Kampf der Zucchinischwemme: Kartoffel-Zucchini-Gratin mit Kokosnussmilch

Dieses Rezept (und der dazugehörige Blogeintrag) lungern schon seit der letztjährigen Zucchiniernte in der digitalen Schreibtischschublade. Damals habe ich noch mit meiner uralten Miniknipse fotografiert, was auch die Bildqualität erklärt.  (Die Fotos  scheinen aber dennoch Wirkung genug zu besitzen und für sich zu sprechen. Der Gatte linste eben jedenfalls über meine Schulter und schmatzte das goldbraun gebackene Gratin äußerst käselüstern an.) Ich möchte euch das simple pi-mal-Daumen,-Auflaufform-und-Hunger-Rezept also  nicht vorenthalten.

Letztens geistert in meinem Kopf die Idee herum, mal ein etwas anderes Kartoffelgratin zu machen – mit Kokosnussmilch statt Sahne. Dieses Gratin ist auch die perfekte Gelegenheit, um der Zucchinischwemme Herr zu werden (jedenfalls für die, die mit genug Zucchini gesegnet sind und deswegen jammern und nach passenden Rezepten suchen dürfen. Meine Zucchinipflanze wächst zwar wunderschön, die Früchte neigen aber im kleinen Wachstumsstadium zum Abfaulen.). Das Rezept ist mit variablen Mengenangaben, je nach Auflaufform und Hunger. Bei mir waren es große Pizzaformen.

 Kartoffel-Zucchini-Gratin mit Kokosnussmilch

Kartoffeln
Zucchini
Kokosmilch
Käse zum Überbacken (mild)
Knoblauch
Meersalz
Pfeffer
Madras Curry

 Zubereitung

  • Kartoffeln schälen und waschen. Knoblauch und Zucchini putzen und alles in dünne  Scheiben schneiden.
  • Eine Auflaufform mit einer Schicht Kartoffeln auslegen. Die Scheiben leicht überlappend anordnen, so dass sich ein Schuppenmuster ergibt.
  • Darauf einige hauchzarte Scheibchen Knoblauch geben und etwas Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und Currypulver auf der Lage verteilen.
  • Jetzt eine Schicht Zucchini folgen lassen – Kartoffeln und Zucchini abwechselnd schichten, bis die Form fast gefüllt ist – und jede Lage ebenso würzen wie die erste Kartoffelschicht.
  • Mit der Kokosnussmilch bis zu auf Höhe von 2/3 der Form angießen und im vorgeheizten Ofen bei 180° für circa 60 Minuten backen.
  • Zehn Minuten vor Ablauf der Zeit mit mildem Käse bestreuen und goldbraun backen.

 

Kartoffel-Zucchini-Kokos-Gratin-Fazit

Superlecker, das war wirklich eine gute Idee. Wer die Kokosmilch und den Curry scheut – erstaunlicherweise hat das Gemüse den intensiven Geschmack doch sehr gemildert, so dass beides nicht so plakativ herausstach. Insgesamt schmeckte es schön rund und passt wirklich perfekt. Lässt man den Käse weg, geht es sogar als laktosefreies und veganes Hauptgericht durch.
Als nette Variation kann ich mir auch gut andere Gemüsesorten dazwischen vorstellen – oder vielleicht sogar Bananenscheiben?  Die esse ich sowieso gerne im herzhaften Zusammenhang.

Und wie man auf dem Beweisfoto hier sieht – bei meinen Gästen ist es so gut angekommen, dass der letzte  in der Auflaufform verbliebene Rest noch mit Brot ausgewischt wurde. So soll es sein. 🙂

 

2 Antworten

  1. zauberweib

    klingt legga! Ich hab auch noch ne gute Idee: Zucchini-Salat! Zucchini in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden, je nach Größe die Scheiben noch sechsteln oder achteln, dazu alles, was grad noch so wächst: Tomaten, Peperoni. Ein Zwiebelchen dazu. Dann alles mit Essig & Öl oder sonstiger Lieblingsmarinade anmachen, fertig. Schmeckt richtig gut!

  2. Shermin

    Oh, das ist tatsächlich ne gute Idee – so lange man junge Zucchinis nimmt. Die älteren und größeren Modelle sind da wahrscheinlich schon zu holzig für. Danke für die Idee, Zucchini roh habe ich bisher noch nicht probiert. Aber guck mal hier, der Patissonsalat klingt ansatzweise ähnlich.

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