Blogevent: A Tribute to Don Clemente

Heute gibt es was zum Mitmachen – ich hatte nämlich heute Morgen Mittag nach dem Aufwachen und dem Lesen der netten Kommentare zum Bismarckhering-Salat eine wahrhaftige Erleuchtung: ein Blog-Koch-Event zum Thema Clemens Wilmenrod.

Nachdem uns dieser Mann, ob seiner Zutaten und Sprachwahl, auch heutzutage noch ein liebliches Lächeln aufs Gesicht zaubert, dachte ich, das wäre eine amüsante Idee. Bisher haben mich die zahlreichen tollen Kochevents, die in der Foodblog-Landschaft von kreativen Köchen geboten werden, ja abgehalten, aber ich war von meiner eigenen Idee so begeistert, dass ich meine Zweifel hinweggefegt habe. ;-)

Es würde mich jedenfalls wirklich absolut freuen, wenn sich einige Blogger beteiligen würden und mich mit Gerichten à la Don Clemente erfreuen würden.

Blogevent: A Tribute to Don Clemente

Mitmachen kann jeder, der über ein Blog und kochtechnische Kreativität verfügt: Leckeres Zeugs à la Clemens Wilmenrod kochen, mit Bild verbloggen, Backlink setzen und Mail mit Bild und Link an mjam@zauberkessel.net schicken. Ich bemühe mich dann so schnell wie möglich eine Zusammenfassung der (hoffentlich) zahlreichen Beteiligungen im magischen Kessel zu posten. Gefordert sind nachgekochte Gerichte des kulinarischen Meisters, eure eigenen Versionen davon oder zumindest kochtechnische Kreationen, die stilistisch in diese Zeit passend würden. Wer was noch verborgen in euren Kochbüchern schlummert (ich habe ja leider kein Kochbuch von Don Clemente und die Preise bei Amazon und Ebay steigen gerade durch das Wilmenrod-Fieber). Tobt euch aus und überrascht mich.

Da wir ja alle etwas im Weihnachtsstress sind, ist der Stichtag für die letzte Beteiligung der 05.01.2010 10.01.2010 um 24.00 Uhr. Ich bin sicher, beim Sylvesterbuffet kann man sich mit den genialen Spezialitäten Wilmenrods supergut austoben und seine Gäste damit begeistern.

Die (etwas schlichten *hüstel*) Banner zum Mitnehmen gibt es hier.

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Salat vom Bismarckhering – Shermin Arif bittet zu Tisch ;-)

Ihr lieben, goldigen Menschen,

letztens habe ich einen amüsanten Vormittag verbracht. Nein, nicht was Ihr jetzt denkt… tss… Ich bin bei Nutriculinary auf einen Artikel zu Clemens Wilmenrod gestoßen, den Film habe ich ja leider verpasst… Jedenfalls war dort eine von den beiden einzigen erhaltenen Fernsehausstrahlungen verlinkt.  Clemens Wilmenrod kochte also für mich innerhalb von 15 Minuten Heringssalat auf bretonische Art. Unter leisen Lachanfällen konnte ich beobachten, wie diese absolut tyyyypische lokale Speise der autochtonen Bevölkerung mit so einheimischen Zutaten wie Bananen und Heinz-Ketchup entstand. ;-)

Wie der Bismarck auf den Hering kam

Anlässlich dieses Gerichtes mag ich auch noch auf das neue Buch von Petra Foede – die auch das äußerst lesenswerte Blog “Kaffeeklatsch” (bei der Verlinkung fällt mir gerade mit einem breiten Grinsen auf, dass sie gerade das Clemens Wimenrodsche arabische Reiterfleisch am Kragen hat…) betreibt – verweisen. “Wie der Bismarck auf den Hering kam. Kulinarische Legenden” – liest sich sehr nett und ich schulde ihr auch schon seit einiger Zeit noch einen Artikel hierzu. Krankheitsbedingt bin ich leider nicht dazu gekommen bisher. Ewige Schande über mich… Aber ich finde das Büchlein ist für das kochende Volk sicher ein nettes Weihnachtsgeschenk, deswegen hier die kurze Anmerkung.

Hering und Pellkartoffeln … mh…

Der Erfinder des Toast-Hawaii war jedenfalls äußerst inspirierend, meine verehrte Feinschmeckergemeinde, was jetzt dazu führte, dass ich aus einem zu viel gekauftem Glas Bismarckheringe einen (nichtbretonischen) Fischsalat zauberte. Als Beilage gab es bei uns dazu Pellkartöffelchen.

Rezept für Bismarckhering-Salat

250 g Bismarckhering (1 Glas)
200 g Joghurt
50 g Sahne
1 großer Boskopapfel
2 mittelgroße scharfe Zwiebelchen
4 Kirschtomaten
einige Senfgurken nach persönlichem Geschmack
2 TL mittelscharfer Senf
1 TL Tamarinden-Chutney (alternativ 1 TL säuerliches Ketchup)
1 TL Kräutersalz
1 TL Honig
1/2 TL frisch gestoßener bunter Pfeffer

Zubereitung Fischsalat mit Bismarckhering

  • Gewürze, Joghurt und Sahne in einer Schüssel zur Sauce anrühren.
  • Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden, Kirschtomaten waschen und achteln, in die Sauce werfen.
  • Den Bismarckhering abtropfen lassen und in kleine Würfelchen schnibbeln. Gehäutet habe ich die Dinger jetzt nicht, die Haut war so zart, die essen wir eh immer mit. Fischstücke unter die Sauce heben.
  • Den Boskop schälen und – wie die  Senfgurken – fein würfeln und mit dem Fisch in der Joghurt-Marinade paaren.
  • Schüssel abdecken und im Kühlschrank mindestens noch ein Stündchen durchziehen lassen.

Bismarckhering-Salat-Fazit

Sehr lecker & schön fruchtig, als Beilage gab es bei uns dazu Pellkartoffeln – da kann man sich so richtig schön kindlich-matschig austoben. ;) Wenn ich ganz ehrlich bin, Banane à la Wilmenrod kann ich mir ja auch drinne vorstellen. Ich bin ein Fan von der Kombination salzig & fruchtig. Für den Fall, dass ich endlich mein Rezept fürs Tamarinden-Chutney wiederfinde, wird das natürlich noch nachgereicht. Ich durchkrame schon pflichtschuldigst meine Rezept-Notizbücher.

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Okonomiyaki – japanische Pizza (abgespeckte Variante)

Es ist bestimmt schon über 10 Jahre her, da habe ich im Fernsehen einen Bericht von Jean Pütz über Japan gesehen. Unter anderem stellte er da ein typisches und sehr beliebtes Straßengericht vor. Bis heute war ich ja der seltsamen Annahme verfallen, dass er die Dinger damals “Itatakimas” genannt hat. Eine kurze Netzrecherche hat schon vor längerer Zeit ergeben, dass das a) “Danke fürs kochen!” bedeutet und b) wohl falsch ist.

Da mein Gemahl heute Gelüste gen namenloses japanisches Gericht geäußert hat, habe ich Tante Google nochmal angeworfen und dabei festgestellt, dass es sich bei dem Zeug was wir gerne mal essen um “Okonomiyaki” handelt. Das Gericht ist eine typische Spezialität aus der Region um Ōsaka und Hiroshima und wird im Original natürlich mit ausgefeilteren Zutaten hergestellt als ich sie nutze. Fischbrühe (Dashi), Thunfischflocken (Katsuobushi) und Nori-Algen sind hierfür wohl essentielle Bestandteile.  Wegen der vielfältigen Zutaten wird es gerne auch als japanische Pizza bezeichnet. Nunja, gekocht habe ich heute dennoch nach meinem selbstzusammengebrauten Rezept, in welchem ich immer relativ frei nach Schnüss die Zutaten hineinwerfe. Die originale Variante gilt es dann nochmal in Ruhe und Muße auszuprobieren.

Okonomiyaki_bs

Rezept für europäisch inspirierte Okonomiyaki

300 g Weizenmehl
1 TL Five-Spice-Powder
2 TL Salz
1 TL frisch gemahlenen Pfeffer
1 großer Spritzer Hot Chili Sauce
4 Eier
350 ml Wasser
1/2 Weißkohl
200 g Schinkenwürfelchen
neutrales Öl zum Ausbacken

Okonomiyaki1_bs

Zubereitung japanische Pizza

  • Mehl, Gewürze, Eier und Wasser miteinander verquirlen und 30 Minuten quellen lassen.
  • Weißkohl putzen und fein hoben, bzw. durch die Küchenmaschine jagen.
  • Weißkohlschnippselchen unter den Teig heben.
  • Den Teig mit den Schinkenwürfeln beglücken und sie gründlich untermischen.
  • Eine große flache Pfanne mit etwas Öl erhitzen, eine Kelle Pfannkuchenteig hineinsetzen und etwas ausbreiten. Anbraten, umdrehen, flach drücken, weiterbraten.
  • Wenn der Pfannkuchen durchgegart und goldbraun ist, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp setzen. Warmhalten bis man gemeinsam drüber herfallen kann.

Okonomiyaki-Fazit

Im Grunde sind es ja nur asiatisch aufgepeppte Gemüsepfannkuchen in die man nach Lust und Laune Dinge hineinwerfen kann. Ich vermute auch im japanischen Raum wird es in den heimischen Küchen recht variabel und gerne mit dem zubereitet was sich gerade noch in der Vorratskammer befindet.  Mit Krabben schmecken die Dinger jedenfalls auch toll. Getoppt wird das Ganze normalerweise mit einer Art Mayonaise, simples Ketchup tut es allerdings auch und bei uns gab es nen Kräuterquark mit Schnittlauch dazu, den mein Gemahl sehr lecker zusammengerührt hat.

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Nachgemacht: Türkische Honignüsse mit Sesam

Letztens erblickten meine hungrigen Äuglein im CorumBlog ein Rezept für gebrannte Erdnüsse mit Honig und Sesam. Da jetzt schon ein paar Pakete zum Verschicken und Verschenken anstehen und ich die Nüsschen auch gerne zu Weihnachten als kulinarische Weihnachtsgeschenke meinen Liebsten angedeihen lassen wollte, hab ich diese orientalische Süßigkeit dann auch mal ausprobiert.

Rezept für gebrannte Honig-Sesam-Erdnüsse

1 Tüte Erdnüsse, in der Schale geröstet. Ergibt nach dem Abfummeln selbiger ca. 200 g
2 EL Honig
3-4 EL Sesam (ca. 50 g)
1 Prise Meersalz

Zubereitung der türkischen Honig-Nüsse

  • Den Sesam ohne Fett in eine Pfanne geben und rösten. Laut Sus bis sie anfangen zu platzen. Meine Sesamkörnchen haben sich schlicht geweigert zu platzen, also habe ich sie einfach goldbraun geröstet und dann in einer Schale beiseite gestellt.
  • Als nächstes wanderten die geschälten Erdnüsse in die Pfanne und werden ebenfalls hübsch angeröstet, aber nur wenig, da die Erdnüsse ja noch länger in der Pfanne bleiben und sonst schwarz werden. Da wir direkt die doppelte Menge gemacht haben, haben mein Mann und ich einen wundervollen nuss-schälenden Abend wie die Eichhörnchen vorm Fernseher verbracht. ;-)
  • Den Honig und das Salz darüber geben, dabei ständig weiterrühren und noch circa drei Minuten rösten. Den schon gerösteten Sesam unterrühren.
  • Die klebrige Nussmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und möglichst glatt streichen.
  • Die leckeren Erdnussteilchen in Ruhe erkalten lassen, danach in Stücke brechen und in eine mit Pergamentpapier ausgelegte Dose füllen.

Kandierte-Erdnuss-Fazit

Der Honig ist richtig karamellisiert und umhüllt die Nüsse und den Sesam glatt und kaum noch klebrig. Ich bin jetzt nicht so der Honig-Fan, von meinem Gatten wurde mir aber versichert, dass die Nüsse sehr, sehr lecker und damit verschenkwürdig sind. Ich werds demnächst nochmal mit Mandeln auspobieren.

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DFssgF 5 – mein Fresspaket ist daaaaa!

Mein Fresspaket ist daaaa!

Na gut, schon ein bissel länger da. Donnerstag letzte Woche ist es angekommen und die Versenderin meines lukullisches Fresspaketchen aus dem Frankenland ist Petra von Brot und Rosen, die ich – damals noch mit meinem alten Blog – fresstechnisch im letzten Jahr beglückt habe.

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Wer jetzt gar keine Ahnung hat wovon ich fasele: das DFssgF ist eine Blogaktion von Rosa und heißt nicht anderes, als “Deutsche Foodblogger schicken sich gegenseitig Fresspakete” – ich bin dieses Jahr zum dritten Mal dabei gewesen und werde jederzeit gerne wieder zur Täterin.

Fresspaket(Sieht das nicht lecker aus?)

Aus dem Land der Karpfenteiche kommen also mittelfränkische Spezialitäten, die schon zum Teil in unseren Mägen gelandet sind. Ich mags zwar süß, aber auch gerne deftig, deswegen ist der Inhalt genau meine Kragenweite. :-) Im Paket waren:

  • Geräuchertes und gepfeffertes Karpfenfilet, schon aufgfressen. Habe zum ersten Mal bewusst Karpfen gegessen, erstaunlich essbar und lecker.
  • Eine Flasche naturtrübes Kellerbier einer kleinen unterfränkischen Brauerei. Die obligatorische Bierflasche darf im Fresspaket natürlich nicht fehlen – allerdings überantworte ich die meinem Gemahl, werde aber pflichtgemäß natürlich einen Schluck probieren.
  • Ein Glas  Meerrettich. Ein wenig davon gab es zum Karpfen, war aber nicht so ganz unsers. Aber zu Weihnachten ist Rinderzunge geplant, dazu passt es perfekt – aufgeschlagen mit etwas Sahne. Aus der Ferne wurde das Glas quasi schon von meiner Mom meerrettichgierend in Besitz genommen. ;-)
  • Ein Tütchen Lebkuchengewürz. Super, kommt mir seeehr gelegen – hab am Wochenende schon die zweite weihnachtliche Backorgie hinter mich gebracht und Lebkuchen sind eh geplant.
  • Ein Päckchen Lakritzfischchen, äh Lakritzkarpfen natürlich. ;-)
  • Ein selbstgebackener furchtbar lecker riechender Früchtekuchen. Ich war leider so blöd ihn bis zum Wochenende aufzubewahren – ich dachte Früchtkuchen hält sich so lange. Leider war er sanft angeschimmelt als wir ihn dann zum Kaffee anschneiden wollten. Hab mich wirklich sehr über mich selbst geärgert und finds schade, dass mir der Geschmack entgangen ist. Naja, selbst schuld.
  • Eine große Dose Presswurst. Die gibt es demnächst mal als Brotzeit mit gutem Brot vom Biobäcker und zusammen mit dem Bier.
  • Und ein großes Paket Weihnachtstee – noch unprobiert, da wir aber gerne Tee vernichten wird es natürlich voller Freude vernichtet.

Also liebe Petra: einen herzlichen Dank für die vielfältigen Leckerein! Mein Paket ist leider etwas verzögert, ich packe es aber heute noch fertig und schicke es morgen auf den Weg. Versprochen.

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