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Tiefrote, zuckersüße Erdbeerliebe: Rezept für Erdbeersirup

Wer denkt ich wäre mit dem Rezept für Erdbeereis endgültig und haarscharf an der Erdbeersaison vorbeigeschrammt - weit gefehlt. Ende letzter Woche haben wir an einem der Erdbeerhäuschen noch ein Kilo erstanden. Tiefrote Erdbeeren. Biss man hinein, bluteten die Früchte förmlich. Allein - sie schmeckten so gar nicht süß oder lecker.

Selbstgemachter ErdbeersirupWas also mit den letzten frischen Erdbeeren des Jahres machen? Da wir nur selten Marmelade essen (der Liebste hat eine ausgeprägte Honigaffinität entwickelt, die er am Frühstückstisch zelebriert, ich mag mehr säuerliche Gelees und in der Kammer stehen noch drei Jahre alte Gläser mit Erdbeermarmelade...), kam mir der Gedanke an Erdbeersirup.

Selbstgemachte ErdbeerlimonadeIch verzog mich also in die Küche, rettete die noch guten Erdbeeren - nur um dann mitten im Kochen zu entdecken, dass ich nicht mehr genug weißen Zucker da hatte. Deswegen besteht der Erdbeersirup zur Hälfte aus braunem Rohrzucker, ich finde die leicht karamellige Note erschnuppert man auch ganz sanft. Wer mag, kann gerne auch noch etwas gemahlene Vanilleschote hinzufügen, da habe ich bei längerer Lagerung allerdings immer etwas Bedenken. Natürlich kann der Sirup auch aus Tiefkühlerdbeeren hergestellt werden. Und wer keine Früchte mag, kann ja Vanillesirup oder Schokoladensirup kochen. 😉

Limonadensirup aus ErdbeerenErdbeerlimonade

Selbstgemachter Limonadensirup aus Erdbeeren

Ein tiefrotes, herrlich zuckersüßklebriges & erbeeriges Gebräu, das uns hoffentlich auch noch im Winter erfreuen wird, war das Ergebnis. Nutzen kann man den Fruchtsirup zum Beispiel als Grundlage für Erdbeerlimonade, für Cocktails und andere Mixgetränke, zum Aromatisieren von Dressings oder schlicht als Erdbeersauce auf Eiscreme. Aus 600 g geputzten Erdbeeren habe ich knapp 1,7 Liter Erdbeersirup herausbekommen. Bei jedem Öffnen des Glases kommt mir eine Wolke eingefangener und konzentrierter Sommererdbeerduft entgegen. Der pure Sirup selbst schmeckt natürlich einfach nur unglaublich süß und erdbeerig. Als Limonade verdünnt kommt das Erdbeeraroma dann intensiver zur Geltung. Einfach 2-4 TL Sirup in ein Glas geben und mit kaltem, sprudelnden Mineralwasser aufgießen. Kurz umrühren und ausschlürfen.

Wie kocht man Erdbeersirup?Rezept für Erdbeersirup

600 g Erdbeeren (fertig geputzt)
500 g Wasser
circa 900 g Zucker (abhängig von der Menge des ausgekochten Erdbeersaftes - 1/2 weißer Zucker, 1/2 Rohrzucker)
1 Zitrone

Zubereitung

  • Die kleingeschnittenen Erdbeeren zusammen mit dem Wasser in einem Topf aufsetzen. Aufkochen und dann bei kleiner Hitze 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
  • Die labberig ausgekochten Früchte durch ein feines Sieb hindurch abseihen, den Erdbeersaft auffangen. Die zerkochten Früchte nur sanft mit einem Löffel im Sieb ausdrücken, damit keine Trübstoffe in den Saft gelangen.
  • Die Menge des aufgefangenen Saftes abwiegen und zusammen mit der gleichen Menge an Zucker in einen Topf geben. Bei mir waren es 900 g Erdbeersaft, die ich mit 900 g Zucker ergänzt habe. Die Hälfte der Zuckermenge habe ich durch Rohrzucker ersetzt. Das ist aber optional.
  • Die Zitrone auspressen und den aufgefangenen Saft durch ein Sieb abseihen, damit kein Fruchtfleisch in den Erdbeersirup gerät.
  • Den Sirup unter Rühren bei geringer Hitze aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Mit einem Löffel den sich bildenden Schaum abschöpfen.
  • Den heißen Erdbeersirup mit einem simplen Einfülltrichter* oder Marmeladentrichter* in ausgekochte oder heiß ausgespülte Schraubgläser und Flaschen füllen, gut verschließen und umgedreht auf einem feuchten Tuch auskühlen lassen.

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Kulinarische Last-minute-Geschenkidee: Schokoladensirup

Der Schokoladensirup ist wirklich unglaublich simpel herzustellen und dennoch ein wunderbares und schönes Geschenk aus der Küche.  Ich hatte ja letztens schon selbstgekochten Vanillesirup hier im Blog vorgestellt.
Ich war geradezu verwundert und fasziniert, wie einfach das doch geht. Ich erinnere mich, wie ich vor über 10 Jahren für ein Rezept (ich weiß nicht mal mehr welches) alle verrückt gemacht habe, weil ich dafür unbedingt Schokoladensirup benötigte, der damals nur schwer zu bekommen war. Eine Freundin organisierte mir dann amerikanischen Schokosirup, ich glaube von Hersheys.

Selbstgemachter Schokosirup als Geschenk

Und besser, als dieses herrlich schwarzglänzende Zeugs, war er sicherlich nicht. Abgefüllt in eine hübsche Flasche oder ein Glas und nett etikettiert ist diese Schokoladensauce ein schönes kulinarisches Geschenk und essbares Mitbringsel zu jeder Jahreszeit. Mich hat diese Rezeptentdeckung (und die daraus resultierende Schokoladen-Dosis) wirklich beglückt. Frau glaub ja gar nicht, was man alles mit Schokoladensirup anstellen kann...

Rezept für Schokoladensirup

250 ml Wasser
200 g Zucker
100 g echter Kakao (Backkakao)
Etwas gemahlene Vanilleschote/Mark einer Vanilleschote
Prise Meersalz

Zubereitung

  • Bis auf den Kakao alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und erwärmen.
  • Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, den Kakao hinzugeben und mit einem Schneebesen einarbeiten.
  • Aufkochen und dann noch 5 Minuten weiterköcheln lassen.
  • Direkt in ein heiß ausgespültes/ausgekochtes Glas füllen und verschließen. Der Schokoladensirup dickt beim Abkühlen noch an.
    Lagerung: Im Kühlschrank.

Schokoladensirup-Fazit

Der Aromasirup passt hervorragend in den Kaffee, in Cocktails, in und auf Gebäck - und ist vor allem auf Eis (mein derzeitiger Favorit: Mangosorbet mit Schokoladensirup - Hach!) wirklich toll. Ich muss allerdings gestehen, dass die Schokosauce -  obwohl wirklich sehr lecker - noch etwas Raum für Steigerungen lässt. Irgendeine absolut winzige Kleinigkeit fehlte mir, um die Sache wirklich komplett rund zu machen. Eventuell füge ich beim nächsten Mal etwas Kaffee hinzu? Vielleicht ist hier auch der Kakao vom Discounter verantwortlich. Das Rezept ist ja so einfach, dass es viel Spielraum für weitere Aromen schenkt.

Ich habe jetzt jedenfalls immer ein Glas davon im Kühlschrank stehen, bei hygienischer Behandlung hält er sich hier problemlos einige Wochen/Monate.

Die Quelle für mein - selten genug kommt es ja vor - fast komplett übernommenes Rezept ist Chefkoch. Ich verlinke an dieser Stelle nicht,  da Backlinks dort auch nicht erlaubt sind (und sich Inhalte von mir dort auch schon wieder fanden ;)).

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Geschenk aus der Küche: Selbstgemachter Vanillesirup

Vanillesirup ist ein gutes Basic beim Kochen. Man kann ihn in Cocktails versenken oder ihn mit seinem intensiven Vanillegeschmack auch ganz klassisch als Aromasirup für den Milchkaffee (endlos lecker), Saucen, Cremes, Gebäck und Joghurt-, Quark- und sonstige Süßspeisen aller Art nutzen.

Rezept für selbstgemachter Vanillesirup

Geschenk aus der Küche: selbstgemachter Vanillesirup

Ich verschenke ja gerne selbstgekochte oder gebackene Dinge. Für mich ist das auch ein Weg, um den beschenkten Menschen zu zeigen, wie lieb und teuer sie mir sind. Selbermachen ist meiner Meinung nach Luxus. In den Geschenken aus der Küche steckt Sorgfalt, Liebe, Lebenszeit, Aufmerksamkeit, bestimmt auch eine winzigkleine Prise Besessenheit und die Lust, etwas mit den eigenen Händen Erschaffenes weiterzugeben und damit echte Freude zu wecken.  So zumindest die graue Theorie.

Manchmal bekommt man leider so gar keine Rückmeldungen, wie etwas liebevoll Selbstgemachtes angekommen ist oder ob es überhaupt gefiel.  Ein wenig ist es dann so, als ob man Geschenke  in ein schwarzes Loch wirft. Das ist in solchen Fällen natürlich irgendwie noch frustrierender, als bei im Laden erworbenen Sachen - passiert aber eben. Aber sehr oft bekommt man auch sehr beglückende Rückmeldungen à la "Wow... das hast du selbst gemacht?" oder "Das war so lecker, viel besser als gekauft. Ich wusste gar nicht, dass man das auch selbst machen kann!". Besonders schön: "Bin abhängig. Brauche das Rezept. Sofort!" Solche Reaktionen sind - ich gestehe - einfach unbezahlbar bauchpinselig und stopfen jedes schwarze Löchlein im Herzen.

Für einen lieben Freund (der mich jedes Jahr anlässlich seines Alterungsprozesses erneut vor die Frage stellt: Was zur Hölle soll ich verschenken??) habe ich letztens einen Präsentkorb mit dem Thema "Kaffeepause" zusammengestellt. Darin war selbstgebackenes Berliner Brot, selbstgemachte Rezept für Schokoladenmandelsplitter und frisch gekochter Vanillesirup und Schokoladensirup, um den Kaffee aufzupeppen.

Aromasirup mit Vanille

Rezept für Vanillesirup

250 g Zucker
150 g Wasser
1 Vanilleschote
2 großzügige Msp gemahlene Vanilleschote (optional)
Einige Spritzer frischen Zitronensaft

Zubereitung

  • Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Danach die Schote auch nochmals quer halbieren.
  • Vanillemark, und ausgekratzte Vanilleschote zusammen mit Wasser, Zucker und etwas  Zitronensaft in einen Topf geben und - bis sich alles aufgelöst hat - unter Rühren aufkochen lassen.
  • Bei etwas geringerer Hitze für 5 - 10 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
  • Der Sirup gewinnt beim Abkühlen noch etwas an Konsistenz und wird dicker. Wer sich unsicher ist, kann aber wie bei Marmelade eine Tellerprobe machen.
  • Den Vanillesirup inklusive der Vanilleschotenstücke noch heiß in ein ausgekochtes Glas oder eine Flasche füllen, verschließen, und umdrehen.

Rezept für Vanillesirup für den Kaffee

Vanillesirup-Fazit

Der Sirup ist unglaublich vanillig und im Grunde sehr einfach herzustellen (aufmerksame Leser wissen ja, dass ich da eh ein Faible für habe) und eine wundervolle, sehr vielseitig Grundzutat für die Küche.  Ist er in durch auskochen sterilisierte Gläser gefüllt, und damit richtig eingekocht worden, hält er sich eigentlich problemlos in der Vorratskammer. Wenn nicht, ist eine langfristigere Lagerung im Kühlschrank eventuell sinniger.

Meine erste Version war mir zu dünnflüssig, musste zu lange kochen und kristallisierte im Anschluss leider zum Teil wieder aus. Ich hatte erst die Vermutung, dass die Zuckerlösung zugesättigt war. Wie ich nachher erfuhr, liegt der Trick aber darin, etwas Zitronensäure hinzuzufügen, um das Auskristallisieren zu verhindern. Mit kristalliner Zitronensäure, die wohl auch in Apotheken erhältlich ist, wurde mir dies aber zu säuerlich (in der Effilee wird 1/2 gestrichener Teelöffel auf insgesamt 1 Kg Grundmasse berechnet). Deswegen bin ich auf frischen Zitronensaft ausgewichen, was für mich sehr gut funktioniert hat. Das jetzige Rezept ist da schon angepasst und ich hoffe es gefällt.