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Kochbuchrezension: Ein Fest im Grünen für Kinder & Rezept für Wassermelonenpizza

Ja nee, is klar. Der Sommer hat sich gerade abgemeldet, der Herbst rüttelt schon an den Fensterläden - da kommt ich hier mit nem Sommersalat mit Wassermelone um die Ecke. Nehmt es einfach zur future reference. 🙂

Rezept für Wassermelonensalat

Und letzte Woche lagen die auch wirklich noch in den Geschäften, ich schwör's! Aber kommen wir zur Rezension des dazugehörigen Kochbuchs, anschließend verrate ich euch das Rezept für den tollen Salat mit Wassermelone, der garantiert nicht nur Kindern schmeckt, sondern auch für Erwachsene eine köstliche Vorspeise (oder ein Hauptgericht... je nachdem wie viele Scheibchen Salat man vertilgt... ) ist.

Rezension zum Kinderkochbuch "Ein Fest im Grünen" von Erin Gleeson

Rezension: "Ein Fest im Grünen für Kinder"* - Ein vegetarisches Kinderkochbuch

"Leckeres Essen muss nicht kompliziert sein." und "Ein Regenbogen auf dem Teller macht einfach einen Riesenspaß" – mit diesen beiden Zitaten aus dem Vorwort der USamerikanischen Foodbloggerin Erin Gleeson fasst man im Grunde schon das Wesen dieses Kochbuches zusammen. Und ja, damit hat sie mich auch ein wenig an der Angel. Denn wer hier mitliest weiß, dass ich oft von den unaufwändigen, klaren Kompositionen überzeugt bin. Sicher schätze ich Speisen, die aus zigtausend Zutaten entstanden sind und über drei tage zubereitet wurden - nur halt nicht von mir. Ich liebe es simpel und gut und da sind Erin und ich wohl auf einer Linie. ein wenig (sehr) lebt sie ja einen beneidenswerten Hipster-Ausstiegstraum: Als ihr Verlobter eine Stelle als Rabbi in dieser Gegend annahm, ließ sie ihre Karriere als New Yorker-Foodfotografin mit halbem Burnout fahren, zog mit ihm in ein Waldhäuschen, bekam dort wunderhübsche Kinder, (wieder)entdeckte dort ihren Aquarellkasten, Gemüse, das besondere Licht und das Bloggen.
Es ist übrigens schon das zweite Buch, das von ihr erschienen ist. "Ein Fest im Grünen"* (Forest Feasts) ist das erste, das dritte ist gerade erst auf Englisch erschienen: "Forest Feasts Gatherings"* mit Herbstrezepten.
Bevor es hier zu den Rezepten geht, die in die Kapitel "Snacks", "Getränke", "Salate", "Hauptgerichte", "Süße Zeiten" und "Partys feiern" unterteilt sind, gibt es erstmal eine kleine Einführung für Kochneulinge. Hier ruft Gleeson zu Kreativität und Improvisation auf und macht Mut und Lust aufs Kochen, auch wenn es vielleicht nicht beim ersten Mal gelingt. Sehr schön auch, dass Maßeinheiten, Küchenbegriffe, Schnitttechniken und Küchenwerkzeuge anschaulich bildlich erläutert werden.

Optisch bleibt ist das gebundene Buch sehr hübsch aufgemacht – die quietschebunten Aquarellzeichnungen von Erin Gleeson, fotografierte Zutaten und großformatige Fotos der leckeren Gerichte machen nicht nur kleinen Menschen Hunger auf die vorgestellten Köstlichkeiten. Ob nun leuchtende Aprikosenhappen, simple Radieschen mit Butter und Salz, Mangold-Quiche, Süßkartoffelpizza, Birnenkuchen, Couscoussalat mit Nüssen, Tortilla-Wraps mit Erdbeeren oder selbstgemachte Eissandwiches mit Früchten und Keksen – alles sieht zum Anbeißen gut aus.

Rezension zum Kinderkochbuch "Ein Fest im Grünen" von Erin Gleeson & Rezept für Wassermelonensalat

Kindgerechte Rezepte zum Nachkochen

Die Rezepte sind für Kinder verständlich erklärt und gut zum Nachkochen geeignet. Von sehr simpel (Traubenbrause) bis etwas aufwändiger (Regenbogen-Mangold-Quiche) findet sich hier eine schöne Bandbreite, die Erfolgserlebnisse verspricht, allerdings nicht nach Schwierigkeit gekennzeichnet ist. Inhaltlich sind sind die Gerichte in ihrer Zusammenstellung für manche vielleicht zunächst oft außergewöhnlich, aber nicht zu exotisch oder abgehoben. Zwar kommen – ganz hipsteresk – Edamame, Quinoa und stellenweise etwas gehäuft Grünkohl (eben die "Kale"-Verrücktheit der Amis) vor, aber davon ab sind fast alle Zutaten – vom Ziegenfrischkäse bin hin zu Süßkartoffeln, Granatäpfeln oder getrockneten Cranberrys – heutzutage auch in einem gut sortierten Supermarkt oder sogar Discounter zu bekommen. Beim Lesen auffällig sind nur manchmal etwas hohe Zutatenmengen wie 1/2 TL Zitronenabrieb für ein Scheibchen Brot oder 5 Knoblauchzehen auf 225 Nudeln, die man dann hinterfragen und eventuell senken sollte. (Andererseits: Ich habe beim Melonen-Salat auch erst an dem 1/8 TL Salz pro Melonenscheibe gezweifelt und es passte da für uns genau.)
Umgewöhnen muss man sich auch etwas bei der Zubereitung, denn die Zutaten sind im Zubereitungstext eingebettet und nicht nochmals extra gelistet – da muss schon genau hingeschaut und das Rezept im Vorfeld präzise gelesen werden.
Erwähnenswert ist ebenfalls, dass Erin Gleeson im Buch auf gekauftes Brot, Tortillas, Kekse und Teige zurückgreift, sie weist aber jedes Mal darauf hin, dass man zum Beispiel den Pizza- oder Mürbeteig auch selbst herstellen kann (liefert dazu aber keine Rezepte) – aus meiner Sicht ist das durchaus verständlich bei einem auf Kinder zugeschnittenem Rezeptbuch, das Lust an der Zubereitung und dem Verzehr leckerer Dinge machen und die Kids nicht von vorn herein zu Tode langweilen will. Quasi erfolgreiche Nahrungszubereitung als Einstiegsdroge. 😉 Eltern haben hier also die Wahl, was sie sich und ihren Kindern zutrauen und wie weit sie das später oder direkt vertiefen wollen. Insgesamt sind das aber Kleinigkeiten, die nicht all zu stark am Charme von "Ein Fest im Grünen" kratzen können.

Mein Fazit: Ein zauberhaftes und nicht nur liebevoll sondern auch sinnig gemachtes Kochbuch für Kinder, die Freude an der Essenszubereitung haben und neugierig auf mehr sind. Sie können hier lustvoll hindurchblättern, sich selbst leckere Rezepte aussuchen und sich daran ausprobieren. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich als Kind durch Kochbücher geblättert habe und viel nicht realisierbar war, gibt es von mir hierfür eine klare Kaufempfehlung. Und wahrscheinlich werden die anderen beiden Bücher auch noch auf meine Wunschliste wandern. Aber jetzt: Ab zum Rezept!

Erin Gleeson
Ein Fest im Grünen für Kinder*
Knesebeck, 2016
ISBN: 978-3868739473
112 Seiten, 16,95 Euro

Rezept für sommerlichen Salat mit Wassermelone

Rezept für Wassermelonenpizza

Das Rezept ist so ein wenig Pi-mal-Daumen, je nachdem wie viele Scheiben Wassermelone ihr zubereiten wollt. Die Zutaten sind hier also pro Scheibe aufgelistet, multipliziert sie einfach wenn ihr mehr macht.

Wassermelone (ohne Kerne)
3-5 Scheiben Mozzarella (das ist ca eine 1/2 bis 3/4 Kugel)
1 TL gehackte frische Minze
1 TL gehackte frische Basilikumblätter
1 TL gehobelte Mandeln
1,5 TL grob gehackte Walnüsse
2-3 TL Olivenöl
1/8 TL Zitronensalz

Zubereitung

  • Wassermelone in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Mit einem Messer vorsichtig vom Rand herausschneiden, so dass die Scheiben intakt bleibt, und auf einen Teller legen.
  • Die Mozzarellascheiben fächerförmig in der Mitte anordnen.
  • Mandeln und Walnüsse kunstvoll über der Scheibe Wassermelone verteilen und in die Mitte die gehackte Minze und den Basilikum setzen.
  • Das Olivenöl darüber träufeln und das Zitronensalz darüber krümeln.
  • Schnell servieren und genießerisch vertilgen. Superfrisch und leicht, durch den Käse aber tatsächlich sättigend.

 

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7 Tage – 7 Dinge – Kalenderwoche 13/2015

Jahaaaa...! Ich eile ja schon herbei mit meinen 7 Dingen und reiche meinen getanen Kram nach. Ich bin nämlich zwei Tage zu spät dran - aber da das meine eigene Aktion ist, drücke ich mal herrschaftlich ein Auge zu. 😉
(7 Tage - 7 Dinge ist eine Aktion von mir, um sich getane Sachen in einer Woche selbst bewusster zu machen. Für genauere Infos und wie du mitmachen kannst, klick einfach auf den Link. Inzwischen haben übrigens einige Leute teilgenommen, ich sammle alle mir bekannten Dinge auf einem speziellen Pinterest-Board dafür. Schaut doch mal rein. :))

7 Tage - 7 Dinge KW13

  • Ich hatte Dinosaurier beim Essen zu Besuch. Ich liebe meinen Dino-Sandwichausstecher* einfach. Ich nutze ihn nicht oft, aber wenn die sich auf meinem Teller tummeln, dann macht das einfach gute Laune. (Und nö, mit Mitte 30 ist frau da garantiert  noch nicht zu alt für. *klammert sich an ihre Hello-Kitty-Tasse* :))
  • Ich habe duftenden Himbeer-Vanille-Likör gemacht und ihn verschenkt (sogar mit selbstgemachtem Tonschildchen dran).
  • Dann haben wir auf dem Sonnenbalkon zu dritt die partielle Sonnenfinsternis bewundert. Zufällig habe ich drei Tage davor bei einem Optiker in Berlin-Lichtenberg tatsächlich noch eine Brille bekommen, ohne dafür meine linke Niere verkaufen zu müssen. War sehr cool. (Für die Interessierten, auf den Nägeln befindet sich Lack von Sally Hansen, der glitzerige Lack ist Strawberry Shields*
  • Ein paar Ohrringe (die ich seit fast 20 Jahren habe) mal wieder hervorgekramt, glücklich getragen und dann prompt einen davon verloren, aber glücklicherweise am nächsten Tag tatsächlich wiedergefunden!
  • Leckeres Essen gekocht - hier ein Salat mit einem schlichten aber genialen Dressing (Zitronensaft, Olivenöl, Pfeffer und selbstgemachtes Zitronensalz).
  • Kaffee getrunken und gequatscht, mit ganz lieben Menschen. Danke! <3
  • Und dann habe ich noch etwas sehr Spezielles gekocht, im Gedenken an den genialen Terry Pratchett gab es Ratte am Spieß für mein bibliophiles Dauerevent "Lesehungrig". Da die Rattenfängergilge aus Ankh Morpok nicht zu mir liefert, musste ich leider, leider auf Rindfleisch zurückgreifen. Ähem.. 😉 Das Rezept wird es hoffentlich im Laufe der Woche dann auf meinem Zweitfoodblog Lesehunger geben.

Mehr zu sehen gibt es wie immer auf meinem Instagramaccount.

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7 Tage – 7 Dinge – Kalenderwoche 12/2015

Für alle die sich gerade fragen: "Watt is'n datt hier? Und warum tut die komische Frau das?" bitte hier entlang zum Ursprungsbeitrag von "7 Tage - 7 Dinge".

7 Tage - 7 Dinge - Kalenderwoche 12/2015

Diesmal bin ich einen Tag später dran und ich merke, dass es mir wirklich, wirklich schwer fällt, mich an getane Dinge zu erinnern. Dann wiederum kommt alles streckenweise auf einen Haufen und ich kann mich kaum entscheiden, was hier rein darf und soll. Aber dafür ist diese Fingerübung ja da. 🙂

  • Getöpfert: Blütenstecker und Spindelwirtel abgeholt, neue Wirtel mit Hamsa-Hand auf Bestellung für eine liebe Freundin gefertigt. Beim Ansehen eben bemerkt, dass ich das Auge vergessen habe. Mal sehen, was ich da mit Glasur retten kann.
  • In verschiedenen Läden und zu verschiedenen Zeitpunkten Pflanzen gekauft und mich daran erfreut: Verschiedenes für draußen, geliebte Ranunkeln und Narzissen als Schnittblumen für drinnen.
  • Einen kleinen Anfall von Anglophilie durchlebt und selbst Fish & Chips gemacht. Sogar richtig mit Bierteig für den Backfisch. War tatsächlich eine Premiere. Als Beilage zu dem Semi-Fastfood gab es eine große Schale knackigen Salat und selbstgemachte Mayonnaise (ohne Ei), mit ein paar Kapern zu einer halbherzigen Sauce Tatar aufgemotzt. in tiefen Gedanken an Schottland kurz bedauert, dass ich keine gefrorenen Marsbars zur Hand hatte. 😉
  • Frühlingsanfang heißt mehr Pflanz- und Gartenzeit. Das gekaufte Grünzeug will schließlich in den Boden - logisch. Ich habe den Bromknöterich (Eine heiße Liebesaffäre zwischen Brombeere, Knöterich - samt leidenschaftlicher Erdrosselungsversuche an einer unschuldig zwischen ihnen stehenden Forsythie...) im Minischattengarten bezwungen, Lemon Drop Chilis ausgesät (im Minigewächshaus in der Wohnung - hoffe die werden was), im sonnigeren Teil des Innenhofs ein paar Frühlingsblumen, Bodendecker und ein Tränendes Herz gepflanzt und die Pflanzen im Winterquartier des Treppenhauses besucht.
  • Schön gefrühstückt (wenn auch nicht ganz so, wie geplant... ;))
  • Glitzerfingernägel lackiert. (Ich bin manchmal so simpel zu erfreuen.)
  • Gestrickt: Gelangweilt weiter an dem Lappen in krausrechts herumgestrickt (der Blick zwischendrin auf die Glitzernägel half) und den Tubularity wirklich fertig gemacht.

Lesehungrig No. 5

Die kommende Zeit der Glückseligkeit und Nächstenliebe (aka Weihnachtsstress und Geschenkmarathon) zeichnet sich schon äußerst deutlich am Horizont ab - perfekt, um mal eine kurze Pause einzulegen und bei der 5. Zusammenfassung des bibliophil-kulinarischen Dauerevents in von Büchern inspirierte Rezepte hineinzuschmökern und sich eine Portion Nahrung für Geist und Magen abzuholen.

Lesehungrig-quer-SIm dritten Quartal ist einiges an wunderschönen Gerichten und Erzählungen zu Büchern, die euch bewegten, zusammengekommen. Ich war von der Resonanz ganz von den Socken, Sommerzeit ist wirklich Lesezeit.  So ein lesehungriger Blogbeitrag ist ja nochmal etwas anders und arbeitsintensiver als normale Blogartikel. Ganz lieben Dank also nochmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben. <3
Auch ich habe es nach einmal Aussetzen geschafft, euch eine Buchserie samt Rezept vorzustellen. Wer also noch nach Lesefutter für das winterliche Einkuscheln und Vergraben auf dem Sofa sucht oder ganz simpel Ausschau nach Geschenkideen für andere ist, wird unter so viel genialen und liebevollen Umsetzungen des gedruckten Wortes bestimmt fündig.

Lesehungrig No. 5 (Zusammenfassung von von Büchern inspirierten Rezepten)

Bleibt mir nur noch eines: Nämlich viel Spaß und Lesefreude zu wünschen.

Zusammenfassung Lesehungrig V.

 Frische Zitronenlimonade

Ganz sommerlich gab es zum Auftakt von Barbara in ihrem Blog Schlektüre direkt ein köstliches Glas Zitronenlimonade. Und ebenso sommerlich geht es im Lieblingslesefutter - dem Krimi "Kim Novak badete nie im See von Genezareth"* von Håkan Nesser - weiter: Ein langer, warmer schwedischer Sommer im Jahr 1962, zwei 14jährige Jungs, die (etwas hormongeschüttelt ;)) ihre Gefühlswelt erkunden, eine schöne Frau, ein Mord und das Ende der Kindheit - spannende Zutaten.

Rosinen-Sirup-Muffins

Obsti und Sushi, die zusammen das (fast) gleichnamige Blog betreiben, servieren mit ihren Rosinen-Sirup-Muffins ein Frühstück mit dem man gut gerüstet in den Kampf ziehen kann. (Immerhin! Frühstück - die wichtigste Mahlzeit des Tages. Gilt bestimmt auch für Fantasyheldinnen & -helden. ;)) Die Vorlage für das leckere Gebäck ist aus der "Göttlich-Trilogie"* von Josephine Angelini. Im Mittelpunkt steht die 16jährige Helen - die entdeckt, dass sie eine griechische Halbgöttin ist. (Quasi Percy Jackson in weiblich?) Eine große Prise Liebe und Weltretten ist natürlich auch dabei.

süßkartoffel

Bei Clia gibt es ein wunderbar simples und köstlich klingendes Rezept für im Ofen gebackene Süßkartoffeln. (Endlich weiß ich, wie man die Dinger zubereitet!) Der Roman, der sie zu diesem Gericht gebracht hat, ist "Der Frühling des Lebens" (Im Original "The yearling") von Marjorie Kinnan Rawlings, die damit 1939 sogar den Pulitzerpreis gewann. Clia erinnert sich, dass sie die Geschichte von Jody, der Farm und seinem Reh als Kind so oft las, dass sie sie quasi auswendig konnte. Wem die Story bekannt vor kommt, diese Geschichte über das Erwachsenwerden wurde mit Gregory Peck 1946 als "Die Wildnis ruft" verfilmt. (Den ich wiederum als Kind sah und ganz furchtbar erschreckend und traurig fand.)

Orangeneiscreme ohne Ei

Etwas leichtfüßiger kommt die Liebeskomödie "Das Rosie-Projekt"* daher. Der Genetiker Don sucht mittels seitenlanger Fragebögen nach der korrekten Frau für sich und trifft aber auf Rosie - die wiederum ihren Vater sucht und so gar nicht in die von ihm ausgefeilte Schablone hineinpasst. Ratio trifft auf Emotionen und Eiscreme wird dabei oft für Vergleiche herangezogen. Und so hat Ninive eine einfach wundervoll klingende (eifreie) Orangeneiscreme (die ich unbedingt noch nachmachen musss!) mit frischen Zesten, Creme fraiche und Orangenlikör für Don und Rosie gezaubert. 😉

Wassermelonensalat

Ylva gedenkt mit ihrem veganen Wassermelonensalat mit Fenchel und bluuuuutroten Granatapfelkernen den verschiedenen Vampiren, die sie seit ihrer Kindheit begleiten und diese blutige, lesehungrige Sucht in ihr ausgelöst haben. Dabei darf natürlich "Der kleine Vampir"* Rüdiger von Schlotterstein nicht fehlen, dicht gefolgt von dem "Dracula-Klassiker"* schlechthin und neueren Werken, wie "True Blood"*(ich hab sofort den genialen Soundtrack der Serie dazu im Kopf). Was sie aber vor allem zu diesem erfrischen Sommersalat getrieben hat, ist das gerade neu erschienene Druckwerk "Prince Lestat: The Vampire Chronicles"* der genialen Anne Rice.

Pelmeni mit Smetana und Wodky Russischer Standard

Nach gesundem Vampir-Salat gibt es von der lieben Gourmandise mit Pelmeni, Smetana und Wodka Russischer Standard noch was Deftiges auf die Teller und eine Belehrung in russischer Ess- und Trinkkultur durch den "interstellalen Privatdetektiv" Martin. Sie nimmt bei dem (von mir übrigens ebenfalls geschätzten - ich habe ihn in den letzten Jahren nur arg vernachlässigt) Autor Sergej Lukianenko und seinen präzisen Vorstellungen zur Pelmeniherstellung in dem Sci-Fi-Roman "Spektrum"* Anleihe und formt die köstlichen Teigtaschen zu klassischer Musik. Die sibirischen Kräuter würden mich - neben dem Buch - übrigens auch interessieren!

 Rote-Beete-Suppe à la Game of Thrones Khaleesi Daniela hat ihre Nase nicht nur in die geniale "Game of Thrones-Reihe"* von George R. R. Martin und die dort beschriebenen göttlichen Festmähler gesteckt, sondern auch in das offizielle "GoT-Kochbuch"* (dem ich persönlich ja ein klitzeklein wenig zwiespältig gegenüber stehe... ;)) Sie bereitet eine Rote Beete-Suppe nach Art der freien Stadt Volantis zu, wie sie wohl auch Daenerys gerecht werden würde. Jetzt noch ein paar gebratene und honiggetränkte Heuschrecken dazu, dann wäre das authentische Essen perfekt. 😉

 

 Egg-Custard-Tarts Ulrike wildert mit dem Buch "Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet"* des britischen Autors Alan Bradley inspirationstechnisch wieder im amüsanten Krimi-Genre, das voller schräger Charaktere ist: England in den 1950er Jahren, die gerade mal elfjährige altkluge Halbwaise Flavia, mit einer Leidenschaft zum Giftmischen für Chemie versehen, findet einen Sterbenden im Garten. Als kurz danach ihr Vater als Mörder verdächtigt wird, fängt sie an zu ermitteln. (Kleine Randbemerkung: Allein schon das - in meinen Augen - süße Cover im Stil von Wednesday Adams bewegt mich ja fast zum Lesen...) Passend zum Krimi gibt es die "Egg Custard Tarts" à la Haushälterin Mrs. Mullet. Nom!

 

 Bubbly Pie nach Art der Drachenreiter von Pern (Blaubeerpastete) Wie angekündigt, gibt es auch einen Beitrag von mir. Ich habe mich in diesem Jahr ausführlich in die Welt der Drachenreiter von Pern von Anne McCaffrey eingelesen, nachdem mir die Story jahrelang angepriesen wurden. In meinem Zweitfoodblog Lesehunger habe ich ein Rezept für die auf Pern traditionellen Bubbly Pies (auf irdisch Blueberry Pie/Blaubeerkuchen) veröffentlicht. Dort setze ich mich auch sehr kritisch mit dieser misogynen, sexistischen und vom Weltbild her absolut rückständig auf mich wirkenden Buchreihe auseinander. Ihr seht, man muss ein Buch nicht lieben, um es lesehungrig aufzuarbeiten. 😉

 

 Lasagne mit Waldpilzen Und Ylva ist in diesem Quartal sogar noch ein zweites Mal mit von der Partie. Sie nutzt das bibloiophil-kulinarische Event zur versuchsweisen Bewältigung eines von Walter Moers und seiner Romanfigur Hildegunst von Mythenmetz und dem Buch "Ensel und Krete"*verursachten Hexen-Birken-Traumas. Ich drücke die Daumen, dass es wirkt, die Hexen-Lasagne mit Maronennudeln und Waldpilzen sieht aber so lecker aus, dass sie bestimmt über einiges hinweg hilft. Bestimmt auch über zwischen Birken stehende Hexen. 😉
 Gnocchi-Waldpilzpfanne Aaaaber Ylva kommt nicht allein, sie hat auch gleich noch Julia im Gepäck, die von selbiger Textstelle begruselt wurde und mit Waldpilz-Gnocchi ebenfalls eine an das märchenhafte Zamonien gemahnende Köstlichkeit auf den Tisch stellt. Waldpilzhexenseelen sollen dabei aber keine zu Schaden gekommen sein. Ehrenwort! (Und was bin ich froh, dass es kein Bienenbrot oder lebenden Käse gibt.. Puh!)

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Lauwarmer Paprikasalat mit Honig, Balsamico und geröstetem Sesamöl

Das Rezept kommt ein wenig schuldbewusst daher. Wirklich saisonal sind Paprika nämlich in Deutschland gerade nicht. Andererseits - haben im deutschen Klima Paprikafrüchte überhaupt irgendeine Saison? Ich gestehe, bis vor einer Sekunde habe ich mir um Paprikas keine Gedanken gemacht, auch wenn ich zum Beispiel niemals frische Erdbeeren im Dezember kaufen würde.

Paprikasalat-bsAllein, mein Verlangen nach einer anderen Beilage, als den immer gleichen, schnell zubereiteten grünen Salat zum belegten Brot, sorgte für die Entstehung. Etwas leicht Warmes und damit auch Erwärmendes. Süß, salzig, nussig, säuerlich. Meine Lieblingskomponenten. 🙂 Etwas scharf. Wer mag, kann natürlich auch gerne frische Chilis nehmen. Wer die Paprika nicht schälen möchte, könnte sie auch vorher im Ofen rösten und nach dem Abkühlen die Schale abziehen. Einen Preis für den schönsten Salat des Jahres wird er wohl auch nicht gewinnen, das bringt der braune Balsamico halt mit sich. Aber dafür schmeckt der Paprika-Möhren-Salat wirklich äußerst lecker. Ehrlich.

lauwarmer-salat-bsDas Gemüse sollte noch Biss haben und nicht so zu Tode gegart sein, dass alles weich und labberig auseinanderfällt. Deswegen die schnelle und rasche Abfolge der in die Pfanne wandernden Zutaten. Am besten man bereitet alles vor und kippt einfach alles der Reihenfolge nach hinein. Der Liebste und ich sind ja beide keine Fans von gegarten Karotten, aber so finden wir sie sogar beide gut.

Paprika-Salat-Collage-sRezept für lauwarmen Paprikasalat 

2 gelbe Paprika
2 - 3 Karotten
2 mittelgroße Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Sesamsaat
1 EL Honig
Balsamico (Hier im Einsatz: Günstiges Supermarktderivat, nicht der tolle Echte)
Kräutersalz oder Meersalz
Pfeffer, frisch gemahlen
Chilipulver
geröstetes Sesamöl
neutrales Öl zum Braten

Zubereitung

  • Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika schälen.
  • Zwiebeln in grobe Streifen schneiden in einer Pfanne mit dem Öl kräftig anbraten.
  • Die Möhren in breite Scheiben schneiden und dazu geben, für ein bis zwei Minuten scharf anbraten, dann den Sesam dazu geben und etwas mitrösten.
  • Kurz danach den in kleingehackten Knoblauch mitbraten, aufpassen dass dieser nicht verbrennt.
  • Die in grobe Streifen gestückelten Paprikaschoten in die Pfanne geben, kurz  mitgaren.
  • Den Pfannenboden ein wenig freiräumen, den Honig hineingeben und etwas einkochen lassen. Wenn er karamellisiert: Wunderbar, aufgrund der Feuchtigkeit der Paprika allerdings eher unwahrscheinlich. 😉
  • Mit Balsamico ablöschen, mit (Kräuter-)Salz, Pfeffer und Chili würzen und mit einigen Tropfen Sesamöl beglücken. Alles vorsichtig unterheben, die Pfanne vom Herd nehmen und den Salat kurz durchziehen lassen.
  • Abschmecken und noch warm servieren. Bei uns gab es dazu Giabatta, Butter und cremigen Käse.