Die neuesten Favoriten im magischen Kessel: Dinkel-Cranberry-Cookies [laktosefrei]

Ich gebe es zu – ich mag die Cookies des bekannten Sandwich-Dealers “Subway`s” sehr gerne. Die großen runden Teilchen, mit diesem teigklebrigen Innern und den großen Nussstücken (von denen leider nie genug da sind!). Am liebsten hatte ich die “White Macadamia” – wobei ich da auch schon immer leicht angewidert die weiße Schokolade rausgepult habe.
Und ja – “hatte”, weil ich seit einigen Monaten weiß, dass ich laktoseintolerant bin. Damit lässt es sich im Grunde ganz gut leben und es gibt ja inzwischen auch sehr viele (fast) laktosefreie Produkte auf dem Markt (Wobei die Süßigkeiten dieser Sparte wirklich zum Würgen sind. Keine Ahnung, wer da in der Produktentwicklung sitzt, wahrscheinlich hält derjenige Schlager-Süßtafel für die Krone der Schöpfung und findet Sägespähne lecker…). Wir haben ja auch schon davor viel selbst gekocht, gebacken und Dinge zusammengerührt (sonst gäbe es ja auch dieses Foodblog wohl kaum), jetzt muss ich halt noch mehr selbst machen und studiere sehr viel intensiver die Zutatenlisten. Durchgelesen habe ich mir die ja eh schon immer.

Was wirklich erstaunlich ist: Mir war wirklich nicht bewusst, wie viel Laktose in Form von Milchpülverchen & Co. einem in den normalen Lebensmitteln begegnen. Teilweise in Produkten, von denen man es wirklich nie erwartet hätte (Was hat das Zeug beispielsweise in Knusperbrot oder After Eight verloren!? In mir entwickelt sich langsam der Verdacht, dass das Hineinrühren von Milchpulverbergen irgendwie monetär geheiligt wird.). Naja, langes Geschreibe, kurzer Sinn. Ich wollte mal wieder leckere Cookies (Mit so vielen Nüsen, wie ich will. Ha!), wollte  sowieso mal ausprobieren mit Dinkelmehl zu backen, sehen ob Kekse mit Margarine wirklich essbar sind, einen Grund haben, um die Tüte mit den Cranberrys (die auf deutsch auch Moosbeeren genannt werden – ist das nicht ein hübscher Name?) aufzumachen und gänzlich laktosefreier Süßkram ist bei mir momentan halt eh gern gesehen.

Laktosefreie Dinkel-Cranberry-Cookies
(Ergibt circa 25 große Cookies)

200 g Dinkelmehl (Type 630)
175 braunen Zucker
150 g Margarine (geschmolzen)
100 g Cranberries (grob gehackt)
100 g Zartbitterschokolade (grob gehackt)
110 g grob gehackte Nüsse nach Wahl (zum Beispiel gesalzene Macadamias – hier sind es jetzt 60 g Walnüsse, 50 g Haselnüsse – nächstes Mal Nussmenge erhöhen auf 175/200 g)
1 Ei
3 EL Reismilch/laktosefreie Milch/Wasser
1 Tüte Backpulver
1/2 TL gemahlene Vanilleschote/Vanillepulver
großzügige Prise Meersalz

 Zubereitung

  • Margarine in der Mikrowelle schmelzen und mit dem Zucker, dem Salz und der Vanille gründlich verrühren.
  • Zuckermasse etwas runterkühlen lassen, erst das Ei und die Reismilch einarbeiten, dann das mit dem Backpulver vermischte Dinkelmehl, die Schokolade, Cranberrys und Nüsse mit einem Löffel untermischen.
  • Die Schale mit dem Teig für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Mit zwei  Esslöffeln großzügige Teighaufen (mit genug Abstand zueinander – bei mir passten neun auf das Backblech) auf das Backblech setzen.  Im vorgeheizten Ofen (Umluft) bei 175° für 8-10 Minuten backen.
  • Auf dem Blech auskühlen lassen.

Cookie-Fazit

Meine Fresse, sind die gut! In den Außenbezirken herrlich knusprig, im Innern zwar nicht klebrig, aber fluffig. Und geschmacklich gehen fruchtig-süßsäuerliche Cranberrys eine sexy Dreierbeziehung mit Walnussaroma und Zartbitterschokolade ein. Das fein ausgemahlener Dinkelmehl bietet dazu mit seinem leicht nussigen, vollen (aber nicht öko-dinkelbratlingartigem) Aroma die Spielwiese.
Ich hatte ja heftige Bedenken was die Margarine angeht – ich bin einfach absoluter Butter-Junkie und habe solche Cookies früher auch nur mit purer Butter hergestellt. Auch die Reismilch (die ich als Getränk wahrscheinlich nie freiwillig in Betracht ziehen würde) fällt hier nicht negativ auf. Mit ihr hatte ich letztens schon einen zaghaften Eierkuchenversuch hinter mich gebracht, der erstaunlich essbar war. Ich bin also ernsthaft positiv überrascht und hätte nie erwartet, dass es so gut schmeckt und subjektiv wirklich kein Unterschied feststellbar ist. Die Cookies sind garantiert kein diätisches Derivat und müssen sich keinesfalls  neben ihren buttrigen Anverwandten verstecken.

Achtung: Das sind keine Kekse die man auf Vorrat backen sollte. Schmecken frisch gebacken am besten, sind ab dem zweiten Tag trotz Dose nicht mehr knusprig und schmecken am vierten Tag noch ganz lecker. Da ist es sinnvoller den Teig/Teighaufen auf einem Blech einzufrieren, den portioniertenTeig in Gefrierdosen zu verfrachten und dann nach Bedarf schnell frisch zu backen.

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Schwein gehabt – Silvesterferkerl to go

Huch. Heute haben wir schon den 23. Januar – höchste Zeit für den ersten Blogbeitrag im Jahr. Das Jahr fängt ja gut an, wenn der erste Monat schon so im Fluge vergeht, dass ich kaum zum Bloggen komme. Und bei dem Thema “Feisch” fällt mir zum Beispiel ein, dass ich eigentlich noch dringend etwas (nur bedingt leckeres, eher enttäuschendes) über den Besuch unserer Redaktionsrunde im alteingesessenen Restaurant “Zur letzten Instanz”  Anfang Dezember schreiben wollte…

Zum Jahreswechsel hatten wir ein Spanferkel bestellt – quasi als köstliches Glücksschwein (Bringt es eigentlich Unglück, wenn man das Glücksschwein auffrisst? Also, außer natürlich für das Schwein selbst…). Der Metzger unserer Wahl  war Marcus Benser, der  Blutwurstritter, der (wie es der Beiname schon sanft her gibt) vor allem für seine Blutwurst bekannt und sogar von der normannischen “Bruderschaft der Ritter der  Blutwurst” (Confrérie des Chevaliers du Goûte Boudin) zum “Chevalier du Goûte-Boudin” (Ritter der Blutwurst/Blutwurstritter) geschlagen wurde.

Kontakt und ein sehr nettes längeres Telefonat zum Thema Spanferkel und Weißwürste hatte ich allerdings mit Mathias Helfert, der sich ab und an auch als Blutwurstknappe mit – wer hätte es gedacht – Blutwurstrezepten durch das Web bloggt.

Kleine geistige Aussetzer und der Schweinehimmel

Auch wenn ich in der Vor- und Nachweihnachtszeit stressbedingt leichte Aussetzer zu haben schien (Vokabeln wie “Spieß-Schwein!-Dingens!-äh…Grill!-Ferkel-Span!-maaanwienenntmandiesesverdammteViechdennnunduweißtdochwasichmeine!!” gingen in die Annalen der Familiengeschichte ein und werden  wohl auch  noch in etlichen Jahren bei jedem Schweinebraten hervorgekramt werden.) -  mit unserer Annahme: “Preisgekrönte Blutwurst = der Mann/die Metzgerei kennt sich bestimmt auch super mit ganzen gegrillten Schweinen aus!” lagen wir jedenfalls goldbraun-knusprig  richtig.

Und, weil es dutzend verwirrte Nachfragen im Freundes- und Familienkreis gab: Nein, ein Spanferkel bereitet man natürlich nicht im eigenen Ofen  zu. Das wird fertig gegrillt, heiß und direkt verzehrfertig geliefert. (Und ja, im Ganzen. Ja, natürlich mit Kopf. Ja, auch die Füßchen waren noch dran. Nein, das war nicht ekelig. Selten genug, dass man mal das ganze Tier zu sehen kriegt und nicht nur ein formloses Fleischstück auf dem Teller landet, das man keinem Lebewesen mehr zuordnen kann.) So ein Silvesterferkel ist jedenfalls sehr praktisch, wenn man feiertechnisch keinen großen Akt machen will.  Wir hatten dazu frischen Salat, grüne Bohnen, Sauerkraut und Dinkel-Sesam-Baguette – das ließ sich superschnell und gut vorbereiten. Also quasi Silvesterfestmahl to go. Da wir auf den obligatorischen Apfel im Maul verzichteten, der in der Vorstellung jedes Fragenden im Maul des köstlichen Tieres  stecken muss, gab es dazu zumindest Cidre.

Und das Ferkel selbst? – Sollte es einen Schweinehimmel geben, dann ist dieses Tier verdienter Maßen dort wiederzufinden. Wir waren uns alle einig, unsere Zähne noch nie in so köstlich-knusprige Haut geschlagen und so zartes und betörend saftiges, im eigenen Saft gesottenes Schweinefleisch gegessen  zu haben, das praktisch auf der Zunge zerging. Natürlich war es nicht mager, das findet man aber wahrscheinlich weder bei Spanferkerln, noch der fettigen Weihnachtsgans, aber es fanden sich auch keine monströsen Fettablagerungen oder  schwabbeligen Schwarten am Schwein. Zusätzlich war die Haut eine kompakte, knusprig-krachende Kruste, in die man einfach nur lüstern seine Zähne schlagen wolle.

Jetzt noch ein knuspriges Bild vom herrlichen Schweinehintern:

Und abschließend eine kleinere Handyaufnahme, des in gierig-zerknautschte Alufolie gebetteten und dezent angenagten Spanferkels. Der Gatte twitterte hierzu glücklich, dass er sich wie Obelix fühle.

Auf diesem schweinischen Wege (man verzeihe mir dieses äußerst platte Wortspiel) also liebe Grüße und uns allen die besten Wünsche für unsere Projekte, Träume, Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche im (nicht mehr ganz so..) neuen Jahr. Mögen die guten davon in Erfüllung gehen. ;-)

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Grüße zwischen den Jahren

Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit und einen sicheren Schritt in der dunklen Zeit zwischen den Jahren.
Mögen eure Feiertage friedlich, besinnlich und mit zahlreichen Freunden, netter Familie und  zauberhaften Stunden angefüllt und mit gutem Essen und Getränken gewürzt sein. Kommt gut ins neue Jahr.

Liebe Grüße

Shermin

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Weihnachtliches auf dem Brot – Rezept für Glühweingelee

Kurz vor knapp gibt es noch was Weihnachtliches aufs Brot. Nachdem ich zwar ernsthafte Anhängerin von Adventskalendern und gefüllten Nikolausstiefeln bin, aber letztjährig über darin enthaltenen und dann überall ungeliebt herumliegenden Schnickschnack rumnörgelte (Ja… ein wenig Widersinn ist doch jedem von uns gegeben. ;-) ) hat der Liebste  mich in diesem Jahr mit einem Rezept-Weihnachtskalender bedacht. Und dank diesem hatte ich die Anregung mir ein Rezept für Glühweingelee zusammen zu puzzeln.

Rezept für Glühweingelee

2 L Rotwein
1/2 L Orangensaft
1,25 Kg Gelierzucker (2:1)
Saft 1 Zitrone
2 TL Zimt
2 TL Orangenschale (getrocknet, gemahlen)
14 Gewürznelken
6 Körner Piment
1/2 TL Kardamom (ausgelöste Samen)
1 cm geschälter Ingwer

Zubereitung Rotweingelee

  • Rotwein, Orangensaft und Ingwerstück in einen Topf geben.
  • Die ganzen Gewürze grob anmörsern und zusammen mit den schon gemahlenen in einen Teefilter geben und in den Topf hängen (Tipp: Ich hab das Ding mit einer Wäscheklammer am Topfrand festgemacht).
  • 15 – 20 Minuten kochen lassen, danach vom Herd nehmen und die Gewürze noch zwei Stunden im Rotwein ziehen lassen. Währenddessen den Gewürzbeutel ab und an ausdrücken.
  • Beutel mit Gewürzen und Ingwerstück entfernen, Zitronensaft hinzugeben und mit dem Gelierzucker nach Packungsanweisung einkochen und dann in ausgekochte Gläser füllen, zuschrauben, 10 Minuten umdrehen, abkühlen lassen, beschriften.

Glühweingelee-Fazit

Süß, lecker, würzig und ein hübsches weihnachtliches Geschenk aus der Küche. Hab ich fein gemacht. :-) Und wer kein Gelee will, der lässt den Gelierzucker halt weg, süßt nur ein wenig mit Zucker oder Honig  nach und trinkt den Glühwein ganz einfach so. Das Gelee macht sich übrigens nicht nur gut auf dem Frühstücksbrötchen, sondern passt auch gut zu herzhaften Dingen.
Ich musste inzwischen sogar nochmal nachkochen, weil wir für uns selbst nix mehr da hatten. Kleiner Tipp am Rande: Wer nicht mir zig Gewürzen hantieren will – Glühfix (da sind wirklich nur die Gewürze drin, ich war ja sehr fasziniert und positiv überrascht, als ich das entdeckte) hilft weiter.

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Die jährliche Dosis Küchenmagie…

Plötzlich sind es nur noch knapp vier Tage bis Weihnachten, die Geschenke noch nicht verschickt, die To-do-Liste noch ellenlang, um mich herum steigt der Weihnachtsstressfaktor gefühlt auf episches Niveau und manchmal würde man sich am liebsten in eine kuschelige Höhle verkriechen und in sofortige Winterstarre verfallen. Zeit für die kleine alljährlich-weihnachtliche Dosis Küchenmagie. ;-)

Auf dem weltbesten Vanillekipferlteig, der die mürbesten, leckersten und göttlichsten Kipferl, die ich kenne  zur Folge hat – wie passend.  Selbiges wünsche ich übrigens allen anderen Weihnachtsopfern besinnlich gestimmten Lesern ebenfalls. Haltet mal  kurz inne, trinkt nen Tee und knabbert an einem köstlichen Stück Kipferl. Ihr seid nicht allein.

Liebe Grüße

Shermin

 

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