Quick & easy: Porridge / Haferbrei aus der Mikrowelle

So gern ich auch in Töpfen und Kesseln rühre, morgens in der Woche habe ich da nicht die Muße zu. Da möchte ich nur meinen Kaffee und schnell was Leckeres und Gesundes im Magen haben. Porridge zum Beispiel. Und seitdem ich ein Baby habe – mal ehrlich: Da bin ich froh, wenn ich momentan überhaupt die Zeit zum Essen finde. 😉

Porridge aus der Mikrowelle

Haferbrei, Porridge, Oatmeal… frisch aus der Mikrowelle!

Als ich letztens meine Anleitung für Bacon aus der Mikrowelle (und nein, ich koche tatsächlich noch richtig.. ;)) veröffentlichte, kamen Fragen danach, wie ich meinen Frühstücksbrei zubereite (und was das für leckere Dinge darauf sind). Auf Instagram poste ich unter #DailyPorridge nach Möglichkeit mein Frühstück und auch dort habe ich die Zubereitungsart schon öfter erklärt. Zeit, es hier also endlich mal niederzutippen, auch wenn es babybedingt wieder nur mit Handyfotos ist.

Deswegen gibt es heute ein Grundrezept. Naja.. mehr so ein Pi-mal-Daumen-Rezept. Denn genaue Maßeinheiten kann ich euch nicht an die Hand geben. Je nachdem wo wir gerade bei einem Haferflockennotstand einkaufen, nutze ich öfter verschiedene Marken – und bin immer wieder über die verschiedenen Ergebnisse erstaunt. Ich greife für mein Mikrowellenporridge immer zu den Zarten Haferflocken, aber hier gibt es je nach Hersteller große Unterschiede im Ergebnis. Mein persönlicher Liebling für den Haferbrei sind die Haferflocken von Kölln, die gab’s schon früher bei Mama. Eine weitere Variable ist die gewählte Schüssel zur Zubereitung, bei mir sind es fast immer Gefäße, die circa 0,5 L fassen, in Form einer halbkugeligen Suppenschüssel. Bei flacheren Gefäßen, wie tiefen Tellern, verlängert sich die Garzeit. Und entscheidend ist natürlich eure Mikrowelle. Ich habe keinerlei Ahnung wie viel Watt meine hat, ich nutze sie für den Morgenbrei auf Höchstleistung.

Für mich hat Haferbrei die perfekte Konsistenz, wenn er zwar gerade so eben stichfest, aber noch cremig und gut rührbar und eben keine betonharte Mischung ist. Und ich mag ihn lauwarm bis warm. Gerne mit einer ordentlichen Portion Obst darin, getoppt mit etwas Joghurt und ein paar Nüssen und oder auch mal mit einem Klecks Butter. Ich bereite mein Porridge ohne Salz zu, weil ich abschließend je nach Laune würze.

Wie kocht man Porridge in der Mikrowelle?

Grundrezept: Porridge aus der Mikrowelle

35 g Haferflocken (2,5 EL)
160 g Wasser
80 g Milch

Zubereitung

  • Die Mengen sind Circa-Angaben, probiert es also mit euren Haferflocken aus und korrigiert gegebenenfalls nach.
  • Haferflocken in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben, Wasser hinzufügen, umrühren. Milch hinzufügen, nochmals umrühren. Die Haferflocken müssen in der Flüssigkeit gut schwimmen können.
  • Schüssel in die Mikrowelle geben und 2 bis 2,5 Minuten auf voller Leistung laufen lassen (Auch hier gilt: Das ist nur ein Richtwert, achtet bitte auf euer Gerät.) und die Schüssel dabei beobachten. Der Hafer muss einmal richtig aufkochen, dabei hebt sich die gesamte Masse und kocht bis zum Schüsselrand hoch. Bevor es überläuft, bitte die Mikrowelle stoppen. Nach ein paar Mal habt ihr den Dreh raus und ein Gefühl dafür, wann es so weit ist.
  • Die Schüssel mit dem Porridge entnehmen (Vorsicht: Heiß!) und den Inhalt umrühren. Das Porridge kann zu diesem Zeitpunkt noch sehr suppig wirken, der Hafer quillt aber noch nach.
  • Den Haferbrei jetzt 5-10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit können im Ruhe Früchte für das Topping geschnibbelt oder andere Dinge dafür vorbereitet werden.
  • Alles auf den Früchstückbrei geben (Foto für Instagram machen ;)) – fertig!

 

Baukastensystem Haferbrei – Topping fürs Porridge

Leicht gesalzen, mit Sahne und Honig darüber wäre die klassische schottische Form. Meine Lieblingsvarianten schwanken abhängig von Jahreszeit und Tagesform. Falls es den Porridge nicht pur gibt, kommt als Topping Obst oder Gemüse darauf und etwas Fett – in Form von Nüssen, Kernen, Samen, Butter, anderen Milchprodukten, Ölen, Nussbutter usw. -, damit der Körper (nach meinem Verständnis) die fettlöslichen Vitamine besser aufnehmen kann. Ich süße fast nur, wenn das Obst selbst nicht süß genug ist – oder ich schlicht Lust darauf habe. 😉

Herzhaftes Porridge aus der Mikrowelle

Ich kombiniere gerne Süß mit Salzig. Bacon, Pflaumen, Joghurt, Erdnussbutter, Banane und etwas Ahornsirup oder Honig passen perfekt zueinander. Oder frische, reife Feigen und Bacon – Mjam! Süß-säuerliche Blaubeeren lassen sich ebenso gerne mit salzigen Dingen kombinieren. Orangenschnitze, Sesam, Butter – bestäubt mit etwas Zimt und Zucker sind auch ein Dreamteam. Erdbeeren und Schokolade sowieso. Oder es gibt mal gebratene Bananen und geröstete Walnüsse zum Haferbrei.

Im Grunde bietet einem eine Schüssel Porridge die Grundfläche, um sich je nach Lust und Hunger kreativ auszutoben. Ein wunderbares Baukastensystem, das perfekt ist, um an die Zutaten angepasst zu werden, die sich in der eigene Küche finden – oder die halt einfach verbraucht werden müssen (wie zum Beispiel die letzten drei Weintrauben, die 25 g Tiefkühlhimbeeren die im Fach noch Platz wegnehmen, der angeknabberte Schokokriegel von vorgestern und und und…).

Topping-Ideen fürs Porridge

Gewürze: Ceylon Zimt, gemahlene Vanilleschote, Kardamom, Macis, echter Kakao, Kürbiskuchengewürz, mein Orientzucker (der ist sooo lecker auf Porridge!)

Süß: süße Früchte, Honig, Zucker (in allen Variationen), Karamellsirup, Vanillesirup, Schokoladensirup, Schokoladenchips, Ahornsirup, Agavensirup, Apfelmus, ganz sündig – Reste vom Mandelkaramell

Herzhaft: Bacon (auch aus der Mikrowelle), Spiegelei, Rührei, Schnittlauch, geriebener Käse, Fetakrümel, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Apfel-Zwiebel-Schmalz, geröstete Zwiebeln, Oliven, Meersalz, Bärlauchsalz, Zitronensalz, Bacon-Chipotle-Salz, mein Kräutersalz, Chutneys, Pesto, Schinken, Salami, Tofu, Seitan und natürlich alle möglichen frischen Küchenkräuter

Neutral: Butter, Sahne, Joghurt, Öle, Erdnussbutter, Mandelmus, Nüsse und Kerne aller Art (Walnüsse, Mandelblätter, Haselnüsse, Cashews, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne, Kokos, Sesam…), Chia, Minze

Früchte: Je nach Saison Äpfel, Birnen, Bananen, Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Orangen, Mandarinen, Grapefruit, Melone, Mango, Weintrauben, Kiwi… Im Notfall nehme ich auch gerne Dosenfrüchte oder selbsteingekochtes Obst wie Mirabellen oder Quitten, gutes Apfelmus ist auch toll. (Ich versuche hier einigermaßen saisonal einzukaufen, also keine Erdbeeren im Januar usw. Beerenfrüchte nehme ich außerhalb der Saison als gut entnehmbare Tiefkühlware. In den warmen Haferbrei geworfen und etwas gewartet, tauen sie rasch auf)

Und zum Schluss noch eine optische Anregung zur Umsetzung. So vielfältig kann euer Frühstück aussehen – es muss also nicht immer die langweilige Käsestulle sein. Ob man sich ein Brot schmiert oder schnell die Haferflocken in die Mikrowelle schmeißt und nen Apfel reinschnibbelt – der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen. Achja.. und Hafer kann natürlich auch noch anders genossen werden, ich empfehle da ganz unschuldig das schottische Rezept für Cranachan, das ist auch mit Früchten – und mit Whisky. 😉

Und was kommt auf den Haferbrei? Topping für die Porridgebowl

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2 Antworten

  1. Kathi

    Moin moin, mampfe gerade mit einer Maracuja. Funktioniert wunderbar 🙂

  2. Shermin

    @Kathi – H..urgh! 5:00 Uhr! Was für ne Uhrzeit, aber immerhin hattest du dann ja was Warmes im Bauch. 🙂

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