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Lesehungrig? – Immer doch!

Ihr Lieben,
zückt die Gabeln, wetzt die Messer und staubt die Lieblingsbücher im Regal ab, denn es wird wieder fantastisch: Der bibliophile Dauerevent Lesehungrig! startet wieder! <3

Bücherliebendes Blogevent Lesehungrig!

Nach einem Jahr Babypause, vielen Nachfragen und einer Zusammenfassung, die ich euch natürlich noch schulde, darf Lesehungrig! No. 10 in diesem Quartal endlich wieder stattfinden. Ich freue mich auf viele kreative, köstliche und fantastische Ideen und Umsetzungen von Literatur von euch - und natürlich auf das Kennenlernen von vielen neuen und spannenden Büchern.


Lest und dann kocht darüber!

Wie oft ist es euch geschehen, dass ihr eine Szene in einem geliebten Buch gelesen habt und direkt dort wart? Greift ein Rezept aus einem literarischen Werk auf, gießt ein Gedicht in die Form eines Menüs, esst und trinkt, was eure Heldin genießt, wandelt eine ganze Szene in einen Happen - und dann schreibt darüber und teilt dies mit uns. Seid lesehungrig!

Hier findet ihr genauere Infos zum geistig-köstlichen Dauerevent der bibliophilen Natur gibt es hier. Und wer Bedenken wegen Zitaten hat, dem sei dieser Artikel der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke ganz innig ans Herz gelegt.
Wie im verlinkten Orga-Artikel erklärt, könnt ihr mir eure Teilnahmebeiträge ganz einfach per Mail schicken. Wer sich lieber in sozialen Netzwerken organisiert, für den/die habe ich einen Event auf Facebook erstellt.

#12von12 im März 2017

Für die Neugierigen gibt es auch im März mal wieder ein paar Einblicke in unseren Alltag. Immer am 12. des Monats werden 12 Fotos gemacht - ich nutze dafür Schnappschüsse, die ihr auch auf meinem Instagram-Account findet - und dann bei "Draußen nur Kännchen" gesammelt.

#12von12 im März 2017

  1. Frühstück - mit Johannisbeergelee. Mjam. Im letzten Jahr habe ich endlich mal dran gedacht mir einen Vorrat davon einzukochen, der bis zur nächsten Saison reicht. Bei diesem Gelee muss ich immer an meine Omi und ihren wundervollen Schrebergarten denken... ?
  2. Nach dem Frühstück musste ich erstmal eine perspektivisch etwas... ähem.. kreative technische Zeichnung zum Küchenumbau erstellen. (Erinnert mich in ihrer Falschheit ein wenig an mittelalterliche Manuskripte, die auch immer nen Knick in der Optik verursachen.) Aber es ist ja dennoch erkennbar. Oder nicht?
  3. Ihr wisst schon: Foodblogger/innen und Ostern.  Ich hatte endlich mal etwas Zeit, um verschiedene Rezepte testzukochen.
  4. Mandarine schälen. Dinge die ich zum ersten Mal tue. Ging wider Erwarten erstaunlich gut von der Hand. Und hier hat auch schon ein kleines Mäulchen drauf gewartet, die Mandarinenschnitze futtern zu können.
  5. Und schwupp! Ab mit der Mandarinenschale in den Topf, um eine Marinade zu kochen.
  6. Das Kind ist 11 Monate & läuft jetzt übrigens schon. Das Krabbeln hat es tatsächlich einfach mal ausgelassen. Hier ein kleiner Ausflug an Papas Hand.
  7. Spontanbesuch der Lieblingsnachbarin - samt mitgebrachtem Kuchen! ❤ .
  8. Kokosnuss-Kardamom-Burfi rollen. Klebriger Job, aber dafür gibt es über 40 kleine Köstlichkeiten.
  9. Ich habe eine Armee erschaffen & werde die Welt damit gefügig füttern! ?
  10. Me-Time. ❤ ?Nur das braune Badewasser (Schokoladenbad von Kneipp) ist optisch etwas gewöhnungsbedürftig...
  11. Abendessen. Italienische Küche. Nicht sehr hübsch, aber sehr lecker: Blanchierter Fenchel, gebacken in einer Béchamelsauce.
  12. Late night baking: Pikante, herrlich mürbe Dinkelvollkornkekse mit Kräutern, Gewürzen und Käse für meinen Schwiegervater. Mal wieder Improvisationsküche ohne Rezept mit Backen aus dem Lameng. Und da darf frau sich ehrlich daran selbst erfreuen, dass es so gut funktioniert hat und der selbstgemachte Knabberkram so gut schmeckt.

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Lesehungrig No. 3

Einigen mit ganz prüfenden Augen ist es eventuell aufgefallen, dass ich den Namen des Events und das Logo leicht abgeändert habe. Nach und nach werde ich dann auch die Banner überarbeiten und austauschen. Also wundert euch bitte, bitte nicht, wenn bei euch plötzlich ein türkises Buch mit etwas anderem Text auftaucht und es nicht ganz so aussieht, wie gewohnt.

Lesehungrig-quer-SUnd warum jetzt dieses nervige Rumngeändere? Einfach, damit es nicht zu Verwechslungen mit meinem Blog Lesehunger (das als Projekt aus dem allerersten Lesehunger entsprungen ist) und diesem wunderbaren Dauer-Event kommt. Da ich mit diesem ganz speziellen literarischen Foodblog ja auch an meinem eigenen Event teilnehme, ist das - für alles außer mir - etwas... verwirrend. Deswegen also das Auseinanderklamüsern via etwas anderslautender Namenswahl. Ich hoffe das kann jeder nachvollziehen und ich verwirre niemanden vollends mit der Aktion.

Lesehungrig-Banner-türkis-SBAaaaber, schreiten wir endlich zur Tat und stellen all die tollen essbaren Dinge und Bücher vor, die im ersten Quartal 2014 zusammengekommen sind.

Zusammenfassung Lesehungrig III.

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Für den allerersten lesehungrigen Beitrag im Jahr 2014 widmet sich Ninive dem spanischen Autor Arturo Pérez-Reverte (Was für ein Name - ist ja auch schon ein wenig verheißungsvoll) und seinem Roman "Dreimal im Leben"*.
Gegessen wird in dem Buch, das in den 19302er Jahren spielt, nicht sehr viel. Der Tango - und eine Liebesgeschichte über Jahrzehnte hinweg - stehen im Fokus. Aber immerhin isst die wunderschöne Protagonistin Mecha auch mal ein Scheibchen Toast, was zu diesem leckeren Rezept für Vollkorntoast führt.

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Und das Toastbrot findet irgendwie ja auch Verwendung im zweiten Rezept, dass Ninive einreicht... Denn von dem Roman leichten aber sehr amüsanten Frauenroman Fast Women* (Achtung: Englisch) lässt sie sich zu Eggs Benedict inspirieren, die dort das traditionelle Frühstück bei einem Frauentreffen sind. Mit der frisch geschiedenen Hauptfigur Nell Dysart, die einen Job in einer Detektei annimmt, ihren Schwägerinnen und einem Haufen Porzellan entwickelt sich laut Ninive eine schön leichte, aber nicht zu seichte Story. Klingt nach perfekter Ferienlektüre.

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Friederike nimmt uns mit ihrem Rezept für "Kotonjada oder Quittenkäse" (Ich kenne es unter dem Namen Quittenbrot), mit nach Kroatien und erzählt von dem Familienroman "Olivas Garten"* von Alida Bremer. Der Roman trägt wohl stark biographische Züge und erzählt davon, wie die inzwischen in Deutschland lebende Alida den Olivenhain ihrer Großmutter in Kroatien erbt und dieses Erbe auch antreten will. Gewürzt also mit vielen Erinnerungen - an schreckliche Kriegszeiten, schöne Erlebnisse und natürlich starke Frauenfiguren, wie die Großmutter, die in einer Szene würziges, süßes Quittenbrot herstellt....

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Auch von mir gibt es natürlich einen Beitrag. In meinem speziell auf Literatur bezogenen Foodblog "Lesehunger" habe ich in der Pfanne leckere & fluffige Buchweizenpfannkuchen gebacken. Zu dem Rezept verleitet wurde ich durch eines meiner Lieblingsbücher "Daddy Langbein"* (das Buch gibt es leider nur noch gebraucht, das englischsprachige Original kann man sich auch kostenlos im Projekt Gutenberg runterladen) von Jean Webster. Die Story spielt um 1915: Judy Abbot ist in einem furchtbaren Waisenhaus aufgewachsen, durch ein Stipendium kann sie aufs College und entdeckt dort in ihrer herrlichen Art die Welt. Unbedingt lesenswert!

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Barbara pochiert in ihrem Blog Schlecktüre Lachs und serviert dazu Beurre blanc, Kartöffelchen und Böhnchen. Sie erzählt, wie die Familiengeschichte, die Frances Greenslade in "Der Duft des Regens"* vor den Leser/innen ausbreitet, sie in ihren Bann gezogen hat. Das Buch handelt von zwei Schwestern, ihrer fantastischen Kindheit in den Wäldern British Columbias (Kanada) und dann dem extremen Bruch: Der Vater stirbt, die Mutter verschwindet, die Mädchen werden zu Fremden in der Stadt gegeben und wachsen dort auf. Aber die erinnerungsvolle Sehnsucht und viele Fragen treiben natürlich umher. Eine etwas schwerere, traurig-schöne Lesekost, die mit sehr poetischer und bildgewaltiger Sprache aufzuwarten scheint.

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Ein lesehungriges Blogevent so ganz ohne Krimi ist ja fast nicht vorstellbar. Und so bereichert uns die liebe Gourmandise mit “Fettuccine al triplo burro maestose” (manchen eventuell auch unter "Fettucine Alfredo" bekannt) und größeren göttlichen Mengen an Nudeln, Parmesan Butter und Sahne. Dieses Gericht genießen die Hauptakteure des Romans "Die letzten Tage des Vatikan"*
von Jacques Neirynck mit kriminaltechnischen Zügen (immerhin steht die Echtheit des Grabtuches von Turin zur Debatte) zu Anfang in einem Restaurant in Rom. Und es liest sich ja auch wirklich zu lecker...!

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Noch Ideen gesucht? Geschenke aus der Küche

Schon lange geplant, angefangen und dann doch immer wieder wegen dringenderen Sachen bei Seite geschoben, ist dieser Artikel, der sich jahreszeitenunabhängig (Oster-, Herbst- und Weihnachtstrezepte finden sich hier also in friedlicher Eintracht) vollkommen um selbstgemachte kulinarische Geschenke aus der Küche dreht. Na gut, ein oder zwei Verpackungstipps gibt es von mir auch noch.

Geschenke-aus-der-Küche-sSelbstgemachte Geschenke - Kulinarische Mitbringsel

Ich gehöre ja zu der Sorte Foodbloggerin, die selbst sehr gerne kleine essbare Kostbarkeiten aus der Küche verschenkt. Das war schon vor zwanzig Jahren so und wird sich hoffentlich auch nie ändern. Dieses Selbstmach-Gen wurde mir quasi in die Wiege gelegt und unwiderruflich angeworfen, als ich als Kleinkind den ersten Blick auf den Vorratswandschrank im Schlafzimmer meiner Omi in Leipzig geworfen habe. Damals wahrscheinlich total banal und verbunden mit der Angst vor den ekligen eingelegten Pflaumen. Im Nachklang und aus Erwachsenensicht verbrämt mein Geist den Anblick der sich öffnenden Türen und die Armada der Einmachgläser mit kleinen güldenen Putten, die die Szenerie flankieren, während göttliche Strahlen hervorbrechen und die gekochte Offenbarungsszenerie natürlich auch noch von einem Engelschor untermalt wird.
Aber langes kitschiges Gelaber, kurzer Sinn: Die Rezepte für Geschenke aus der Küche neigen dazu, hier im Blog unterzugehen und im Archiv zu versanden. Deswegen gibt es für meine überaus geschätzen Leser jetzt diesen spezielle Artikel zur schnellen Übersicht. Zusätzlich wird er noch in der alphabetischen Rezeptauflistung verlinkt und natürlich auch regelmäßig aktualisiert und nachbearbeitet - ein wiederholtes Reinblicken lohnt sich also.

Selbstgemachte Liköre

Naschwerk  & Schokoladenrezepte zum Selbermachen

Gebackene Geschenke aus der Küche

 Selbstgekochter Sirup

Selbstgemischte Gewürze

Marmeladen, Chutneys, Saucen  & Co.

Verpackung von Geschenken

Blick hinter die Kulisssen

Nebenbei noch ein kleiner Einblick in meine Arbeitsweise: Bevor ein Rezept hier im Foodblog erscheint, hat es ja meist einen schon längeren Weg zurückgelegt. Ich koche ja selten etwas direkt nach (wenn, dann ist es nach Möglichkeit mit Quellenangabe), sondern entwerfe Rezepte auf dem Papier, grüble teils tage- und wochenlang darüber herum, recherchiere, und denke nach - bevor ich mich dann schließlich in meine Küche im Herzen Berlins werfe, das Rezept während des Kochens wieder halb verwerfe, darin herumkritzele und einzelnen Zutaten so die Möglichkeit gebe, zu etwas Köstlich-Genialem zu werden. Meist erprobe ich die Gerichte dann wiederholt, ändere und ergänze Bestandteile, zwinge unschuldige Freunde und Familienmitglieder hemmungslos  zum Testessen. Oft erst dann fotografiere ich und verfasse den endgültigen Artikel.
Es steckt also eine Menge Arbeit in einem Blogbeitrag, der weit über das Heruntertippen von kurzen Rezeptbestandteilen hinaus geht. Feedback freut frau da natürlich - umso mehr, wenn das Ausgedachte und Zusammengerührte vielleicht sogar gefällt und nachgekocht wird. Und ich persönlich finde den Beitrag hier auch sehr sinnvoll - führt er mir doch vor Augen, was ich hier alles noch nicht verewigt habe und was noch alles aus meinem Repertoire hier fehlt. 😉

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Die Metro Kochherausforderung Frühling 2013 – Alles wird besser mit Butter

Die Metro veranstaltet zum dritten Mal eine Kochherausforderung und ich - ganz meinem fügsamen und liebreizenden Naturell entsprechend - folge diesem Ruf der Kulinarik natürlich wieder sehr gerne. Wie immer gilt: Alle Bestandteile müssen in irgendeiner Form im Menü Einsatz finden. Ende letzten Jahres durfte ich ja schon mal teilnehmen und mich durch einen Einkaufswagen voll leckerer Dinge und mir noch unbekannter Lebensmittel kochen, natürlich habe ich damals auch darüber gebloggt. Das ist überhaupt für mich das Faszinierendste daran, dass ich hier Zutaten zubereite, die sonst vielleicht nicht in meinen Einkaufskorb und auf meinen Teller gewandert wären. Und besonders spannend wird es, wenn ich mir ansehe, was die anderen Bloggerinnen und Blogger sich haben einfallen lassen. Ist diese Vielfalt nicht toll?

Ich habe wieder ein dreigängiges Menü zusammengestellt und mich diesmal - zwecks besserer Übersichtlichkeit und um einem unglaublichen Bandwurmartikel mit zig darin untergehenden Rezepten zu entkommen - dazu entschieden, mein gesamtes Menü in diesem Beitrag vorzustellen und dann auf die einzelnen Rezepte (die im Laufe der nächsten Wochen dann nach und nach als eigene Rezeptartikel online gehen) zu verlinken.

Und das waren übrigens die Zutaten, um die ich mir diesmal Gedanken machen durfte:Freilandbrathähnchen, Kartoffeln, Babyspinat, Brause, Riesling, Filoteig/Strudelteig, Meersalzflocken, Tomaten, Ingwer, Arganöl, Mango, Pesto

Ich hatte im Vorfeld schon bei anderen Blogs neugierig ein Auge auf die Bestandteile geworfen. Wie immer ist eine Zutat dabei, die ein wenig die Fantasie anstrengen und das Ganze nicht zu simpel machen soll. Diese Rolle sollte diesmal eindeutig der Brause zufallen, mit der ich aber eigentlich null Probleme hatte. Nicht mal der riesige Eimer mit den 100 Brausetütchen konnte mich schocken. Meine persönliche Nemesis hieß nämlich Fertig-Pesto. Allein der Anblick des Glases und des Markennamens auf anderen Blogs ließ mich leicht würgend erschauern. Pesto kommt bei uns normalerweise nur selbstgemacht auf den Tisch, in den gekauften Produkten (selbst bei denen aus dem Bio-Markt) finden sich oft billige Derivate statt der traditionellen Zutaten. Statt Olivenöl, Basilikum, Parmigiano, Pecorino, Pinienkernen, Salz und etwas Knoblauch findet sich hier leider oft eher günstiges Sonnenblumenöl, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, seltsame Milchprodukte, wenig guter Käse, dafür aber unsäglicherweise Kartoffelflocken und Dextrose (würg). Die Verbraucherzentrale Hamburg hat das in einer bildlichen Gegenüberstellung hervorragend auf den Punkt gebracht. Um so überraschter war ich, als ich mir das Pesto genauer ansah und feststellte, dass die Marke Finestro Fine Foods sich bei ihrem Pesto Genovese wirklich an einem ligurischen Originalrezept orientieret und hier wirklich nur das drin war, was auch wirklich drin sein soll. Wow.

Noch überraschter war ich, als ich bemerkte, dass es sich hier tatächlich um die Eigenmarke der Metro handelt. Das hervorragende Arganöl, mit dem ich im Hauptgang meinen Spinat beglücke, ist übrigens auch von Finestro.
Um es kurz zu machen: Die Zutaten waren wieder von toller Qualität und es hat wahnsinnigen Spaß gemacht sich dafür Rezepte auszudenken, sich durch stapelweise Kochbücher zu blättern und alles zu verkochen. Sehr gerne wieder! Allein meine Mango war noch steinhart, so dass ich mit der Zubereitung einige Tage warten musste, und mein Babyspinat war etwas zerdrückt. Aber jetzt auf zum Menü:

Vorspeise
Zigarren-Börek (Sigarra Böregi) aus Filoteig/Yufkateig mit fruchtiger Mango-Chili-Salsa
Verwendete Zutaten: Filoteig, PestoEin einfach zu machender orientalischer Appetizer, der durch das spezielle Rollen der Teigplatten aber etwas arbeitsaufwändig ist. Das Pesto passte wirklich gut zu Käse und knusprigem Teig. Da ich noch etwas Frisches dazu haben wollte, gab es aus einer hinzugekauften Mango noch etwas fruchtige Salsa.

Hauptgang
Zitronenhähnchen mit gebackenen Kartoffeln, Zwiebeln und Babyspinat mit Granatapfelsirup-Dressing
Verwendete Zutaten: Brathuhn, Kartoffeln, Babyspinat, Arganöl, MeersalzflockenUnd hier kommt dann auch zum ersten Mal die Butter ins Spiel. Ich habe mein Brathähnchen darin schwimmen lassen und war nach dem Essen förmlich glücklich damit überzogen. Aber dafür verkörperte es dann quasi auch das Role Model des herrlichen, Mund wässrig machenden, knusprig braun gebratenen, super-saftigen und elegant gewürzten Brathähnchens schlechthin. Alles wird eben besser mit Butter. 😉 Das Brathähnchen, ein Loué Freilandhuhn vom Label Rouge, war aber auch einfach genial. Das Fleisch des Schwarzfederhuhns war ein wenig dunkler, kräftiger und muskulöser als gewohnt (ein Schneidezahn kollidierte etwas mit einer Sehne), aber wirklich sehr, sehr köstlich. Besonders schön: Die Fütterung besteht zu 80% aus Getreide, das Futter ist frei von Gentechnik und laut Label soll das Geflügeltier zu Lebzeiten auch zur Wiederaufforstung der bäuerlichen Heckenlandschaft und zur Förderung der erneuerbaren Energien beigetragen haben (wie auch immer es das getan hat).
Mein Babyspinat war ja leider etwas derangiert, weswegen ich ihn nicht - wie eigentlich geplant - roh als Salat eingesetzt habe, sondern rasch noch gedämpft habe. Das Arganöl hat eine angenehm samtige, nussig-geröstete Note. Damit hatte ich bisher nur im kosmetischen Bereich zu tun und wäre wohl auch nie auf die Idee verfallen das kostbare Öl wirklich zum Kochen zu kaufen. Inzwischen haben wir es schon öfter verwendet, auch ein simpler Tomatensalat profitiert hiervon immens.

Dessert
Dreierlei aus gebackenen Mandelfingern mit Orangenblütenwasser, Mango-Sorbet mit Weißwein und Ingwer und Zartbitter-Pralinen mit prickelnder Brause.
Verwendete Zutaten: Filoteig, Mango, Riesling, Ingwer, BrauseHier taucht dann abermals eine ordentliche Portion Butter auf, die dafür sorgt, dass dieses orientalische Gebäck luftig und knusprig wird. Die Mandelfinger sind einfach fantastisch -  ich hab sie direkt warm aus dem Ofen probiert und war im buttrig-blättig-süßen Baklava-Himmel. Das spritzig-frische Sherbet/Mangosorbet mit dem Riesling und dem Hauch von Ingwer ist ein guter Ausgleich zu der schweren, orientalischen Süße. Und was Schokoladiges muss einfach sein - sonst ist ein Dessert für mich nicht komplett vollständig. Die restlichen Zartbitter-Brause-Pralinen habe ich übrigens bei unserer ESC-Party serviert und die kamen so gut an, dass ich die demnächst auf jeden Fall nochmals machen werde. Ich liebe ja sowieso die Kombination aus samtiger Zartbitterschokolade und fruchtig-frischer Kompononente. Passte also perfekt.

So.. schnell nochmal kontrolliert und nachgezählt - aber damit müsste ich alle Zutaten erfolgreich in kulinarische Genüsse umgesetzt haben. 🙂 Und wer noch nicht genug köstliche Dinge gesehen hat und gespannt ist, was andere aus (fast) den gleiche Zutaten gebastelt haben, der sollte sich auf diesen Blogs umsehen:

Alice im kulinarischen Wunderland, Essen ohne Grenzen, from snuggs kitchen, ...in Frau Kampis Küche, moeys kitchen, Nur das gute Zeugs, Obers trifft Sahne, Penne im Topf, Lunch for one

Abschließend noch die Kochbücher, die mich inspiriert haben, bzw. aus denen Rezepte stammen. Das Granatapfel-Dressing und die Idee zum Zitronenhuhn ist aus "Just Add Spice". Das Rezept für die arabischen Mandelfinger habe ich aus Claudia Rodens sehr empfehlenswerten Kochbuch "The New Book of Middle Eastern Food".

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