Die erste Gartenausbeute des Sommers – wehe einer lacht!

Stolz schlage ich den Spaten in die fruchtbare Mutterkrume, stelle meinen begartenschuhten, regenfeuchten Fuß kolonialherrinnenhaft darauf und präsentiere inbrünstig und voller Stolz die Früchter meiner harten Arbeit. Ok… ok.. davon könnte sich nicht mal eine Feldmaus ernähren, aaaaber wehe einer lacht jetzt. Die Erdbeeren haben sich die zwei Beeren tapfer abgequält.

Hab ich eigentlich erwähnt, dass mein Gärtchen in einem Berliner Innenhof liegt, der dezent schattig ist?(Noch ein Grund warum ich im anderen Innenhof ein sonniges Eckchen für meine Hokkaido-Kürbisse geclaimed habe. Garden-Guerilla in semi-kultivierter Form. 🙂 ) Also alle die große, sonnendurchflutete Gärten mit Sträuchern voller toller Beeren und Feldern voller saftigem Gemüse haben – bitte einmal mitleidsvoll weg gucken.

Gartenbeute_bs

12 Antworten

  1. reibeisen

    ist doch eine pippifeine ausbeute. abgesehen von der – zugegeben – ausbaufähigne menge: wie war denn das geschmackserlebnis?

  2. Shermin

    Also die Erdbeeren gedenke ich jetzt – quasi als ausuferndes Dessert – großzügig mit meinem Gatten zu teilen. Sind also noch nicht probiert. Von den Tomaten haben wir eine angeknabbert und ich fand sie ziemlich mehlig, mit total dicker Schale. Der geliebte Gatte fand sie total lecker und aromatisch. Nunja….ausbaufähig halt. *g* Mag mir jemand nen Garten in Berlin schenken? 😉
    Ich glaub bei den Kürbissen tut sich aber richtig was. Wenn ich mich nicht völlig irre, dann wächst da an einer Pflanze wirklich ein Mini-Kürbis.

  3. reibeisen

    wow super! sind schon gespannt, was da noch draus wird. vermutlich stehst Du am ende der saison auf allen titelseiten mit “berlins monsterkürbis”. deshalb und dafür: fleißig düngen nicht vergessen! 😉

  4. Sus

    Es geht nichts über die ersten eigenen Früchte! 🙂

    Liebe Grüße, Sus

  5. Shermin

    Ohja – ich sehe mich (und meine wunderschönen Kürbisse natürlich) schon auf allen Titelseiten posieren! 😉

    Ich sammel schon fleißig Kaffeesatz. Kompostieren kann ich hier ja nix. Sonst noch Ideen?

  6. kitchen roach

    Du hast wenigstens schon ein Ausbeutchen! Gratuliere. Tee und Kaffeesatz soll Wunder wirken.

  7. reibeisen

    brennesseljauche ist sehr zu empfehlen (und das zeug wächst ja sicher auch auf berliner brachen). einfach ein paar brennesselpflanzen in wasser einlegen, ein/zwei wochen “ziehen” lassen und zum düngen verwenden. stinkt bestialisch, wirkt wunder (übrigens auch gegen schädlinge).

  8. Ellja

    Niemals würde ich da lachen! Ich weiß, wie es ist mit einem kleinen Balkon und den ersten eigenen Tomaten… der pure Stolz und kindliche Freude. Schön!

  9. Jutta

    Als wir im letzten Jahr eine! Sauerkirsche am Baum hatten, waren wir stolz wie Oskar. Und in diesem Jahr gibt es, neben bereits geernteten 83 Sauerkirschen, Quitte. Auch eine, hihihi. Also, weiter so!

    PS: ich will den Teller!

  10. Shermin

    @ Jutta – Ich kann hier auch noch eine Johannisbeere anbieten, die sich immerhin 5 Beerchen abquetscht und eine Stachelbeere die letzte Jahr genau zwei Beeren hatte *Pflanzen tätschel*. Aber bei dem wenigen Licht hier (genau 1 Stunde Sonne am Vormittag, aber auch nur im Sommer) wird sich das wohl nicht steigern. Die Brombeere hingegen gedeiht jedes Jahr mehr. Letztes Jahr hab ich die “Gartenernte” nach und nach im TK in einer Dose eingefroren um damit Likör zu machen. 🙂
    Der Sauerkirschbaum bei meiner Mom, den wir vor ca. 10 Jahren gepflanzt haben, trägt dieses Jahr zum ersten mal richtig. Nach Berichten (leider ist der Baum 600 km entfernt) hat sie jetzt schon 8 Kilo runtergeholt und der ist immernoch net leer.
    P.S.: Mehr zum Geschirr: http://www.zauberkessel.net/2009/06/neu-eingezogen/

    @ Ellja, Reibeisen, Sus, Kitchenroach: Danke für die Tipps und die Anteilnahme *g*
    Das ich auch mit Tee düngen kann wusste ich zum Beispiel noch gar nicht. Dann werde ich mal unseren guten English Breakfast Tea demnächst auch noch dazu verwenden. 🙂
    Über die Brennessel-Jauche hatte ich schon gelesen. Aber die Brennesseln die hier evtl. irgendwo rumstehen könnten, mag ich – angesichts einer großen Hundepopulation und fehlender Parks im Kiez (Friedrichshain halt…) – ehrlichgesagt nicht näher in Augenschein nehmen.

    Liebe Grüße

    Shermin

  11. Andrea

    Liebe Shermin,

    ich lache trotzdem! Aber nicht aus Schadenfreude, neiiiiiiin!!!! Aus purer Verzweiflung, jaha!!! Ich HABE nämlich einen sonnendurchfluteten Garten und was glaubst Du, was mit den kostbaren, sorgsam gehätschelten Erdbeeren passiert ist? Richtig! Die verdammten Mäuse und Vögel haben sie einfach aufgemampft. Ohne zu fragen!!! Ist das nicht eine Unverschämtheit? Nun hoffe ich auf die Tomaten…bis jetzt sind sie noch unversehrt, aber wer weiß, wie lange noch…

    Liebe Grüße,

    Andrea

  12. Shermin

    Hallo Andrea,

    deine Vögel fallen Tomaten an? Das mag ich sehen!
    Seltsamerweise habe ich zwar jeden Tag viele Spatzen, Amseln, Elstern, Gartenrotschwänze und Finken im Innenhof, aber meine Brombeeren (denen ich mich heute noch stellen muss *sfz* wahrscheinich sehe ich danach aus wie ein Igel) sind von ihnen noch unangetastet. Hast du es mal mit Netzen /alten Gardinen über deinen Früchten versucht? Meine Mutter hat früher immer stellenweise den Kirschbaum mit unseren alten Spitzengardinen umwickelt – ein herrlicher Anblick 😉 .

    Liebe Grüße

    Shermin

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