Kartoffelpuffer – Reibekuchen – Rösti mit Zucchini, Lachs und Kräuterquark

Trotz der Wärme kochen wir ab und an. 😉 Letztens gab es eine Reminiszens an meine Kindheit: Reibekuchen (wie es im Ruhrpott heißt). Oder Rösti (Schweiz). Ooooder wie meine Mama (Sachsen) sagen würde: Kartoffelpuffer. Als Kind habe ich sie gehasst. Bei uns gab es die immer mit Apfelmus oder Zucker, dazu ne Scheibe Roggenbrot. Ich fand die einfach nur eklig und konnte die nur mit schwer erkämpftem Ketchup runterwürgen.

Aber wie das so ist mit den Sachen, die man als Kind nicht mochte - als Erwachsener ändert man dann öfters mal seinen Sinn. Tomaten mochte ich übrigens auch nie. Die haben mir einfach zu intensiv gerochen und geschmeckt, ich erinnere mich noch genau. Heute würde ich wer weiß was dafür geben, um meine Zähnchen in genau so eine Tomate schlagen zu dürfen. Kaviar (nicht den echten Beluga, sondern dieses kleine schwarze Zeugs) mochte ich hingegen schon als Kleinkind gerne. Der Hang zu ausgefallenen Dingen zeigte sich halt früh... 😉
Wie war das bei euch?

Rezept für Kartoffel-Zucchini-Reibekuchen

Nein, das Rezept ist nicht das meiner Mama. Hab einfach Dinge nach Gefühl zusammengeworfen. Das Gericht ist ja nun auch nicht sooo kompliziert, dafür habe ich dem nicht deutschen Teil meines Erbguts nachgegeben und Zucchin mit hineingegeben.

800 g Kartoffeln
500 g Zuchini
2 Eier
Salz
selbstgemachtes Kräutersalz
neutrales Öl zum Braten

Zubereitung Kartoffelpuffer

  • Kartoffeln schälen, Zucchini nur waschen & putzen. Beides durch die Reibe der Küchenmaschine jagen, oder von Hand in feine Streifchen reiben.
  • Zusammen in eine Schüssel geben, ordentlich Salz hinzugeben und vermischen. Stehen und Wasser ziehen lassen.
  • Ein sauberes Küchenhandtuch anfeuchten, Zucchini-Kartoffelmasse hineingeben, zudrehen mit den Händen kräftig ausdrücken. Das austretende Wasser auffangen. Die ausgedrückte Kartoffelmasse in eine Schüssel geben.
  • Das aufgefangene Wasser kurz stehen lassen, bis sich die Kartoffelstärke am Boden absetzt. Flüsigkeit weggießen und die Stärke zu dem geriebenen Gemüse geben. Zusammen mit etwas Kräutersalz und zwei Eiern untermischen.
  • Jeweils einen großen Esslöffel der Kartoffelmasse in die heiße Pfanne setzen, etwas flach drücken und in Öl von beiden Seiten goldbraun-knusprig ausbacken.

Zucchini-Kartoffelpuffer-Reibekuchen-Rösti-Fazit

Lecker. Kross, knusprig. Kartoffelpuffer-Trauma in Kombination mit den Zucchinis überwunden? Sogar ganz ohne Ketchup! Bei uns gab es dazu Kräuterquark mit etwas mickrigen Frühlingszwiebeln (auf den Bildern sehen sie fast aus wie Schnittlauch - aber der war irgendwie gerade nicht zu bekommen) und ein paar Scheibchen Räucherlachs. Äußerst lecker, trotz brütenden Temperaturen.

6 Antworten

  1. nesrin

    Meine Grossmutter kochte immer gesund. Vom Wochentlichemarkt kauften wir immer frische Obst und Gemüse. Aber sie machte auch sehr lecker Pommes. Ich sehne einfach alles. Zucchini puffer habe ich selber gelernt. Grüsse…

  2. sülwi

    Bei uns heissen die Reiberdatschi und ich mochte sie als Kind auch nicht sonderlich.. hm – eigentlich mochte ich so ziemlich alles an Gemüse bis auf Gurkensalat, Tomatensosse und Kartoffelbrei nicht. Aber da die Zeiten ja vorbei sind, werde ich mich ihnen doch mal (bei Temperaturen wo man am Herd nicht zergeht) in neuer Weise zuwenden können.

  3. Shermin

    Also ich hätte dich jetzt ja so ganz spontan als urbayrisches Reiberdatschi-Madel einsortiert. Soviel zu meinen Vorurteilen. 😉

    Liebe Grüße

  4. anneminkiziyim

    Hallo,
    ich liebe Zuchhinespuffer. Mit Kartoffel auch gute Idee!
    Viele Grüße aus Kiel….

  5. Shermin

    Ja, Zucchinipuffer mag ich auch gerne.. irgendwo hier im Blog versteckt sich auch ein Rezept. Kartoffelpuffer sind halt urdeutsch, Zucchinipuffer orientalisch – trifft auf mich ja auch irgendwie zu und ist so ne leckere Verbindung. 😉

  6. sülwi

    *lol* .. urbayerisch ..
    nenn mich Zenzi

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