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Simpel, lecker, einfach geil: Im Ofen gebackener Hokkaido

Ja, geil. Was anderes fällt einem bei dem Ofenkürbis nämlich nicht ein. Der Hokkaido avanciert diesen Herbst sowieso immer mehr zu meinem absoluten Lieblingsgemüse, der Gatte kommentiert schon amüsiert meine momentante Kürbis-Phase. Aber als er sich letztens von einer Weisheitszahnextraktion erholte, kaum den Mund aufbekam (und einseitig eine verdächtige Ähnlichkeit mit einem sammelwütigen Feldhamster oder einem missmutigen Eichhörnchen hatte ;-)), war die Vorgabe fürs Abendessen: Möglichst flach, weich und bittebittebitte nicht mehr süß. Da ich vom Naturell her ja eine sittsame, brave, folg- und fügsame Frau bin, habe ich ihm diese Wünsche natürlich umgehend mit diesem wunderschönen pi-mal-Daumen-Gericht erfüllt. Los, wo ist mein Heiligenschein?

Rezept für Ofenkürbis

Hokkaido (ca. 750 g - 1 Kg für ein Blech)
Lieblingsgewürzmischung (bei uns: selbstgemischtes Cajun Spice nach Barcomi, Curry ist aber auch lecker, Salz, Pfeffer & Knoblauch tun es aber auch)
Meersalz
Olivenöl

Zubereitung

  • Hokkaido-Kürbis mit der Gemüsebürste gründlich schrubben, nicht schälen (der Hokkaido gehört wie der Patisson zu den Kürbissen deren Schale mitgegessen werden kann) halbieren, aushöhlen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
  • Auf einem mit Backpapier belegtem Blech nebeneinander ausbreiten, jede Scheibe mit den Gewürzen bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 200° (Umluft + Grill) 15 - 20 Minuten backen, bis der Kürbis innen weich und außen schön gebräunt ist.

Ofenkürbis-Fazit

Das Rezept geistert seit Jahren in tausend und einer Variante durchs Netz und ich habe wirklich keinen Schimmer mehr, wo ich die grundlegende Idee mal aufgeschnappt habe und wem jetzt die Meriten hierfür zustehen. Das Ergebnis ist jedenfalls einfach göttlich: die Oberfläche des gebackenen Kürbis mit den wunderbaren vollen, fast karamelligen Grillaromen, die Gewürze und das Salz und das richtig cremige und weiche Innenleben. Mjam.

Kleiner Nachtrag für Kürbis-Skeptiker: Wir haben den Kürbis jetzt schon zigfach so gemacht, erwischten aber letztens zum ersten Mal einen Hokkaido, der bei der Zubereitung vollkommen normal aussah und roch (auch nicht bitter war) aber gebacken dann irgendwie echt seltsam schmeckte. Insofern - falls es beim ersten Mal nicht passt, gebt dem Kürbis eine zweite Chance. Das Gericht hat es einfach verdient.

Noch was mit Kürbis: Patisson-Salat mit Aprikosen

Eigentlich wanderte der leckere Patisson (andere Namen: Bischofsmütze, Ufo-Kürbis) in meinen Einkaufskorb, weil ich ihn zu vegetarischen Schnitzeln transformieren wollte (waschen, in Scheiben schneiden, mehlieren, durch Ei ziehen, in Semmelbröseln wälzen, braten, fertig). Zuhause angekommen ergab es sich dann doch irgendwie anders  - wie so oft im Leben - und der arme kleine Patisson lungerte ungebraten und vollkommen unbeachtet in der Obstschale herum.  Nachdem ich dann während der Vorbereitungen für den Pumpkin Pie erstmal mein Kürbispürree in Flammen aufgehen ließ, richtete sich mein Augenmerk allerdings wieder auf ihn. Dieser (leider) relativ selten zu ergatternde Vertreter der Gattung Kürbis kann nämlich auch roh und mit Schale verzehrt werden. Allerdings sollte man hierbei die kleineren Varianten bevorzugen, meiner war eigentlich schon fast zu groß.

Rezept für Patisson-Salat

400 g
125 ml Brühe
60 g getrocknete Aprikosen
1 Knolle Solitaire-Knoblauch
2 EL Limettensaft
1 EL Honig
2 TL geröstetes Sesamöl
1 1/2 TL Kräutersalz
Einige Spritzer Sriracha Chili Sauce

Zubereitung

  • Patisson und Knoblauch in hauchdünne Scheiben und die Aprikosen in Streifen schneiden und in eine Schale geben.
  • Die restlichen Zutaten in einem Topf kurz zusammen aufkochen und über den Kürbis geben.
  • Gründlich untermischen und mehrere Stunden vor dem Essen marinieren lassen.


Patisson-Salat-Fazit

Hmja. Interessant. (Hey. Wirklich!) Ich hatte den Kürbissalat einen Tick zu salzig gemacht, die Menge aber hier im Rezept schon etwas reduziert. Der relativ zurückhaltende Patisson ist hier eher Träger für allerlei Fremdgeschmack. Und auch wenn die getrockneten Aprikosen farblich nach dem Marinieren nicht viel hergaben, passte ihre fruchtige Süße gut mit der Säure der Limette und der  Schärfe von Chili und Knoblauch zusammen. Allerdings ist es definitiv kein Salat, von dem ich eine große Portion essen könnte. Als kleine, dezente und in seiner Zusammensetzung geschmacksexplosive Beilage zu Vorspeise oder Hauptgericht - gut.  Um mal einen etwas wirren Vergleich zu machen - ich mag Gari sehr gerne zu meinem Sushi, dennoch würde ich keine ganze Schale davon herunterbekommen. (Ingwer! Den wollte ich da eigentlich auch noch hineinwerfen... Ganz vergessen.) Der Liebste hingegen fand solchen Gefallen an dieser Version des Patisson, dass er den Rest alleine vertilgte.

Bocuse light: Kürbissuppe aus dem Ofen

Ich durchlebe ja gerade eine akute Phase von ..äh... Kürbis. Da kam mir das Rezept von Arthurs Tochter für Ofenkürbissuppenbreiirgendwas à la Bocuse gerade recht. Die Anregungen in Heikes Blog klangen auch nett, also habe ich mich an der Idee orientiert und quasi "Bocuse light" produziert (bei aller Liebe - aber ein bis oben hin mit purer Sahne/Mascarpone, Croûtons und Käse gefüllter Monsterkürbis war mir dann doch etwas zu heavy. Da quiekt die Galle ja schon vom Hinlesen panisch vor sich hin und drückt sich verängstigt in die Ecke.). War trotzdem cremig und sahnig genug. Ein Gericht, das beim Servieren käselüsterne Fäden zieht, kann nur gut sein. 😉

 

 Rezept für Ofenkürbissuppe

1 Hokkaido (ausgehöhlt 1,5 Kg)
150 ml Brühe
125 ml trockener Weißwein
100 g Sahne
60 g geriebener Parmesan
1 Mozzarella
1 Solitaire Knoblauchzehenknolle
2 TL Meersalz
1 TL edelsüßen Paprika
1/2 TL Madras Curry
1 TL Zimt
nach persönlicher Präferenz Cayennepfeffer

 Zimt & Chili-Croûtons

2 Scheiben weißes Toastbrot
Butterschmalz
Zimt & Cayennepfeffer

Zubereitung

  • Kürbis waschen, mit Gemüsebürste abschrubben, Deckel aufschneiden (so, dass man ihn wieder aufsetzen kann), Kerne entfernen und die Standfläche vorsichtig gerade schneiden.
  • Die Zutaten für die Füllung kleinschneiden und in einer Schale miteinander gründlich vermischen.
  • Den ausghöhlten Kürbis damit füllen, Deckel aufsetzen und in einer Auflaufform im vorgeheizten Ofen (Umluft) bei 200° + Grill für ca. 35 Minuten backen. Danach für 10 Minuten nur Umluft bei 185°.
  • Währenddessen das Brot in Würfelchen schneiden und mit dem Butterschmalz in einer Pfanne knusprig rösten, Abschließend mit etwas Zimt und Cayennepfeffer bestäuben und umrühren.
  • Ist der Kürbis gar (lässt sich ganz einfach per Stäbchen-Garprobe feststellen), aus dem Ofen nehmen, Deckel entfernen und mit einem scharfen großen Löffel von innen das gebackene Kürbisfleisch abkratzen und direkt mit der heißen Suppe im Kürbis verrühren. Auf Teller geben und mit den Croûtons bestreuen.

 

 


Kürbissuppen-Fazit

Mal total anders und mui köstlich. Dies ist der Herbst der unwiderstechlichen Kürbisentdeckungen. Ein unschuldiger kleiner Hokkaido der genannten Größe passt perfekt für zwei ausgehungerte, nach einer warmen Mahlzeit gierende, Personen. Mein persönlicher Favorit ist allerdings immernoch der geröstete Ofenkürbis, aber der Gatte hat sich in den Ofenkürbissuppenbrei verliebt und ihn zu seinem persönlichen Lieblingsrezept erkoren. Der Kürbis im inneren war von der Konsistenz her weich und ein wenig wie gebackene Kartoffeln. Ich würde ihn beim nächsten Mal ein wenig länger drin lassen, aber der Liebste fand gerade diese Textur total toll und hat - obwohl absolut satt - noch glücklich an den suppenfreien Kürbisresten herumgeknabbert. Beim nächsten Mal werde ich dann vielleicht vorher kurz den Knoblauch mit Sahne, Wein und Brühe im Topf aufkochen, der war nämlich erstaunlicherweise noch ziemlich bissfest, wenn er sein Aroma auch sehr gut an die Umgebung abgegeben hatte.

Da ich Franzi versprochen hatte, an ihrem ersten Blogevent im Gemüseregal teilzunehmen, widme ich ihr diese vegetarische Hauptspeise. Ich hoffe, die Suppe ist ihr genehm. 😉

Herbst vegetarisch

Noch ein kleines P.S.: Bei Foodfreak gibt es eine ganz wunderbare Listenübersicht mit Links zu zahlreichen fantastischen Kürbisrezepten.

Linkliste für Halloween *booh*

Mir gehts zwar gesungheitlich immernoch absolut unterirdisch - aber mein liebster heidnischer  Festtag steht ja demnächst an und ich wollte hier zumindest mal gesammelt auf die diversen Artikel verweisen, die ich zu dem Thema geschrieben habe. Vielleicht sind ja einige schon in Bastelwut versunken oder suchen noch verschiedene Rezepte für die Party - dann werdet ihr hier bestimmt fündig. So ziemlich alles ist Halloween-Grusel-Party erprobt, ganz neu hinzugekommen ist jetzt auch ein Artikel mit stilechten Cocktails und anderen Getränken.

Halloween_Cocktail

Man merkt es vielleicht gaaanz sanft,  aber ich bin wirklich absoluter Halloween-Samhain-Fan. An dieser Stelle kann man sich gerne noch  zu dem heidnischen Hintergrund informieren. Zu meinem großen, großen Leidwesen verweigert der Großteil unseres Freundeskreises ja leider die standesgemäße Verkleidung. Da wir human sind (jedenfalls weitestgehend *Hackebeilchen zück*), verzichten wir also mal wieder darauf. Unsere Nachbarkinder kriegen aber nur verkleidet Süßigkeiten *hähähä*. Und wenn ich nicht halbtot auf dem Sofa lagern und mich dem Siechtum ergeben müsste, hätte ich meine Klauen zarten, elfengleichen Fingerchen schon längst in die Kiste mit der Halloween-Deko geschlagen. So langsam wird die Zeit ja knapp und der Türkranz ist noch nicht mit Totenköpfchen verschönert.... *schluchz* Was sollen nur die Nachbarn denken?!?

Ok, also hier die Liste zu den Halloween-Artikeln, die Titel erklären sich quasi selbst. Viel Spaß beim Lesen - ich hoffe ihr findet was Brauchbares für euch.

Halloween_Windlicht

Wer sich an selbstgebastelter Dekoration versuchen möchte, kann sich bei diesen beiden Links Anregungen holen.