Schlagwort-Archive: Bärlauch

Frühlingsfrisch: Bärlauchpesto

Momentan habe ich meine Ernährung quasi auf Bärlauch umgestellt. Mein knuspriges Frühstücksbrötchen wird mit zitronig-pfeffriger Bärlauchbutter bestrichen und auch den Karfreitagsfisch (bei uns Goldbrasse und Regenbogenforelle) bekamen eine schicke Füllung aus Bärlauch und Butter.

Rezept für Bärlauchpesto mit Cashews

Pesto aus wildem Knoblauch

Und wer noch mehr Grün auf dem Teller will und auf dieses leicht scharfe, knoblauchige Aroma steht, kann auch ganz einfach seine Nudeln damit beglücken und schnell ein frühlingshaftes Pesto zaubern. Mit einem guten Pürierstab, der richtig Kraft hat, geht das wirklich wie von Zauberhand, während die Nudeln im Topf vor sich hin blubbern. Ich verwende für mein Pesto kein Olivenöl, ich habe immer den Eindruck, dass es durch das Pürieren dazu neigt bitter zu werden. Aber ihr könnt natürlich das Öl hineingeben, das ihr am Liebsten mögt (oder in der Vorratskammer habt). Auch bei den Nüssen könnt ihr nach Belieben variieren. Pesto kann man unter einer Ölschicht im Kühlschrank rein theoretisch ein paar Wochen aufheben, bei uns wird diese große Menge aber direkt großzgügig für eine ganze Packung (500g) Spaghetti verwendet.
Nach dem Abgießen einfach in einer großen Schale das reichhaltige Pesto unter die noch heißen Spaghetti heben - fertig ist dieses wundervolle vegetarische Nudelgericht. Wer mag, kann dazu noch einen kleinen Salat reichen.

Rezept für Bärlauchpesto

100 g frischer Bärlauch
70 - 100 ml Sonnenblumenöl
60 g geriebener Parmesan
1 Dose geröstete, gesalzene Cashews (150 g)
1/2 TL Meersalz (fein)
1/4 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Den Bärlauch waschen, etwas trocken schütteln und die Stiele entfernen. grob Stückeln und in eine hohe Schüssel oder Rührschüssel geben.
  • Etwas Öl dazu geben und mit einem leistungsfähigen Stabmixer pürieren, bis die Blätter und das Öl einen cremigen Brei ergeben. Bei Bedarf etwas Öl nachgeben.
  • 2/3 der gerösteten Cashewnüsse zum Pesto geben und fein pürieren.
  • Das letzte Drittel der Nüsse dazu geben und nur kurz pulsierend zerkleinern, so dass größere Stücke erhalten bleiben.
  • Mit einem Löffel den geriebenen Parmesan untermischen.
  • Das Pesto mit der heißen, abgegossenen Pasta in einer großen Schale vermengen und direkt servieren.

7 Tage – 7 Dinge – Kalenderwoche 15/2015

Puh.. ich galoppier hier gerade quasi durch's Bild, da meine To-do-Liste an diesem Sonntag so lang ist wie mein Arm. wie immer gibt es weitere Infos zur Aktion im Originalbeitrag zu 7 Tage - 7 Dinge, dort erfahrt ihr auch, wie ihr teilnehmen könnt. Inzwischen haben sich ja ein paar Leutchen hinzugesellt. Und all die Dinge sammel ich auf dem Pinterestboard dazu. 🙂

7 Tage 7 Dinge KW 15/2015 Foodblog der magische Kessel

Und los geht's - da Ostern ja gerade mal ein paar Tage her ist, ostert  es  bei mir nochmal etwas.

  • Osterbrunch mit dem Berliner Teil der Familie gehabt. Mit Blätterteighäppchen, die ich mit Lachscreme und selbstgezogenen Sprossen gefüllt habe, mit frisch gemachter Bärlauchbutter und allerlei anderen leckeren Dingen, wie Osterbrot von meiner Schwiegermutter. Zum Dessert gab es Schokoladenschalen mit Vanilleeis, Früchten und meinem selbstgemachten Eierlikör.
  • Den ersten Spargel des Jahres zubereitet: Grün und direkt aus der Pfanne, mit Bärlauchbutter für die Köpfchen. Nom! Das Rezept habe ich direkt in meinem neuen Rezeptbuch* verewigt. (Ich bin totaler Fan der Marke - ich schwöre ja auch auf Analogkalender und freue mich jedes Jahr auf ein neues geniales Design.)
  • Zimtschnecken gebacken. Und da ich schlau war, schlummern ein paar davon im Tiefkühlfach und warten auf mich. 😉
  • Gestrickt und nochmal die neue Location vom WollWechsel besucht. Es ist das Café Räubertochter, das ganz neu im Kiez eröffnet hat.
  • Endlich die Erdbeeren eingepflanzt, die schon seit 2 Wochen auf der Terrasse wohnten.
  • Zusammen mit dem Herzmenschen auf dem Heimweg in einen Frühlingsregen geraten, total durchnässt worden, aber dennoch gute Laune gehabt. 🙂 Kennt ihr diesen speziellen Geruch, wenn das Wasser auf Boden fällt, der nur darauf wartet vor grünen Dingen loszusprießen? Man konnte richtig spüren, wie die Erde begierig jeden einzelnen Tropfen aufgesaugt hat, um frühlingshaft zu explodieren.

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Noch ein Gewürz: Rezept für Bärlauchsalz

Kurz vor Weihnachten verkneife ich mir dann doch noch das letzte Plätzchenrezept für dieses Jahr und beglücke euch lieber mit was Salzigem. Nach all dem Süßkram habt ihr etwas würziges Bärlauchsalz bestimmt bitter nötig...

Rezept für Bärlauchsalz

Nein, den Bärlauch habe ich nicht selbst im Grunewald gepflückt oder der tapferen kleinen Population in meinem Berliner Hinterhofschattengärtchen entrissen, sondern ganz schlicht (wir sind ja auch außerhalb jeglicher Bärlauchsaison) gekauft.

Selbstgemachtes Kräutersalz

Für dieses sehr simple und klare Kräutersalz nutze ich getrockneten, geschnittenen Bärlauch, den ich mit meiner geliebten elektrischen Kaffeemühle* zu einem feinen Pulver zermahle und dann mit Meersalz mische. Es ist also nicht so kompliziert zu machen, wie mein geliebtes Kräutersalz No.1 und besteht aus nur zwei Zutaten. Ich mische mir dieses Salz seit Jahren aus dem Lameng und habe meist ein kleines Gläschen davon im Regal stehen. Der Vorteil von diesem Kräutersalz liegt auf der Hand: Intensiver, bärlauchig-knoblauchiger Geschmack, aber kein fieser Knofi-Geruch nach dem Genuss. Ich kann mir also getrost morgens eine Stulle mit dem Zeug bestreuen, ohne danach den Rest des Tages Vampirvölkerstämme todhauchen zu können. Heißt ja nicht umsonst auch "Waldknoblauch".

Kleiner Tipp... vielleicht ist es euch ja so ganz am Rande auf dem Foto aufgefallen, aber zu Avocado schmeckt das Bärlauchsalz einfach genial. Nur zum Kochen ist es nicht so geeignet, Bärlauch verliert ja durch Hitze einiges an Aroma, also lieber als Finish-Salz nutzen, Salate, Dressings, Brote, Eier, Aufstriche, Kräuterbutter und andere Speisen, die nicht mehr großartig erhitzt werden, damit beglücken.

Und wie bei vielen Rezepten von mir gilt: Genießt es, so wie es ist. Oder experimentiert ein wenig herum. Fügt vielleicht ein wenig gemahlenen schwarzen Pfeffer dazu, etwas Zitronenschale... oder.. oder... oder...

Rezept für selbstgemischtes Kräutersalz

Kräutersalz: Geschenk aus der Küche

Und auch als liebevolles, selbstgemachtes Geschenk aus der Küche kommt das aromastarke Gewürzsalz natürlich hervorragend an. (Wäre ja auch noch als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk geeignet.) Ich habe dieses Jahr Reagenzgläser aus Plastik* für mich entdeckt, in die ich zum Verschenken selbstgemischte Gewürze fülle. Genial aromatisch verpackt, mit nem Schleifchen herum echt hübsch, und die Gewürze lassen sich so auch noch hervorragend verschicken, ohne dass irgendwas kaputt geht.

Wer noch nach anderen Inspirationen auf der Suche ist, wird vielleicht bei meinem Rezept für Bacon-Chipotle-Salz fündig oder bei der Bärlauchbutter mit frischem Bärlauch.

Kräutersalz mit Waldknoblauch

Rezept für Bärlauchsalz

3,5 TL (gestrichen) fein gemahlene, getrocknete Bärlauchblätter*
200 g feines Meersalz

Zubereitung

  • In einer Schüssel das Meersalz mit dem zu Pulver gemahlenen Bärlauch mit einem Löffel gründlich vermischen.
  • Das Salz luftdicht in Gläsern oder ähnlichen Dingen verpacken.
  • Fertig. Kann jede/r. Auch totale Kochanfänger/innen.

Und mit diesem kleinen, aber feinen Rezept verabschiede ich mich bis nach Weihnachten, vielleicht sogar bis nach Sylvester. Mal sehen, was für tolle Bücher unterm Weihnachtsbaum liegen... Ich wünsche euch ein paar erholsame Tage mit euren Herzmenschen, genießt die kurze Zeit außerhalb von Zeit und Raum. Vielen lieben Dank für's Lesen, Kommentieren, Teilen & Weitersagen an alle Leserinnen und Leser - wir sehen & lesen uns hoffentlich auch 2015. Kommt sicheren Schrittes durch die Rauhnächte.

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Julzeit voller Wunder: Spicy!

Auch in diesem Jahr wird von der wunderbaren Wurzelfrau wieder die Julzeit voller Wunder organisiert. Der Sinn dahinter? Jemandem in der Julzeit eine kleine Freude machen und zwar mit etwas liebevoll Selbstgefertigtem. Einfach mal das Herz eines anderen Wesens mit einer schönen Gabe berühren.
Selbstgemachte Gewürze als Geschenk

Es soll etwas hergegeben werden, woran man selbst hängt, was man gut beherrscht und was einem anderen Menschen in dieser Jahreszeit erfreut. Und da das hier ein Foodblog ist und meine Passion - neben guter Literatur und tausenderlei anderen spannenden und kreativen Dingen - das Kochen ist, gibt es ein kleines Geschenk aus der essbaren Ecke. Die Julzeit ist für mich auch immer ein Raum der Rückbesinnung, des Rückzugs, der Besinnlichkeit und Sinnlichkeit. Es geht gedanklich etwas innerwärts, auch wenn um einen herum der Konsumterror des Weihnachtsfests tobt. Auszeiten in der Küche beim Kochen und Backen zu nehmen, gehört da für mich einfach dazu. Wenn ihr also eurer Julzeit auch eine Prise mehr Küchenmagie und Würze verleihen wollt, dann ist mein Julgeschenk vielleicht was für euch?

Ich habe ein Set mit drei meiner selbstgemachten Gewürzmischungen zu vergeben. In den Röhrchen befindet sich von mir ganz frisch gemahlenes und gemischtes Madras-Currypulver, würziges Bärlauchsalz und mein hochheiliges, suchtgefährdendes Kräutersalz.

Vor zwei Jahren war ich schon mal dabei und habe ein handkardiertes Batt verlost, in diesem Jahr ist die Blogger/innengruppe etwas kleiner. Ich hoffe dennoch, dass viele ihre Freude an der schönen Aktion haben werden. 🙂

Und so geht's:

Ihr müsst gar nicht großartig irgendwas tun, sondern nur einfach ganz unkompliziert unter diesem Artikel bis zum 14.12.2014 um 24.00 Uhr ein Kommentar hinterlassen, dass ihr mit in den Lostopf wandern wollt. Bitte achtet darauf, dass eine funktionierende Mailadresse angegeben wird. Am 15.12. lose ich dann aus und schicke der/dem Gewinner/in eine Mail. Sobald ich dann die Adresse habe, wandern die Gewürzmischungen in die Post und sind dann hoffentlich noch passend zu Jul bei euch.

Liebe Grüße & euch eine schöne Zeit - voller schöner Momente mit Herzensmenschen, Vanillekipferln und Zimtsternen....

Shermin

Frühlingslust: Schnelle Bärlauchbutter

Draußen zwitschern die Vögel, alles in der Natur scheint vor grüner Kraft nahezu zu bersten und zu knopsen. Und bei diesem Rezept dürft ihr dann ebenfalls frühlingshaft vor euch hin trällern, während ihr - hoffentlich von einem vorwitzigen Sonnenstrahl abgetroffen - mit der Gabel lustvoll durch die Butter pflügend, gleich noch ein paar winterliche Aggressionen loslassen könnt. Therapeutische Butter sozusagen.Rezept für BärlauchbutterDieses schnell zu machende Rezept für die leckere Kräuterbutter habe ich gestern in grober Erinnerung an eine Gewürzbutter zusammengerührt, die die liebste Freundin letztes Jahr zu meinem Geburtstag hergestellt hatte. (Ich meine mich zu erinnern, dass es im Zusammenhang mit dem Genuss der Bärlauchbutter damals auch zu einem spontanen, aber unerwiderten, Heiratsantrag kam... ;))

Rezept für BärlauchbutterBeim Versponnenen Salon am gestrigen Samstag kam diese Variante jedenfalls hervorragend an. Konnte gar nicht so schnell gucken, wie das halbe Stück Butter auf dem knusprigen Zwiebelbrot landete. Note to myself: Nächstes mal die doppelte Menge machen.
Holt euch also etwas Frühlingsfrische aufs Brot. Zum gemütlichen Osterbrunch passt die grüne Butter, die wirklich unkompliziert zu machen ist, auch ganz hervorragend.Kräuterbutter selbermachen

Rezept für Bärlauchbutter

125 g Butter (weich/zimmerwarm)
30 g frischer Bärlauch (ca. 10 große Blätter)
1/2 TL Fleur de Sel
1/4 TL getrocknete Zitronenschale (gerne auch frisch geriebene Schale von Bio-Zitrone)
1/8 TL frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Den Bärlauch waschen, trocken tupfen, die Stängel entfernen.
  • Die geputzten Bärlauchblätter mit einem Wiegemesser oder einem scharfen großen Messer fein hacken.
  • Die weiche Butter, die Gewürze und den feingehackten Bärlauch in einer Schale mit einer Gabel gründlich vermengen. Aufgrund der Feuchtigkeit des Bärlauchs, kann die Butter am Anfang etwas widerspenstig sein, das gibt sich aber schnell.
  • In ein Schälchen geben & dazu knuspriges, frisches Brot servieren.