 Glas Sauerkirschen, Abtropfgewicht 350 g (Alternativ: 300 g getrocknete Kirschen, am Vortag in Portwein eingelegt. Nachtrag: Die getrockneten Kirschen waren nicht so der Renner. Ich backe die Brownies inzwischen fast immer mit getrockneten Cranberries, manchmal auch zusammen mit ein paar Softpflaumen, die in Portwein eingelegt wurden.)
300 g Zartbitterschokolade zum Einschmelzen
100 g Zartbitterschokolade für Schokostückchen
250 g Brauner Zucker
125 g Creme Fraiche
4 Eier
80 g Butter
55 g Mehl
40 g echter Kakaopulver
Mark 1/2 Vanilleschote
2 TL Backpulver
Prise Meersalz

Zubereitung der Schokoladen-Brownies

  • 300 g Schokolade bei mäßiger Hitze im Wasserbad schmelzen, Butter und Zucker dazu geben und etwas abkühlen lassen.
  • In einer zweiten Schale die trockenen Zutaten miteinander vermischen und beiseite stellen. Die Kirschen abtropfen lassen und die restlichen 100 g Schokolade fein hacken.
  • Eine rechteckige Auflaufform mit Backpapier auslegen.
  • Die Eier jeweils einzeln mit einem Löffel unter die abgekühlte Schokoladenmasse mixen. Darauf achten, dass die Temperatur unter 40° liegt, da Eiweiß sonst sofort denaturiert. Danach die Mehlmischung unterheben.
  • Abschließend per Hand die Schokoladenstückchen, Creme Fraiche und die Kirschen untermischen. Letztere relativ vorsichtig, da es sonst Kirschmatsch gibt.
  • Den Brownie-Teig in die Auflaufform füllen und bei 175° ca. 40-50 Minuten backen.
  • Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen (nicht vorschnell ein Stückchen rausschneiden und sich die Zunge verbrennen), mit echtem Kakao überpudern und in Stückchen schneiden.

Brownie-Rezept-Fazit

Vielleicht habe ich es schon mal erwähnt. So ganz am Rande: Ich mag Schokolade. Ein wenig. Gut…ein wenig sehr. Vor allem in der Kombination mit Früchten. Und das hier ist … hach.. Death by Chocolate. Oben knusprig, im Innern warm, locker-fluffig, schokoladig, schokoladig, schokoladig und saftig. Mjam. Leider war meine Gier auf Schoko-Brownies zu groß die Zeit zu knapp, um die Variante mit den getrockneten, am Vortag in Portwein eingelegten Kirschen auszuprobieren. Wird aber nachgeholt! Versprochen!

Die Zuckermenge hatte ich schon um 50g reduziert – mir sind die Brownies so immer noch fast einen Tick zu süß. Und ich vermute, dass sie mit den in Alkohol eingelegten Trockenfrüchten einfach noch eine Spur göttlicher und “runder” schmecken würde.  (Ja, ja.. immer hab icke watt zu meckan! ;-))

Edit – der Tag danach

Durch eine Nacht im Kühlschrank sind die Brownies nicht mehr so fluffig, sondern kompakt-schokoladig. Die eingerührten Schokoladensplitter sind jetzt wirklich wahrnehmbar und die zuckrige Süße etwas zurückgetreten: einfach perfekt.

Print Friendly

Blog-Event LXIV – Valentinstag kulinarisch: Verführerische Trinkschokolade am Stiel

Jaaaaha…. ich weiß. Ich bin mal wieder ultraspät für den Event dran. Aber zu meiner Ehrenrettung muss ich gestehen, dass ich erst heute zufällig drüber gestolpert bin. 😉

Blog-Event LXIV - Valentinstag kulinarisch (Einsendeschluss 16. Februar 2011)

Der Liebste und ich zelebrieren den Valentinstag jetzt nicht so großartig, wie vielleicht noch zu Teeniezeiten üblich. Mein Mann ist durchaus in der Lage mich auch an einem normalen Wochentag mit Blumen zu erfreuen und umgekehrt überrasche ich ihn auch einfach so, weil ich Ihn liebe, mit etwas Schönem. Kleine Überraschungen, Rücksichtnahme und Aufmerksamkeiten erhalten eben die Beziehung – jedenfalls im Idealfall.

Im nicht so idealen Fall hat man gerade viel Stress im Beruf, zu viele Sachen im Kopf und verpasst es vielleicht, sich wirklich Zeit für den Partner zu nehmen – auch wenn man es eigentlich gerne will. Deswegen nehmen wir trotz Konsumterror den Valentinstag einfach gerne als Anlass, für eine kleine Auszeit nur für uns. Quality-Time nennt sich datt gloob ick auf Küchenpsychologisch. 😉 Und da dazu sicherlich auch Genuss gehört und wir bekennendermaßen Schokoladen- und Trinkschokoladen-Junkies sind (wir stehen zu unseren Süchten), gab es für den Liebsten (und mich natürlich) zum Valentinstag Schokolade am Stiel.

Hach… jetzt muss ich noch ein paar Bilder herzeigen. Ich finde die Schokolade am Stiel total genial und hab mich richtig gefreut, wie toll sie geworden ist und wie simpel das alles geklappt hat. Wir hatten schon manchmal von Freunden edle Trinkschokolade am Stiel geschenkt bekommen und ich habe mit dem leckeren Zeug wirklich ein wenig rumgegeizt. Das ist jetzt jedenfalls nicht mehr nötig – und das Schöne: man kann wirklich jeden Geschmack einrühren, den man mag. Dem kreativen Foodie sind da kaum Grenzen gesetzt. Der Liebste versucht mich schon zu überzeugen, dass Schokolade am Stiel unbedingt etwas Singe Malt Whisky als Zusatz benötigt. Da bin ich aber noch etwas unschlüssig, wegen der Festigkeit der Schokolade.

Sehen sie nicht hübsch aus? Achtete bitte nicht so auf die Macken – als ich die Schokolade aus den Formen gelöst hatte, besaß sie noch eine perfekt glänzende Oberfläche. Danach hatte ich die glänzende Idee die Stäbchen zum Fotografieren in ein Glas zu stecken – das natürlich prompt umkippte. Perfekte Oberfläche adé – seufz.

Das Rezept für die Trinkschokolade am Stiel habe ich diesmal wieder bei Suite101 eingestellt.

Print Friendly

Nicht nur was zu Weihnachten: Mandelsplitter mit Cranberrys

Es ist schon etwas länger her, dass ich dieses leckere Konfekt produziert habe, verbloggen will ich es aber dennoch noch. Ich hatte sowas vor Jahren schon mal öfters gemacht zum Verschenken, die leckeren Schokodinger gerieten aber in Vergessenheit. Erneut auf die Idee gebracht, hat mich aber Sus vom CorumBlog während der Weihnachtszeit.

Copyright by Distelfliege

Das Zeug ist aber auch viel zu köstlich, um nur zu Weihnachten gemacht zu werden. Schmeckt auch suchtgefährend gut  im Frühjahr oder im Herbst – naaaaja… im Hochsommer würde es wahrscheinlich hemmungslos wegschmelzen. Obwohl die Schokoteilchen sowieso keine all zu großen Überlebenschancen haben. Ich habe die Mandelsplitter zum Knabbern auf einem Treffen meiner Spinngruppe gemacht und sie hatten quasi die Lebensdauer eines Schneekristalls in der Sahara… 😉

Die entfernt an Choco Crossies erinnernden (nur sehr viel leckerer, lockerer und vor allem laktosefrei) Mandelsplitter sind geradezu ein klassisches Geschenk aus der Küche. In letzter Zeit habe ich die Cornflakes auch weggelassen und stattdessen einfach gepufften Mais verwendet (gibt es im Bioladen), das hat den weiteren Vorteil, dass diese schokoladige Süßkeit dann auch glutenfrei ist.

Rezept für selbstgemachte Mandelsplitter

150g Zartbitterkuvertüre
100g Mandelsplitter
50g getrocknete Cranberrys
50g Cornflakes/gepuffte Reiskörner
Msp Zimt
Msp Vanillepulver (gemahlene Vanilleschote) oder etwas Mark einer Vanilleschote
Msp Kardamom

Zubereitung des Mandelkonfekts

  • Die Cornflakes in einen Gefrierbeutel geben, fest verschließen oder zuhalten, mit einem Nudelholz etwas darauf schlagen und die Cornflakes so in kleine Stückchen zerbröseln und in eine Schale geben.
  • Die Mandelstifte in einer Bratpfanne ohne Fett und unter ständigem Rühren goldbraun rösten und zu den zerkleinerten Cornflakes geben.
  • Die getrockneten Cranberrys mit einem Messer grob hacken und zu den restlichen Zutaten geben und unterheben.
  • Bei mäßiger Temperatur wird nun die Zartbitterkuvertüre im Wasserbad geschmolzen und Vanille, Kardamompulver und Zimtpulver untergerührt.
  • Die mit den Gewürzen versehene flüssige Schokolade nun unter die Mischung aus Cornflakes, Mandeln und Cranberries heben, bis alles gleichmäßig von Schokolade ummantelt ist.
  • Mit zwei Teelöffeln immer etwas der Mandelmasse abstechen und als Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett oder Blech geben.
  • Sobald die Schokolade ausgehärtet ist (einige Minuten im Kühlschrank sind hier ganz dienlich), kann das schokoladige Mandelkonfekt vernascht oder in Dosen und Geschenktütchen verpackt werden.

Rezeptideen für selbstgemachte Mandelsplitter

Bei diesem Rezept kann man wild experimentieren – gelingen tut es fast immer. Als leckere Varianten kann man auch weiße Schokolade oder Vollmilchschokolade verwenden, etwas löslichen, pulverisierten Instant-Kaffee zum Aromatisieren mit in die flüssige Schokolade mischen, einen Hauch Chili hinzu geben oder die anderen Ingredienzien verändern. Statt Cranberrys kann man auch andere Trockenfrüchte verwenden. Zum Beispiel getrocknete Aprikosen, Erdbeeren, Ananas, Mangos oder einfach Rosinen.

Die Mandelstifte müssen auch nicht unbedingt geröstet werden, sondern können direkt verwendet werden oder  zum Teil auch mit anderen Nussorten, wie zum Beispiel Haselnuss, Walnuss oder gar Kokosraspeln, in der Menge ersetzt werden.

 

Print Friendly